Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015

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*freddykr

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Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« am: 01.01.2016, 12:28 Uhr »
Vorwort

Es war mal wieder soweit; die jährliche Urlaubsreise stand an; Termin 4 Wochen im Oktober 2015. Nur wohin? Mal was Ausgefallenes? Costa Rica? Zu nass. Tasmanien? Zu kalt und zu nass. Nordamerika? Zu gewöhnlich. Afrika? Klar, aber nur nach Südafrika; zu außergewöhnlich soll es ja auch nicht werden. ;)

Unterkünfte wurden klar gemacht; ganz langweilig alles vorgebucht und noch langweiliger alles Lodges. Anja war der Meinung Lodges wären in Bezug auf Tiere sicherer und sowieso bequemer. Wir werden sehen.  8)

Als Mietwagen gab‘s nur einen langweiligen Standard-SUV. Was Richtiges wurde von der Reiseleitung nicht genehmigt. ;)

Route? Von Kapstadt nach Johannesburg; natürlich nicht auf dem direkten Weg, sonst wäre es zuuu langweilig und wir müssten 3,5Wochen am Flughafen in Johannesburg auf den Rückflug warten. Also gab es ein paar kleinere, oder auch größere, Umwege.


Macht dann 3800km durchs südliche Afrika; so mehr oder weniger.

Die Zeit bis zum Abflug vertrieben wir uns dann ganz langweilig mit dem Lesen von Reiseführern und entsprechenden Berichten.

Vielleicht wird es im Endeffekt auch nicht sooo langweilig. ;)
Viele Grüße,
Danilo

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*freddykr

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #1 am: 01.01.2016, 14:55 Uhr »
26./27.09.2015 – Frankfurt – Johannesburg – Kapstadt

Abflüge am späten Abend haben einen Vorteil: Es langt wenn man erst an dem Tag anfängt zu packen. Wozu eher Stress machen, als nötig? ;)

Per Nachbarschaftsexpress ging es für uns am frühen Abend zum Frankfurter Flughafen. An der Gepäckabgabe, Passkontrolle und Security war noch nix los; die langweilten sich schon fast zu Tote, also verschafften wir denen zumindest etwas Bewegung.

Für den heutigen Lufthansa-Flug nach Johannesburg hatten wir zwar eine Wartelistenanfrage auf Business, aber daraus wurde leider nichts. Als Ausgleich gab‘s zumindest Premium Eco; wenn auch dies nur mit Mühe. IT ist schon was Feines; wenn sie denn funktionieren würde. ;)

Die Premium Eco war m.E. ganz gut; Sitzabstand nach vorne sehr gut und ebenfalls zur Seite war deutlich mehr Platz. Das Essen war das Gleiche wie in der Eco, aber in Porzellan angerichtet. Business wäre schöner gewesen, aber besser als Eco.
Der Flug war wie geplant langweilig Hoch 10; kein Gewackel, nix. Selbst die Luftstraßen waren ohne Schlaglöcher und so landeten wir pünktlich in Johannesburg.

Die Immigration ging trotz A380 recht flott; nicht allein deswegen, weil die meisten als Herdentiere zur Reihe „Visa Required Passports“ stürzte und nur wenige, inklusive uns, zur „Visa Exempted Passports“. Mehr Zeit ließ sich unser Gepäck; gefühlt im allerletzten Container landete es auf dem Band. In Gedanken suchte ich schon mal den „Lost Baggage“-Schalter. Aber anscheinend war unseren Taschen dann doch zu langweilig und sie gesellten sich zu uns.

