3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen

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*NähkreisSteffi

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #15 am: 28.04.2017, 07:21 Uhr »
Mir gefällt eure Reise ausgesprochen gut. So hoch im Norden war ich noch nie. Wirklich tolle Bilder.

*freddykr

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #16 am: 02.05.2017, 09:29 Uhr »
Weiter gehts.

20.08.  Trondheim - Molde

Wegen dem Frühstück war ich hier in diesem Wohnheim schon irgendwie skeptisch. Aber man überraschte mich, denn es war erstaunlich ganz gut; besser als in so manchem richtigen Hotel.

Über die E39 ging es praktisch direkt nach Westen, bogen später aber auf die Rv70 nach Kristiansund ab. Damit hatten wir auch unseren nördlichsten Punkt der Reise überschritten.


Irgendwo unterwegs zwischen Trondheim und Kristiansund

In Kristiansund knurrte etwas der Magen und wir suchten uns ein nettes Restaurant. Die Nummer 1 hatte noch zu, aber das zweite bereits geöffnet.
Es sollte ein richtiges Fischrestaurant werden und das war es auch; untergebracht in einer alten Schmiede. Allerdings musste man auf der Karte ordentlich aufpassen, falls man kein Wal essen wollte; fanden wir aber auch.

Nach einem kurzen Spaziergang an der Hafenpromenade, machten wir uns wieder auf den Weg.
Durch den Atlanterhavstunnel, einem 5779m langen Tunnel unter dem Atlantik mit einer Tiefe von 250m unter dem Meeresspiegel, ging es weiter nach Südwesten. Der Tunnel ist schon grandios, 10% Gefälle runter und auf der anderen Seite mit 10% wieder hoch.




Kvernes Stabkirche - closed for season

Das nächste Ziel war die Atlantikstraße mit der berühmten Brücke. Das Wetter war allerdings nicht so gut, aber trotzdem beeindruckend anzusehen. Ein schöner Rundweg führte um einen kleinen Hügel herum; mit Blick aufs Meer.





Auf der anderen Seite des Berges sah es schon besser aus; die Wolken blieben zurück und wir hatten schönstes Wetter.





Wir stoppten weiterhin am “Ergan Krystfort” im Dorf “Bud”, einer alten Stellung der deutschen Wehrmacht aus dem zweiten Weltkrieg.
Das Museum an sich war schon geschlossen, aber wir konnten auf der Außenanlage noch etwas herum laufen.




Bud

Am späten Nachmittag erreichten wir Molde; eine kleine Hafenstadt am Midfjord.
Wir checkten im “Thon Hotel” ein, welches direkt am Anleger der Hurtigruten liegt. Ein schönes Zimmer, aber das Bad… Ich konnte nicht mal gerade auf dem Örtchen sitzen, so eng war es…
Ein kleiner Blick ins TV erstaunte uns dann. In Trondheim war heute ein Skating-Event, was jetzt auch die Bühne in der Innenstadt erklärte. Überall wo wir gestern noch lang liefen, war heute Rennstrecke. Schwein gehabt.

Wir liefen dann noch ein bisschen am Hafen entlang und genossen die Ruhe hier am Meer.


Molde Harbour







Zum Abendessen gingen wir direkt ins “Egon”; einer norwegischen Restaurantkette. Und diese Filiale befindet sich direkt neben dem Hotel.
War zwar, etwas besseres, Fast Food, aber doch gut. Bei mir gab es Fisch, bei Anja einen Salat.




Übernachtung: Thon Hotel Moldefjord - 115€ - https://www.thonhotels.com/de/hotels/norwegen/molde/thon-hotel-moldefjord/
Gefahrene Strecke: 346km
Map: https://goo.gl/maps/qs6dR1BDYGp
Viele Grüße,
Danilo

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*freddykr

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #17 am: 03.05.2017, 12:50 Uhr »
21.08.   Molde - Runde

Bei bewölktem Himmel brachen wir am Morgen in Molde auf; just-in-time zur Fähre nach Vestnes - ohne Wartezeit rollten wir direkt drauf.






Alle drei Bilder von der Fähre “Molde-Vestnes”

Das Wetter meinte es aber nicht wirklich gut mit uns und so ging es immer bei leichtem Nieselregen bis Alesund, wo das Aquarium unser Ziel für den Vormittag war.

Das Aquarium ist ganz nett gemacht und zeigt die Unterwasserwelt u.a. der norwegischen Küste. Im Außenbereich haben sie auch noch Seehunde und Pinguine, aber durch den Regen war es nicht wirklich angenehm - für uns, nicht die Tiere. ;)
Wir konnten somit zumindest die Zeit des Regens im Trockenen verbringen. ;)

Selbst zum Sonntag fanden wir hier im Ort einen kleinen offenen Supermarkt.

Am frühen Nachmittag erreichten wir dann unser Etappenziel, die Vogelinsel Runde.
In der Visitor Info fragten wir nach einer Bootstour morgen früh, aber sie meinten, sie wüssten nicht, ob morgen eine stattfindet. Es ist ja schon außerhalb der Saison und wir sollten morgen wieder kommen.
Ein Tourist, der dies mitbekommen hatte, meinte dann zu uns, dass der Anbieter vom Campingplatz heute noch raus fährt und vielleicht hat er noch Plätze frei.

Wir also ins Auto und hin und ja, die Tour findet statt. Ob er noch Plätze hat, ja, wenn das Pärchen, dass seine Karten noch nicht geholt hat, nicht mehr kommt. Wir sollen warten.
Die Zeit der Abfahrt rückte näher und tatsächlich - das Paar kam.

