Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas

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*freddykr

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Vorwort

Nach so manchem interessanten Reisebericht über Patagonien, reifte in uns die Idee, doch selbst mal an die Südspitze Südamerikas zu reisen.
Die erste Frage war, wann? Wir entschieden uns für November; noch nicht Hauptsaison, aber auch schon Frühling und somit halbwegs angenehme Temperaturen.
Jetzt die Frage, wie kommen wir dort runter? Schwimmen scheidet aus, Laufen auch (wir sind doch nicht Jesus), also Flugzeug. Nonstop gibt’s nix, somit waren Zwischenstops notwendig. So standen schnell die ersten Flüge fest; hin über München nach Sao Paulo und zurück ab Buenos Aires...

Ich meinte dann zu Anja, wenn wir doch eh in Sao Paulo sind, können wir doch kurz zu den Iguazu Falls … „Igu was?“ Wikipedia-Link geschickt; ist gebongt. Liegen sie doch halbwegs auf der Strecke.
Dann kam ich doch auf die glorreiche Idee, ich könnte mal ein paar andere Airlines testen; mit PLUNA von Cataratas del Iguazú nach Santiago de Chile und von dort mit Sky Airline nach Punta Arenas und zurück via Santiago nach Buenos Aires.
Den PLUNA-Flug konnte ich noch nicht buchen, also schon mal die Flüge mit der TAM nach Foz do Iguazu und mit der Sky Airline von Santiago nach Punta Arenas und zurück fest gemacht.
Kurz bevor ich dann die Flüge mit PLUNA buchen wollte, ging diese pleite. F…  :x
Somit musste jetzt doch die TAM/LAN herhalten, um uns nach Santiago zu bringen; also die 800km wieder zurück nach Sao Paulo, um dann faktisch wieder an Iguacu vorbei nach Santiago zu fliegen. :roll:
Da ich jetzt irgendwie Frust schob, verschob ich unseren Abflug von Buenos Aires nach Rio. Wenn schon umplanen, dann richtig.  8) :lol:
Die Unterkünfte besorgte Anja und ich den Mietwagen. Für einen SUV wollte jeder ein halbes Vermögen; unter 1.500€ für 2,5 Wochen ging gar nichts. Ich wollte die Dinger doch nicht kaufen. Also doch nur was kleines Rundes. Wird schon gehen.

Achso: wer mitkommen will, sollte gerne fliegen und noch einige Seiten im Reisepass frei haben.  :wink:

Tag 1: Frankfurt – München – Sao Paulo – Foz do Iguazu

In Frankfurt gleich mal nach dem Durchchecken des Gepäcks gefragt; kein Problem und wir hatten Tags bis IGU dran. Ich wusste zwar, dass wir in Sao Paulo die Taschen abholen und durch den Zoll tragen müssen, aber das sollte ja kein Problem sein; danach gleich wieder aufgeben, so zumindest der theoretische Plan.
Der Flug nach München verlief ohne Vorkommnisse; auch unser Flug nach Sao Paulo verließ zumindest pünktlich das Gate. Dann hieß es erst mal enteisen und dies dauerte. War mir aber egal, lieber hier bequem sitzen, anstatt in Sao Paulo am Flughafen; wir hatten eh 6h Aufenthalt.
Irgendwann ging es dann doch los und nach etwas Speis und Trank entschlummerten wir.
Mit knapp 30 Minuten Verspätung landeten wir in GRU.
Die Immigration ging flott durch, jeder bekam Stempel #1, und unser Gepäck war auch schnell da. Jetzt wollten wir nur noch unser Gepäck wieder los bekommen, doch beim Drop-off für das Transfergepäck war Endstation: „Nur ab 3h vor Abflug“.
Also doch mitsamt dem Gepäck eine Bank gesucht und uns dort halbwegs gemütlich gemacht. Achso: wenn noch mal jemand behauptet der Frankfurter Flughafen wäre hässlich und langweilig, den schicke ich postwendend nach Sao Paulo. ;-)
Ich organisierte uns erst mal etwas Bargeld vom Automaten, nachdem ich den letzten Automaten von gefühlt einem Dutzend überredet habe, auf englisch mit mir zu kommunizieren. Portugiesisch war nun nicht wirklich meine Stärke. ;-)
Die Zeit verging dann doch irgendwie; wir bekamen unsere Koffer los und konnten dann zusammen mal ein paar Meter gehen und etwas essen. Für das kostenlose WLAN im Foodcourt sollte man seine halbe Lebensgeschichte erzählen; wir verzichteten dankend.
Das Chaos ging dann im Abflugbereich weiter; unser Abflug-Gate wechselte gefühlt 10x zwischen exakt zwei Gates hin und her; welch ein Wunder kamen wir doch in den richtigen Flieger.

