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Nordamerika => Routenanalyse und Routenerfahrungen: Der Weg ist das Ziel! => Thema gestartet von: Exil-Schwabe am 29.12.2010, 01:33 Uhr
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Hi,
Werde ab Mitte Mai 2011 von Grand Canyon aus per Motorrad nach Seattle fahren & anschliessend nach Alaska. Anfang Juli wollte ich in Fairbanks sein.
Mit Fotografie als Hobby geht es mir generell mehr um schöne Natur & Nationalparks. Ausserdem möchte ich so viel wie möglich campen.
Meine geplante Route:
1 Anreise zum Grand Canyon Desert View Campground
2 Grand Canyon South Rim (Tagesausflug/Besichtigung)
3 Grand Canyon Desert View Campground -> Toroweap Point (N Rim Grand Canyon) (400 km)
4 Toroweap Point (N Rim Grand Canyon) -> White House Trail Head (200 km)
5 Coyote Buttes (Tagesausflug/Besichtigung)
6 White House Trail Head Page (50 km)
7 Antelope Canyon (Tagesausflug/Besichtigung)
8 Page Monument Valley (200 km)
9 Monument Valley -> Moab (250 km)
10 Arches NP (Tagesausflug/Besichtigung)
11 Moab -> Canyonlands NP (110 km)
12 Canyonlands NP (Tagesausflug/Besichtigung)
13/14 Canyonlands NP -> Bryce Canyon NP (520 km, 2 Tage Anreise über Scenic Route UT-12)
15 Bryce Canyon (vormittags Tagesausflug/Besichtigung) -> Zion (200 km)
16 Zion (vormittags Tagesausflug/Besichtigung) -> Las Vegas (250 km)
17 Las Vegas (Tagesausflug/Besichtigung)
18 Las Vegas -> Seligman (Route 66, 300 km)
19 Seligman -> Zabriskie Point (Death Valley) (600 km)
20 Death Valley (Tagesausflug/Besichtigung)
21 Zabriskie Point (Death Valley) -> Yosemite NP (500 km)
22 Yosemite NP (Tagesausflug/Besichtigung)
23 Yosemite NP (Tagesausflug/Besichtigung)
24 Yosemite NP -> San Francisco (300 km)
25 San Francisco (Tagesausflug/Besichtigung)
26 San Francisco -> Crater Lake NP (650 km)
27/28 Crater Lake NP -> Seattle (720 km, 2 Tage Anreise)
Was meint Ihr dazu? Machbar? Würdet Ihr irgendwas austauschen / umtauschen? Zeitdruck habe ich eigentlich keinen – ausser dass ich Anfang Juli eben in Alaska sein wollte. Auf dem Weg zurück von Alaska wollt ich dann Glacier NP, Yellowstone usw mitnehmen. Fürs erste gehts erst einmal um den Südwesten, damit ich mich für die Coyote Buttes um das Permit & für Yosemite um das Camping-Permit kümmern kann...
Vielen Dank!
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Hallo und :welcome: in unserem Forum.
mal eine Frage vorweg - wie kommst du denn eigentlich zum Grand Canyon? Wo übernimmst du das Motorrad oder kommst du mit deiner eigenen Maschine schon von irgendwoher?
5 Coyote Buttes (Tagesausflug/Besichtigung)
Du weißt, dass du hier unbefestigte Pisten befahren musst, um dahin zu kommen?
9 Monument Valley -> Moab (250 km)
10 Arches NP (Tagesausflug/Besichtigung)
11 Moab -> Canyonlands NP (110 km)
12 Canyonlands NP (Tagesausflug/Besichtigung)
Diesen Teil verstehe ich nicht ganz. Wenn du viel campen möchtest, dann übernachte doch nicht in Moab, sondern gleich im Arches NP, so wie du es anscheinend auch später im Canyonlands vorhast. Wie du auf die 110km an Tag 11 kommst, wird mir allerdings dennoch ein Rätsel bleiben.
