"Mit Baby um die Insel" - Island im Mai 2017

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*Anti

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Antw:"Mit Baby um die Insel" - Island im Mai 2017
« Antwort #15 am: 01.07.2017, 13:53 Uhr »
Schade mit dem Nebel, aber in Island ist vermutlich immer mit allem zu rechnen. Trotzdem zeigen eure Bilder, dass dieses Eiland auf jeden Fall ein mögliches Reiseziel für uns ist. Ich finde diese Einsamkeit und Ödnis klasse!

*BigDADDY

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Antw:"Mit Baby um die Insel" - Island im Mai 2017
« Antwort #16 am: 01.07.2017, 14:03 Uhr »
Hm,

ganz tolle Eindrücke, insbesondere wenn die Sonne dann scheint.
Nur diese seltsamen Namen vermag ich mir nicht zu merken.
Gibt's diese Elfenhäuser im ganzen Land?
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*lonewolf81

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Antw:"Mit Baby um die Insel" - Island im Mai 2017
« Antwort #17 am: 01.07.2017, 14:12 Uhr »
Hm,

ganz tolle Eindrücke, insbesondere wenn die Sonne dann scheint.
Nur diese seltsamen Namen vermag ich mir nicht zu merken.
Gibt's diese Elfenhäuser im ganzen Land?

Das ging mir ganz genauso mit den Namen, da hat es auch fast die vier Wochen gebraucht um halbwegs einen Zugang zu den Orten und der Aussprache zu bekommen. :)
Die Elfenhäuser findet man überall immer mal wieder.

*Anti

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*lonewolf81

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Antw:"Mit Baby um die Insel" - Island im Mai 2017
« Antwort #19 am: 02.07.2017, 13:05 Uhr »
Tag 4 - Freitag 05.05. – Reykjavik

Heute machen wir uns auf die Hauptstadt Islands zu erkunden. Nach gut 10 Minuten Fahrt sind wir mitten in der Stadt und können praktischerweise auf dem großen Parkplatz der Uni kostenlos parken. Zumindest tun wir das. Simon wird in den Buggy gepackt, soll eigentlich schlafen, richtet sich aber gleich auf und guckt ganz neugierig und aufmerksam herum.

Wir beginnen unseren Rundgang am Stadtsee, dem Tjörnin, mit den vornehmen Häusern und Villen der Oberschicht an der Tjarnargata. In den See gebaut ist das Rathaus. Es erinnert ein wenig an die Alster in Hamburg, nur viel bescheidener.


Tjörnin mit Rathaus


Tjörnin mit Häusern in bester Lage


Eines der besseren Häuser


Eines der besseren Häuser


Rathaus


Kunst


Wir laufen dann weiter zu Fuß kreuz und quer durch die Stadt, vorbei an einigen Plätzen, Kirchen (heute sogar größtenteils geöffnet), dem Parlament und dem Büro des Staatspräsidenten. Insgesamt macht die Stadt nicht besonders viel her, es gibt wenig Gebäude mit „Wow“ – Effekt und alles wirkt irgendwie provinziell. Auch die Hauptausgeh- und –einkaufsstraße Laugavegur kommt mit austauschbaren Geschäften und Kneipen daher. Etwas abseits der großen Straßen findet man immer wieder einzelne schöne Häuser, aber für einen reinen City-Trip böte Reykjavik uns zu wenig.


Parlament "Althing"


Domkirkjan


Domkirkjan


Reykjavik Stadtansichten


Reykjavik Stadtansichten


Reykjavik Stadtansichten


Reykjavik Stadtansichten


Eine längere Pause am frühen Mittag legen wir dann im Sonnenschein vor der großen Hallgrímskirkja ein. Simon bekommt etwas zu trinken, darf aus dem Wagen und auf der Bank spielen und wir essen eine Kleinigkeit vom Bäcker. Danach geht es in die Kirche und hoch auf den Turm – bequem per Aufzug – mit einigen netten Ausblicken über die Stadt.