Der Flug nach Foz do Iguazu war ereignislos; bis auf Felder und Urwald war nichts zu sehen.



Via Taxi ging es ins Zentrum zu unserem gebuchten Hotel.
Wir bekamen ein Zimmer im obersten Stock am Gangende; eigentlich ganz nett, wenn die Bauarbeiten an der Rückseite nicht gewesen wären. Aber abends war dann doch Ruhe.



Der Ausblick, so lala, aber einen netten Pools gabs, wo ich mir erst mal meine Gliedmaßen entspannte.
Zum Abendessen gingen wir in die „Churrascaria do Gaúcho“, wo wir uns mit Fleisch, Fleisch und nochmals Fleisch verwöhnten. In den Churrascarias bekommt man ständig verschiedenste Fleischsorten vom Spieß. Einfach lecker.
So gesättigt liefen wir wieder zurück ins Hotel und machten uns noch einen ruhigen Abend.

Map: http://www.gcmap.com/map?P=FRA-MUC-GRU-IGU&MS=wls&MR=540&MX=540x540&PM=*
Gefahrene KM: 14km (Taxi)
Hotel: Pietro Angelo Hotel - 435R$

Nachtrag: Das waren jetzt die Flüge 1-3 von 12. ;)
Viele Grüße,
Danilo

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*miwunk

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #1 am: 10.02.2014, 16:48 Uhr »
ach wie schön, hier etwas von meinem Lieblings-Ziel (ausserhalb der USA) zu lesen.
Wir sind gerade von unserem letzten Urlaub dort unten zurückgekommen.

Also werde ich Deinen Reisebericht mit Genuss verfolgen. :lol:


*Marterpfahl

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #2 am: 10.02.2014, 21:40 Uhr »
Die Ecke ist auch noch auf meiner Wunschliste. Ich komme gerne mit. Langweilig wird es bestimmt nicht.  8)


LG
Rolf


Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es gemacht.

*Doreen & Andreas

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #3 am: 11.02.2014, 11:14 Uhr »
Südamerika klingt klasse.  :hand:
Und die Einleitung ist ja auch schon vielversprechend. Ja, ich fliege gern und im Reisepass ist noch viel Platz für Stempel  :lol:
Kurz: Ich bin dabei!!!
Viele Grüße,
Andreas
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*Gast

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #4 am: 11.02.2014, 17:17 Uhr »
Hallo Freddy,

da bin ich auch dabei, aber nur, wenn Du ganz schnell los legst!!! Das interessiert mich sehr, denn in Kürze geht's für uns auf eine ähnliche Reise. Patagonien steht am Anfang und Iguazu am Ende der Tour. Also bitte hau rein in die Tasten, damit ich noch was davon lesen kann!

 :urlaub:

*freddykr

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #5 am: 12.02.2014, 08:23 Uhr »
Herzlich Willkommen allen Mitreisenden. :-)

30.10.2012: Iguacu Falls

Im Preis inbegriffenes Frühstück in Hotels ist selten ein paar Worte wert, aber hier war es wirklich vorzüglich; verschiedene Brote, Wurst, Käse, Süßspeisen, Kekse, frisches Obst usw. Kann man nur empfehlen.

