You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014

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*Yaphi

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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #15 am: 07.09.2014, 16:15 Uhr »
Juhu, ein quasi-Alltagsbericht !! Sehr schön geschrieben und tolle Eindrücke aus dem texanischen Leben.
Natürlich werde ich jetzt gespannt darauf warten wer 10.000 Dollar an Sally überwiesen hat.
Was hast du denn so als Gastgeschenke mitgebracht, wenn man fragen darf ?

*decowoman

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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #16 am: 07.09.2014, 16:25 Uhr »
Juhu, ein quasi-Alltagsbericht !! Sehr schön geschrieben und tolle Eindrücke aus dem texanischen Leben.
Natürlich werde ich jetzt gespannt darauf warten wer 10.000 Dollar an Sally überwiesen hat.
Was hast du denn so als Gastgeschenke mitgebracht, wenn man fragen darf ?

Also als Gastgeschenke habe ich, weil es ja das zweite Mal war eher persönliche Geschenke mitgenommen. Ich hatte während meines Studiums z.B. ein Kinderbuch selber geschrieben und illsutriert und habe es für meine texanischen Freunde auch nochmal auf English übersetzt und es für die Enkelkinder drucken lassen. Ottis steht z.B. total auf Chilis und da habe ich ihm Chilisalz mitgebracht und weil er sie so mag, weiße Rittersport Schokolade. Dann noch die verschiedenen Marmeladen Proben von "Mühlhäuser", die gibt es z.B. bei Edeka. Für Sally hatte ich auch noch aus Filz selber ein Lama und einen passenden Schlüsselanhänger genäht. Halt eher persönliche Dinge, das typisch Deutsche hatte ich bei meinem ersten Besuch schon mit. (Haribo, Schokolade, Born Senf etc.)

Liebe Grüße

Ariane
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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #17 am: 07.09.2014, 17:39 Uhr »
25.06.2014: Postkarten! Postkarten? Wo sind die Postkarten???

An diesem Morgen heißt es bereits 7:15 aufstehen, denn wir haben noch einiges vor heute. Eine Stunde später fahren wir in die Stadt. Sally möchte Mr. Heinen noch kurz besuchen, der jetzt aus dem Krankenhaus in ein Pflegeheim entlassen wurde. Da wir die nächsten Tage weg sein werden, will sie sich noch bei ihm verabschieden. Viele der Läden haben so früh zwar noch nicht auf, aber das gute alte Clearrivers´ hat bereits seine Pforten geöffnet. Ein leckerer - sogar zuckerfreier - Himbeer-Muffin versüßt mir den Morgen. Allgemein fällt mir auf, dass ich hier in den Cafés und Restaurants viel mehr gluten- oder zuckerfreie Auswahl finde. Nach einer Weile sammelt mich Sally auf und wir machen uns auf zu unserem ersten Stopp heute: Austin. Genau wie das letzte Mal als wir hier waren wollen wir hier wieder Mittag im Blue Dahlia Café essen, weil es uns da so gut gefallen hatte. Da es für das Mittag allerdings noch zu früh ist und ich unbedingt das Kapitol auch mal von innen sehen wollte, schieben wir das auch noch in unseren heutigen Ablaufplan. Das Gebäude ragt riesig vor mir auf und ich bewundere die rötliche Farbe der Steine aus denen es erbaut wurde.



Und puhh... ich muss sagen, man merkt den Klimaunterschied zwischen dem Hillcountry, in dem Fredericksburg liegt, und Austin schon deutlich. Es ist sehr drückend und die Luftfeuchtigkeit muss sehr hoch sein. Noch ein Grund nicht länger vor dem Kapitol herum zu stehen, sondern endlich auch hinein zu gehen. Der Eintritt ist frei, aber wir müssen doch einen Metalldetektor laufen. Es ist nicht viel los und so können wir uns frei bewegen und uns die ehrwürdigen Hallen genauer anschauen. Total schön finde ich den glänzenden Boden und die große Kuppel, an deren Decke um einen goldenen Stern die Buchstaben T-E-X-A-S arrangiert sind.




Wir schauen uns den Saal an, in denen die Debatten und Abstimmungen stattfinden und die Gemälde von den verschiedenen Senatoren. Sehr interessant (und angenehm kühl zugleich).