Draußen angekommen, holten wir uns die ersten Rand und weiter ging es zur Gepäckabgabe für den Flug nach Kapstadt. Aus der ersten Schlange wurden wir gleich wieder weg und hoch ins Terminal geschickt. Nach dem langen Flug waren wir noch nicht richtig auf Afrika eingestellt und so wurden wir prompt die ersten 10ZAR (ca. 0,75€) an einen freundlichen älteren Herrn los, der uns auf dem Weg zur Gepäckabgabe begleitete. Und das uns…

Da wir jetzt nicht mehr soooo viel Zeit hatten, ging es gleich ab zur Security, wo doch schon etwas mehr Betrieb war. Aber hier gab‘s dann Security, ala Afrika. Bei mir hat es gepiept, er schickt mich noch mal durch. Da piept es nicht und somit ok. Afrika halt…

Über den anschließenden Flug nach Kapstadt, kurzstreckengerecht auf A340-600, gibt’s nix langweiliges zu berichten. Nachdem die Flugbegleiter irgendwann hektisch anfingen die Getränkereste einzusammeln, dachte ich, dass der Flug gleich vorbei wäre. Ein Blick auf die Karte belehrte mich eines Besseren. Wir waren noch nicht mal ganz bei der Hälfte des Fluges…
Also langweilten wir uns weiter, denn das Inseat-Entertainment war zum Vergessen; da lief nur irgend so ein Werbefilmchen von South African.

Aber auch dieser Flug ging vorbei und wir landeten mit leichter Verspätung in Kapstadt, wo wir wieder auf unser Gepäck warten durften. Irgendwie will das nicht mit uns reisen.
Anja kaufte noch kurz etwas Wasser und dann ging es raus in die Kälte Afrikas. Jawohl „Kälte“.  :bibber:

Zu den Mietwagenanbietern latscht man(n und Frau) hier noch eine halbe Ewigkeit; das haben die bestimmt mit Absicht gemacht für die ganzen fluggeschädigten Touris.
Bei Hertz rein und gleich zum Gold-Schalter. Ich hatte mir ja damit versprochen, einfach schnell das Auto zu bekommen und verschwinden zu dürfen. Aber nix damit, wäre ja noch schöner.
Die Dame hinterm Tresen holte den gelben Umschlag, wo mein Name drauf stand und aus den Augenwinkeln sah ich das „Namibia/Botsuana“ im Bemerkungsfeld. Wenigstens das scheint zu funktionieren.
Sie tippelt dann so fröhlich in ihrem PC herum; die üblichen Fragen wegen erweiterter Versicherung, die ich aber alle nicht haben wollte. Ich habe hier zwar bei Hertz Vollkasko mit Selbstbeteiligung, aber da wird mir ein Großteil von der Kreditkarte übernommen.
Als sie so die Zettel am Sortieren ist, frage ich mal beiläufig wegen den Papieren für die Grenzübertritte. Dieser Blick – als käme mein Anliegen jetzt völlig überraschend. Ich deute mal auf den gelben Umschlag und dann ging das Getippe im PC weiter. Sie zeigt mir die Rechnung und zu meinem veranschlagten Betrag kamen die Kosten für den Grenzübertritt und eine Haftungsreduzierung dazu. Ähm, Moment, wieso Haftungsreduzierung? Das wollte ich doch nicht. Also bitte streichen.
Ok, also dann gezahlt und ich noch mal wegen den Papieren gefragt. Ich soll warten und mir mal einen Kaffee nehmen, kam als Antwort. Ich hatte erwähnt, dass ich das vorher angemeldet habe?  :bang: :wut33:
Nach einigen Minuten kamen sie und eine Kollegin wieder. Die Genehmigung für den Grenzübertritt könne sie mir geben, aber die Kopie der Fahrzeugunterlagen muss das Büro in Kapstadt ausstellen, welches heute zum Sonntag nicht geöffnet hat.
Innerlich leicht vor mich hin köchelnd, fragte ich mal nach, ob ich es auch bei der Station in der City abholen könnte; da kommen wir eher vorbei. Ja, kein Thema, die machen das fertig. Nicht dran glaubend, ließ ich mir noch die Telefonnummer von denen geben und dann machten wir uns aus dem Staub.