18 Las Vegas -> Seligman (Route 66, 300 km)
19 Seligman -> Zabriskie Point (Death Valley) (600 km)
Stop, das hier ist zuviel, besonders mit dem Motorrad. Seligman liegt in der völlig falschen Richtung und wenn du dir unbedingt diesen Ort ansehen wolltest, dann lieber auf einem Tagesausflug vom Grand Canyon aus. Und wenn du unbedingt die Route 66 fahren möchtest, auch dann ist dieser Umweg sinnlos, denn zwischen Kingman und Seligman ist die Route 66 heute eine gut ausgebaute fast schnurgerade Landstraße, wo kein wirkliches Flair beim Fahren aufkommt. Wenn du auf die Route 66 abzielst, dann fahr von Las Vegas aus nur bis Kingman und dann über den Pass nach Oatman. Hier ist die Straße klein, kurvig und ruhiger.
21 Zabriskie Point (Death Valley) -> Yosemite NP (500 km)
In meinen Augen, wieder zu viel. Am besten fährt man über Lee Vining und den Tioga Pass und gerade letzterer braucht man seine Zeit, weil der unheimlich schön ist. Da würde ich lieber einen Besichtigungstag vom Yosemite "opfern", weil der Tioga Pass, das heißt die Anfahrt zum Yosemite Valley, schon ein Besichtigungstag an sich ist.
26 San Francisco -> Crater Lake NP (650 km)
27/28 Crater Lake NP -> Seattle (720 km, 2 Tage Anreise)
So eine schöne Landschaft und einfach nur so durchrauschen? :cry: Außerdem finde ich, wieder viel zu viele km pro Tag.
Warst du schon mal in den USA? Hast du eine Ahnung von den Dimensionen des Landes?
Fährst du in Deutschland auch Motorrad? Wie viele km pro Tag reißt du da vom Hocker?
Du schreibst, dein Hobby sei die Fotografie. Ich denke, da wirst du an vielen Orten länger brauchen als nur mal eben den Aussichtspunkt anfahren, Standardfoto und weiter.
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Hallo,
noch eine Idee dazu:
Falls Du in Deutschland auch Motorrad fährst, wirst Du es wahrscheinlich gewohnt sein, keine Geschwindigkeitsbegrenzung zu beachten (zumindest kenne ich dies von den Motorradfahrern hier).
Aber in USA geht das nicht. Da wirst Du sehr schnell aus dem Verkehr gezogen und hast ein paar geruhsame Tage hinter Gittern.
Und die Geschwindigkeitsbegrenzungen in USA sind relativ niedrig: also über 65 mh fast nie, meistens nur 55 mh und bei auch nur etwas engeren Strassen dann gleich mal 45 mh.
Gruss Beate
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Hallo Scooby Doo,
Vielen Dank für die Antwort. Zu Deinen Fragen:
Mit dem Motorrad komm ich von Mittel-/Südamerika. Bin also lange Strecken gewohnt. Erster Anlaufpunkt in den USA ist meine Verwandtschaft in Texas (nähe Grenze zu Oregon). Der Grand Canyon ist der erste "Touristen-Punkt".
Unbefestigte Pisten sind kein Problem, solange es sich nur um Wellblech / Schotter handelt. Hatte ich in Australien auch zur Genüge (Birdsville/Oodnadatta Track) und macht Spass. Das Motorrad ist geländetauglich, aber wegen Gepäck eben auch schwer. Nur SAND fahr ich nicht gerne alleine(!)
Den Reifendruck (Schlauchreifen) lass ich meistens nur um 10% ab (=weniger Pannen), aber zur Not hab ich natürlich auch Flickzeug & Ersatzschlauch dabei.
Tag 11: von Moab zum Ende der "Grand View Point Road" im Canyonlands NP sind es laut Google Maps 44 meilen.
Guter Tip bzgl Route 66. Da werd ich mir das Telstück von Kingman bis Seligman sparen!
Tag 21: Da wollt ich einfach mal schauen wie's läuft. Wenn ich früh losfahre, sind 500 km drin. Aber mit vielen Fotostops eben auch nicht – da bin ich aber flexibel. Ich werd auf jeden Fall mal einen extra Anfahrt-Tag einplanen.
Das mit der schönen Landschaft & "durchrauschen" versteh ich nicht so ganz... Also das Motorradfahren alleine gibt mir schon recht schöne Eindrücke & das Gefühl von Freiheit. Je nach Landschaft & Strecke mache ich alle 1-2 Stunden eine Pause, um Landschaft auf mich wirken zu lassen oder was zu trinken. Und wenn sich Aussichtspunkt an Aussichtspunkt reiht auch mal alle 5 oder 10 Minuten.