Das Anschauen dauert aber nicht länger als ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde und so wollen wir noch ein bisschen die Hauptstraße entlang gehen. Da Sally nicht so lange in der Sonne bleiben kann, trinkt sie derweil etwas im Starbucks und ich mache mich auf die Suche nach ein paar Postkarten. Es gibt ein paar wirklich schöne Gebäude hier:


Also laufe ich die Hauptstraße ca. 15 min in die eine Richtung hinunter... und mit leeren Händen wieder hinauf. Das gibt es doch nicht! Nicht EINEN Souvenirladen gibt es hier! Zumindest nicht da, wo ich geschaut habe und doch kann ich mich noch daran erinnern, dass ich bei meinem ersten Besuch in einem kleinen Laden welche erstanden hatte. Den scheint es aber wohl nicht mehr zu geben.  :(
Allgemein wirkt die Stadt fast wie leer gefegt.
Als ich Sally am Starbucks wieder treffe - wo ich mir auch erst einmal eine kalte Erdbeerlimonade hole, denn diese Luftfeuchtigkeit bringt mich noch um - sehen wir auf der anderen Straßenseite, gleich gegenüber von dort, wo wir unser Auto geparkt hatten, ein kleines Gebäude mit der Aufschrift „Visitor Center“. Wie konnte ich das nur übersehen?  :lol: Hm, naja, also sehe ich mich dort mal um, aber oho, ganze vier Postkarten gibt es hier zur Auswahl. Zwei davon sagen mir sogar zu, aber ich hatte mir von der Hauptstadt Texas in Sachen Postkaten deutlich mehr erhofft.

Das Mittag im „Blue Dahlia“ ist wieder vorzüglich und erinnert mich an Europa. Es gibt richtiges Mischbrot mit Humus, Sprossen, Tomaten und Avocado. Yumm!!!


Doch sehr lange wollen wir uns nicht mehr in Austin aufhalten, also geht es gleich weiter in Richtung Houston. Süß, dieser Wasserturm  :D


Auf den Weg nach Houston erzählt mir Sally von Ron. Er ist der Vater von Rameys Frau Stephanie. Er hatte eine Woche bevor ich kam starke Kopfschmerzen, musste ins Krankenhaus und liegt seitdem im Koma. Er hat eine Hirnhautentzündung und es steht nicht gut um ihn. Dementsprechend hoffe ich, dass es eine nicht zu große Belastung ist, wenn wir bei Sallys Sohn und seiner Frau sind. Wir bleiben auch nur eine Nacht, aber da Sally Ron auch selber gut kennt möchte sie ihn unbedingt auf der Intensivstation besuchen während wir dort sind. Per Handy tauscht sie sich ständig mit Stephanie aus, aber die Neuigkeiten sind heute nicht so gut. Die Stimmung ist daher etwas betrübt, ich merke, dass es Sally sehr beschäftigt.

Kurz vor Houston machen wir nochmal in einem Wallmart halt, weil Sally dringend mal auf die Toilette muss und so kann ich auch nochmal wegen ein paar Postkarten schauen. Ich frage einen Mitarbeiter und der schickt mich in die Grußkartenabteilung. So viele Grußkarten habe ich noch nie auf einmal gesehen. Hier gibt es sogar eine ganze Abteilung nur mit spanisch-sprachigen Karten, aber Postkarten von Houston direkt gibt es hier auch nicht. Sally kommt dazu und fragt einen anderen Mitarbeiter, der uns gleich wieder in die Richtung schickt aus der wir eben gekommen sind. Wir geben schließlich auf, gehen zur Kasse, um für andere Kleinigkeiten zu bezahlen und fragen den Kassierer nochmal. Er sagt: „Nein, Postkarten haben wir nicht. Aber Briefmarken!“ Toll, das hilft uns auch nicht weiter. Naja, sei es drum. Wir kommen gerade richtig in Houston an um den Feierabendverkehr mitzuerleben. Uh, das wollte ich schon immer einmal  So haben wir noch ein bisschen Zeit uns über Sallys Sohn zu unterhalten. Bei meinen ersten Besuch hatte ich Ramey noch nicht kennengelernt. Er ist Anwalt einer der größten Houstoner Anwaltskanzeleien für Großunternehmen. Er muss dementsprechend viel arbeiten und ist häufig unterwegs. Ein gutes Leben kann man aber mit so einem Beruf schon führen. Deshalb überrascht mich die Nachbarschaft in die wir nun fahren nicht allzu sehr. Ein Haus sieht toller aus als das andere, und vor vielen den Verandas hängen alte Laternen mit echten Gasflammen darin. Das wirkt wirklich edel und gefällt mir außerordentlich gut. Sally zeigt mir ein ganz besonderes Haus, dass sie nur das Haus von Darth Vader nennen. Niemand weiß, wer da wohnt, aber das Grundstück ist sehr gepflegt und Gärtner wuseln um das Haus:


Das Haus von Ramey und Stephanie gefällt mir aber auch sehr gut:


Wir begrüßen erst einmal nur die beiden, denn die Kinder (Jennie, 4 und Thora, 1) sind schon am Schlafen. Das Haus ist innen genau so toll. Es hängen tolle Bilder und Fotografien an den Wänden. Dennoch wirkt es nicht zu protzig. Ich fühle mich gleich wohl.