Draußen, durch die Kälte langsam wieder abkühlend, erreichten wir den Parkplatz. Unser Auto, ein weißer Ford Kuga, stand natürlich nicht auf dem beschriebenen Parkplatz, aber ein freundlicher Mitarbeiter zeigte ihn uns. Mittlerweile fing es auch an zu regnen, was mich aber nicht davon abhielt, penibel das Fahrzeug auf Schäden zu überprüfen. Ich hatte im März so ein Erlebnis der dritten Art bei Hertz in JNB, auf das ich dieses Mal gern verzichten möchte.
Das Auto war ok, die Reifen wie neu, aber scheinbar wollte Hertz damit auf Rennstrecken gehen. Das Profil mag für Straßen gut sein, aber doch nicht für Gravel und Co. An dieser Stelle malte ich mir schon aus, wie ich bei sengender Hitze in der Kalahari die Reifen wechsle.

Natürlich hatte ich die KfZ-Halterung fürs Handy (Navi) vergessen, so dass dies Anja übernehmen musste.
Vom Flughafen waren wir dann schnell auf dem N2 in Richtung Osten und auch gleich im ersten Stau … der sich aber zum Glück auf der Gegenseite befand. Es war Sonntag und ganz Kapstadt kam von Osten wieder in die Stadt rein.
Viel Interessantes gab es unterwegs nicht, außer dass das Wetter immer schlechter wurde; es stürmte und regnete immer stärker. Bin ich in Afrika oder England?

In Caledon verließen wir den N2 nach Süden und erreichten bei echt schlechtem Wetter und mittlerweile nahezu Dunkelheit L’Agulhas gegen 18:00Uhr. Gebucht hatten wir ein Hüttchen im Nationalpark und von nebenan kamen schon Kommentare von wegen, was wir machen, wenn die uns nicht mehr reinlassen; wenn da keiner mehr da ist.
Im Ort sahen wir die ein oder andere Unterkunft und somit betrachteten wir dies als lösbar. Hinterm Ort am Leuchtturm die nächste Frage; wo geht’s eigentlich zum Park, denn unser Navi streikte bei dieser Frage und ausgeschildert war auch nix. Die Adresse vom Office hatten wir und standen faktisch direkt davor. Ich ging da mal hin; dunkel und geschlossen war es, aber ein Zettel hing dran für Spätankömmlinge wie uns.

Also ab durch den Regen auf die Schotterpiste ca. 5km bis zum Gate, wo wir vom Wachmann begrüßt worden und den Schlüssel ausgehändigt bekamen. Auch gleich noch mal die Frage, ob wir auch noch mal raus kämen, wegen Futter fassen und so. Alles kein Problem kam als Antwort.
Somit rein in den Park zu unserem Hüttchen für die nächsten zwei Nächte. Schön war‘s hier, aber der Hunger kam und somit fuhren wir zurück nach L’Agulhas. In einem kleinen Laden kauften wir uns ein paar Vorräte für die nächsten Tage.
Für die Abendspeisung entschieden wir uns für das „SeaGulls“ direkt an der Hauptstraße. Leider war der Platz am Kamin schon besetzt, aber auch so ging es noch. Das Essen war gut und günstig. Ich bezahlte am Tresen und dann fuhren wir wieder zurück zum Park.

Nach ungefähr der halben Strecke kam dann so ein Gedanke in mir hoch; „Sch…, ich hab meine Fototasche im Restaurant vergessen“.   :doh: Also wieder zurück und rein ins Restaurant. Die Tasche hing zum Glück noch genauso am Stuhl, wie ich sie hingehangen habe. :pray:

Zurück im Camp wurde dann nicht mehr viel. Es war ziemlich kalt geworden und so verkrochen wir uns nur noch unter die Decke.

Übernachtung: Agulhas Rest Camp - 1060ZAR
Gefahrene Strecke: 251km
Karte: https://goo.gl/maps/Ng6pq4skHS12
Viele Grüße,
Danilo

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*Flying-N

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #2 am: 01.01.2016, 15:20 Uhr »
Hallo, darf ich mitkommen? Vielleicht kann ich ein paar Erinnerungen an 2006 auffrischen, als ich in Namibia und Kapstadt unterwegs war!