Ja, ich fotografiere gerne. Aber zwischen 9 Uhr morgens und 3 Uhr Nachmittags ist oft sowieso kein wirklich gutes Licht, so dass mir ein "Schnappschuss" normalerweise reicht. (An den 12 Apostles in Australien's Great Ocean Road habe ich hingegen 4 Tage auf dem Zeltplatz auf das Aufbrechen der Wolken bei Sonnenuntergang gewartet...)
Und natürlich habe ich eine Ahnung von den Dimensionen des Landes. Ist in Australien / Argentinien / Patagonien auch nicht anders. Deswegen mach ich mir ja die Mühe mit der Streckenplanung :)
Andere Motorrad/Weltreisende gehen da etwas naiver an die Sache. Ich für meinen Teil weiss eben, dass ich Mitte Juli in Prudhoe Bay sein möchte, und dann Mitte/Ende September in New York. Gesamtstrecke wäre im Moment 22000 km.
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Falls Du in Deutschland auch Motorrad fährst, wirst Du es wahrscheinlich gewohnt sein, keine Geschwindigkeitsbegrenzung zu beachten
Na das ist ja mal ne schöne Unterstellung, vielen Dank. Aber jetzt mal ohne Witz: Meinen letzten Strafzettel hab ich vor 10 Jahren bekommen. Und das war wegen Falschparken.
Das mit dem "sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten" kenn ich eher von so manchem Autofahrer (die auf der Autobahn auch gerne mal auf 2 Meter an Motorräder "heranfahren"... da frag ich mich oft, was wohl passiert wenn dem Motorradfahrer die Kette reißt oder der Reifen platzt... da kommt der Autofahrer wenn's dumm ausgeht wegen Totschlag in den Knast).
Zwischen Motorradfahrern gibt es oft gewaltige Unterschiede. Um nur 2 zu nennen: Die "Raser" (oft jung/unerfahren, mit Rennmaschine oder "Joghurtbecher" unterwegs). Und die "Tourer".
Ich für meinen Teil bin auf den letzten 80000 km meiner Weltreise in etwa mit nem 60er oder 70er Schnitt gefahren (Schätzung). Auf geteerten Geraden schon mal bis 110 km/h. In den Bergen / bei viel Verkehr dementsprechend langsamer.
Und mehr als 120 bin ich mit meiner Maschine noch NIE gefahren. Höchstgeschwindigkeit ist 160, aber ich möcht ja auch das mir die Möhre lange erhalten bleibt. Im Moment hat der Motor 120000 km runter, ohne Probleme und das ist ganz schön viel für einen Einzylinder.
PS: Ich hab mal Motorradfahrtraining mit der Polizei gemacht. Die meinten, es sei ganz interessant: Wenn man den Durchschnitts-Autofahrer fragt, was denn der gemeine "Motorrad-Raser" so fährt, kommt als Antwort meistens "ne Harley". Als Motorradfahrer lacht man sich da kaputt.... Da wird wohl Lautstärke mit Geschwindigkeit gleichgesetzt. Nur mal soviel zum Thema "Wahrnehmung".
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Hi,
eine kleine Anmerkung:
Der Grand Canyon North Rim passt so nicht in deine Route!
Besser so:
GC South Rim - Page - Monument Vally- Arches - Bryce - GC North Rim - Zion usw.
Vermeidet lästige Doppelfahrten!
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Falls Du in Deutschland auch Motorrad fährst, wirst Du es wahrscheinlich gewohnt sein, keine Geschwindigkeitsbegrenzung zu beachten
Na das ist ja mal ne schöne Unterstellung, vielen Dank.
Hallo,
entschuldige bitte, ich wollte Dich wirklich nicht beleidigen. Aber, auch wenn Du in Deutschland schon lange kein Ticket mehr bekommen hast, heisst das ja nicht, dass Du alle Verkehrsregeln einhälst, sondern nur, dass Du nicht erwischt wurdest.