Hallgrímskirkja


Hallgrímskirkja


Hallgrímskirkja


Hallgrímskirkja


Blick über Reykjavik


Blick über Reykjavik


Blick über Reykjavik


Blick über Reykjavik zum Tjörnin


Blick über Reykjavik zum Hafen


Anschließend an diese Unternehmung wird Simon wieder müde, deshalb gehen wir ein längeres Stück quer durch die Stadt, bummeln über den verwilderten urigen Friedhof hin zur katholischen Landakotskirkja. Es ist dann 14 Uhr und wir merken, dass Simon genug hat. Wir fahren auf dem Rückweg noch zu einem Fotostopp am Leuchtturm Grótta vorbei und dann zurück zu unserer Unterkunft.


Friedhof


Friedhof


Landakotskirkja


Landakotskirkja


Landakotskirkja


Die Hallgrímskirkja sieht von überall in der Stadt


Leuchtturm Grótta


Dort gibt es dann lecker Obstbrei und es wird ausführlich gespielt. Den ersten Zahn von Simon kann man jetzt richtig spüren, außerdem prustet und sabbert er mit Freude und zeigt uns, dass er mit der Zunge schnalzen kann. Gegen vier brechen wir dann nochmal auf, es sind nur ein paar Minuten bis zum Ufer des Skerjafjörður an dem wir eine gute Stunde im Sonnenschein entlangspazieren. Am Ende zieht urplötzlich dichter Nebel auf, der berühmte schnelle isländische Wetterwechsel.


Am Skerjafjörður


Am Skerjafjörður


Am Skerjafjörður


Wieder daheim wird gekocht, Simon kriegt diesmal ein Gläschen das ihm besser geschmeckt, und anschließend der nächste Tag geplant und Simon nach genügend Spielzeit ins Bett gebracht. Auch wir sind früh müde.


*BigDADDY

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Antw:"Mit Baby um die Insel" - Island im Mai 2017
« Antwort #20 am: 02.07.2017, 13:37 Uhr »
Mh,

wenn ich mir das so anschaue überwiegen bei Wohnbauten Holzhäuser, grosse Bauten wie Kirchen sind aus Stein und moderne Gebäude wie das Rathaus aus Verbundmaterial. Ich frage mich immer wie so ein Holzhaus im Winter ist, aber da man auch in den USA auf dieses Material schwört muss es ja ok sein...
Danke für den Mittagsbrei!
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Antw:"Mit Baby um die Insel" - Island im Mai 2017
« Antwort #21 am: 03.07.2017, 11:26 Uhr »
Das täuscht, die meisten bunten Häuser sind aus bemaltem Wellblech. Das ist nicht alles Holz was so wirkt. Wie die Unterkonstruktion ist, entzieht sich aber meiner Kenntnis.

*BigDADDY

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« Antwort #22 am: 03.07.2017, 11:28 Uhr »
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*lonewolf81

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« Antwort #23 am: 03.07.2017, 11:32 Uhr »
Yep. Ist auch in Neuseeland üblich.

Hier mal ein externes Foto, nicht von mir, auf dem man das sehr gut erkennen kann:
http://www.fotocommunity.de/photo/wellblech-peter-kollmeier/10603141

*BigDADDY

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« Antwort #24 am: 03.07.2017, 11:59 Uhr »
Mh,

okay, wenn man keinen Sommer hat...
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*Zugvogel

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« Antwort #25 am: 04.07.2017, 16:25 Uhr »
Klasse Bilder!
>>>Wer denkt, Abenteuer seien gefährlich, sollte es mal mit Routine versuchen: Die ist tödlich.<<<

*lonewolf81

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« Antwort #26 am: 04.07.2017, 22:35 Uhr »
Tag 5 - Samstag 06.05. – Reykjavik (Þingvellir)

In der Nähe von Reykjavik gibt es den sogenannten „Golden Circle“, eine Rundstrecke an der einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands liegen. Man kann ihn an einem Tag abfahren, mit Baby ist das zwar auch möglich, macht aber weder Kind noch Eltern Spaß. Also splitten wir ihn auf. Heute – bei strahlendem Sonnenschein und 20 Grad - geht es deshalb zuerst zum Þingvellir Nationalpark am Þingvallavatn See. Dieser ist zum einen geologisch interessant, liegt er doch in der Bruchzone zwischen europäischer und amerikanischer Kontinentalplatte, die sich dort schon um etwa sieben Kilometer auseinandergezogen haben. Die Ebene dazwischen ist der überwiegende Teil des Nationalparks und von Gräben und Furchen gezogen.