Ich weiß nicht, ob es Mitleid war, auf jeden Fall verkaufte er uns trotzdem zwei Karten und meinte, dass zwei Passagiere mehr schon gehen würde.
Und so kamen wir doch noch zu unserer “Runde um Runde”.

Mit knapp einem Dutzend Passagieren legte unsere Nußschale dann ab und unser Skipper fuhr uns zu den derzeit auf der Insel lebenden Vögel.
Papageientaucher gab es zwar keine mehr, aber der Rest war auch gut.






Krähenscharbe


Krähenscharbe


Krähenscharbe


Fischadler


Basstölpel


Basstölpel




Die kleinen Dinger hatten keine Geduld…

Zum Abschluß meinte er noch, er könnte noch etwas raus fahren, um Seehunde zu finden. Wird aber etwas holprig und wenn jemand das nicht vertragen soll, dann könne er ihn/sie auch erst im Hafen absetzen.
Es meldete sich niemand und so ging es noch ein ganzes Stück raus zu einer kleinen Inselgruppe, aber bis auf einen Seehund im Wasser und einem Adler war nichts zusehen.


Noch mal der Fischadler


Mehr war nicht zu sehen


Runde - Wolken, Wolken, Wolken

Wieder festen Boden unter den Füßen verließen wir wieder die Insel und begaben uns zu unserer Unterkunft; zur Lanternen Marina.
Das Checkin verlief irgendwie kühl und ich durfte unsere Hütte selbst suchen. Die Hütte war ok und es wurde wieder selbst gekocht.

Unterkunft: Lanternen Marina Tjorvag - 77€ - https://www.booking.com/hotel/no/lanternen-marina.de.html
Gefahrene Strecke: 171km
Map: https://goo.gl/maps/5QjsDaRuxST2
Viele Grüße,
Danilo

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« Antwort #18 am: 04.05.2017, 08:14 Uhr »
22.08.  Runde - Skei

wir brachen zeitig unsere Zelte ab. Checkout war eigentlich erst 10:00Uhr, aber wir ließen einfach den Schlüssel stecken. Eine Schlüsselbox gab es nicht; muss somit auch so gehen.

Zuerst ging es immer an der Küste entlang, mit Ziel “Kannesteinen”. Dieser eine Stein ist eines der meistfotografierten Objekte hier in der Gegend.




Kannesteinen

Einen Zwischenstop legten wir später noch am Eidsfossen ein.





Schon gegen Mittag erreichten wir Skei, aber vorerst nur zur Durchfahrt. Am Jolstravatnet machten wir am See eine ruhige Mittagspause, bevor es die Serpentinen zum Gaularfjellet hoch ging.


Jolstravatnet


Holsavatnet


Auffahrt zum Gaularfjellet

Eine längere Pause legten wir am Likholefossen ein. Ein Hoch auf lange Belichtungszeiten; da verschwinden sogar die ganzen Touris vom Bild.


Likholefossen


Likholefossen


Likholefossen


Eine alte Mühle

Nystolsvatnet

Am Aussichtspunkt Utsikten bewiesen die Norweger wieder, dass sie Sinn für Architektur haben, gepaart mit einer gewissen Portion Beklopptheit.


Utsikten


Utsikten


Utsikten - Blick ins Tal

Wieder unten im Tal und einer kurzen Fährfahrt…


Eine überschaubare Anzahl an Passagieren...

...machten wir noch einen kleinen Fotostopp am Boyabreen.


Boyabreen


Boyabreen

Auf der anderen Seite vom Berg war dann Geschichte mit der Sonne und so fuhren wir direkt nach Skei durch.
Hier spielte uns erst mal unser Navi einen Streich, denn dort wo die Unterkunft eingezeichnet war, war nichts.
Wir fragten dann mal in der örtlichen Tanke und tataa, dort waren wir sogar richtig. Diese Tanke war nicht nur Tanke, sondern hatte gleichzeitig ein paar Hütten für Reisende. Diese waren gar nicht mal so schlecht.

Zum Abendessen gingen wir heute ins Thon-Hotel. Es sah zwar bisschen edler aus, aber sie haben uns trotzdem was gegeben. ;)
Während wir drinnen im warmen saßen, ging draußen ein Wolkenbruch runter; wir saßen trocken.

Im örtlichen Souvenirshop machten uns die Eigentümer dann gleich mal auf ein “besonderes” Wetterphänomen aufmerksam, was sie auch höchst selten haben.
Zum Einen nahm der Himmel ein ziemlich merkwürdiges Rot an…


Himmelsfärbung

…und zum Anderen staunten sie über eine seltene Wasserfallkonstellation.


Normal, wenn es regnet, entstehen am rechten Berghang zwei Wasserfälle in direkter Nachbarschaft. Heute gab es nur einen, was auf einen sehr begrenzten Radius für die Niederschläge hinweisen ließ.

Den Abend verbrachten wir dann in der Hütte, denn es gab gutes WLAN.

Übernachtung:  Skei Servicenter - 105€ - https://www.booking.com/hotel/no/skei-servicenter.de.html
Gefahrene Strecke: 445km
Map: https://goo.gl/maps/ixfUD9HKSQn
Viele Grüße,
Danilo

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #19 am: 05.05.2017, 08:49 Uhr »
23.08.   Skei - Luster

Wir brachen beizeiten am Morgen auf, denn heute stand der Nigardsbreen auf dem Programm und bis dorthin sind es noch ein paar Kilometer.