(Tut mir Leid, dass das Bild ein bisschen schief ist  :oops:)


Wir bestellen uns Essen von einem teuren Lieferservice über das Ipad (ich: Crispy Chicken Salat mit Taco-Streifen und Erdnussbutter-Soße) und unterhalten uns. Mit Ramey finde ich dank der Fußball-Weltmeisterschaft gleich ein Gesprächsthema, denn am nächsten Tag spielt Deutschland gegen die USA. Aber man merkt schon, dass die Stimmung unterschwellig durch den Zustand von Stephanies Vater getrübt ist. Nachdem wir uns noch eine Weile im Wohnzimmer unterhalten und ich mein selbstgemachtes Kinderbuch übergeben habe mache ich mich bettfertig. Das war heute wieder ein körperlich aber auch emotional anstrengender Tag. Mein Gästezimmer mit eigenem Bad wartet schon auf mich. 


Morgen darf ich erst mal ausschlafen. Dachte ich...
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*Anti

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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #18 am: 07.09.2014, 17:57 Uhr »
Ojeh, das hört sich nach einer traurigen Geschichte an. Hoffentlich nimmt sie doch noch ein gutes Ende.  :|

*decowoman

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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #19 am: 12.09.2014, 13:39 Uhr »
26.06.2014: Wo man überall Fußball schauen kann...

Ich bin noch am Schlafen als Sally um sieben rein kommt. Sie sagt mir, dass sie frühs gleich mit Stephanie und mir zu Ron ins Krankenhaus möchte. Rons Frau kommt, damit jemand auf die Kleinen aufpasst. So kann sie sich auch ein bisschen ablenken. Ich mache mich also fertig und gehe nach unten, wo ich in einen sehr emotionalen und intimen Moment reinplatze. Sally, Stephanie und ihre Mutter saßen am Küchentisch und unterhielten sich. Sally weinte. Ich hielt mich in der Küche eher im Hintergrund und wollte nicht stören. Die Kleinen waren im Wohnzimmer, da habe ich ein bisschen mit ihnen gespielt. Da die Räume aber nicht voneinander getrennt sind konnte ich das Gespräch aber doch grob mit verfolgen. Stephanie erzählt Sally, dass Ron die 10 000$ gespendet hat, was ein wirklicher Schock für Sally ist. Sie hätte nie damit gerechnet. Ron spendete das Geld nur wenige Tage bevor er krank wurde und tat dies in Gedenken an Sallys verstorbenen Sohn Lowell, der 10 Jahre zuvor an Krebs gestorben ist. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt war Sally sehr gerührt und wollte sich nun unbedingt auch persönlich bei Ron bedanken. Auch wenn er im Koma lag, wollte sie ihn einfach nur noch umarmen und bei ihm sein.

Wir sind dann also in den Krankenhausbezirk von Houston gefahren. Unterwegs sind wir auch an dem Haus von Ron und seiner Frau vorbei gefahren.


Im Krankenhausbezirk angekommen habe ich wirklich noch nie so viele Krankenhäuser auf einmal gesehen. Zu unserer Stimmung passend ist der Himmel wolkenverhangen und die Hitze und Feuchtigkeit drückt nur so auf uns nieder. Das klimatisierte Krankenhausgebäude ist da wirklich ein Segen. Ich begleite Sally noch bis zum Wartezimmer der Intensivstation wo wir dann eine Zeit ausmachen, wann wir uns wieder hier treffen wollen. Ich gehe aus dem Krankenhaus und spaziere ein wenig durch die Gegend. Sally sagte mir, dass es in der Nähe ein hohes Gebäude gibt, an dem sich ein großer Wasserfall befindet. Nach ca. 10 Minuten bin ich durch die Schwüle klitschnass und fühle mich wie in einer Bio-Sauna bloß mit Klamotten an. Den Wasserfall finde ich schließlich. Sieht schon toll aus:



In der ganzen Gegend begegne ich fast nur Ärzten oder Krankenpflegern und komme mir fast vor, wie auf einem Drehset für Grey´s Anatomy oder Emergency Room.