Nic
USA       1981 - 1990 - 1993 - 1994 - 2009 - 2010 - 2011 - 2014 - 2017
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*Wilder Löwe

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #3 am: 01.01.2016, 15:56 Uhr »
Ich melde mich auch mal als stiller Mitfahrer an. Hoffentlich wird das Wetter noch besser. Wir hatten im Oktober 2012 in 14 Tagen Südafrika 12 Tage Regen. Aber schön war es trotzdem.
Viele Grüße
Katrin

*andi7435

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #4 am: 01.01.2016, 16:29 Uhr »
Ich finde die Route überhaupt nicht langweilig. Ist mal eine komplett andere Tour als die Standartrouten durch SA. Ich hatte gedacht, ihr fangt in JNB an und hört dann in CPT auf. Wäre meine Idee gewesen.

Mit Hertz Kapstadt stehe ich auch auf Kriegsfuß. Ich warte heute noch auf Antwort wegen meiner Reifenpanne. Fest versprochen von einer Lady, die dort schon etwas zu sagen hatte. Glücklicherweise habe ich das Geld für den Ersatzreifen von Dertours wiederbekommen. Aber das Geld für eine Geschwindigkeitsübertretung wurde in rasend schnell 8für afrikanische Verhältnisse) eingezogen.

Andreas

*freddykr

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #5 am: 02.01.2016, 16:34 Uhr »
Hallo, darf ich mitkommen?
Klar doch. Jeder darf mitfahren, oder im Notfall hinterher laufen. ;)

Ich melde mich auch mal als stiller Mitfahrer an. Hoffentlich wird das Wetter noch besser.
Ich denks doch. :)

Ich hatte gedacht, ihr fangt in JNB an und hört dann in CPT auf. Wäre meine Idee gewesen.
Die Entscheidung wurde uns abgenommen, da die Übernachtungen im Kgalagadi NP nur zu im zweiten Drittel machbar waren. Davor war nichts zusammenhängendes zu bekommen und selbst da nur mit viel Gutwillen.
Viele Grüße,
Danilo

Für Foren:


*andi7435

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #6 am: 02.01.2016, 17:13 Uhr »

Die Entscheidung wurde uns abgenommen, da die Übernachtungen im Kgalagadi NP nur zu im zweiten Drittel machbar waren. Davor war nichts zusammenhängendes zu bekommen und selbst da nur mit viel Gutwillen.

Wieviel Zeit hattet hier von der Buchung der Unterkünfte im Kgalagadi NP bis zum Start der Reise ? oder habt ihr erst die Unterkünfte gebucht und dann den Flug ?

*freddykr

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #7 am: 02.01.2016, 17:35 Uhr »

Die Entscheidung wurde uns abgenommen, da die Übernachtungen im Kgalagadi NP nur zu im zweiten Drittel machbar waren. Davor war nichts zusammenhängendes zu bekommen und selbst da nur mit viel Gutwillen.

Wieviel Zeit hattet hier von der Buchung der Unterkünfte im Kgalagadi NP bis zum Start der Reise ? oder habt ihr erst die Unterkünfte gebucht und dann den Flug?
Der Flug konnte erst 6 Monate vorher gebucht werden und dann war das doch schon recht eng mit den Unterkünften, zumal auch vom 03.-11.10.2015 Herbstferien in Südafrika waren.
Normalerweise sollte man ca. 12 Monate vor der Reise anfangen die Unterkünfte im KTP zu buchen; war aber bei uns nicht drin.

28.09. – Cape Agulhas

Es war kalt, ar… kalt.
Schon erwähnt, dass wir in Afrika sind und nicht in Sibirien? Das musste ich mir dann doch noch ein paar Mal einreden. Also erst Mal eine heiße Schokolade für uns beide gemacht, die zumindest etwas wärmte.

Dann meinte die Sonne auch so langsam hinterm Berg hervor zu kommen und es wurde zumindest aushaltbar.
Nach dem Frühstück machten wir uns zu einer kleinen Runde unten an der Lagune auf. Es war grad Ebbe und so begutachteten wir die entstandenen Tide-Pools.


Ein Blick auf die Hütten.


Unser kleiner KUGA. Wenn er hier gewusst hätte, was noch vor ihm liegt, wäre er keinen Meter mehr gefahren.


