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Autor Thema: Auswirkungen auf eure USA - Reisen durch Trump ?  (Gelesen 40500 mal)

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mrh400

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Antw: Auswirkungen auf eure USA - Reisen durch Trump ?
« Antwort #135 am: 09.01.2026, 10:35 Uhr »
Bandito, das ist ein Punkt, den ich auch nicht verstehe. Gerade wenn ich die Bedrohungen durch T. gegen Grönland sehe. WO ist denn die Stimme Deutschlands, und WO ist die Stimme der EU??? Schlafen die alle, oder haben sie die Hosen voll???
Natürlich haben die die Hosen voll - außerdem hilft laut schreien bei D.T. nichts, eher im Gegenteil. Und was willst Du denn im "Ernstfall" machen - gegen die USA Krieg führen? Die NATO verlassen (vielleicht ist der Zerfall der NATO sogar sein eigentliches Ziel)?

Trotzdem: Wo sind denn die Demokraten in Amerika?? Sind sie ausgestorben?? Haben sie interne Probleme??
Die waren eh und je ein völlig inhomogener und zerstrittener Haufen, die nur eine starke Führungsfigur zusammenhalten kann - und das haben sie derzeit absolut nicht.

Anscheinend hat die große Öffentlichkeit in Amerika aufgegeben, sind müde. Aber gerade DAS ist saugefährlich.
Ich fürchte eher, dass ein großer Teil der Leute das gut findet - man denke nur an das ganze Gehabe z.B. am Memorial Day, an die Blut- und Boden-Songs wie This Land is your Land (obwohl eigentlich als Parodie gedacht, verstehen es die meisten als quasi-Nationalhymne - "from California to the New York Island" "from the Redwood Forests to the Gulf Stream Waters", so etwas ähnliches haben die Deutschen auch schon mal gesungen), das bei den Fontänen am Bellagio alle 10 Minuten vor dem ergriffenen Publikum gespielt wird, das Abspielen der Nationalhymne beim banalsten Sportereignis etc. Das Gefühl "wir sind die größten, besten usw" ist bei einer großen Masse tief verwurzelt und wird von D.T. und Konsorten intensiv bespielt.
Gruß
mrh400

Bandito1011

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Antw: Auswirkungen auf eure USA - Reisen durch Trump ?
« Antwort #136 am: 09.01.2026, 14:16 Uhr »
Die fehlende Kritik aus Deutschland und der EU wundert mich überhaupt nicht, wir sind einfach abhängig, hilflos und haben Putin vor den Toren. Aber die US Stimmen fehlen einfach im Vergleich zu vergangenen Administrationen.

Überhaupt muss man sich das mal vorstellen, die NATO wird nun quasi aus dem Inneren unterwandert, und zwar direkt von den USA. Das gesamte Bündnis ist damit ziemlich wertlos, was passiert denn wenn ein Putin mit Verbündeten morgen in Polen einmarschiert? Die USA signalisieren sehr deutlich das sie die Finger kreuzen könnten, damit wäre die NATO in der nächsten Sekunde obsolet. Kein NATO Land kann sich mehr sicher fühlen. Erst recht keines was auf Öl sitzt. Allein dieses Spiel mit dem Feuer was Trump da betreibt zeigt sehr deutlich wie wackelig und brüchig die aktuelle Weltordnung ist.

Und mich wundert es sehr stark das dieser Umstand, nämlich die Abkehr von treuen und traditionellen Verbündeten der USA in der westlichen Welt mit gemeinsamen demokratischen Strukturen und Werten, so ganz ohne deutlich spürbaren Wiederstand von den US Bürgern hingenommen wird.


Smokey-the-Bear

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Antw: Auswirkungen auf eure USA - Reisen durch Trump ?
« Antwort #137 am: 09.01.2026, 14:19 Uhr »

Ich fürchte eher, dass ein großer Teil der Leute das gut findet - man denke nur an das ganze Gehabe z.B. am Memorial Day, an die Blut- und Boden-Songs wie This Land is your Land (obwohl eigentlich als Parodie gedacht, verstehen es die meisten als quasi-Nationalhymne - "from California to the New York Island" "from the Redwood Forests to the Gulf Stream Waters", so etwas ähnliches haben die Deutschen auch schon mal gesungen), das bei den Fontänen am Bellagio alle 10 Minuten vor dem ergriffenen Publikum gespielt wird, das Abspielen der Nationalhymne beim banalsten Sportereignis etc. Das Gefühl "wir sind die größten, besten usw" ist bei einer großen Masse tief verwurzelt und wird von D.T. und Konsorten intensiv bespielt.