Nach einer Weile, beschließe ich bald wieder zurück zu gehen. Hm... mal sehen, von wo bin ich nochmal gekommen? Wenn ich hier um die Ecke gehe müsste ich doch wieder wieder auf die große Straße kommen, wo sich Rons Krankenhaus befand. Hier sind auf einmal Straßenbahnschienen, die habe ich vorhin aber nicht gesehen.  :hilfe:
Ein Starbucks! Genau das, was ich jetzt brauche. Ich zergehe gleich in diesem Klima. Mit einer eisklaten Starbucks-Limo bewaffnet mache ich mich wieder auf den Weg. Super, dass ich mir zwar gemerkt habe ich welchen Eingang ich gehen muss und welchen Fahrstuhl ich nehme, aber nicht den Namen des Krankenhauses. Wie dumm kann man sein??? Ahhh... Ich könnte Leute nach dem Weg fragen, aber nach was genau soll ich da fragen. Wenn ich nur den Namen wüsste. Also mache ich das Sicherste und gehe genau den gleichen Weg mit allen Kreuzungen, die ich genommen haben, genauso wieder zurück, aber das im Laufschritt, denn sonst wird es etwas knapp mit der Zeit. Mit fällt ein Stein vom Herzen, als ich den Wasserfall wieder finde (nach dem hätte ich eigentlich auch fragen können) und dadurch den Weg zum richtigen Krankenhaus finde.

Im Wartezimmer begegne ich dann auch gleich Sally, die gerne noch länger bleiben würde. Im Wartezimmer ist auch ein kleiner Röhrenfernseher. Sally schlägt vor, dass ich ja hier das Fußballspiel Deutschland gegen die USA schauen könnte, während sie weiter bei Ron bleibt. Gesagt, getan. Wir suchen die Kanäle durch und finden schließlich einen Spanischen. Besser als gar nichts. Also mache ich es mir mit meiner Limo und ein paar Müsli-Riegeln, die wir mitgebracht haben bequem und schaue mir im Wartezimmer einer Houstoner Intensivstation das Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft auf einem kleinen uralt Fernseher mit spanisch aufgebrachten Kommentatoren an, die nur zu gerne in wahren Begeisterungswellen „Schwainssssteigerrrr!“ rufen, wenn dieser am Ball ist.


Ich bin ganz allein im Wartezimmer, nur ab und zu gesellt sich eine Krankenschwester oder ein Arzt, die gerade ihre Pause haben mit einer Tüte Hamburger hinzu und verschwinden dann wortlos wieder. Nicht nur hier, sondern auch draußen merkt man, dass selbst an dem Tag an dem die USA spielt, Fußball hier ein ganz anderer Stellenwert zukommt. Mit anderen Worten - ich sehe niemanden, der sich wirklich dafür interessiert, aber vielleicht ist ein Krankenhaus auch nicht der beste Ort, um dafür eine Untersuchung anzustellen. Als ich aber draußen herum gelaufen bzw. geirrt bin, ist ein junger Mann mit einem Bayern München Trikot an mir vorbei gelaufen. Wir haben uns kurz angeschaut, auf unsere T-Shirts gezeigt (ich hatte mein Dtl.-Trikot an) und den Daumen gehoben. Wenigstens ein Begeisterter.

Als das Spiel aus ist, und Deutschland gewonnen hat, machen Sally und ich uns wieder los. Im Whole Food Market decken wir uns am Buffet - was ich dort übrigens super finde - mit Mittagessen ein, dass wir mit zu Rameys und Stephanies Haus nehmen. Nach dem Mittag spiele ich noch ein wenig mit Jennie. Sally unterhält sich derweil mit Stephanie.
Am Nachmittag packen wir dann unsere Sachen zusammen und verabschieden uns. Denn wir wollen heute weiter nach Waco, wo Sallys Mutter wohnt. Bei meinem ersten Besuch hatte ich Sallys Eltern bereits kennen gelernt. Ihr erinnert euch vielleicht noch an die Geschichte von Sally´s Vater´s Begegnung mit Bonnie und Clyde? Sally´s Vater ist leider letztes Jahr gestorben, also werde ich dieses Mal nur die Freude haben ihre Mutter Dorothy wiederzusehen. Das Wetter unterwegs ist erst weiterhin bewölkt wird zunehmend besser.


Als wir um 8:00 abends ankommen geht gerade die Sonne am Lake Waco unter.


Und auch die Grundstücke in See-Nähe sehen kann niedlich aus. Hier könnte ich es auch aushalten.


Mit Dorothy wohnt nur auch die Haushälterin Doris mit in dem Haus. Sie kümmert sich Tag und Nacht um Sallys Mutter und den Haushalt. Dorothy und auch Doris sind beide super nett zu mir und empfangen mich freudig. In meinem ersten Reisebericht hatte ich glaube auch schon Bilder aus dem Haus gepostet, aber hier nochmal eins vom Wohnzimmer und auch eins von Sallys Porträt als sie 18 war.



Zum Abendbrot gibt es selbstgemachten Shepards Pie, Salat und Cracker, die wir in der putzigen Küche zu uns nehmen.


Abends spielen wir alle zusammen noch Scrabble und Dorothy mit ihren 96 Jahren schlägt uns rigoros. Wirklich unglaublich, wie gut sie geistig noch drauf ist. Der kleine weiße Hund Casper ist auch total süß.


