8 Bundesstaaten und ein Todesfall - vom Yellowstone über Moab nach Las Vegas

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*paula2

  • Paula
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Vor zwei Wochen war ich auch noch in Vernal und im DinosaurNM hat es mir wesentlich besser gefallen als jetzt im Büro, also beame ich mich gleich mal zurück  :D (auf den Flug kann ich genauso gerne verzichten wie du...)

*Detritus

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Eigentlich wäre heute ja ein weiterer Tag dran gewesen, aber leider muss ich das etwas aufschieben.

Ich hoffe nächste Woche kann es dann hier weitergehen.

*BigDADDY

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(...) aber leider muss ich das etwas aufschieben.

 :wut54:
Reducing Truck Traffic since 2007!

*Savannah

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Schade, daß du noch keine Zeit gefunden hast weiterzuschreiben, denn dein Bericht ist wirklich witzig, ich habe ihn mit großem Genuß gelesen.  :)

Außerdem ist er sehr informativ.  Vielleicht findest du ja in den Weihnachtstagen Zeit für eine Fortsetzung?

Jedenfalls schon mal vielen Dank!

*Detritus

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Ich habe es noch auf dem Zettel, aber das letzte Quartal war einfach...

Hoffe zum Start des neuen Jahres habe ich wieder mehr Luft.

*Mig

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Deine Schreibe ist einfach großartig! Ich freue mich auch schon sehr auf die Fortsetzung!  :D

*Detritus

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So - Zeit habe ich eigentlich immer noch nicht so wirklich (vor allem fehlt auch ein wenig die Muße) - aber einer der guten Vorsätze für 2018 war das es hier weiter gehen soll, daher also bitte:

Tag 5

Nachdem wir in dem doch noch etwas heruntergekommenen Frühstücksraum das obligatorische „Continental Breakfast“ zu uns genommen haben nehmen wir das heutige Tagesziel in Angriff. Wie schon erwähnt liegt es im Einzugsgebiet des Dinosaur National Monument, es ist aber nicht der klassische Abstecher zur Quarry Exhibit Hall (zum einen haben wir dieser schon mal einen Besuch abgestattet zum anderen ist das weder tagesfüllend noch bekommen wir da genug Bewegung).

Bitte nicht falsch verstehen – wer sich für Dinos interessiert und in der Gegend ist sollte auf jeden Fall mal vorbeischauen, es ist schon beeindruckend wie viele Knochen auf einer sehr kleinen Fläche da zusammenkommen. Aber viel mehr als 1,5 – 2 Stunden braucht man m.E. für die Ausstellung und den kurzen Trail nebenan nicht.


Wir wollen den „Jones Hole Trail“ laufen, dieser (zumindest in der Theorie 8,5 Meilen lange) Wanderweg startet bei der gleichnamigen Jones Hole Creek Fish Hatchery im nördlichen Teil des National Monuments ca. 40 Meilen von Vernal entfernt.

Im Weltall hört Dich niemand schreien? Soweit muss man unserer Erfahrung  nach gar nicht er fliegen, es geht auch deutlich einfacher. Man verlässt Vernal zunächst über die Bush Creek Road und landet in Außenbezirken bei denen man sich schon denkt „Hier würde ich jetzt nicht unbedingt aussteigen wollen…“ (die nachträgliche Recherche bei Google ergab, dass diese Bereiche nicht mal von StreetView erfasst sind – mehr muss man dazu wohl nicht sagen ;) ). Weiter geht es über Diamond Mountain Road.

Und wenn Du denkst es geht nicht mehr – kommt irgendwo ein „Winkemännchen“ her. Da fährt man mutterseelenallein durch die Pampa, kein Auto oder sonst ein Mensch weit und breit, aber in the middle of fuck**** nowhere ein Bautrupp der Schlaglöcher (und da gab es so einige schöne Exemplare) ausbessert inkl. dem dazugehörigen „Winkemännchen“ (also die Jungs und Mädels die da mit dem „Slow“ und „Stop“ Schildern anstelle einer mobilen Ampelanlage rumstehen).