Große Steine, kleine Steine, runde Steine, spitze Steine.


Krebse im mobilen Zuhause und Muschelgetier


Eine Seeanemone versuchte sich zu verstecken; wir fanden sie trotzdem.


Die Lagune

Ein paar Vögel waren auch unterwegs, aber still wollten sie dann auch nicht halten; wie auch bei dem Wind.
Ok, dann halt nicht und so sind wir in Richtung L’Agulhas aufgebrochen, wo wir im Office der Parkverwaltung noch die Formalitäten erledigen mussten.
Anschließend hoch zum Leuchtturm; schöne Aussicht, aber der zugig und ar…kalt.


Cape Agulhas Lighthouse

Unten im  Shop erzählte uns die Dame, beim Schiffswrack zwischen hier und dem Park könne man derzeit drum herum laufen; so tief wäre die Ebbe.


Naja, mit „drum herum laufen“ wäre nichts geworden.


Noch mal etwas näher das gestrandete Schiffchen, welches so schnell nirgends mehr hinfährt.

Am südlichsten Punkt Afrikas, dem Kap an sich, sind wir bald wieder geflüchtet, da einfach zu viele Menschen unterwegs waren. Zumindest flüchteten wir vom Grenzstein zwischen Indischem und Atlantischem Ozean und schauten mal, was sich so links und rechts davon befindet, wo weniger Trubel war.


Rechts die Hexe von Agulhas. ;) ;)


Auf Augenhöhe mit den Blümchen


Helichrysum retortum


Eine Felsenagame - Southern Rock Agama; versucht sich zu tarnen, aber vergeblich.


Endlich mal still haltende Vögel; Kapscharben (Cape Comorant)

Wir sind dann zurück ins Camp und einen der netten Trails durch die schöne Landschaft gelaufen; Tiere gab es aber keine; dafür Blümchen.


Kreuzblume - Polygala myrtifolia


Rote Mittagsblume - Carpobrotus acinaciformis


Orchidee - Satyrium carneum

Dann war schon Zeit für die abendliche Brotzeit; heute frisch vom Grill, pardon Braai. ;)


Für mich bleibt's ein Grill; noch dazu von Weber. Die Wurst wurde perfekt. Ist ja auch ein Weber. :)

Dann aber los zum Sonnenuntergang an der Lagune.









Da es aber dann doch recht schnell wieder recht frisch wurde (in Gedanken „wir sind in Afrika … wir sind in Afrika … wir sind in Afrika …“), verabschiedeten wir uns nach einer heißen Dusche unter die dicke Decke.

Übernachtung: Agulhas Rest Camp - 1060ZAR
Gefahrene Strecke: 28km
Karte: https://goo.gl/maps/5jXBYPCG67U2
Viele Grüße,
Danilo

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*StarWars

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #8 am: 02.01.2016, 23:59 Uhr »
Bis vor kurzem habe ich mich für Südafrika eigentlich eher weniger interessiert. Dann habe ich die Tierbilder von DocHoliday gesehen.

Dein Bericht von Namibia hat mich damals auf jeden Fall schon begeistert und bekräftigt, auch mal dem südlichen Afrika einen Besuch abzustatten. Von daher bin ich schon gespannt, was es neben Krüger und KTP noch dort zu sehen gibt, vor allem landschaftsmäßig. Die bisherigen Bilder machen schon mal Lust auf mehr und zeigen euer fotografisches Geschick  :daumen:.

Also mal sehen, ob ihr meine neu gewonnene Neugier an Südafrika noch weiter zum Wachsen bringt, oder sie mit Langeweile erstickt  :wink:.

*freddykr

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #9 am: 03.01.2016, 16:36 Uhr »
29.09. Cape Agulhas – Hermanus

Nach einer heißen Schokolade zum Auftauen packten wir wieder alles zusammen und fuhren zurück nach L’Agulhas.
Unterwegs machten wir noch einmal einen Stopp am Kap; heute mit deutlich weniger Menschen und auch Wasser. Wo gestern noch meterhoch das Wasser stand, konnten wir heute trockenen Fußes herum laufen.