Er ist ganz flauschig und liegt am liebsten in Dorothy´s Schoß. Der Tag neigt sich dem Ende. Ein wahrhaft emotionaler Tag. In meinem Gästezimmer, das mich an eine Puppenstube erinnert, schlafe ich friedlich ein.


Heute ist erst einmal der sechste Tag und ich frage mich, was mich die nächsten knapp drei Wochen noch so erwarten wird.
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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #20 am: 12.09.2014, 14:08 Uhr »
Ich habe einen dicken Kloß im Hals.... Ausgerechnet Ron war der Spender. Man meint ja, sowas passiert nur in Romanen. Danke, dass du diese sehr persönliche Geschichte mit uns teilst!

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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #21 am: 12.09.2014, 16:51 Uhr »
Ich habe einen dicken Kloß im Hals.... Ausgerechnet Ron war der Spender. Man meint ja, sowas passiert nur in Romanen. Danke, dass du diese sehr persönliche Geschichte mit uns teilst!

Hallo Anti,

Ja, dass war auch einer meiner Gedanken - dass es wirklich, wie in einem traurigen Roman ist  :cry:
Ich habe auch überlegt, ob ich von der Geschichte erzähle, dachte aber, dass es halt auch meinen Besuch bei Sally mit geprägt hat und wir dadurch auch durch Hochs und Tief gegangen sind. Deshalb, habe ich mich entschieden euch dann auch davon zu berichten.

LG
Ariane
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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #22 am: 17.09.2014, 11:51 Uhr »
27.06.2014: Dr. Pepper everywhere!

Heute wollen Sally und ich uns zwei der Sehenswürdigkeiten Wacos widmen. Vormittags wollen wir in den Zoo und Nachmittags in das Dr. Pepper Museum. Für mich als echten Dr. Pepper Fan ein Muss! Zuerst wird aber gefrühstückt. Und Doris weiß definitiv, wie man ein leckeres Frühstück macht. Es gibt Eggs Benedict, was ich vorher noch nie probiert hatte, aber die pochierten Eier auf Toast mit selbstgemachter Sauce Hollandaise sind zum Frühstück zwar zunächst etwas ungewohnt, schmecken aber außerordentlich gut. Dazu gibt es frische und saftig süße Honigmelone.

Am Zoo angekommen überrascht uns ein kurzer Regenschauer, der ab genauso schnell wie er gekommen war auch wieder verschwindet. Es sind nicht sehr viele Leute unterwegs, was das Umherlaufen und das Anschauen der Tiere sehr angenehm macht. In der morgendlichen Sonne ist es doch schon ganz schön heiß und die Luft ist hier genau wie in Houston ziemlich drückend. Es gibt wirklich viele Tiere zu sehen, wie Tiger, Affen, Weißkopf-Seeadler, Elefanten, Büffel etc. Die Gehege sind auch sehr schön angelegt und bieten genügend Auslauf.




Wohl eines der am komischsten aussehendsten Tiere, die ich je gesehen habe  :shock:


Zum Mittagessen bringt mich Sally ins „Elite“. Hier hatte sie schon als Kind mit ihren Eltern und Geschwistern nach den sonntäglichen Football-Spielen gegessen und wie es der Name schon andeutet, hat damals hier wohl wirklich nur die gut betuchtere Bevölkerungsschicht von Waco gegessen.



Das Essen ist super! Für mich gibt es das Grilled Chicken Sandwich mit selbstgemachten Pommes und Sally nimmt einen Salat.


Mit Dr. Pepper gestärkt machen wir uns auf den Weg zum gleichnamigen Museum. Am Parkplatz angekommen zeigt unser Thermometer 96°F an. Ganz schön warm heute.



Das Museum haben sie wirklich sehr liebevoll gestaltet und es ist wirklich interessant die alten Verkaufsautomaten, die Flaschen aus den verschiedenen Jahrzehnten und die Werbung (Radio und TV) der vergangenen Jahren anzuschauen.





Während wir durch die Ausstellungshallen schlendern bekommt Sally per Handy die erfreuliche Nachricht, dass es wohl Fortschritte bei Ron gibt. Er hat die Augen geöffnet und schien mehr auf seine Außenwelt zu reagieren. Sally freut sich sehr, da es zumindest ein erster Hoffnungsschimmer ist.

Nachdem wir uns alles angeschaut haben gehen wir unten im Erdgeschoss noch in die „Soda Fountain“. Hier kann man sich an einer originalen Soda Theke sein Dr. Pepper, aber auch andere Softdrinks, wie Root Beer oder Big Red in den verschiedensten Variationen (z.B. mit Vanilleeis als „Float“) kreieren lassen.