Auch wenn außer uns und den Bauleuten da keiner anwesend war haben wir also brav vor dem Stop-Schild gewartet bis wir durchgewunken wurden. Nach einer guten Stunde und ein paar schön kurvigen kleinen Straßen (das Auto-Navi zeigte zwischenzeitlich an man wäre nicht mehr auf einer befestigten Straße unterwegs) erreichen wir dann die Hatchery. Auf dem fast verwaisten Parkplatz stehen neben dem Auto des Rangers nur 2 weitere Gefährte, es treffen sich hier offenbar 2 heimische Familien zum Picknick und Wandern.

Die Aufzuchtstation selbst war nicht zugänglich und da auch aktuell keine Fische gezogen wurden reichlich unspektakulär, aber man konnte wenigstens noch die stillen Örtlichkeiten aufsuchen (Gell aus Erfahrung wird man manchmal doch klug – siehe Tag 3). Die beiden anderen Familien hatten offenbar aber die gleiche Idee und auch wenn sonst so gar nichts los war hieß es erst einmal anstehen.

Danach aber die Rucksäcke geschultert und los geht’s, idealerweise wollen wir ein wenig Vorsprung vor der anderen Gruppe haben, da die Kids dort doch relativ nun ja sagen wir mal „geräuschintensiv“ sind. Der Trail selbst ist jetzt relativ leicht zu laufen, es gibt ein paar kleine Steigungen und sandige Passagen insgesamt aber nichts Wildes, wer mag kann dem Jones Creek so lange folgen bis er in den Green River mündet.




Man erreicht sehr schnell den relativ breiten Canyon:





Und yeap – rote Steine haben die hier auch:





Genauso wie ein paar Petroglyphen:





Ansonsten viel Weg:





Creek – Green River Junction:




Das nenne ich mal einen „colourful lizard“ (nein kein Filter und keine Nachbearbeitung):



An der Creek Junction machen wir eine etwas längere Pause und halten auch die Füße in das doch relativ kalte Wasser. Auf dem gesamten Weg ist uns sonst niemand begegnet und auch hier treffen wir lediglich ein älteres Paar welches dafür aber eine Fotoausrüstung inkl. großen Stativs mit sich rumschleppt die es bestimmt auf 15-20 kg bringt. Sie befinden sich aber gerade schon auf dem Rückweg und so haben wir das gesamte Areal für uns.
 
Frisch gestärkt und abgekühlt machen wir uns dann auf den Rückweg. Ich hatte ja geschrieben, wirklich schwierig zu laufen ist der Weg jetzt nicht, aber irgendwie zieht es sich zurück dann doch ein wenig wie Kaugummi. Ausgewiesen ist der Trail mit 8,5 Meilen als round trip (ohne Seitenabstecher) also knapp 14 km. Als wir wieder am Parkplatz ankommen zeigt mein GPS dann eine Gesamtstrecke von fast 20 km – gut wenn es am Ende dann fast 12,5 Meilen geworden sind ist es auch kein Wunder, dass man auf die letzte halbe Stunde gut hätte verzichten können.


Eigentlich hatten wir ja erwartet irgendwann auf die beiden Familien vom Morgen zu treffen, nur sind die uns nicht wieder über den Weg gelaufen. Auch die Autos waren bereits verschwunden, ok dann war das primäre Ziel bei denen wohl doch eher Picknick und weniger wandern.

Schnell noch ein kaltes Getränk aus der Kühlbox gegriffen und wir nehmen die 170 Meilen bis zu unserem heutigen Übernachtungsziel in Grand Junction in Angriff. Auch hier ist wieder eine Nacht im örtlichen Quality Inn gebucht, eine längere Suche wie am Vorabend bleibt uns zum Glück diesmal erspart, die „Hauptstraße rauf (oder runter) fahren und nach dem Schild Ausschau halten…“-Variante funktioniert ohne Probleme.