Noch etwas Bewölkung am Morgen


Jolstravatnet

Gegen 10:00Uhr erreichten wir den Parkplatz am Nigardsbrevatnet. Hier gibt es jetzt zwei Möglichkeiten; man läuft um den See herum, oder man nimmt für ein paar Kronen das Boot. Wir entschieden uns für Letzteres. Man muss allerdings bedenken, dass geführte Gletschertouren immer Vorrang vor Individualreisenden haben, so dass es vorkommen kann, dass man nicht gleich mitkommt.
Nach dem Übersetzen muss man noch ein paar hundert Meter laufen, bis man vor der Gletscherzunge des Nigardsbreen steht.


Nigardsbrevatnet


Nigardsbreen


Nigardsbreen - kleine Menschen auf großem Eis


Nigardsbreen - kleine Menschen vor großem Eis


War mal großes Eis

Auf den Gletscher selbst kommt man nur mit geführter Tour und so mussten wir uns irgendwann hier wieder los reißen.

Am See angelten wir uns mal einen vorbei treibenden ”Eisberg”; vielleicht vor Millionen Jahren gefroren, aber ohne eingeschlossenem Dinosaurier. ;)



Als nächstes sind wir runter nach Solvorn gefahren, zur Fähre nach Urnes, wo eine der berühmtesten Stabkirchen Norwegens steht. Ihr Ursprung geht auf das 11. Jh zurück und somit ist sie die älteste Stabkirche der Welt. Heute gehört sie zum UNESCO Weltkulturerbe.
Wir hatten Glück, es waren wenig Besucher da und so konnten wir einen der vier Parkplätze an der Kirche ergattern. Weitere Parkplätze sind einen halben Kilometer den Berg runter. ;)


Solvorn




Auf der Fähre nach Urnes - rückwärts einparken; enger geht nimmer


Auf der Fähre nach Urnes


Stabkirche zu Urnes


Schnitzereien am Eingang


Altar






Ausblick von der Kirche rüber nach Solvorn

Die Rückfahrt ging dann immer direkt am Lustrafjord entlang, denn wir hatten noch den “Feigumfossen” auf der Karte entdeckt. Allerdings stellten wir am Trailhead zu dem Wasserfall fest, dass der Trail nicht so einfach zu begehen ist und wir entschieden uns dann dagegen.
Interessant wurde es dann noch mal auf der Strecke in einem Tunnel. Sind wir es mittlerweile schon gewohnt, dass diese teils schlecht beleuchtet sind, war hier einer komplett ohne Beleuchtung. Da die Wände ganz in schwarz waren und er mindestens eine Kurve enthielt, war es stock dunkel.

So waren wir am frühen Nachmittag in Luster angekommen, wo wir eine Hütte bei “Dalsoren Camping” gebucht hatten. Problem: keiner da; Checkin nur zwischen 17 und 19:00Uhr. Jetzt war es noch nicht mal vier Uhr und so lange wollten wir nicht warten. Aber noch was unternehmen; da wäre es nach hinten eng geworden.
Es war eine Telefonnummer angegeben, und so haben wir nach einiger Diskussion dort mal angerufen und tatsächlich; nach einige Zeit kam jemand und erledigte den Checkin.
Die Hütte an sich war in Ordnung, nur das Bad faktisch nicht nutzbar. Es war in einem Nebenraum, welcher nur von außen zugänglich war und so klein, dass der Duschkopf direkt über der Kloschüssel hing. Auf das Duschen haben wir somit heute mal verzichtet.

Aber wir hatten ja noch Zeit und so sind wir noch mal hoch in Richtung Nigardsbreen gefahren, aber vorher in Gjerde abgebogen und bis zum Trailhead zum Jostedalsbreen gefahren. Vom Parkplatz sind es ca. 3,5km bis zum Gletscher durch relativ flaches Gelände und meist sehr einfach zu laufen. Am Anfang geht es durch dichten Wald, bevor man offeneres Gelände erreicht. Bis zum Gletscher selbst sind wir nicht, sondern wir schlugen unser Rastlager auf einem großen Findling auf, wo wir einen guten Blick auf den Gletscher hatten. Leider kommt zu dieser Tageszeit die Sonne direkt von vorn, so dass es mit Fotografieren etwas schlecht war.


Wanderweg zum Jostedalsbreen


Sonnenuntergang hinterm Gletscher

Wir beobachteten noch einen Jogger, der die Strecke scheinbar zum Training nutzt, bevor auch wir wieder den Rückweg antraten.

Zurück in unserem Hüttchen wurde noch ein bisschen gekocht und mal wieder die Bilder gesichert.

Übernachtung: Dalsoren Camping - 96€ - http://www.lusterfjorden.com/
Gefahrene Strecke: 330km
Map: https://goo.gl/maps/xyLK75PBgu12
Viele Grüße,
Danilo

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*freddykr

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #20 am: 08.05.2017, 08:59 Uhr »
24.08.   Luster - Gudvangen

Heute war es dann vorbei mit dem schönen Wetter der letzten Tage/Wochen; graue Wolken und es regnete.

Wir fuhren trotzdem mal die Rv55 hoch zum Sognefjell, aber dort war das Wetter nicht wirklich besser.
Als ich in einer Regenpause auf einen Aussichtspunkt hoch stiefelte, hätte es mich fast noch gelegt; so rutschig war der Untergrund.