Heute nur ein müdes Pfützchen


Noch mal der Leuchtturm; er soll irgendwie an den Leuchtturm von Alexandria angelegt sein. Naja ;)


Zwei Paradieskraniche in ihrem Paradies

Auf dem weiteren Weg nach Hermanus gab es dann nichts Besonderes mehr und so erreichten wir die Stadt um die Mittagszeit.
Hier soll man ja vom Ufer aus Wale beobachten können und so suchten wir uns einen Parkplatz; für einen Lunch und die Aussicht auf Wale.
Wale ließen sich dann irgendwann auch mal blicken, aber nur recht weit draußen; viel zu weit weg für irgendwelche brauchbaren Bilder.


Wie man sieht, kein Wal, sondern ein Klippschliefer; oder auf Neu-Deutsch Dassie.

Da es vom Wetter auch etwas ungemütlich wurde, sind wir erst mal zur Unterkunft gefahren.
Hier sollte es wieder WLAN geben, aber da wurde nichts draus. WLAN gab es zwar, aber die Verbindung brach ständig ab; irgendwie hatten die Probleme mit ihrem Access Point. Ich konnte allerdings mal an den PC der Hausherrin, da wir für Keetmanshoop noch eine Änderung machen wollten.

Nach einer kurzen Pause packten wir uns wieder dick ein (Wir sind doch in Afrika, oder?) und sind wieder runter ans Wasser; grad mal 5 Minuten zu Fuß.
Wir liefen etwas am Ufer entlang und konnten den ein oder anderen Wal beobachten.


Nicht ein Wal, sondern gleich zwei; Wohl Mutter-Wal mit Baby-Wal. Das wäre dann übrigens Tierfamilie #1


Die Familie noch mal etwas näher.

Viel mehr wurde dann heute nicht mehr. Zum Abendessen ging es ins „Ocean Basket“; wieder ganz lecker und günstig.
Danach fing es leicht an zu regnen und wir machten uns schleunigst auf den Weg zurück, wo ich versuchte dem im Zimmer vorhandenen Kamin ein Feuer zu entlocken. Er sträubte sich ziemlich, aber verlor im Endeffekt dann doch.

Übernachtung: Brown Jug Guesthouse 800ZAR
Gefahrene Strecke: 238km
Karte: https://goo.gl/maps/B44Mmy7cgKm
Viele Grüße,
Danilo

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Re: Eine "langweilige" Reise durch Südafrika 2015, oder?
« Antwort #10 am: 04.01.2016, 10:50 Uhr »
30.09. Hermanus

Eigentlich wollten wir heute eine Walbeobachtungstour machen, aber daraus wurde nichts.
Wir hatten zum Glück vorher nichts gebucht, denn heute fuhr gar nichts. Auf Grund des schlechten Wetters ist alles abgesagt wurden.
Apropos Wetter; afrikatypisch regnete es, zwar nur leicht, aber es war nass.

Wir gingen somit erst mal ins „Savannah Cafe“ zum Frühstücken. Während wir da so vorm Kamin saßen, machte Petrus draußen seine Schleusen richtig auf; es goss in Strömen.
Pünktlich als wir fertig waren, war auch der Regen fertig. So konnten wir doch mal runter ans Ufer, aber dort fing es wieder an. Erst nur leicht, aber dann immer stärker werdend; dazu ein kräftiger Wind. Einfach bääähh.

Wir gingen dann einfach mal ins örtliche Walmuseum (The Whale House Museum); was will man sonst bei Regen machen. Es ist nicht sehr groß, aber etwas Zeit konnten wir dort drinnen schon rum bringen. Und v.a. es war trocken. Es gibt etwas zum Lebensraum der verschiedenen Wale und ein Walskelett.
Danach hat es zum Glück wieder aufgehört zu regnen und wir konnten uns wieder die echten Tiere anschauen.


Noch kein Wal, sondern ein Graureiher


Der rechte Dassie hat doch was vor...


Ein Wal, versteckt hinter einer Alge


Wem winkt der denn da?


