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Autor Thema: Route von Grand Canyon nach Seattle (danach dann Alaska)  (Gelesen 2442 mal)

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Exil-Schwabe

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Re: Route von Grand Canyon nach Seattle (danach dann Alaska)
« Antwort #15 am: 29.12.2010, 19:37 Uhr »
Weder noch. Jahrelanges eisernes sparen mit normalem Beruf mit mittlerem Durchschnittseinkommen (grafisches Gewerbe). Für das Geld, was mich die Weltreise (2 Jahre) bisher gekostet hat, kaufen sich andere einen Mittelklassewagen. Und DA frag ICH mich: Wie machen die das? :)
Mein Motorrad ist gebraucht gekauft (3000 Euro), ich hab nie einen Neuwagen besessen (immer nur 500 Euro-Krücken, selbst geschraubt), nie ein Haus besessen, immer in Wohngemeinschaften gewohnt, und ich hab auch keine Familie oder Ex-Frau, der ich unterhalt zahlen müsste.

TheHonk

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Re: Route von Grand Canyon nach Seattle (danach dann Alaska)
« Antwort #16 am: 29.12.2010, 21:08 Uhr »
Was ist es denn für eine Maschine wenn ich mal fragen darf?
Einzylinder, 120000km, hört sich interessant an.
Everybody´s got a Butt...
... And a Point of View...


Exil-Schwabe

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Re: Route von Grand Canyon nach Seattle (danach dann Alaska)
« Antwort #17 am: 29.12.2010, 22:10 Uhr »
BMW F650

Exil-Schwabe

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Re: Route von Grand Canyon nach Seattle (danach dann Alaska)
« Antwort #18 am: 29.12.2010, 23:28 Uhr »
Da du ja offenbar ein sehr erfahrener Back Road Fahrer bist, empfehle ich dir, ein paar Tage in der Gegend (GSENM) zu bleiben und z. B. folgende Strecken in deine Tour einzubauen:
- Cottonwood Canyon Road und/oder
- Smokey Mtn Rd. und/oder
- Houserock Valley Rd und/oder
- zum Alstrom Pt. und/oder
- Hole in the Rock Rd. und/oder
- Burr Trail.

Danke für die Tips. Hab mal ein bissl gegooglt. Cottonwood Canyon Road sieht schonmal genial aus. Die anderen schau ich mir auch mal noch an.
Sowas wie die Cottonwood Canyon Road (den Fotos nach zu urteilen), macht richtig spass auf dem Motorrad. Solange es keine sandigen Überraschungen gibt.

nordlicht

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Re: Route von Grand Canyon nach Seattle (danach dann Alaska)
« Antwort #19 am: 30.12.2010, 03:01 Uhr »
Wenn ich mir Deine Routenplanung so ansehe, dann liegt der Schwerpunkt ja ganz offensichtlich im Suedwesten. Da hast Du hier ja schon einige gute Tips bekommen.
Vom Crater Lake aus hast Du ja zwei Tage bis Seattle eingeplant. Wenn Du den See etwas geniessen willst und auch mit Ruhe ein paar Fotos machen willst, dann bleiben davon man hoechstens ein oder eineinhalb Tage fuer die Fahrt nach Seattle. Da wirst Du auf dem Weg nicht viel ansehen koenne, aber man kann ja nun mal nicht alles mitnehmen.
Die schnellste Verbindung (laut google maps 8h) fuehrt ueber den I-5, aber die Strecke ist ziemlich oede. Investiere also den zusaetzlichen halben Tag und fahr ein wenig kleinere Strassen im Land.
Ich bin selber kein Motorradfahrer, aber ich gehe doch Recht in der Annahme, dass kleinere kurvige eher wenig befahrene Bergstrassen immer ganz gut kommen, oder?
Daher wuerde ich Dir zu folgender Route raten: vom Crater Lake ueber den Cascade Lakes Scenic Byway nach Bend von dort aus auf Hwy 20 und 242 via Sisters zum McKenzie Pass und dann eine wahre Achterbahn runter bis McKenzie Bridge. Dann nach Norden ueber Hwy 126 und 22 zum Hwy 224. Durch die oestlichen Vororte von Portland zum Historic Highway in der Gorge (Hwy 30). Dann bei Cascade Locks ueber den Columbia und bei Carson die Wind River Rd zur Forest Rd 25 und die nach Norden. Wenn Du etwas extra Zeit haben solltest lohnt es sich die Stichstrasse 99 zur Windy Ridge am Mt.St.Helens hochzufahren.
Und dann auf der 12 und der 410 um Mt.Rainier herum nach Seattle.
Das duerfte ein ganzes Ende laenger dauern als ueber den I-5, so dass Du eineinhalb Tage fuer die Strecke brauchen wirst, aber ich koennte mir vorstellen, dass das wesentlich mehr Spass macht als geradeaus die Autobahn runterzubrettern. und es auch eine ganze Menge von der Strasse aus am Wegesrand zu sehen. Oft Vulkane oder Lava, aber auch Fluesse, Seen und Wasserfaelle und natuerlich viele viele Baeume.