Und das Erwischen passiert halt in USA wesentlich schneller und öfter, weil eben auch wesentlich mehr Highway Patrol unterwegs ist. Du hast fast keine Chance nicht erwischt zu werden.
Gruss Beate
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Hmm... aber dann hätt ich ja ne Doppelfahrt von Page zur Wave. Und Bryce -> GC North -> Zion ist auch ein bissl "zickzack", wenn ich danach nach Las Vegas möchte...
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Tja, wenn der North Rim unbedingt dabei sein soll, dann lassen sich ZickZack-Fahren oder Doppelfahrten nicht vermeiden ...wobei die Doppelfahrt Page - Wave (hast du schon Permits?) wesentlich kürzer als die Alternative bei deinem Entwurf.
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Du hast fast keine Chance nicht erwischt zu werden.
Ich hab so viel Gepäck am Motorrad, da macht's auf nem Einzylinder gar keinen SPASS schneller als 100-110 zu fahren. Und wenns die Regeln dann auf 90 begrenzen, ist auch gut.
Ich bin ja nicht im Rennen oder auf der Flucht & möchte eigentlich auch die Landschaft geniessen und mal zur Seite schauen. Und das geht mit dem Motorrad bei höheren Geschwindigkeiten schon mal gar nicht... ich hab meine Beine eigentlich ganz gerne ;)
Wer nicht zu schnell fährt, kann auch nicht erwischt werden.
Aber zurück zum Thema: Für Routen-Vorschläge / Sehenswürdigkeiten, die ich in der Ecke vergessen habe, wär ich Euch dankbar!
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Tja, wenn der North Rim unbedingt dabei sein soll, dann lassen sich ZickZack-Fahren oder Doppelfahrten nicht vermeiden ...wobei die Doppelfahrt Page - Wave (hast du schon Permits?) wesentlich kürzer als die Alternative bei deinem Entwurf.
Ich werds mal durchrechnen. Die Permits für die Wave hab ich noch nicht, werd mich aber im Januar auf die Verlosungsliste (für Mai) eintragen.
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3 Grand Canyon Desert View Campground -> Toroweap Point (N Rim Grand Canyon) (400 km)
Hallo,
mit deiner Tour habe ich mich nicht im einzelnen beschäftigt, aber mir ist dieser Abschnitt "unangenehm" aufgefallen. Das ist
1. zu weit (auch für Hardcore-Motorradfahrer) und
2. - und viel wichtiger - fährst du praktisch ohne Halt durch eine der schönsten Gegenden der gesamten USA.
Da du ja offenbar ein sehr erfahrener Back Road Fahrer bist, empfehle ich dir, ein paar Tage in der Gegend (GSENM) zu bleiben und z. B. folgende Strecken in deine Tour einzubauen:
- Cottonwood Canyon Road und/oder
- Smokey Mtn Rd. und/oder
- Houserock Valley Rd und/oder
- zum Alstrom Pt. und/oder
- Hole in the Rock Rd. und/oder
- Burr Trail.
EDIT
Ich sehe gerade, du willst vom Toroweap Point noch mal Richtung Page zurück! :o Da gibt es aber bestimmt elegantere Lösungen.
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Mit dem Motorrad um die Welt?
Klingt klasse!
Bei den Tageskilometern will ich Dir nicht reinreden. Klingt, als hättest Du mehr als genug Erfahrung, einzuschätzen, was Du Dir zumuten kannst bzw. ab wann es zur reinen KM-Fresserei wird oder der Hintern wund ist.
Zum Routenverlauf:
Um Zickzack-Fahrten weitgehend zu vermeiden würde ich die Route etwas umstellen:
Grand Canyon South Rim - Page - Monument Valley - Moab - (danach fehlen mir die San Rafael Swell, das Grand Staircase NM und der Capitol Reef NP, da würde ich über 2 bis 3 Tage zusätzlich nachdenken) - Bryce - Zion - Toroweap Point - (Valley of Fire nicht vergessen) - Las Vegas - usw.
Im Death Valley und auf der Fahrt zum Yosemite hast Du auch etwas wenig Zeit. Alabama Hills, Ancient Bristlecone Forest, Mammoth Lakes, June Lake, Mono Lake, Bodie und die Tioga Road haben mehr Zeit verdient.