Die abendliche Nahrungsaufnahme erfolgt dann im nahe gelegenen Texas Roadhouse (ich habe dazu in einem anderen RB schon mal was geschrieben) – kurz gesagt eine amerikanische Variante des „Maredo“ allerdings deutlich preisgünstiger, uriger und vor allem lecker. Hauptsächlich muss man darauf achten, sich vorab nicht schon an den bereitgestellten Erdnüssen (Schalen bitte ganz „texas-like“ auf den Boden werfen) und dem frischen und warmen Cinnemon-Brot den Magen vollzuschlagen bevor die eigentliche Bestellung eintrifft. Fakt ist jedoch: Wer hier hungrig wieder raus geht hat definitiv was falsch gemacht.



Notiz am Rande:
Das ist so eine Mischung aus „Cowboy-Saloon“ und „Sportsbar“. Alle ca. 30 Minuten wird ein Country-Song gespielt woraufhin die Angestellten mehr oder minder alles stehen lassen und einen kurzen Tanz aufführen. Zusätzlich bekommen Geburtstagskinder oder andere Jubilare noch besondere Aufmerksamkeit: Ein Tross von Mitarbeitern bringt einen Hocker auf dem ein Sattel befestigt ist und der (Un-)Glückliche darf auf diesem Platz nehmen und bekommt ein Ständchen. Für den reservierten Deutschen eher eine etwas befremdliche Szene (meins ist es jetzt auch nicht unbedingt so) – aber die Ammis stehen scheinbar drauf, die Stimmung war jedenfalls entsprechend.


Vollständig gesättigt machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Walmart gegenüber und fallen dann auch ziemlich schnell und etwas geschafft ins Bett.

*Detritus

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Tag 6 (heute mal ohne Bilder)

Heute ist mal wieder einer dieser „eigentlich“ Tage. Vor ein paar Jahren hatten wir schon mal einen Anlauf auf den Rattlesnake Arch Trail im Colorado NM genommen, mussten diesen aber aufgrund von schlechten Straßenbedingungen sehr schnell aufgeben. Es hatte die Tage vorher ausgiebig geregnet und so glich die Gravel-Road eher einer Schlammpiste, so dass wir nach gefühlten 800 Metern und einem vollkommen verdreckten Auto bereits abgebrochen hatten.
Das wollten wir heute eigentlich nachholen. Eigentlich…

Die Wetterbedingungen sind heute wesentlich besser als beim letzten Versuch, es hat zwar in den Tagen zuvor teilweise recht heftige Gewitter gegeben, aber seit 2-3 Tagen ist es trocken und die Piste sollte daher wohl zu schaffen sein. Also Trailhead-Daten ins GPS und es kann losgehen.


Ähm Moment, warum zeigt der Akku nur noch einen Balken? Die Batterien waren doch gestern Abend noch voll. Na ja egal, man hat für solche Fälle ja immer noch einen Satz extra Strom im Seitenfach. Blöderweise sind die dort befindlichen Akkus aber auch kurz vor dem Ende. Die Ersatz-Ersatz-Akkus waren gleich noch mal wo? Ah ja richtig, irgendwo ganz tief im Koffer der jetzt hinten unter Rucksäcken und der Kühltruhe vergraben ist. Ok in diesem Fall macht sich „oldschool“-Technik doch mal ganz gut, man kann das Gerät mit handelsüblichen Batterien betreiben und muss nicht erst nach einer Genius-Bar für einen Akku-Tausch Ausschau halten. Also kurz noch an die nächste Tanke, einen Satz Batterien gekauft und es kann jetzt wirklich losgehen.


Die Stelle an der wir beim letzten Mal kläglich gescheitert sind schaffen wir diesmal mit trockenen Bedingungen relativ problemlos und rütteln uns daher den Weg weiter Richtung der Arches. Nun fährt man aus Grand Junction ja erstmal ins Colorado NM hoch, dort dann auf dem Plateau weiter bevor man ca. 2,5 Meilen vor den Steinbrücken dann wieder ein „wenig“  bergab fahren müsste. Und genau das ist jetzt das Problem.