Ich probiere neben Dr. Pepper mit Rohrzucker (die Originalversion) auch zum ersten Mal „Big Red“, was mich mit seiner quietsch roten Farbe und seinem Geschmack stark an Gaugummi erinnert, aber mit viel Eis hat es irgendwie was an so einem heißen Sommertag, wobei ich es eher zwischendurch trinken würde, aber definitiv nicht zum Essen.

Wir machen uns wieder am späten Nachmittag auf den Weg zu Sallys Mutter und überbringen ihr und Doris die freudige Nachricht über Ron. Wir spielen alle zusammen noch etwas Scrabble und Sally und ich holen noch einen Film von der „Red Box“. Abends schauen wir dann zusammen „Die Bücherdiebin“ (ein wirklich guter Film, auch wenn manche Stellen als Deutsche unter Amerikanern ein bisschen unangenehm anzuschauen waren) und naschen dabei an den Dr. Pepper Twizzlers, die mir Doris netterweise geschenkt hat, da sie mitbekommen hatte, dass ich Dr. Pepper so mag. Zum Abendbrot gab es übrigens von Doris gemachte Reuben Sandwichs (Ich liebe sie einfach!  :D)

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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #23 am: 17.09.2014, 12:13 Uhr »
Wieder Hoffnung für Ron! Da bin aber auch erst einmal erleichtert!

Dass man einen Burger bekommt, wenn man ein Sandwich bestellt, musste ich erst einmal lernen  :lol: Und selbstgemachte Pommes sind ja wohl klasse! Ich habe während des Essens bei In and Out Burger zugesehen, wie ein armer Kerl die ganze Zeit die Kartoffeln zu Pommes verarbeitet hat: Oben Kartoffel rein, Hebel drücken, unten Pommes raus. Das hat zumindest in einem Arm ordentlich Muskeln gegeben  :wink: Aber es hat sich gelohnt - super lecker!

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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #24 am: 17.09.2014, 13:29 Uhr »
Dass man einen Burger bekommt, wenn man ein Sandwich bestellt, musste ich erst einmal lernen  :lol: Und selbstgemachte Pommes sind ja wohl klasse! Ich habe während des Essens bei In and Out Burger zugesehen, wie ein armer Kerl die ganze Zeit die Kartoffeln zu Pommes verarbeitet hat: Oben Kartoffel rein, Hebel drücken, unten Pommes raus. Das hat zumindest in einem Arm ordentlich Muskeln gegeben  :wink: Aber es hat sich gelohnt - super lecker!

Hallo Anti,

Ja ich hatte mich auch gewundert, und eher zwei Scheiben Toast erwartet  :D
Und die Pommes waren wirklich lecker, da hat sich die Arbeit auf jeden Fall gelohnt  :)

LG
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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #25 am: 17.09.2014, 18:54 Uhr »
Da mein letzter Bericht ein bisschen länger auf sich warten lassen hat, heute gleich noch der nächste Tag hinter her  :)

28.06.2014: Musikalische Töne und ein Überraschungsgast

Nachdem Frühstück packen wir schon einmal unsere Sachen zusammen und bringen alles ins Auto, damit wir am frühen Nachmittag wieder nach Fredericksburg aufbrechen können. Etwa um halb elf kommt Hannah vorbei. Hannah ist 30 und Sallys Nichte (Tochter von Susan, Sallys Schwester). Wir begrüßen uns und unterhalten uns im Wohnzimmer zusammen mit Sallys Mutter. Hannah ist Grundschullehrerin und einige lustige Stories zu berichten. Sie erzählt mir von einer Reise, die sie letztens mit ihren Schülern gemacht hat. Und zwar sind sie mit einigen Eltern zusammen nach Spanien gefahren und sind einen Teil des Jakobswegs gelaufen! Ich bin wirklich überrascht, dass die Schule eine so weite Reise erlaubt, finde es aber toll, dass den Kindern so etwas ermöglicht wird. Mittags essen wir alle noch einmal zusammen. Doris hat wieder ihr Bestes gegeben. Es gibt ein leckeres Ratatouille, dazu Salat und selbstgemachtes Knoblauchbrot. Lecker!!!



Satt bis oben hin müssen wir uns nun leider von Sallys Mutter und Doris verabschieden. Hannah sehen wir in ein paar Tagen zum Unabhängigkeitstag wieder, dann kommt nämlich die ganze Familie zu Sally, worauf ich mich schon sehr freue, da ich so ein Familienfest auch schon immer einmal miterleben wollte. Aber bis dahin ist es wie gesagt noch ein paar Tage hin.

Mit dem Auto geht es eine Weile wieder Richtung Süden,vorbei am Lake Waco.