Sognefjellsvegen


Sognefjellsvegen


Sognefjellsvegen

Über den Tindervegen fuhren wir dann nach Süden in Richtung Ovre Ärdal.


Berdalsfjellet - Blick runter zum Lustrafjord


Wolken...


Wasserfall am Tindervegen

Zum Abschluss mussten wir wieder eine enge Serpentinenstrecke runter und in einer Kurve passierte es dann. Beim Ausweichen eines gegnerischen Kraftfahrzeuges kam ich zu weit an den Rand, über den Teer rüber, die Kante runter und wir saßen auf. *f..k*
Also Anja mal raus geschickt, um etwas Gewicht zu verlieren und dann langsam zurück; mit elendigen Kratzgeräuschen. Anja meinte dann, innen klang es schlimmer als außen. ;)
In Ovre Ärdal habe ich mir die Sache auf einem Parkplatz mal angesehen, aber ich konnte nichts finden. So wie es aussah, setzte das Auto wohl am Fahrgestell auf, aber wirklich was erkennen, konnte ich nicht.

Mittlerweile fing es auch wieder an zu regnen, oder besser gesagt, es schüttete aus Eimern, als wir in Borgund an der Kirche ankamen.
Wir retteten uns zunächst ins Visitor-Center und kauften uns Eintrittskarten. Beim Rübergehen zur Kirche ließ der Regen etwas nach und wir konnten in Ruhe ein paar Bilder machen.


Stabkirche zu Burgund


Stabkirche zu Burgund


Detail Stabkirche zu Burgund


Detail Stabkirche zu Burgund


Detail Stabkirche zu Burgund


Detail Stabkirche zu Burgund

Als dann eine größere Reisegruppe kam, machten wir uns wieder aus dem Staub.

Eigentlich wollten wir über das Aurlandfjellet nach Flam fahren, aber auf Grund des schlechten Wetters entschlossen wir uns doch für den Laerdalstunnel, welcher mit knapp 25km der längste Autotunnel der Welt ist. Aller 6km gibt es hier farbig unterlegte Ausfahrbuchten, wo man kurz anhalten kann, wenn man eine Pause benötigt.


Laaaaaaang isser.


Aller 6km wirds blau.

Im Regen erreichten wir Gudvangen und damit den örtlichen Campingplatz. Auch hier hatten wir wieder eine Hütte gebucht. Diese sind hier leider sehr spärlich eingerichtet (z.B. auch kein eigenes Bad), aber es war die letzte Unterkunft, die wir hier bekommen konnten.

Nachdem es am späten Nachmittag doch noch aufgehört hat zu regnen, unternahmen wir noch einen kleinen Abstecher runter nach Undredal.


Runter nach Undredal




Entlang dem Naeroyfjord


Inklusive Gegenverkehr.

Zum Abendessen fuhren wir in ein kleines Restaurant in Flam, welches sich direkt am Wasser befand. Es war eigentlich ein Hotel, aber das Restaurant stand ebenfalls für jeden offen.


Flam Marina

Unterkunft: Gudvangen Camping - 55€ - http://www.visitgudvangen.com/
Gefahrene Strecke: 310km
Map: https://goo.gl/maps/PubRKPW3D5m
Viele Grüße,
Danilo

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*KarinaNYC

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« Antwort #21 am: 08.05.2017, 14:32 Uhr »
Hi Danilo,

bin euch gerade mal hinterher gereist. WOW!!!!  :D

*freddykr

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« Antwort #22 am: 09.05.2017, 09:00 Uhr »
25.08.   Gudvangen - Undredal

Heute morgen sah das Wetter deutlich besser aus; zwar immer noch bewölkt, aber zumindest trocken. Der Schlüssel kam beizeiten in die Schlüsselbox und durch den langen Tunnel ging es wieder den Berg runter.

Am Ende angekommen ging es auch schon wieder zurück; dieses Mal hoch aufs Aurlandsfjellet. Als wir oben durch die Wolkendecke stießen, Sonne pur.


Auffahrt zum Aurlandsfjell




Ausblick vom Vedahaugane


Aurlandfjellet


Aurlandsfjellet



Wir kamen aus den Fotostopps gar nicht mehr heraus, v.a. an dem Wasserfall hielten wir uns lange auf.


Flotvatnet


Flotvatnet


Flotvatnet


Flotvatnet


Aurlandsfjellet


Aurlandsfjellet


Aurlandsfjellet


Aurlandsfjellet


Aurlandsfjellet - Back to the clouds ;)

Am Aussichtspunkt “Stegastein” war allerdings nix zu sehen; außer Wolken natürlich.


Stegastein - kleine Wolkenlücke für 5 Sekunden

Wieder unten fuhren wir nach Flam, denn für heute hatten wir noch eine Bootsfahrt gebucht. Im Speedboot ging es raus auf den Aurlands- und Naeroyfjord bis rüber nach Gudvangen.


Seals im Naeroyfjord


Naeroyfjord


Naeroyfjord


Naeroyfjord

Wieder zurück in Flam und nach einem Besuch des örtlichen Souvenirshops fuhren wir rüber nach Undredal und checkten erst mal in unserer Unterkunft für diese Nacht ein. Ein nettes Zimmerchen direkt am kleinen Hafen.

Wir hatten jetzt noch etwas Zeit und so fuhren wir noch mal hoch zum “Stegastein”. Die Wolken waren schließlich weg.