Die Steinstufen dort sind mit einem Miet-SUV schon so kein wahres Vergnügen (so richtig HC sind die Dinger ja nun mal nicht und die Straßenbereifung ist da jetzt auch keine wirkliche Hilfe wenn man bei jedem spitzen Stein Sorge um die Luft haben muss).

Nur Wasser hat halt auch die Tendenzen eher nach unten als nach oben zu fließen und so haben die vorab erwähnten Gewitter und der Regen nicht unbedingt dazu beigetragen die Strecke touri-freundlicher zu gestalten. Es gibt diverse große Auswaschungen und z.T. liegen da recht imposante Steinbrocken rum die aus dem Weg gerollt werden wollen.

Die ersten Kehren nehme ich noch in Angriff („Das wird bestimmt gleich besser“ ist da ein wohl sehr verbreitetes Mantra…) – wird es aber leider nicht wirklich. Runter ist dann auch noch eine Sache, rauf noch eine ganz andere. Och Menno, jetzt wirklich so kurz vor dem Ziel aufgeben? Ich jogge zur nächsten Kuppe um zu sehen ob es nicht doch noch besser wird – nope eher noch schlimmer.

In jungen Jahren hätte ich jetzt wohl das Auto einfach am Wegesrand abgestellt und wäre den Rest dann zu Fuß gelaufen, aber mit der Zeit wird man ja etwas besonnener zumal es hier auch nicht wirklich eine Möglichkeit gegeben hätte die Kiste zu parken ohne den Weg zu blockieren. Und ein tonnenschweres Gefährt ganz an den Rand einer eh nicht breiten Straße gepaart mit einem noch sehr weichen Randstreifen am Abgrund zu platzieren erscheint mir doch jetzt nicht unbedingt als die beste Idee.

Gut also kurz ärgern, die Karre irgendwie auf dem Grad wenden und Retoure. (Im Nachhinein bin ich über die Entscheidung ganz froh - ja wir sind heile wieder hoch gekommen, aber das hat schon genug Nerven gekostet.) Also Plan B, man kann schließlich auch von „unten“ an den Trail ran fahren, nur ist der Anlauf zu Fuß dann halt länger. Eigentlich…


Irgendwie hat es wohl einfach nicht sein sollen, wir fahren also auf der Horsethief-Road Richtung Pollock Bench Trailhead als uns mitten auf der Straße ein freundliches „Road Closed“ Schild anlächelt – Arrrggghhh. Ok das reicht jetzt…


Leicht genervt stoppen wir am letzten zugänglichen Parkplatz beim Devils Canyon Trail und lassen die Klapperschlangen für heute Klapperschlangen sein. Der Devils Canyon ist – nun ja sagen wir mal diplomatisch – ganz nett, aber halt nicht das was wir uns eigentlich ansehen wollten. Und der Begriff Canyon ist hier auch eher im wahrsten Sinne des Wortes breiter zu fassen. Insofern will sich da auch kein wirkliches Schluchtenfeeling einstellen. Es passt dann auch noch ins Bild, dass ich vor lauter Gnatz die Kamera habe im Kofferraum liegen lassen, aber so richtig viel zum Fotografieren hätte es da eh nicht gegeben.


Nach einer doch eher unbefriedigenden Wanderrunde haben wir endgültig die Nase voll und besteigen das Auto um in Richtung Moab aufzubrechen. Da wir jetzt aber einiges an Zeit gespart haben entscheiden wir statt über die 70 und 191 die längere aber landschaftlich deutlich schönere Strecke über die 128 zu nehmen. Als der Fluss und die alte Brücke in Sicht kommen steigt das Stimmungsbarometer im Auto auch wieder deutlich an.