Erster Anlaufpunkt in den USA ist meine Verwandtschaft in Texas (nähe Grenze zu Oregon).
Da wuerde ich die liebe Verwandschaft aber nochmal wegen genaueren Informationen kontaktieren, die Texas-Oregon Grenze ist naemlich genauso lang wie die Grenze zwischen Deutschland und Australien.:D

Palo

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Re: Route von Grand Canyon nach Seattle (danach dann Alaska)
« Antwort #20 am: 30.12.2010, 16:41 Uhr »
Da wuerde ich die liebe Verwandschaft aber nochmal wegen genaueren Informationen kontaktieren, die Texas-Oregon Grenze ist naemlich genauso lang wie die Grenze zwischen Deutschland und Australien.:D

Seit wann ist zwischen Texas und Oregon eine Grenze? Liegen die beiden Staaten neuerdings nebeneinander?

Gruß

Palo

Exil-Schwabe

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Re: Route von Grand Canyon nach Seattle (danach dann Alaska)
« Antwort #21 am: 30.12.2010, 16:56 Uhr »
Oops... ich meinte Grenze Texas & Oklahoma  :oops:

Scooby Doo

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Re: Route von Grand Canyon nach Seattle (danach dann Alaska)
« Antwort #22 am: 31.12.2010, 15:12 Uhr »
Unbefestigte Pisten sind kein Problem, solange es sich nur um Wellblech / Schotter handelt. Hatte ich in Australien auch zur Genüge (Birdsville/Oodnadatta Track) und macht Spass. Das Motorrad ist geländetauglich, aber wegen Gepäck eben auch schwer. Nur SAND fahr ich nicht gerne alleine(!)

Ok, dann wird die Piste bei gutem Wetter wohl kein Problem für dich sein. Wollte das halt nur mal zur Sprache bringen, weil ich ja nicht wusste, welche Vorraussetzungen du so mitbringst.

Tag 11: von Moab zum Ende der "Grand View Point Road" im Canyonlands NP sind es laut Google Maps 44 meilen.

Richtig, 44 Meilen, aber das sind nicht 110km. Ich hatte jetzt so verstanden, dass du auch im Canyonlands planst, die Nacht auf dme Campingplatz zu verbringen und nicht wieder nach Moab zurück zu fahren, also kein zweites Mal die 44 Meilen. Das ist ja das, was ich nicht ganz verstanden habe, wann du wo übernachten möchtest.


Guter Tip bzgl Route 66. Da werd ich mir das Telstück von Kingman bis Seligman sparen!

Mal ein Vergleich:
Zwischen Seligman und Kingman
http://image22.webshots.com/23/3/21/37/205132137MMUEOA_fs.jpg

Zwischen Kingman und Oatman


Übrigens, ebenfalls schöne Teile der Route 66 befinden sich auch in Texas oder New Mexico, wo viele die Route 66 eigentlich schon für tot glauben. Gerade weil diese Stücke aus der Erinnerung verschwindn, sind sie abgelegen und ruhig und seit Jahrzehnten nicht ausgebessert worden, also noch recht Original.