Viewpoint Stegastein


Viewpoint Stegastein


Aurlandsfjord

Zum Essen gingen wir später in das kleine Restaurant am Hafen von Undredal; einfach aber gut.


Undredal Hafen


Unterkunft: Undredal Gjestehus
Gefahrene Strecke: 197km
Viele Grüße,
Danilo

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« Antwort #23 am: 09.05.2017, 16:19 Uhr »
Aaah, ja. Jetzt kommt Ihr langsam in die Regionen, die wir vor einigen Jahren auch besucht haben.
Gletscherzungen, Stabkirchen, Wasserfälle  :lol:
Wobei ihr besonders bei den Gletschern deutlich besseres Wetter gehabt habt, als wir. Und für die Bootsfahrt über den Gletschersee waren wir auch leider zu spät, sahen gerade noch das letzte Boot zurück kommen. Insofern bin ich dankbar für die Gletscherbilder aus der Nähe.
Die Tunnel in der Region haben wir auch noch in guter Erinnerung: ellenlang, innen grob behauen und stockfinster. Die Wände haben das Licht der Autos regelrecht absorbiert  :shock: Oftmals war am anderen Ende dann aber komplett anderes Wetter  :wink: :P
Viele Grüße,
Andreas
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*freddykr

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« Antwort #24 am: 10.05.2017, 08:47 Uhr »
Wobei ihr besonders bei den Gletschern deutlich besseres Wetter gehabt habt, als wir.
Das ändert sich.

Die Tunnel in der Region haben wir auch noch in guter Erinnerung: ellenlang, innen grob behauen und stockfinster. Die Wände haben das Licht der Autos regelrecht absorbiert  :shock:
Bei so manchem möchte ich gar nicht dran denken, wenn da was passiert.


26.08.   Undredal - Bergen

Heute morgen hatte uns der Regen wieder eingeholt.
Ich ging trotzdem hoch zur Kirche. Eigentlich ist sie eine Stabkirche, aber wie so manche hier, ummantelt worden.
Das Hauptziel war aber ein Geocache, der sich dort in der Nähe befand.


Undredal bei Regen


Stabkirche zu Undredal

Nach dem Frühstück machten wir uns auf in Richtung Bergen. Der Regen hörte nicht auf, sondern wurde eher noch stärker. Eigentlich wollten wir an den Tvindefossen zum Fotografieren anhalten, aber dort goss es so in Strömen, dass wir nicht mal ausstiegen.

Wir erreichten somit schon recht zeitig Bergen und suchten uns erst mal ein Parkhaus. Dies stellte sich schon mal als schwieriger heraus, als gedacht. Das erste im Navi fanden wir überhaupt nicht und das zweite war wegen Bauarbeiten geschlossen. Meine persönliche Laune vom Herumkurven in der Stadt schon auf Kanalisationsebene angekommen, lotste mich Anja doch noch zu Parkhaus #3. Der Preis war mir egal, Hauptsache das Auto steht.

Der Regen ließ mal langsam nach und so sind wir mal kurz runter an den Hafen, aber so schön sah es mit bewölktem Himmel nicht aus. Dazu fing der Regen doch wieder an.
Wir verzogen uns somit in ein genial kleines Cafe; wohl hauptsächlich von/für Studenten, aber mit überaus leckerem Kuchen.

Mittlerweile war Checkin-Zeit und so konnten wir zu unserem Hotel. Obwohl “Hotel” ist schon sehr zuvorkommend.
Das Hotel gehört zum Krankenhauskomplex in Bergen und hatte so einen Charme von einer Mischung aus Krankenhaus und Pflegeheim. Scheinbar waren dort alle, die irgendwelche Behandlungen haben/hatten.
Das Zimmer war soweit ok; nur das WLAN reichte nicht bis in unsere Ecke.

Wir überlegten, was wir heute noch machen könnten und entschieden uns, noch mal raus an die Küste zu fahren. Das an einem Freitagnachmittag zu wollen, war aber ein Fehler, denn wir landeten mitten im Wochenend-/Berufsverkehrsstau.
Als wir endlich durch waren, haben wir nicht mal wirklich einen Zugang zum Meer gefunden. Irgendwo war immer Schluss und an der einzigen Stelle, wo es möglich gewesen wäre, hat irgendein Schrotthändler einen Laster be- oder entladen (war nicht eindeutig zu entziffern), und blockierte den ganzen Weg.
So sind wir unverrichteter Dinge wieder zurück. Der Ausflug hat faktisch nur Zeit gekostet und nichts eingebracht.

Wir sind dann wieder rein nach Bergen und fuhren gleich in das Parkhaus von vorhin. Der Preis war mir egal, aber ich wusste, wo es liegt und dass es offen ist.

Zum Abendessen gingen wir runter an den Hafen in eines dieser Touri-Fischrestaurants. Preislich nicht günstig, aber wir nahmen eh nur was kleines.

Am Abend setzte ich mich noch etwas im Hotel in die Lobby für ein bisschen WLAN, aber ich wurde mit dem Hotel einfach nicht warm.

Leider ein Tag irgendwie zum Abhaken.

Unterkunft: Haukeland Hotell - 132€ - https://www.booking.com/hotel/no/haukeland.no.html
Gefahrene Strecke: 250km
Map: https://goo.gl/maps/qk1XHt958T22
Viele Grüße,
Danilo

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*freddykr

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« Antwort #25 am: 15.05.2017, 11:07 Uhr »
27.08.  Bergen

Das Frühstück war heute im Preis inklusive. Vom Angebot war es sogar ganz gut, aber die Kundschaft hier. Nur ein Bruchteil der Gäste bequemte sich, das gebrauchte Tablet am Ende weg zu räumen. Dementsprechend sahen manche Tische aus.

