Amerika besteht natürlich weder nur/mehrheitlich aus MAGA-Anhängern, Republikaner-Wählerschaft oder schlichtweg Idioten.
Diese Aussage hört man zwar öfters, aber sie deckt sich halt nicht mit den Wahlergebnissen vom November 2024 (und andere haben wir ja nicht).
Damals hat eben doch eine Mehrheit der US Amerikaner die Republikaner gewählt.
Jetzt kann man noch spitzfindig anmerken, dass es nur die Mehrheit derer war, die tatsächlich zur Wahl gegangen ist, aber so funtioniert halt eine demokratische Wahl.
Wer nicht zur Wahl geht, ist mit jedem Wahlausgang einverstanden.
Nicht nur die Amerikaner selbst, sondern die ganze Welt muß mit dem letzten Wahlergebnis "umgehen".
Vermutlich wird sich das gerade heute nochmals besonders manifestieren, wenn T. seine mit Spannung (und: Befürchtungen) erwartete Rede in Davos gehalten hat.
Worauf ich zuvor aber hinauswollte:
Es ist beileibe NICHT so, dass die Amerikaner ganz bewusst eine solche Politik gewählt haben, wie sie sich seit einem Jahr zeigt. Vermutlich selbst ein signifikanter Teil der MAGA-Anhänger nicht.
In weiten Teilen der USA wird zudem "traditionell" gewählt. Wenn man also bspw. ein Republikaner ist, dann wählt man den Kandidat der Republikaner. Selbst dann, wenn man der Person des Kandidaten nicht unbedingt einverstanden ist.
Darüber hinaus sind weite Teile der Bevölkerung - insbesondere die nicht an den Küsten beheimatet sind - primär mit Innenpolitik ausgelastet. Im Radius von 100-200 Meilen um die eigene Heimat herum. Die kennen den Rest der Welt, insbesondere auch Europa vom "Hörensagen". Internationale Politik, Bündnisse interessieren da nicht übermäßig. Wenn überhaupt.
Ich bin aber davon überzeugt, dass die Ereignisse von Minneapolis auch einen signifikanten Teil der T.-Wählerschaft zum Nachdenken (Umdenken) bewegen.
Da könnte sich - wenn T. nicht noch ein ganz besonderer Coup zu seinen Gunsten gelingt - bei den Midterms-Ergebnissen zeigen. Bis dahin dauert es allerdings noch etwas . . .