Irgendwo auf dem Weg (oder war es im Motel in Grand Junction?) war uns eine Werbung für die „Moab Giants“ in die Hände gefallen – irgendwas mit Dinos und Zeit haben wir auch noch, also warum nicht. Dieser Park liegt ein paar Meilen nördlich von Moab und ist mit rund 20,- $ pro Kopf jetzt kein Schnäppchen, aber sie haben das durchaus liebevoll gemacht. Ein kleines Museum, der obligatorische Film (hier zur Entwicklung der Erde), einen Rundkurs auf dem lebensgroße Dino-Figuren rumstehen und ein 5D-Walk-Through Kino im Aquarium Stil. Für den Moab-Erstbesucher jetzt nichts was ich unbedingt als „must see“ empfehlen würde, aber – gerade wenn man noch irgendwo einen Gutschein auftreiben kann – für jemanden wie uns der 1,5 Stunden sinnvoll rumbekommen möchte durchaus interessant.

Über die Motelpreise in Moab (und den Zutritt zu den NP) wurde hier im Forum ja schon an anderer Stelle heftig diskutiert. Sonst waren wir im Best Western neben Pasta Jays, nur hatten die diesmal einen so hohen Kurs aufgerufen, dass wir uns nach Alternativen umgesehen haben. Aber auch die waren durchaus hochpreisig (und Days Inn kommt für uns in Moab wg. ungebetenem Besuch einer schwarzen Witwe nicht mehr in Betracht) und da wir primär das Zimmer wirklich nur zur Nachtruhe sowie einem Besuch beim Pool oder der guest laundry nutzen bin ich auch nur bedingt gewillt hier Unsummen nur für ein Bett zu investieren.


Im Endeffekt sind wir so im Quality Inn am südlichen Ende etwas außerhalb des Zentrums gelandet. Könnte zwar auch mal wieder eine Renovierung vertragen, aber für den Preis eine akzeptable Unterkunft.


So langsam nagt der Hunger (dabei haben wir uns heute doch kaum bewegt) und wir begeben uns auf Nahrungssuche. Thai? Hatten wir ja so laaange nicht mehr ;) also auf zum „Arches Thai“. Dieser liegt etwas „versteckt“ an einer Querstraße zur Main Street und war zumindest in der Vergangenheit daher auch nicht so überlaufen. Parkplatz direkt vor der Tür, hey das lässt sich ja gut an. Aber Moment, ruhig ist ja eine Sache, aber das ist entschieden zu ruhig. Um dem Tag dann also den letzten Schliff zu geben: Heute Ruhetag. Na Bingo.

Egal, es muss jetzt Nahrung her also doch zu Pasta Jays. Kulinarisch kein Highlight, aber man wird hier satt.

Aus der Rubrik „Dinge die Det aufregen“:

(Wer sich mein Gemaule nicht antun möchte überspringt diesen Abschnitt bitte einfach)

Am Nebentisch sitzt eine 4köpfige Familie, Mum & Dad nebst 2 Töchtern ich würde mal so auf 5 + 8 Jahre tippen. Man bestellt, schiebt der Jüngsten noch ein paar Malsachen hin und die anderen 3 widmen sich dann intensiv ihren jeweiligen mobilen Endgeräten. (Der Vater hatte sogar ein Ladegerät angeschlossen – demnächst muss ich bei der Frage wo ich sitzen möchte wohl auch mal antworten: „Bitte in der Nähe einer Steckdose…“).

Das Essen kommt und wird weitestgehend schweigend eingenommen um sich danach dann – Überraschung – wieder den jeweiligen Bildschirmen zuzuwenden. Die gesamte interfamiliäre Kommunikation beschränkte sich auf ein absolutes Minimum. Gut wenn man gerade beim Fraztenbuch oder anderen wichtigen Seiten unterwegs ist kann man von den Verziehungsberechtigten jetzt auch nicht erwarten, dass sie realisieren oder geschweige denn reagieren wenn der Nachwuchs anfängt sich zu langweilen und Blödsinn zu machen.

Und ja vielleicht bin ich da auch etwas „spießig“ aber im Restaurant (und ja auch in den USA) kann man doch eigentlich ein Mindestmaß an gutem Verhalten erwarten. Das dort viele nur mit Flip-Flops an den Füßen aufschlagen – geschenkt. Es ist warm draußen und stört mich jetzt nicht. Nur wenn wie hier die Tische doch recht nah beieinander stehen finde ich es jetzt nicht so furchtbar prickelnd wenn die Kids sich dann so auf den Stühlen lümmeln, dass die nackten Füße auf dem Tisch geparkt werden.

