Man kann es Jedem mit Sicherheit nicht Recht machen, aber wer immer auf die Öffentlich Rechtlichen mit deren Gebühren losgeht,
sollte schon mal bedenken ob man nicht gleich jegliche Kultur abschaffen sollte ?
Das wird immer so als Schreckgespenst angeführt. Tatsache ist, dass es auch bei PayTV jede Menge Kultur gibt und wer er es sehen will, kann es ja dann auch bezahlen. Tatsache ist ebenso, dass es beispielsweise in den USA auch gänzlich ohne "öffentlich rechtliche" Sender funktioniert (und in vielen anderen Ländern auch).
Tatsache ist ebenso, dass die ständig steigenden Gebühren in krassem Widerspruch zur rückläufigen Einschaltquote steht - immer mehr Teilnehmer bezahlen für immer weniger Zuschauer und das auch noch mit ständig steigenden Gebühren.
Tatsache ist ebenso, dass ich nicht die geringste Berechtigung darin finden kann, Talkmaster a la Lanz und Gottschalk usw. mit öffentlichen Geldern so hoffungslos überzubezahlen, wie es der Fall ist und ich auch nicht erkennen kann, was daran "Kultur" ist.
Das ist alles nicht so einfach und allein die Tatsache, dass es in sehr vielen großen, hochindustrialisierten Ländern keine Zwangsabgabe für ein quasi nicht gesehenes Programm gibt, zeigt mir ganz klar, dass dieses Modell nicht mehr zeitgemäß ist.
Auch durch die verschiedenen Ansichten der Anstalten ist mir
der öffentlich Rechtliche sehr wichtig, denn einen Reichssender hatten wir schon mal......
Das eine hat mit dem anderen ja nun ganz und gar nichts zu tun und auch Privatsender haben durchaus verschiedene Ansichten.
und in einer Solidargemeinschaft finanzieren
wir auch andere Institute und Behörden
Da muss man aber genau betrachten, ob es der Gemeinschaft auch wirklich dienlich ist und das sehe ich definitiv beim Fernsehen nicht. Insbesondere weil es auch privat (sowohl frei wie auch kostenpflichtig) quasi die ganze Palette gibt. Der einstige Anspruch der öffentlich rechtlichen ist verloren und findet heute keine Rechtfertigung mehr. Genau genommen wird der Sozialgedanke sogar mit Füßen getreten, weil die Gebühr für alle gleich hoch ist, anstatt an das Einkommen gekoppelt zu sein. Und im nächsten Jahr scheut man sich auch nicht vor der Peinlichkeit zurück, die wenigen bislang befreiten Schwerbehinderten (ca. 200.000) auch (zumindest teilweise) zahlen zu lassen. Blinde wie Taube. Und das nennt sich dann "Sozialgemeinschaft"? Da fehlt mir ganz klar ein "A" vorne.
aber es ist immer das gleiche, als ob "alle" Beamten nur schlafend ihr Geld verdienen,
Das hat nun gar nichts mit öffentlich rechtlichen Sendern zu tun, das sind nicht einmal Beamte - wobei man durchaus bei Beamten in Frage stellen darf, ob dieses Beschäftigungsmodell (und die davon erzeugte Zweiklassen-Gesellschaft) heute noch zeitgemäß ist. Es spricht überhaupt gar nichts dagegen, dass Beamten ebenso Renten bezahlen und beziehen wie Arbeitnehmer und es spricht auch überhaupt gar nichts dagegen, Beamten mit normalen Arbeitsverträgen anzustellen wie alle anderen Arbeitnehmer auch. Aber das hat wirklich nichts mit dem ausgelaufenen Modell der öffentlich rechtlichen Sender zu tun und mit der äußerst fragwürdigen Gebührenpolitik.