Danach machten wir uns wieder auf den Weg runter nach Bergen und in unser gewohntes Parkhaus.
Wir steuerten zuerst die Visitor Info an, denn wir wollten am Nachmittag noch eine Bootstour machen, aka Fjord-Rundfahrt. Das Wetter war heute deutlich besser, denn bei Regen hätten wir auf jeden Fall verzichtet.

Nachdem wir die Tickets in der Tasche hatten, liefen wir rüber zum Bryggen Museum. Dort startete um 10:00Uhr eine deutsche Führung (01. Juni bis 31. August) durch Bryggen, dem alten Stadtteil Bergens.
Im Führungspreis von 150NOK pro Person ist auch der Eintritt für das Hanseatische Museum und die Schøtstuene enthalten.

Die Führung schneidet die drei Museen nur an. Wer mag, kann dann den ganzen Tag über wieder kommen und sich alles genauer anschauen.
Sie begann im Bryggen Museum im Keller bei den ältesten Grundmauern dieses Hansaviertels und erklärt bei einigen weiteren Ausstellungsstücken das grundlegende Leben hier im Viertel.

Weiter ging es in die Schötstuben, welche für die Händler früher als Versammlungsorte dienten. Auf Grund der hohen Brandgefahr durfte nur in diesen Gebäuden gekocht/geheizt werden.

Den Abschluss der Tour bildete ein kurzer Rundgang im hanseatischen Museum, welches das eigentliche Leben mit Büro und Wohnräumen darstellte.

Nach Abschluß der Tour liefen wir alles noch einmal selbst ab, da wir erst jetzt Zeit hatten, um in Ruhe zu fotografieren.


Brygge Museum


Bryggen


Bryggen


Bryggen - bisschen schief ist hier alles


Bryggen


Küche in einer der Schötstuben


Schlafgemach. Auch damals machte man sich schon gewisse Poster an die Wände… ;)

Wir wollten dann im Cafe des Bryggen Museums etwas kleines essen, aber dies war geschlossen, da gerade auf der Burg ein Fest war. Leider war der Zugang dorthin nur mit Eintritt und so lange hatten wir nicht mehr Zeit, bis unsere Bootstour startet.

So holten wir uns was kleines in einem kleinen Restaurant, bevor wir uns zur Anlegestelle begaben.


Nicht unser Boot - “nur” die Statsraad Lehmkuhl

Gebucht hatten wir eine 3,5h Bootsfahrt bis zum Mostraumen und zurück. Alle Wartenden wurden auf zwei Boote aufgeteilt und dann ging es auch bald raus. Zur Wahl stand das Oberdeck im Freien und das Unterdeck hinter Glas. Oben zog es wie Hechtsuppe, so dass wir uns erstmal hinten am Heck aufhielten; zumindest im Freien.

Die Bootsfahrt an sich war schön, aber kein Vergleich mit den Fjordfahrten von Geiranger oder Flam. Dafür ist hier alles noch viel zu flach.
Und im Endeffekt war sie mit den 3,5h zu lang. Gerade am Ende zog es sich doch ziemlich in die Länge.


Bryggen


Nordhordlandsbrua


Auf dem Boot


Hesjedalsfossen


Unterwegs

Da wir seit dem Frühstück nicht mehr so viel gegessen haben, verzogen wir uns direkt nach
Ankunft wieder in eines der Hafenrestaurants.
Heute bestellte ich mir eine Räucherfischplatte; lecker, aber auch mit Wal drauf. Als ob ein Wal ein Fisch wäre.


Räucherfischplatte

Nach dem Essen war immer noch hell und so entschieden wir uns kurzerhand für eine Fahrt mit der Floybahn auf den Hausberg von Bergen, wo wir uns im dortigen Restaurant noch ein Dessert gönnten und draußen auf der Terrasse verspeisten.
Wir bewunderten noch etwas den schönen Sonnenuntergang, bevor es mit der Bahn wieder runter ging. Zum Glück waren doch recht viele Leute unterwegs und so mussten wir nur knapp 15 Minuten anstatt 30 warten.


Aussicht vom Floyen


Sonnenuntergang

Beim Hotel versuchten wir noch in dem angrenzenden Wohngebiet einen kostenlosen Parkplatz zu bekommen, aber dies war leider von keinem Erfolg gekrönt. Also doch wieder Parkhaus.
Am Abend saßen wir dann noch etwas in der Hotellobby und planten die nächsten Tage, da das Wetter immer mehr zum Problem werden sollte.

Unterkunft: Haukeland Hotell - 132€ - https://www.booking.com/hotel/no/haukeland.no.html
Viele Grüße,
Danilo

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*freddykr

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« Antwort #26 am: 16.05.2017, 08:51 Uhr »
28.08.  Bergen - Ringoy

Heute ist Sonntag, diesbzgl. deutlich weniger Leute unten beim Frühstück. Und die die da waren, waren vom Schlag “angenehmer Tourist”. ;)

Anja kümmerte sich ums Auschecken und ich holte schon mal das Auto aus dem Parkhaus. Die Ausfahrtsschranke stand offen und eigentlich hätte ich somit ohne bezahlen raus fahren können. Aber wer weiß, wer hier wen überwacht und so löhnte ich doch die Parkgebühr.