Tag 21: Da wollt ich einfach mal schauen wie's läuft. Wenn ich früh losfahre, sind 500 km drin. Aber mit vielen Fotostops eben auch nicht – da bin ich aber flexibel. Ich werd auf jeden Fall mal einen extra Anfahrt-Tag einplanen.

Wie gesagt, einfach einen Besichtigungstag mit zur Anfahrt rüber nehmen, dann passt das, denn die Anfahrt ist ab Lee Vining ja auch gleichzeitig Besichtigung.
Und wenn dir Schotterstraßen nichts ausmachen, wenige Meilen nördlich von Lee Vining liegt die Geisterstadt Bodie. Früher blühende Bergwerkssiedlung, ist die Stadt heute Ausflugsziel. Mein Fazit: lohnenswert

Das mit der schönen Landschaft & "durchrauschen" versteh ich nicht so ganz... Also das Motorradfahren alleine gibt mir schon recht schöne Eindrücke & das Gefühl von Freiheit. Je nach Landschaft & Strecke mache ich alle 1-2 Stunden eine Pause, um Landschaft auf mich wirken zu lassen oder was zu trinken. Und wenn sich Aussichtspunkt an Aussichtspunkt reiht auch mal alle 5 oder 10 Minuten.

Ok, ich präzisiere. Für den Südwesten nimmst du dir mehrere Tage und Wochen Zeit und fährst ja auch Umwege, um bestimmte Straßen und Sehenswürdigkeit anzufahren, dagegen von San Francisco bis Seattle sind es plötzlich nur noch 3 Tage. Dabei wird man natürlich vieles links liegen lassen. Ich kenne diese Gegend zwar noch nicht so gut, aber ich plane gerade dafür irgendwann mir mal 2-3 Wochen Zeit zu nehmen. Ich höre immer wieder, dass man alleine für die wunderschöne Küste Oregons mehr als 3 Tage einplanen sollte und ich würde halt gerne auch noch die Nationalparks im Hinterland mitnehmen, so wie du ja auch einen Besuch am Crater Lake planst.

Und natürlich habe ich eine Ahnung von den Dimensionen des Landes. Ist in Australien / Argentinien / Patagonien auch nicht anders. Deswegen mach ich mir ja die Mühe mit der Streckenplanung :)
Andere Motorrad/Weltreisende gehen da etwas naiver an die Sache. Ich für meinen Teil weiss eben, dass ich Mitte Juli in Prudhoe Bay sein möchte, und dann Mitte/Ende September in New York. Gesamtstrecke wäre im Moment 22000 km.

Ok. Wer in Australien unterwegs war, klar, der kennt sich mit Entfernungen aus. Aber glaub mir, es gibt halt sehr viele USA-Neulinge, die sich halt von den Reisekatalogtouren leiten lassen und diese dann noch mit weiteren Zielen ausschmücken und sich gar nicht bewusst sind, wie lange man zwischen den einzelnen Orten unterwegs ist. Ich bitte um Verständnis, wollte halt nur vorab offen über alles sprechen.

Übrigens, bin selber auch Motorradfahrer, aber auch von der Tourenfahrer-Fraktion.
Ich erkläre mir unser negatives Image bei den Autofahrern immer damit, dass die Kamikaze-Raser ständig auffallen. Man ärgert sich darüber, wie die einen riskant überholen, die tauchen immer plötzlich von hinten auf, man erschrickt sich leicht etc, kurzum, man regt sich über diese Fahrer auf. Die Tourenfahrer dagegen schwimmen im Verkehr mit und sind recht unauffällig. Macht euch mal den Spaß, im nächsten Frühjahr bewusster darauf zu achten und ihr werdet feststellen, es gibt viele Motorradfahrer, die anständig fahren.
Viele Grüße, Markus

http://www.historic-route66.de