Auch wird es mir wohl für immer unbegreiflich bleiben, warum man mit seiner Familie / Freundin / Bekannten zum „Essen“ geht um sich dann hinter seinem Handy zu verschanzen und bloß kein Wort miteinander zu wechseln. Selbst wenn man sich jetzt vielleicht nicht wirklich viel zu erzählen hat oder schlichtweg einfach auch gerade mal keinen Bock hat zu reden empfinde ich es doch als überaus unhöflich den anderen Personen gegenüber die ganze Zeit auf das Handy zu glotzen. Hugh – ich habe gesprochen.


Der Abend klingt mit einer Runde im Pool aus und ich bestücke das Ladegerät mit jedem Akku der mir in die Hände fällt. Danach wird noch ein wenig TV geschaut und an der immer noch recht teuren Matratze gehorcht. Die erzählt aber auch nicht viel anderes als ihre günstigeren Vertreter.
So und Morgen gibt es dann auch wieder Bilder.


P.S.
Hat eigentlich jemand mitgezählt wie viele der avisierten Bundesstaaten wir jetzt bereits bereist haben?

*paula2

  • Paula
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Vielen Dank für die Bilder vom Jones Hole Trail. Den wäre ich bei unserem diesjährigen Urlaub auch noch gern gegangen, aber die Zeit hat leider nicht mehr gereicht.

*SeDu

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  • 4
Sehr spaßiger und auch interessanter Bericht, so abseits der europäischen Touristenströme. Also bitte gerne mehr! Denn noch sind wir ja wohl nicht angelangt am Ziel der Reise. Und der Todesfall fehlt auch noch, oder habe ich was überlesen?

*Detritus

  • Platin Member
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  • 1.621
Nein der Todesfall steht noch aus, es dauert aber nicht mehr allzu lange bis dahin…


Tag 7
Der Tag beginnt mit dem üblichen Continental-Breakfast im Hotel, nicht spektakulär aber für uns reicht es. Es ist Anfang Juli und für heute ist Sonnenschein pur mit Temperaturen bis knapp an die 40 Grad angesagt. Das merkt man auch schon am frühen Morgen, wer jetzt noch friert dem ist wohl kaum noch zu helfen.

Aktuell wird ja darüber diskutiert, ob man die Besucherströme im Arches NP und Co. nicht besser steuern müsse. Ich sage jetzt einfach mal: „Ja und?“. Moab hat nun wahrlich (neben gesalzenen Hotelpreisen) in der direkten Umgebung noch viel mehr zu bieten als nur Arches und Canyonlands.


Für heute steht der Professor Creek Trail auf dem Programm. Der ca. 8,6 Meilen lange Trail liegt auf dem halben Weg zu den Fisher Towers an der 128. Als wir nach der kurzen Fahrt aus der Stadtmitte am Ende der Gravel-Road ankommen steht am Trailhead-Parkplatz genau noch ein anderes Auto.

Die Dame die zu diesem Vehikel gehört will dort aber offenbar nicht wandern, sondern führt scheinbar nur ihre Hunde für eine morgendliche Runde aus.
Keine Ahnung ob es jetzt an meinem morgendlichen Erscheinungsbild gelegen hat, oder ob die Dame befürchtete wir könnten Ärger machen, da die Hunde nicht angeleint rumliefen (lt. „Moab City and County ordinance“ müssen Haustiere wohl außerhalb des eigenen Grundstücks immer an der Leine sein) – kaum sind wir ausgestiegen fängt sie hektisch an ihre „Meute“ zu sich zu pfeifen, nickt uns noch einmal wortlos zu und ist dann auch im Null Komma Nix verschwunden.