Sobald wir aus Bergen raus waren, wurde das Wetter auch besser und meine Laune auch.
Irgendwie hat mich Bergen auf dem falschen Fuß erwischt…

Erster Stop “Steinsdalsfossen”. Ein sehr netter Wasserfall, bei dem man unter dem Fall relativ trocken durchgehen kann.


Steinsdalsfossen


Steinsdalsfossen


Steinsdalsfossen


Steinsdalsfossen

Nach der üblichen Fährfahrt über den Hardangerfjord und einer Lunchpause am Fjord wollten wir eigentlich mit der nächsten Fähre nach Kinsarvik rüber. Allerdings war von der Fähre weit und breit nichts zu sehen; die nächste fährt erst in gut 2h. Zeitlich näher lag die Fähre rüber nach Kvanndal mit 30min Warten deutlich besser.


Torvikbygd


Hereipollen am Hardangerfjord


Apfelfarm entlang des Hardangerfjord

Also rüber nach Kvanndal und dann über die Hardangerbrücke zurück. Apropos Hardangerbrücke. Dieses Konstrukt an Brücke ersetzt seit 2013 eine Fährverbindung über den Hardangerfjord und war bei Eröffnung die längste Brücke in Norwegen (Spannweite 1310m) und die zehntlängste der Welt.
Wer übrigens denkt dort ein paar Mal drüber fahren zu müssen: Für jede Überfahrt werden bei einem PKW 150NOK (derzeit 17€) fällig. ;)

Es war jetzt knapp nach 14:00Uhr und so steuerten wir mal unsere Unterkunft “Ringoy Stovetun” an, um einzuchecken. Mich begrüßte die um die 10 jährige Tochter des Hauses in perfektem Englisch. Wir erledigten die Zahlungsformalien mit dem vorhandenen mobilen Kreditkartenleser fürs Smartphone. Technik die begeistert. @Deutschland → so geht das. ;)
Kurze Zeit später konnten wir unsere Unterkunft beziehen; Schlafzimmer, Küche, Bad, Esszimmer, WIFI; perfekt.

Da Sonntag war, waren natürlich alle Läden geschlossen und so holten wir uns an der Tanke in Eidfjord eine kleine Notration, aber eigentlich wollen wir doch Essen gehen.

Der Nachmittag war nur halb angebrochen und so fuhren wir weiter über Eidfjord zum Voringfoss.

Ganz cool: Kurz vorm Voringfoss gab es solch eine Straßenführung im Tunnel.


Kennt man ja sonst eher nur von Autobahnen...

Beim ersten Viewpoint hat man Sicht auf den Wasserfall von vorn, aber am schönsten ist es von der Aussichtsplattform am Hotel “Fossli”.
Leider wurde da grad groß gebaut und nur ein Teil war zugänglich. Ein bisschen störte nur die asiatische Reisegruppe, die einem ums Stativ tänzelte, aber irgendwann waren sie auch wieder weg.


“Voringfoss” - von der Ferne


“Voringfoss” - vom Hotel Fossli


“Voringfoss” - vom Hotel Fossli


“Voringfoss” - vom Hotel Fossli

Anja fand noch eine kleine Straße ab Eidfjord in die Berge, aber als ein Straßenschild auf eine besonders enge und steile Strecke hinwies, drehten wir um. Irgendwie hatte ich genug von ultra-engen Bergstraßen.

Dafür gab es noch eine Fotopause an der Hardangerbrücke.


Hardangerbrücke


Hardangerbrücke

Anschließend fuhren wir zurück und wollten in Kinsarvik in eines der wenigen Restaurants. Auf das Restaurant im Hotel “Kinsarvik Fjord” hatten wir keine Lust und so wollten wir ins nebenan gelegene “Gloyp Spiseri”. Die Karte sah gut aus und es hatte noch geöffnet; war ja erst knapp 20:00Uhr (laut Schild bis 21:00Uhr). Drinnen aber dann die Ernüchterung: “Küche schon zu”.

Also doch nach nebenan? Aber wir konnten uns dort für nichts wirklich begeistern. Also zur Tanke in Kinsarvik und Tiefkühlpizza geholt.

Am Abend saßen wir wieder grübelnd an unseren Tabletts und versuchten irgendwie einen Plan für die nächsten Tage zu machen.
Eigentlich wollten wir übermorgen noch etwas nach Süden in Richtung Stavanger, aber in der Richtung sah man bloß dunkle Regenwolken.
Einziger wolkenfreier Weg ist in Richtung Osten, sehr weit nach Osten.


Übernachtung: Ringoy Stovetun - 800NOK - https://www.fjordnorway.com/planning-your-trip/accommodation/ringoy-stovetun-p793633
Gefahrene Strecke: 205km
Map: https://goo.gl/maps/j4fk6SQ4Qy92
Viele Grüße,
Danilo

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*Doreen & Andreas

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« Antwort #27 am: 16.05.2017, 11:42 Uhr »
Klasse Bilder, Danilo (und Anja  :wink: :lol:).
Bergen und die Wasserfälle haben wir auch noch in guter Erinnerung.
Die Hardangerbrücke gab´s damals allerdings noch nicht...
Viele Grüße,
Andreas
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« Antwort #28 am: 17.05.2017, 08:45 Uhr »
Die Hardangerbrücke gab´s damals allerdings noch nicht...
Da gabs aber bestimmt noch die alte Fähre, die jetzt nicht mehr existiert.