Der US-amerikanische Nationalstolz ist stark ausgeprägt. Richtig.

Das fällt hierzulande nur deswegen besonders und tendenziell stark negativ auf, weil man sich genau DAS in den letzten Jahrzehnten bei uns stark verkneift. Die Begründung liegt in unserer Geschichte. Wir wurden so sozialisiert.

Das sollten wir mit im Hinterkopf haben.

Grundsätzlich ist gegen Nationalstolz aber nichts einzuwenden. Auswüchse immer ausgenommen.

Die USA haben nicht nur - aber auch - in der Vergangenheit einiges FÜR die Welt gemacht.

Und das wird aktuell mit dem eigenen Hintern donnernd eingerissen.
Viele Grüße
  Frank

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miwunk

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Antw: Auswirkungen auf eure USA - Reisen durch Trump ?
« Antwort #138 am: 09.01.2026, 18:30 Uhr »
Nachdem ich mehrfach-zitieren nicht beherrsche, versuche ich es damit:

"""Und was willst Du denn im "Ernstfall" machen """
Es wäre doch schon sehr viel geholfen, wenn nur IRGENDEIN Protest aus Deutschland und/oder der EU käme. Aber da ist NICHTS!!!

"""Die erhebliche Abhängigkeit Europas und Deutschland von den USA ist ein großer Teil der Erklärung."""
Ja, wir sind abhängig. Aber bei weitem nicht so viel wie unsere Politiker uns glauben machen. Und diese  (wenigen) Abhängigkeiten ließen sich abmildern, wenn man nur den politischen Willen dazu hätte.

"""Aber was ist die Alternative? Heute. Jetzt."""
Keine Alternative im eigentlichen Sinn. Aber man könnte ja mal "Rückrat" zeigen und einiges klarmachen. Schließlich ist auch Amerika auf einigen Gebieten von Europa abhängig.

"""Und mich wundert es sehr stark das dieser Umstand, nämlich die Abkehr von treuen und traditionellen Verbündeten der USA in der westlichen Welt mit gemeinsamen demokratischen Strukturen und Werten, so ganz ohne deutlich spürbaren Wiederstand von den US Bürgern hingenommen wird."""
Das wundert mich auch. Aber ich glaube, die meisten Amerikaner denken gar nicht so weit. Für sie gilt einzig und ausschließlich, was die Eier oder Steaks morgen im Supermarkt kosten. Klar, auch in Deutschland ist das für viele das Wichtigste. Aber die Amerikaner werden ein böses Erwachen haben, wenn sie sich weiter so isolieren. (Habt Ihr gelesen, dass Amerika aus über 60 internationalen Organisationen ausgetreten ist????)





mrh400

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Antw: Auswirkungen auf eure USA - Reisen durch Trump ?
« Antwort #139 am: 09.01.2026, 21:21 Uhr »
Der US-amerikanische Nationalstolz ist stark ausgeprägt. Richtig.
...
Grundsätzlich ist gegen Nationalstolz aber nichts einzuwenden. Auswüchse immer ausgenommen.
Es ist halt eine Frage der Penetranz. Ich kenne den Nationalstolz der Schweizer, der Franzosen, der Katalanen etc. und finde den deutlich erträglicher.
Die USA haben nicht nur - aber auch - in der Vergangenheit einiges FÜR die Welt gemacht.
Das ist richtig und gerade wir müssen da auch dankbar sein. Aber es ist halt lange her und inzwischen kamen u.a. die Schweinebucht, der Tonkin-Schwindel, Afghanistan, Irak. Nichts davon hatte wirklich das Ziel, der betroffenen Bevölkerung Gutes zu tun.
Ich bin gespannt, wie es in Venezuela weiter geht. Machado darf zwar antanzen und soll D.T. ihren Friedensnobelpreis zu Füssen legen, wird von ihm aber gleichzeitig als unfähig erklärt, das Land zu regieren. Das soll offenbar die bisherige Vize Rodriguez mitsamt der alten Clique und mit dem Segen von D.T.
Gruß
mrh400