In Marble Falls machen wir Halt am "Blue Bonnet Cafe", wo wir am späten Nachmittag ein verfrühtes Abendbrot zu uns nehmen, weil später keine Zeit mehr sein wird.


Denn um 19:00 hat Sally uns Karten für das Musical „Les Miserables“ in Fredericksburg besorgt.
In Marble Falls waren wir während meines ersten Besuchs auch schon einmal. Damals hatten wir aber nur Kuchen mitgenommen.
Die Kellnerin empfiehlt uns das Special: Pot Roast mit drei Beilagen nach Wahl. Ich entscheide mich für frittierte Okraschoten, Spinat und grüne Bohnen mit Speckwürfeln.


Und ich muss sagen, die Kellnerin hat uns nicht zu viel versprochen. Auf meiner gesamten Reise, war dies wohl eines meiner Top 3 Essen. Das Fleisch war super zart und ist schon auf dem Teller fast auseinander gefallen und die Soße dazu war einfach unschlagbar - hat mich sehr an unsere deutschen Bratensoßen erinnert. Sally wählt das Omelette mit Bohnen, was ihr wohl auch sehr gut schmeckt.

Bevor wir uns weiter auf den Weg nach Hause machen, holen wir uns noch ein leckeres Giner Ale bei Starbucks, welches in Marble Falls auf einem kleinen Berg liegt von dem aus man schön über die kleine Stadt und den Fluss schauen kann.
Wir haben zum Glück noch so viel Zeit, dass wir nochmal zu Sallys Farm fahren, uns in Windeseile etwas Schickeres anziehen können. Sally füttert noch schnell die Tiere und los geht es wieder zurück in die Stadt.

Wir gehen ins Gebäude und im Saal ist dann als es losgeht auch wirklich jeder Platz gefüllt.



Einige der Darsteller kenne ich noch vom Musical 2012 „God Spell“. Insgesamt geht es glaube ich knapp über 2 Stunden. Zwischendrin gibt es eine Pause und typisch französische Snacks werden verkauft. Auch französische Flaggen sind überall aufgehangen.


Wir sind vollends begeistert, die Stimmen der Sänger und Sängerinnen sind wirklich klasse und ich danke Sally für diesen wunderschönen Abend. Noch Tage danach schwirren uns die Lieder als Ohrwurm durch die Köpfe. Wieder zu Hause ist es bereits dunkel, Sally und ich sagen uns für heute gute Nacht und ich mache mich auf in mein Häuschen. Ich sehe keine Wespen - super! Als ich jedoch an meiner kleinen Küchenzeile vorbei komme und einen flüchtigen Blick ins Waschbecken werfe sitz da ein kleiner Kerl, denn ich da nun nicht erwartet hätte: ein Skorpion! Er ist braun-schwarz und ca. 8-10 cm groß. Ich stehe erst einmal wie versteinert da und weiß nicht so recht was ich machen soll.  :help:
Dann gehe ich aber schnell runter und hole Sally. Sie lacht nur, macht den Wasserhahn an und spült ihn weg.  :klo: Zur Sicherheit stelle ich noch eine Tasse umgedreht auf den Abfluss, damit er mich auch ja nicht nochmal besucht.
Leider habe ich in der ganzen Aufregung vergessen ein Foto zu machen. Ich hätte ihn euch zu gerne gezeigt. Da ärgere ich mich jetzt ein bisschen. Unter mein Moskitonetz krabbelnd schaue ich auch nochmal paranoiderweise unter meine Decken, finde aber zum Glück nichts.  :schlafen:
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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #26 am: 20.09.2014, 13:27 Uhr »
29.06/30.06.2014: ein ruhiger Tag

Da in den folgenden zwei Tagen nicht so viel Spektakuläres passiert ist, fasse ich sie einfach mal kurz zusammen. Ein paar schöne Bilder von Sallys Farm sind dabei auch entstanden.

Am 29.06, einem Sonntag geht Sally zur Kirche und besucht Mr. Heinen im Pflegeheim. Ich bleibe dieses Mal zu Hause, schlafe mich einmal richtig aus, mache mir die Haare und verstaue alle Sachen, die ich bisher noch nicht auspacken konnte. Mit so ein bisschen Ordnung sieht doch alles gleich viel übersichtlicher aus  :wink:
Nachdem ich in der Küche gefrühstückt habe schreibe ich meinen Lieben noch ein paar E-mails und berichte von meinen bisherigen Erlebnissen. Hier nochmal ein paar Bilder von der Küche im "rustikalen Stil"  :D