Mein Neid wird Dich auf jeden Fall begleiten! ;)
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Um Zickzack-Fahrten weitgehend zu vermeiden würde ich die Route etwas umstellen:
Grand Canyon South Rim - Page - Monument Valley - Moab - (danach fehlen mir die San Rafael Swell, das Grand Staircase NM und der Capitol Reef NP, da würde ich über 2 bis 3 Tage zusätzlich nachdenken) - Bryce - Zion - Toroweap Point - (Valley of Fire nicht vergessen) - Las Vegas - usw.
Habs gerade durchgerechnet. Stimmt, Deine Route ist etwa 40-50 meilen kürzer. Außerdem ist dann auch die Etappe zum Grand Canyon North Rim (vom Zion NP aus) um einiges kürzer und in etwa 4-5h zu machen (150 meilen, etwa 60 davon Schotterpiste).
Das einzig wichtige im Moment ist, die Wave relativ früh in die Route einzubauen (wegen der Vorreservierung/Lotterie). Falls es danach dann die eine oder andere Verzögerung gibt, ist das nicht so schlimm.
Naja – Motorradweltreise klingt natürlich für viele "supi", aber es hat auch seine Nachteile. So hab ich z.B. nicht viel Platz für Wasser/Essen, und auch einen ausgewachsenen Wanderrucksack hab ich nicht dabei. Nur nen Foto-Tank-Rucksack. Deswegen kann ich auch nicht so eben mal auf ne Wanderung mit Zelt-Übernachtung (Grand Canyon) losziehen...
Aber dennoch – ich kann mich nicht beklagen :)
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Naja – Motorradweltreise klingt natürlich für viele "supi", aber es hat auch seine Nachteile. So hab ich z.B. nicht viel Platz für Wasser/Essen, und auch einen ausgewachsenen Wanderrucksack hab ich nicht dabei. Nur nen Foto-Tank-Rucksack. Deswegen kann ich auch nicht so eben mal auf ne Wanderung mit Zelt-Übernachtung (Grand Canyon) losziehen...
Aber dennoch – ich kann mich nicht beklagen :)
Mir ging es mehr um die Weltreise an sich, weniger um das Verkehrsmittel.
Wie macht man so was? Sabbatjahr? Rente? Lottogewinn?
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Weder noch. Jahrelanges eisernes sparen mit normalem Beruf mit mittlerem Durchschnittseinkommen (grafisches Gewerbe). Für das Geld, was mich die Weltreise (2 Jahre) bisher gekostet hat, kaufen sich andere einen Mittelklassewagen. Und DA frag ICH mich: Wie machen die das? :)
Mein Motorrad ist gebraucht gekauft (3000 Euro), ich hab nie einen Neuwagen besessen (immer nur 500 Euro-Krücken, selbst geschraubt), nie ein Haus besessen, immer in Wohngemeinschaften gewohnt, und ich hab auch keine Familie oder Ex-Frau, der ich unterhalt zahlen müsste.
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Was ist es denn für eine Maschine wenn ich mal fragen darf?
Einzylinder, 120000km, hört sich interessant an.
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BMW F650
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Da du ja offenbar ein sehr erfahrener Back Road Fahrer bist, empfehle ich dir, ein paar Tage in der Gegend (GSENM) zu bleiben und z. B. folgende Strecken in deine Tour einzubauen:
- Cottonwood Canyon Road und/oder
- Smokey Mtn Rd. und/oder
- Houserock Valley Rd und/oder
- zum Alstrom Pt. und/oder
- Hole in the Rock Rd. und/oder
- Burr Trail.
Danke für die Tips. Hab mal ein bissl gegooglt. Cottonwood Canyon Road sieht schonmal genial aus. Die anderen schau ich mir auch mal noch an.
Sowas wie die Cottonwood Canyon Road (den Fotos nach zu urteilen), macht richtig spass auf dem Motorrad. Solange es keine sandigen Überraschungen gibt.
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Wenn ich mir Deine Routenplanung so ansehe, dann liegt der Schwerpunkt ja ganz offensichtlich im Suedwesten. Da hast Du hier ja schon einige gute Tips bekommen.