Zum anderen ist Þingvellir auch Heimat des Þing, des ältesten Parlaments der Welt. Einmal im Jahr trafen sich in früheren Zeiten die Goden zur Versammlung und zur Rechtsprechung – garniert mit einem jahrmarktähnlichen Treiben drumherum.


Auf der Fahrt zum Þingvellir


Auf der Fahrt zum Þingvellir


Auf der Fahrt zum Þingvellir


Auf der Fahrt zum Þingvellir


Auf der Fahrt zum Þingvellir, der See Þingvallavatn


Wir packen Simon in unsere Trage und laufen knapp zwei Stunden durch den Park, dabei fällt auf, dass an englischen Informationsschildern doch sehr gespart wird. Man muss schon wissen wohin man will. Beginnend mit einem künstlichen Wasserfall um die Ebene zu bewässern – das älteste Bauwerk Islands – geht es durch die Allmanagjá Schluicht zu einem hochgelegenen Aussichtspunkt.


Wasserfall


Wasserfall


Blick über die Ebene


Blick über die Ebene


Aussichtspunkt Richtung See


Aussichtspunkt Richtung Ebene, links die Allmanagjá Schlucht


Zoom auf die Ebene, links und rechts begrenzen die Kontinentalplatten die Ebene


Detailansicht Þingvallakirkja


Auf der anderen Seite marschieren wir wieder runter und durch die Tiefebene vorbei an der Þingvallakirkja geht es zurück zum Auto. Das hat uns sehr gut gefallen, vor allem die durch das Wetter gegebenen tollen Ausblicke auf den See und die schneebedeckten Berge. Und als gegen Mittag alle Reisebusse wieder weg waren, die auf ihrer Schnelltour über den Golden Circle unterwegs sind, war es trotz Samstag angenehm leer. Simon darf dann auf einer Bank noch länger spielen und essen.


Unten auf der Ebene, Blick Richtung See


Blick hoch zu den Wänden der Schlucht


Tierische Begleiter - davon gab es viele


Þingvallakirkja


Blick zur Schlucht, links am Fahnenmast standen beim Þing die Redner, rechts hinten der Wasserfall vom Anfang


Eine der vielen Furchen


Selbstporträt


Wir fahren danach noch etwas am See entlang durch den Nationalpark bis zu einem weiteren tollen Aussichtspunkt (schon auf der anderen Kontinentalplatte), danach kürzen wir den Golden Circle ab und halten uns südwärts. Bei Kerið treffen wir wieder auf den Rundkurs, dort gibt es das kleinste zusammenhängende Vulkangebiet Islands und einen kleinen Krater mit See den man umwandern kann. Am Eingang sagt man uns, dass der bequem mit Kinderwagen machbar sei – im Endeffekt tragen wir den Kinderwagen die halbe Strecke und Simon schläft sowieso bald ein. Trotzdem ist die Landschaft sehr schön und die Fernblicke sind es sowieso.


Aussichtspunkt - Blick Richtung Þingvellir


Hier mal den künstlichen Wasserfall markiert


Kerið Krater


Kerið Krater


Umgebende Landschaft


Umgebende Landschaft


Zurück am Auto schaffen wir es Simon schlafend in seinen Kindersitz zu bugsieren und fahren dann eine gute Stunde zurück zu unserer Unterkunft. Matthias geht noch schnell einkaufen, während Barbara sich um unseren Filius kümmert. Im Sonnenschein spielen wir noch längere Zeit draußen, dann noch ein kleiner Spaziergang, Kochen, Abendessen und das allabendliche „Ins Bett Prozedere“. Dabei überrascht er uns damit, dass er im Gitterbett sich festhaltend schon alleine stehen kann, was ihn tierisch freut und die Eltern stolz macht.