29.08.  Ringoy

Mit einem Blick auf die vorbeifahrende AIDASol frühstückten wir.


AIDASol im Hardangerfjord

Eilig hatten wir es grad nicht, denn draußen tröpfelte es wieder.

Später starteten wir nach Süden in Richtung Odda, wurden aber kurz hinter Kinsarvik schon wieder gestoppt.
Ein Bauarbeiter teilte uns mit, dass die Straße derzeit gesperrt ist, aber in 15min geht eine Fähre ab Kinsarvik nach Utne und dann kann man auf der anderen Seite vom Fjord fahren.
Ok, nach Kinsarvik brauchen wir gute 10min, dann mal wenden und los.

Und tatsächlich, in Kinsarvik mussten wir nicht mal warten, sondern konnten direkt auf die Fähre fahren und 2-3 Minuten hinter uns machte sie zu. Just in time, dafür dass die Fähre nur aller 1-2h fährt.


Auf der Fähre nach Utne

Auf der anderen Seite wurde dann sogar da Wetter besser, was uns zu ein paar Stops verleitete.





Das Ziel waren erst mal zwei Wasserfälle, bei denen wir jeweils ausgiebig versuchten sie fotografisch festzuhalten.
Beim Latefoss war dies gar nicht so einfach und so standen wir faktisch im Fluß, um irgendwie einen passenden Winkel zu bekommen.


Latefossen


Latefossen

Auf dem Weg zum Langfoss machten wir dann, mal wieder, eine unliebsame Begegnung mit einheimischen Autofahrern. Fahren die Touris auf den engen Straßen noch relativ gesittet, heizt ein Großteil der Einheimischen über die Straßen und schneidet Kurven als wenn sie allein auf breiter Flur wären. Einmal wäre ich ohne mein eigenes starkes Abbremsen entweder als Kühlergrill von so einem Idioten geworden oder ich hätte die Schwimmkünste des Volvos getestet.

Dann aber weiter zum Langfoss, der von direkt davor nicht wirklich gut zu fotografieren war.


Langfoss


Langfoss

Etwas weiter weg von einer Bushaltestelle sah es doch besser aus.


Langfoss

Danach sind wir rüber nach Roldal gefahren, da es dort noch eine Stabkirche gibt. Aber, wie sollte es auch anders sein: “closed for season”.


Stabkirche Roldal

Da sich das Wetter deutlich gebessert hat, sind wir doch noch zum Trailhead des Buarbreen hoch; mal wieder über einen einspurigen Feldweg. Es kam zum Glück nicht so viel von vorn.

Wir packten unsere sieben Sachen und stiefelten los. Es geht teils am Fluß und teils durch Wald, meist recht einfach. Aber es gibt abundzu Stellen, wo man über Felsen rüber muss. Und dort heißt es klettern, aber dafür sind auch Halteseile angebracht.
Es wäre eine schöne Wanderung geworden, wenn es unterwegs nicht doch wieder angefangen hätte zu regnen. Nach ein paar Schauern, wo es eigentlich nur immer schlimmer wurde, beschlossen wir umzudrehen. Gerade auf den Felsen wurde es immer rutschiger und ich hatte keinen Bock im Regen vorm Gletscher zu stehen. Schöne Bilder gibts da eh nicht.


Buarbreen - noch sonnig am Trailhead


Buarbreen - und mit Regen weiter oben


Dafür dann mit Regenbogen ins Tal


Türmchen bauen

In Otta füllten wir im örtlichen Supermarkt unsere Vorräte wieder auf, bevor wir in Richtung Kinsarvik aufbrachen.

Wir scherzten schon etwas, wenn wieder gesperrt ist und irgendwann wurde es immer leerer von vorn. Und natürlich kam, was kommen musste: die Straße war zu. Öffnung erst in 1,5h. Dann begann das Rechnen; was kostet es uns umzudrehen, auf der anderen Seite hoch bis Utne zu fahren und dann die Fähre zu nehmen.
Aber wie rum wir es auch drehten, es war zeitlich günstiger, hier zu bleiben und zu warten. Das dachten sich auch viele andere und so warteten wir in einer langen Schlange auf die Öffnung.
Manche gingen mit ihrem Hund Gassi, andere räumten ihr Auto auf und wir vertilgten einen Teil unserer Vorräte.

Irgendwann ging es dann doch weiter und wir konnten sehen, was sie da eigentlich machen. Sie sprengen da den halben Berg weg, um die enge Straße zu erweitern. Da haben sie wohl noch etwas zu tun.

Viel später als gedacht, erreichten wir wieder unsere Unterkunft und schmissen noch unsere Steaks in die Pfanne.

Die Wetteraussicht für die nächsten Tage war nicht besser geworden, d.h. wir hauen ab.


Übernachtung: Ringoy Stovetun - 800NOK - https://www.fjordnorway.com/planning-your-trip/accommodation/ringoy-stovetun-p793633
Gefahrene Strecke: 259km
Map: https://goo.gl/maps/pbRGmAe4pdr
Viele Grüße,
Danilo

Für Foren:


*NähkreisSteffi

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Antw:3 Wochen kreuz und quer durch Norwegen
« Antwort #29 am: 17.05.2017, 13:57 Uhr »
Das mit dem Wetter ist sehr ärgerlich, aber leider nicht zu ändern. Das hat uns letztes Jahr im Osten Kanadas auch getroffen. Eure Bilder sind trotzdem ganz klasse.