In den Vorbereitungen zum Urlaub haben wir uns überlegt, wie wir diese zwei Tage immer zu den Fällen kommen. Sie liegen ja doch ein paar Kilometer außerhalb, so dass Laufen flach fällt. Ich hatte am Anfang überlegt einen Mietwagen zu nehmen, aber am Ende dachte ich, probieren wir doch mal den örtlichen Personen-Nahverkehr.
Und so kam es, dass wir an diesem Morgen zum örtlichen Busbahnhof stiefelten. Hier am Busbahnhof konnten wir unsere Tickets am Fahrkartenhäuschen holen. Den genauen Preis weiß ich nicht mehr, war aber, für deutsche Verhältnisse, unbedeutend. Das Interessante an brasilianischen Bussen ist, dass, wenn man unterwegs zusteigt, nicht beim Fahrer bezahlt, sondern bei einem zusätzlichem Kassierer im Bus. Erst dann geht es durch ein Drehkreuz nach hinten; schwarzfahren ausgeschlossen.

So rumpelten wir mit ein paar wenigen anderen Touris und vielen Einheimischen durch die City, übers Land, am Flughafen vorbei bis zu den Fällen.
An den Fällen kauften wir unsere Eintrittskarten (49R$ - Zahlung mit CC möglich) und bestiegen den nächsten Bus, der uns die letzten paar Kilometer direkt zu den Fällen brachte (laufen ist untersagt).
Das Wetter war heute nicht soo gut; immer wieder regnete es leicht. Aber naja, wir sind im Regenwald. ;-)
Und dann standen wir vor ihnen; den Iguacu Falls.



Die Fälle bestehen aus ca. 275 einzelnen Wasserfällen mit einer Gesamtlänge von 2,7km und sind bis zu 84m hoch. Zum Vergleich, die Niagara Fälle sind ca. 1,1km lang und 58m hoch.

Da ein paar Tage am Oberlauf des Iguacu heftige Regenfälle niedergingen, hatten die Fälle derzeit 2-3x so viel Wasser wie sonst und diese bräunliche Farbe.

Hier von der brasilianischen Seite hat man teils schöne Panoramablicke auf die Fälle auf der gegenüberliegenden argentinischen Seite. Auf einem Pfad entlang der Schlucht bekommt man immer wieder neue Blicke. Hier mal ein paar Impressionen:











Gleich wird’s nass, denn wir gehen dort runter:



Hier wird man wirklich nass, bis auf die Knochen. An Fotografieren ist natürlich nicht mehr zu denken, außer man hat eine wasserdichte Kamera. ;-)
War aber schon ziemlich aufregend.
Mit neuem trockenem T-Shirt geht’s weiter.





Ca. 3h waren wir hier an den Fällen, dann hatten wir hier eigentlich alles gesehen.

Da der Tag aber erst halb vorbei war, gingen wir in den Vogelpark, der sich nur wenige Meter neben dem Haupteingang zu den Fällen befindet.
In kleinen und großen Volieren (teils zum Reingehen) konnte man die ganze Artenvielfalt der Vogelwelt im brasilianischen Regenwald bestaunen.

Tucan:




Der wurde auch noch frech und wollte meine Kameratasche auffressen; und der hatte ganz schöne „Zähne“ am Schnabel:



Gelbbrustara:


Hellroter Roter:


Leider spielte das Wetter jetzt gar nicht mehr mit. Immer wieder kamen heftige Regenfälle, die uns zu einigen Pausen auf überdachten Flächen zwangen. Gelohnt hat es sich aber auf jeden Fall.

Nach der Rückfahrt in die Stadt schien natürlich wieder die Sonne und ein Besuch im Pool brachte Abkühlung.

Zum Abendessen fanden wir an irgendeiner Straßenecke eine gute Pizzeria; Essen war lecker und günstig.

Übernachtung: Pietro Angelo Hotel – 145R$ pro Nacht.
Viele Grüße,
Danilo

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*Doreen & Andreas

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #6 am: 12.02.2014, 09:48 Uhr »
Gigantisch...!
Viele Grüße,
Andreas
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*freddykr

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #7 am: 13.02.2014, 07:45 Uhr »
31.10.2012: Iguacu Falls