Vom Crater Lake aus hast Du ja zwei Tage bis Seattle eingeplant. Wenn Du den See etwas geniessen willst und auch mit Ruhe ein paar Fotos machen willst, dann bleiben davon man hoechstens ein oder eineinhalb Tage fuer die Fahrt nach Seattle. Da wirst Du auf dem Weg nicht viel ansehen koenne, aber man kann ja nun mal nicht alles mitnehmen.
Die schnellste Verbindung (laut google maps 8h) fuehrt ueber den I-5, aber die Strecke ist ziemlich oede. Investiere also den zusaetzlichen halben Tag und fahr ein wenig kleinere Strassen im Land.
Ich bin selber kein Motorradfahrer, aber ich gehe doch Recht in der Annahme, dass kleinere kurvige eher wenig befahrene Bergstrassen immer ganz gut kommen, oder?
Daher wuerde ich Dir zu folgender Route raten: vom Crater Lake ueber den Cascade Lakes Scenic Byway nach Bend von dort aus auf Hwy 20 und 242 via Sisters zum McKenzie Pass und dann eine wahre Achterbahn runter bis McKenzie Bridge. Dann nach Norden ueber Hwy 126 und 22 zum Hwy 224. Durch die oestlichen Vororte von Portland zum Historic Highway in der Gorge (Hwy 30). Dann bei Cascade Locks ueber den Columbia und bei Carson die Wind River Rd zur Forest Rd 25 und die nach Norden. Wenn Du etwas extra Zeit haben solltest lohnt es sich die Stichstrasse 99 zur Windy Ridge am Mt.St.Helens hochzufahren.
Und dann auf der 12 und der 410 um Mt.Rainier herum nach Seattle.
Das duerfte ein ganzes Ende laenger dauern als ueber den I-5, so dass Du eineinhalb Tage fuer die Strecke brauchen wirst, aber ich koennte mir vorstellen, dass das wesentlich mehr Spass macht als geradeaus die Autobahn runterzubrettern. und es auch eine ganze Menge von der Strasse aus am Wegesrand zu sehen. Oft Vulkane oder Lava, aber auch Fluesse, Seen und Wasserfaelle und natuerlich viele viele Baeume.
Erster Anlaufpunkt in den USA ist meine Verwandtschaft in Texas (nähe Grenze zu Oregon).
Da wuerde ich die liebe Verwandschaft aber nochmal wegen genaueren Informationen kontaktieren, die Texas-Oregon Grenze ist naemlich genauso lang wie die Grenze zwischen Deutschland und Australien.:D
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Da wuerde ich die liebe Verwandschaft aber nochmal wegen genaueren Informationen kontaktieren, die Texas-Oregon Grenze ist naemlich genauso lang wie die Grenze zwischen Deutschland und Australien.:D
Seit wann ist zwischen Texas und Oregon eine Grenze? Liegen die beiden Staaten neuerdings nebeneinander?
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Oops... ich meinte Grenze Texas & Oklahoma :oops:
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Unbefestigte Pisten sind kein Problem, solange es sich nur um Wellblech / Schotter handelt. Hatte ich in Australien auch zur Genüge (Birdsville/Oodnadatta Track) und macht Spass. Das Motorrad ist geländetauglich, aber wegen Gepäck eben auch schwer. Nur SAND fahr ich nicht gerne alleine(!)
Ok, dann wird die Piste bei gutem Wetter wohl kein Problem für dich sein. Wollte das halt nur mal zur Sprache bringen, weil ich ja nicht wusste, welche Vorraussetzungen du so mitbringst.
Tag 11: von Moab zum Ende der "Grand View Point Road" im Canyonlands NP sind es laut Google Maps 44 meilen.
Richtig, 44 Meilen, aber das sind nicht 110km. Ich hatte jetzt so verstanden, dass du auch im Canyonlands planst, die Nacht auf dme Campingplatz zu verbringen und nicht wieder nach Moab zurück zu fahren, also kein zweites Mal die 44 Meilen. Das ist ja das, was ich nicht ganz verstanden habe, wann du wo übernachten möchtest.
Guter Tip bzgl Route 66. Da werd ich mir das Telstück von Kingman bis Seligman sparen!