Das nennt man mal "Grinsen bis zu den Ohren" ;)


Mahlzeit

Im Nachbarort „Kleinmond“ soll man ebenfalls gut Wale sehen können; Pustekuchen, da war gar nix los; also wieder zurück.
Da mittlerweile sogar mal die Sonne raus kam und wir vorerst genug Wale hatten, fuhren wir hoch zum „Fernkloof Nature Reserve“, wo Anja auf der Beschreibung einen Wasserfall entdeckte. Also stiefelten wir mal dahin. Der Wasserfall entpuppte sich zwar eher als „Fällchen“, aber hat sich trotzdem gelohnt.


Fernkloof Nature Reserve - Wenn man weiß wo, findet man hier auf dem Bild auch Wasserfälle


DER Wasserfall


Aus dem Wasserfall wird ein Bächlein


Leukospermum (wer denkt sich eigentlich diese Namen aus...) - Pincushion Protea


Noch mal von nah


Meerblick vom Berge

Zum Schluss sind wir noch mal an die Küste und jetzt zeigten sich sogar die ein oder anderen Wale etwas bewegungsfreudiger; leider aber nicht die, die direkt vor uns schwammen.


Unser Aussichtspunkt am ende der "Stemmet Street"


Schnauf - man sieht hier gut die V-Förmige Fontäne


Ein schweifender Blick die Küste entlang


Schnauf - Im Sonnenuntergang


Unter Wasser ist die Sicht wohl so schlecht, dass er mal oben schauen wollte, was los ist


Zumindest kein Bauchklatscher, sondern ein Rückenklatscher.
Sie meinten es aber auch gut mmit uns, denn sie sprangen immer 2x; einmal zum anvisieren, dann zum abdrücken.


Der Tag begann mit Regen und endete im schönsten Sonnenschein.

Zum Abendessen gab es heute Sandwich daheim und dabei ein lodernder Kamin (der sich mir heute wieder zu widersetzen versuchte, aber wie schon gestern erfolglos).

Übernachtung: Brown Jug Guesthouse 800ZAR
Gefahrene Strecke: 80km
Karte: https://goo.gl/maps/dHY9TpuPc5q
Viele Grüße,
Danilo

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*andi7435

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #11 am: 04.01.2016, 18:29 Uhr »
Seit ihr von Kleinmond aus, noch die 10km bis Bettys Bay zu den Pinguinen gefahren ?

*freddykr

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #12 am: 05.01.2016, 07:46 Uhr »
Seit ihr von Kleinmond aus, noch die 10km bis Bettys Bay zu den Pinguinen gefahren ?
Nö, zu dem Zeitpunkt kannten wir das noch nicht. ;)
Es ist halt echt dämlich, wenn man mit Internetzugang in der Unterkunft rechnet und dieses dann nicht funktioniert.
Viele Grüße,
Danilo

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*KarinaNYC

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #13 am: 05.01.2016, 08:27 Uhr »
Ich bin euch mal hinterhergejoggt.... Wunderschöne Bilder, von "Dassie`s" habe ich bis dato noch nie was gehört...  :oops:
Nach so nem Flug noch 250km fahren...  :respekt: Wir fliegen dieses Jahr auch mit der Premium Eco, bin gespannt.

*freddykr

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Re: Eine langweilige Reise durch Südafrika 2015
« Antwort #14 am: 05.01.2016, 09:41 Uhr »
Ich bin euch mal hinterhergejoggt.... Wunderschöne Bilder, von "Dassie`s" habe ich bis dato noch nie was gehört...  :oops:
Nach so nem Flug noch 250km fahren...  :respekt: Wir fliegen dieses Jahr auch mit der Premium Eco, bin gespannt.
Dann wirds ja Zeit, dass Du jetzt von den kleinen Dassies was erfahren hast. ;)

Wenn ich nach dem Flug im Auto sitze, gibts immer einen ordentlichen Adrenalinschub. In dem Moment beginnt der Urlaub und ich bin hellwach. :)
Viele Grüße,
Danilo

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