Und dann ist da auch noch die unangenehme Aufgabe meine Texte aus der Uni zu lesen. Ich bin zwar in meinem letzten Semester und muss „nur“ meine Master-Arbeit schreiben - deshalb konnte ich mir auch die Freiheit nehmen für so lange Zeit herzukommen - aber damit diese vorangetrieben wird muss ich auch hier in Texas ab und zu ein bisschen etwas tun. Aber so in der Sonne oder mit den Beinen im Fluss, das hat doch schon was und ist viel besser als in der stickigen Bibliothek in Deutschland zu sitzen. Ich schlendere noch eine Weile in der Nähe des Hauses über das Grundstück (denn allzu weit entfernen möchte ich mich nicht, nach den ganzen Geschichten von Wildschweinen, Berglöwen und Klapperschlangen, die Sallys Lamas oder Hunde schon schwer verletzt haben) und mache hier und da ein paar schöne Aufnahmen. Die Hunde leisten mir auch Gesellschaft.






Ich finde es einfach toll, dass man dem Haus das Alter regelrecht ansehen kann. Vor allem die alten Holzbalken haben es mir angetan. Was die wohl schon alles so miterlebt haben?

Sally kommt halb zwei wieder zurück aus der Stadt und macht uns etwas zu essen (gegrilltes Gemüse, Tacos mit Käse & Salat). Sally ist von den letzten Tagen etwas geschafft und haut sich eine Weile aufs Ohr während ich meine Fotos sichte. Abends schauen wir uns ein paar Videos und Fotos von mir zu Hause auf meinem USB-Stick an, die ich mitgebracht habe. Außerdem hatte ich Sally letztes Weihnachten u.a. die DVD „Deutschland von oben“ geschenkt, die wir uns zusammen anschauen und ich für sie dolmetsche. Sie ist wirklich begeistert von dem, was sie sieht. Besonders die Alpen kennt sie ja noch aus ihrer eigenen Erinnerung, als sie mit ca. 20 Jahren drei Monate am Königsee in einer Gastwirtschaft verbracht hat.

Abends machen wir uns wieder unseren Lieblingssalat mit Thunfisch und Guacamole und als die Sonne am untergehen ist machen wir noch schnell eine kleine Fahrt über das Gelände, u.a. auch zum „fern pool“. Es sieht sehr romantisch aus, wie das Wasser von den Farnwedeln tropft, die über dem Creek hängen.


Und die Hunde genießen auch, dass sie im Wasser herum plantschen können. Ca. um neun Uhr kommt Ottis von seinem Trip nach Mexiko zurück, wo er wieder als Arzt mit ein paar Freiwilligen unterwegs war. Er war 4 Tage weg und berichtet, dass es brütend heiß gewesen ist und einige im Team Kreislaufprobleme hatten. Seinen Erzählungen von den Fällen, die er dieses Mal behandelt hat, lauschend lassen wir den Abend in unseren Schaukelstühlen auf der Veranda ausklingen.

30.06:

Der Montag sieht in etwa so aus wie der Vortag. Sally beginnt langsam mit ihrem verspäteten Frühjahrsputz, zu dem sie sich - wie sie selbst sagt - immer nur durchringen kann, wenn der 4.Juli und somit die ganze Familie vor der Tür steht. Ich helfe soweit ich kann mit, aber Sally weiß am besten wo sie alles haben möchte. Um elf schaue ich dann das Spiel Deutschland gegen Algerien, bei dem ich - in Anbetracht der deutschen Spielleistung - aber am liebsten Abschalten würde. So dümpelt der Tag ein wenig vor sich hin, Abends gibt es Omelette und wir haben nun auch noch ein bisschen Zeit Karten und Scrabble zu spielen. Dann heißt es aber früh ins Bett gehen, denn am nächsten Morgen wollen wir den nahegelegenen Granitfelsen „Enchanted Rock“ besteigen.

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*Anti

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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #27 am: 20.09.2014, 15:25 Uhr »
Die Küche finde ich einfach nur genial! Da würde ich mich gleich wohl fühlen  :D Und große Hunde mag ich auch! In so netter Umgebung kann man sich dann auch mal dem Studium widmen.

*decowoman

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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #28 am: 20.09.2014, 16:20 Uhr »
Die Küche finde ich einfach nur genial! Da würde ich mich gleich wohl fühlen  :D

Die Küche ist wirklich klasse! Vor allem den großen Tresen mit den vielen Schubladen. Alles was in der Küche steht ist auch alt und hat seine eigenen Geschichte (außer der Kühlschrank  :) ) Die Sitzbänke sind z.B. aus einer alten Kirche und über 100 Jahre alt.
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Re: You ain´t met my Texas yet - Texas Part II 20.06 - 15.07.2014
« Antwort #29 am: 21.09.2014, 14:13 Uhr »
Ich würde mich da auch sehr wohl fühlen. Richtig urig!  :D
LG Silvia

 

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