Mal ein Vergleich:
Zwischen Seligman und Kingman
http://image22.webshots.com/23/3/21/37/205132137MMUEOA_fs.jpg
Zwischen Kingman und Oatman
(http://historic-route66.de/fotos/arizona/img_0257.jpg)
Übrigens, ebenfalls schöne Teile der Route 66 befinden sich auch in Texas oder New Mexico, wo viele die Route 66 eigentlich schon für tot glauben. Gerade weil diese Stücke aus der Erinnerung verschwindn, sind sie abgelegen und ruhig und seit Jahrzehnten nicht ausgebessert worden, also noch recht Original.
Tag 21: Da wollt ich einfach mal schauen wie's läuft. Wenn ich früh losfahre, sind 500 km drin. Aber mit vielen Fotostops eben auch nicht – da bin ich aber flexibel. Ich werd auf jeden Fall mal einen extra Anfahrt-Tag einplanen.
Wie gesagt, einfach einen Besichtigungstag mit zur Anfahrt rüber nehmen, dann passt das, denn die Anfahrt ist ab Lee Vining ja auch gleichzeitig Besichtigung.
Und wenn dir Schotterstraßen nichts ausmachen, wenige Meilen nördlich von Lee Vining liegt die Geisterstadt Bodie. Früher blühende Bergwerkssiedlung, ist die Stadt heute Ausflugsziel. Mein Fazit: lohnenswert
Das mit der schönen Landschaft & "durchrauschen" versteh ich nicht so ganz... Also das Motorradfahren alleine gibt mir schon recht schöne Eindrücke & das Gefühl von Freiheit. Je nach Landschaft & Strecke mache ich alle 1-2 Stunden eine Pause, um Landschaft auf mich wirken zu lassen oder was zu trinken. Und wenn sich Aussichtspunkt an Aussichtspunkt reiht auch mal alle 5 oder 10 Minuten.
Ok, ich präzisiere. Für den Südwesten nimmst du dir mehrere Tage und Wochen Zeit und fährst ja auch Umwege, um bestimmte Straßen und Sehenswürdigkeit anzufahren, dagegen von San Francisco bis Seattle sind es plötzlich nur noch 3 Tage. Dabei wird man natürlich vieles links liegen lassen. Ich kenne diese Gegend zwar noch nicht so gut, aber ich plane gerade dafür irgendwann mir mal 2-3 Wochen Zeit zu nehmen. Ich höre immer wieder, dass man alleine für die wunderschöne Küste Oregons mehr als 3 Tage einplanen sollte und ich würde halt gerne auch noch die Nationalparks im Hinterland mitnehmen, so wie du ja auch einen Besuch am Crater Lake planst.
Und natürlich habe ich eine Ahnung von den Dimensionen des Landes. Ist in Australien / Argentinien / Patagonien auch nicht anders. Deswegen mach ich mir ja die Mühe mit der Streckenplanung :)
Andere Motorrad/Weltreisende gehen da etwas naiver an die Sache. Ich für meinen Teil weiss eben, dass ich Mitte Juli in Prudhoe Bay sein möchte, und dann Mitte/Ende September in New York. Gesamtstrecke wäre im Moment 22000 km.
Ok. Wer in Australien unterwegs war, klar, der kennt sich mit Entfernungen aus. Aber glaub mir, es gibt halt sehr viele USA-Neulinge, die sich halt von den Reisekatalogtouren leiten lassen und diese dann noch mit weiteren Zielen ausschmücken und sich gar nicht bewusst sind, wie lange man zwischen den einzelnen Orten unterwegs ist. Ich bitte um Verständnis, wollte halt nur vorab offen über alles sprechen.
Übrigens, bin selber auch Motorradfahrer, aber auch von der Tourenfahrer-Fraktion.
Ich erkläre mir unser negatives Image bei den Autofahrern immer damit, dass die Kamikaze-Raser ständig auffallen. Man ärgert sich darüber, wie die einen riskant überholen, die tauchen immer plötzlich von hinten auf, man erschrickt sich leicht etc, kurzum, man regt sich über diese Fahrer auf. Die Tourenfahrer dagegen schwimmen im Verkehr mit und sind recht unauffällig. Macht euch mal den Spaß, im nächsten Frühjahr bewusster darauf zu achten und ihr werdet feststellen, es gibt viele Motorradfahrer, die anständig fahren.