*Anti

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« Antwort #27 am: 05.07.2017, 09:43 Uhr »
Hach, wie schön! Und damit meine ich nicht nur den (halben) Rundkurs sondern auch, dass Simon eine Urlaubsüberraschung für seine Eltern parat hat.

Den künstlichen Wasserfall am Anfang der Runde finde ich gelungen. Interessant, was man so alles macht, um Land fruchtbar zu machen. Sieht zumindest auf dem Foto sehr natürlich aus.

*BigDADDY

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« Antwort #28 am: 05.07.2017, 10:21 Uhr »
Mh,

komme bei den recht einsamen, leeren Straßen aus dem Staunen nicht raus, hier in Berlin ist ja das dritte Reihe parken "in". -
Schöne Eindrücke!
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« Antwort #29 am: 06.07.2017, 10:52 Uhr »
Tag 6 - Sonntag 07.05. – Reykjavik (Hvalfjörður)

Der Tag beginnt mit einem kleinen Schreck. Während Barbara gerade Brötchen holt macht Simon beim Anziehen auf dem Bett unliebsame Bekanntschaft mit der Kante vom Nachtschrank und trägt einen kleinen Cut über dem Auge davon. Das Geschrei ist groß, doch nach gutem Zureden und etwas Kühlung ist das schnell vergessen und gegen Abend auch schon wieder fast verheilt. Soll uns also nicht aufhalten.

Wir fahren von Reykjavik in Richtung Norden und nehmen nicht den Tunnel Richtung Akranes, sondern biegen rechts auf die Panaromastraße ein, um den Hvalfjörður herumführt. Eine landschaftlich sehr schöne Route, der prächtige Fjord und die steilen Wände – leider ist es den ganzen Tag bedeckt und nicht mehr schön wie gestern.


Am Hvalfjörður


Am Hvalfjörður


Am Hvalfjörður


Am Hvalfjörður - hier sieht man auch mal unseren Mietwagen


Am Hvalfjörður


Nach ein paar Fotostopps halten wir am Ende des Fjords am Parkplatz zum Glymur, dem mit 196m zweithöchsten Wasserfall Islands. Dieser versteckt sich in einer Schlucht, die man erwandern muss. Der Weg ist kaum markiert und bisweilen eine ziemliche Kraxelei, doch Matthias trägt seinen Sohn tapfer anderthalb Stunden auf dem Rücken bergan. Oben bietet sich dann ein toller Ausblick auf den Wasserfall, die Schlucht und die Hochebene bis hin zum Fjord. Tolle Natur.


Blick zurück zum Fjord


Weg zum Glymur


Weg zum Glymur - durch diese Höhle muss man klettern


Weg zum Glymur - Blick in den Lauf des Flusses


Weg zum Glymur - Blick in den Lauf des Flusses


Vom Glymur geschaffene Schlucht


Auf der Hochebene


Der Glymur


Blick in die Ferne


Simon darf oben mal aus der Trage klettern und ist vom tosenden Wasserfall ganz fasziniert. Nach einer ausgiebigen Pause geht es wieder abwärts und müde und erschöpft kommen wir am Auto an. Dort gibt es Lunch und dann die Weiterfahrt am nördlichen Fjordufer bis nach Akranes.


Weiter oben Richtung Wasserfallkante


Die dahinterliegende Hochebene


Oberhalb des Wasserfalls


Oberhalb des Wasserfalls


Weiter am Fjord entlang


Der Ort selber – wie die meisten isländischen Orte bisher – gibt nicht viel her, aber der Leuchtturm liegt ganz malerisch und man kann ihn besteigen. Das tun wir nacheinander und genießen die etwas begrenzte Aussicht. Danach beschließen wir, dass es für heute reicht und fahren zurück in unsere Unterkunft. Spielen, Kochen, Essen. Den Abend verbringen wir dann mit der Hostfamilie noch auf dem Sofa und folgen einem isländischen Handballspiel.


Leuchtturm Akranes


Blick auf den Ort


Blick aufs Meer