Ich persönlich habe jetzt nichts gegen Hunde und im Vergleich zu dem was so manche Menschen mit ihrer Umwelt so alles anstellen sind die Schäden die durch die felligen Vierbeiner verursacht werden wohl eher zu vernachlässigen – aber das kann die Dame ja nicht wissen.


Nun stehen wir also da mutterseelenallein (ja und das in Moab!!!) in der Gegend rum. Noch eine Lage Sonnenschutz nachgetankt und wir machen uns auf den Weg. Im Prinzip muss man nur darauf achten den richtigen Einstieg bzw. Trail zu erwischen (wenn man auf dem Parkplatz steht quasi links ins Flussbett runter und nicht(!) rechts dem beschilderten Weg folgen).


Flussbett ist ein gutes Stichwort – wie der Name „Creek“ schon vermuten lässt handelt es sich bei dem Trail um einen Weg der quasi dem Wasserlauf folgt. Der Creek führt ganzjährig Wasser (knöchel- bis wadentief) was uns in unserer Planung und dem bereits erwarteten heißen Wetter sehr entgegen kommt. So hat man die Klimaanlage quasi gleich mit eingebaut.

Grds. könnte man den Trail wohl auch mit normalen Turnschuhen laufen, wir haben uns unsere Wassersschuhe unter geschnallt was bei der Kombination aus Wasser uns Sand durchaus eine gute Wahl ist.



Gegend:










Viehzeug haben die hier auch:







Und mehr Gegend:








Und zum krönenden Abschluss das eigentliche Highlight:










Der Slot als solcher ist jetzt nicht übermäßig lang, insofern nicht vergleichbar mit dem Spookey Canyon o.ä., aber insgesamt ist es eine sehr schöne Tour.
Nach einer längeren Pause am Wasserfall machen wir uns dann auch wieder auf den Rückweg.

Eine knappe halbe Meile vor dem Parkplatz kommt uns dann noch eine mehrköpfige Großfamilie entgegen (wobei die Kinder jetzt schon am maulen sind wie weit es noch sei…), ansonsten haben wir  den gesamten Tag auf dem Trail keine Menschenseele zu Gesicht bekommen. I got lost in Moab oder so ähnlich.


Am Auto angekommen zeigt das GPS dann knappe 16 Kilometer Wegstrecke an. Wir überlegen noch kurz ob wir noch einen Abstecher zu den Towers machen wollen, aber obwohl der Creek uns kühlungstechnisch gute Dienste geleistet hat entscheiden wir uns letztendlich aufgrund der Hitze dann doch lieber dafür noch eine Runde über die Mainstreet von Moab zu schlendern und die Vorräte im örtlichen Supermarkt wieder aufzufüllen.

FunFact am Rande:
Ich habe dort vor ? Jahren mal so ein Teil bekommen was man sich an den Schlüsselbund machen kann um im Markt dann Rabatt zu erhalten. Versuch macht klug denke ich mir und krame das Ding beim Bezahlen raus und tatsächlich, die Kassiererin kann den Barcode ohne Probleme scannen und wir haben damit ein paar Dollar gespart.


Nachdem wir gestern ja nun bei unserem Thai vor verschlossenen Türen gestanden haben starten wir heute einen neuen Versuch. Diesmal lässt man uns rein und wir bekommen sogar was zu essen. Der Service ist (für US Verhältnisse) jetzt nicht unbedingt der Schnellste, aber dafür ist das gebotene Essen doch wieder sehr reichlich und schmackhaft.

Zum Abschluss geht es dann noch für eine kurze Runde in den Hotelpool  bevor wir uns müde aber glücklich aufs Zimmer zurückziehen.

*BigDADDY

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Ich habe dort vor ? Jahren mal so ein Teil bekommen was man sich an den Schlüsselbund machen kann um im Markt dann Rabatt zu erhalten. Versuch macht klug denke ich mir und krame das Ding beim Bezahlen raus und tatsächlich, die Kassiererin kann den Barcode ohne Probleme scannen und wir haben damit ein paar Dollar gespart.

Yep,

darüber wundere ich mich bei meiner "safeway"-Karte auch immer.... Aber macht doch Laune!
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