Wie gestern ging es auch heute Morgen wieder zum Busbahnhof, aber dieses Mal suchten wir den Bus nach Puerto Iguazú, Argentinien. Die Kosten waren ebenfalls wieder nur wenige Euro und als einzige Touristen rumpelten wir durch die City, durch irgendwelche Dörfer bis zur Grenze.
Hier mussten wir raus aus dem Bus (bekamen noch ein Ticket für die Weiterfahrt), um unsere Ausreise aus Brasilien abstempeln lassen; Stempel #2.
Der Bus war natürlich in der Zwischenzeit weiter gefahren und so mussten wir ca. 30 Minuten auf den nächsten warten. Ein paar Kilometer ging die Fahrt weiter bis zur argentinischen Grenze. Hier mussten alle raus aus dem Bus (auch der Fahrer), Einreiseformalitäten erledigen (Stempel #3) und das Gepäck wurde durchleuchtet.
Dann ging es weiter bis zum Busbahnhof in Puerto Iguazú. Eigentlich wollten wir hier ein paar argentinische Peso holen, aber es fand sich kein ATM weit und breit.
Den Bus zum Eingang zu den Fällen konnte man aber auch mit Karte, Euro oder USD bezahlen und so wanderten ein paar Euro, die ich noch einstecken hatte, über den Tisch.
Der Bus brachte uns dann die restlichen 20 Kilometer bis zum Eingang, aber dort das nächste Unheil. Im Gegensatz zu Brasilien nahmen die hier nur Bargeld, und zwar nur argentinische Peso. Die Frage nach einem ATM wurde erst mal mit einem Schulterzucken beantwortet, bis wir auf einem Plan zwei Stück sahen; einen kurz hinter! dem Eingang und einen ca. 500m die Straße zurück in einem kleinen „Zollhäuschen“, wo Autofahrer ihr Parkplatzticket kaufen. Also Füße in die Hand und hingelaufen. Auf dem Weg dorthin fragte ich mich dauernd, warum die das Dingens nicht zum Haupteingang stellen…  :x
Dort deckte ich mich ordentlich mit Bargeld ein, das Papier brauchen wir ja noch öfters.
Wir löhnten 175Peso pro Person und konnten endlich rein.
War gestern die Besuchermenge noch relativ überschaubar, war hier die Hölle los; Besuchermassen wie hierzulande in Neuschwanstein; nur ohne Asiaten.

Der argentinische Teil der Fälle ist deutlich größer. Hier gibt es verschiedene Rundwege, die man entweder zu Fuß oder per Bahn verknüpfen kann.

Da wir den ganzen Tag hatten, wollten wir natürlich alles sehen und so stiefelten wir los. Teils läuft man durch dichten Regenwald, ohne die Fälle zu sehen, bevor man dann plötzlich am Abgrund steht.



Aber auch so was sieht man hier; ein Blaurabe:




Ein kleiner Nebenwasserfall:




Ein Tucan versteckte sich etwas in den Bäumen:


Teilweise musste man aber echt aufpassen, von den ganzen Gruppen nicht zertrampelt zu werden.
Da stellt man sich mit Stativ an eine schöne Stelle (kein Mensch weit und breit), kommen plötzlich von allen Richtungen welche an und wollen genau an den gleichen Platz; muss ja der Beste sein, wenn sich dort „Profis“ mit Stativ hinstellen. Die scheuten sich sogar nicht, sich noch halb ins Bild rein zu lehnen, oder mit den Füßen die Stative fast umzuwerfen.  :koch:



Wenn es mal ruhiger wurde, konnte man auch ein paar Schmetterlinge beobachten.










Zum Abschluss ging es dann per Bahn zum „Devils Throat“, einem U-förmigen Wasserfall, 700m lang, 150m breit und 82m hoch, wo Unmengen von Wasser in die Tiefe stürzten.
Vom Bahnhof läuft man noch 1-2km über Stege übers Wasser bis man an diesem Höllenschlund ankommt.







Da sich leider in Sichtweite ein Gewitter breit machte und wir uns hier mitten auf dem Wasser auf einer Metallplattform befanden, machten wir irgendwann kehrt und liefen zurück. So ganz geheuer war uns dies dann doch nicht.

Dann folgte das gleiche Spiel wie auf der Hinfahrt; Fahrt per Bahn zum Eingang, via Bus zum Busbahnhof von Puerto Iguazú und in den nächsten Bus Richtung Foz do Iguacu/Brasilien.
Bei der Ausreise aus Argentinien Stempel #4 und dann Einreise nach Brasilien mit Stempel #5. Dieses Mal wartete der Bus sogar auf uns. Ein Hoch auf den Busfahrer.
Im Nachgang hätten wir wohl sogar aus Brasilien nicht mal offiziell ausreisen müssen, aber sicher ist sicher.

Dann doch etwas geschafft, gingen wir heute noch mal in die „Churrascaria do Gaúcho“ von vorgestern.

Am Abend bestellten wir uns noch kurz bei der Rezeption unser Taxi zum Flughafen morgen.

Übernachtung: Pietro Angelo Hotel – 145R$ pro Nacht.
Map: http://goo.gl/maps/T4yMU
Viele Grüße,
Danilo

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*Doreen & Andreas

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #8 am: 13.02.2014, 07:49 Uhr »
Das sind wieder phantastische Bilder, Danilo.
Aber das Gedränge dort... da war die brasilianische Seite wohl doch angenehmer  :lol:
Wo kommen nur all die Leute her, wenn gar keine Asiaten darunter sind  :wink: 8)
Viele Grüße,
Andreas
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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #9 am: 13.02.2014, 08:32 Uhr »
Aber das Gedränge dort... da war die brasilianische Seite wohl doch angenehmer  :lol:
Wo kommen nur all die Leute her, wenn gar keine Asiaten darunter sind  :wink: 8)
Die brasilianische Seite war angenehmer von den Besucheranzahlen.
Die argentinische aber abwechslungsreicher; dort konnte man mehr machen.

Die Iguacu Falls sind halt "DAS" Reiseziel in Südamerika; vielleicht noch zu vergleichen noch mit Yellowstone zur Ferienzeit. ;-)
Wo die alle herkommen, war mir auch ein Rätsel; draußen auf dem Parkplatz standen dutzende Reisebusse. Die meisten Touris sprachen spanisch oder portugiesisch, dazu einiges an deutschen Touris und Amerikaner.
Viele Grüße,
Danilo

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*grenzenlos

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #10 am: 13.02.2014, 09:07 Uhr »
Ja, an den Fällen ist immer was los! :D
Übrigens herrliche Bilder, prima Bericht. Danke! :wink:
www.grenzenlosabenteuer.de

Gruß Wi grenzenlos

*freddykr

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #11 am: 14.02.2014, 07:53 Uhr »
01.11.2012: Foz do Iguazu – Santiago de Chile

Gegen 3:30Uhr war heute Aufbruch zum Flughafen, denn um 6:00Uhr ging bereits der Flieger nach Sao Paulo. Das bestellte Taxi kam pünktlich und wir ließen die noch schlafende Stadt zurück.
Zu dieser unchristlichen Zeit war am Flughafen doch schon einiges los; hätte ich jetzt nicht gedacht.

Zu den beiden Flügen bis Santiago gibt’s eigentlich nichts weiter zu berichten; den schrecklichen Flughafen von Sao Paulo hatten wir ja schon mal. ;-)
Achso eins: auf dem Flug nach SCL meinte der Kerl vor mir ständig über seinen Sitz nach hinten fassen und somit seine Wurstfinger vor meinen Bildschirm halten zu müssen. Ein freundlicher Hinweis hielt nur 5 Minuten, erst sanfte „Gewalt“ auf seine Finger brachten ihn zur Einsicht.
PS: Es gab natürlich Stempel #6 am Flughafen. ;-)

Hier mal ein Blick auf die Anden.


Die Einreise in Santiago war ganz interessant, weniger die Prozedur an sich, als dass die Officer maximal geschätzt 25Jahre alt waren. Ist wohl dort eine „studentische Aushilfskraft“. ;-)
Das führt zu Stempel #7 und den vollbrachten Flügen 4 und 5.

Nach der Ankunftshalle lauerten mal wieder die ganzen Taxischlepper auf einen, aber wir brauchten erst Bargeld. Es gab einen Automat am Ende der Halle. Ich stellte mich an, Anja blieb in der Nähe beim Gepäck. Ich komme dann irgendwann dran und verstehe nur Bahnhof. Egal, was ich drückte, der Automat sprach nur spanisch.
Also abgebrochen, zu Anja und dann mit ihr noch mal hin. Sie kann ja ein paar Brocken spanisch und fand den Punkt, wo man auf englisch umschaltet.  :oops:

Per Taxi ging es dann rein in die Stadt und ab zum Hotel.
Das Hotel war ganz schnuckelig. Von außen sehr unscheinbar , aber innen schön gemacht; mit schöner Terrasse unten und Aussichtsterrasse oben.
Hier stellten wir erst mal fest, dass wir keinen passenden Steckeradapter hatten, aber wir konnten uns an der Rezeption einen leihen.
Danach entspannten wir uns auf der Terrasse ein wenig und schrieben ein paar Grüße nach Hause.
Wir hatten noch etwas Zeit und liefen ein bisschen in die Innenstadt; zur „Catedral Metropolitana de Santiago“







Wir schauten uns innen ein bisschen um, bevor wir wieder zurück gingen; unterwegs in einem kleinen Supermarkt noch ein paar Getränke und Früchte kaufend, mit denen wir uns dann im Hotel auf der Terrasse wieder gemütlich machten.

Strommast vorm Hotel:


Übernachtung: Loreto Hotel - http://www.loretohotel.cl/ - 80€ pro Nacht
Viele Grüße,
Danilo

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*freddykr

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #12 am: 14.02.2014, 22:38 Uhr »
02.11.2012: Santiago de Chile

Auch dieses Hotel überraschte wieder mit einem guten Frühstück. Wir sind begeistert.

Unser erster Weg führte uns heute morgen zum „Cerro Santa Lucia“, einem kleinen Hügel und Park mitten in der City.
Was uns gestern schon auffiel und auch heute wieder sichtbar war; es gab sehr viele freilaufende Hunde; aber alle top gepflegt. Also keine herunter gekommenen Straßenköter, sondern ganz normal genährte und gepflegte Hunde; nur halt freilaufend.

Einer von denen begleitete uns fast die ganze Zeit im Park, bis er dann bei einer Aufseherin blieb.





Weiter ging es in die Innenstadt, denn wir wollten ins Pre-Columbianische Museum. Aber, dort wo es hätte sein sollen, fanden wir nichts; kein Schild, kein Hinweis, einfach nichts. Es stellte sich dann heraus, dass es derzeit wegen Bauarbeiten komplett geschlossen ist.

Also schlenderten wir so noch etwas durch die Stadt, aber so richtig konnten wir uns von nichts begeistern.

Präsidentenpalast:


Parlament:


Wir entschieden uns dann, dass wir hoch zum „Cerro San Christobal“ fahren. Die Zahnradbahn nach oben war leider außer Betrieb und dafür wurden Busse eingesetzt.
Bei der Menge an Leuten, die da heute hoch wollten, konnte das ja ewig dauern. Anja suchte sich ein Plätzchen im Schatten und stellte mich in die lange Schlange. Manche liefen hoch, aber dies haben wir uns bei gut 30°C im Schatten nicht angetan.
Irgendwann waren auch wir dann endlich an der Reihe und fuhren hoch. Von hier oben hat man eine schöne Aussicht auf Santiago, aber doch ziemlich Smog-Verhangen.



Statue der Jungfau Maria:


Zum Abendessen ging es heute ins „Patio Bellavista“; einem etwas versteckt gelegenen Einkaufs- und Restaurantviertel. Dort reiht sich, teils auf zwei Ebenen, ein Restaurant ans andere.



Übernachtung: Loreto Hotel - http://www.loretohotel.cl/ - 80€ pro Nacht


03.11.2012: Santiago de Chile

Noch einen Tag haben wir hier und der gestrige Ausfall des Museums hat uns etwas den Plan vermasselt.
Es war guter Rat teuer, was wir heute machen sollen.

Nach etwas Diskussion entschieden wir uns als Vormittagsprogramm für das „Museum of Memory and Human Rights“.



Hier wird auf sehr eindrucksvolle Art und Weise die Zeit unter Augusto Pinochet vom Putsch 1973 bis zu den Neuwahlen 1990 dargestellt, inkl. Folterungen und Beseitigungen politischer Gegner.

Später fuhren wir zum „Los Dominicus Village“, wo sich ein berühmter Künstlermarkt befindet.
Wir stöberten eine ganze Zeit durch die einzelnen Lädchen.



Fotogen auch die „Los Dominicos Church“





Den Rest des Nachmittags verbrachten wir entspannend auf der Hotelterasse.


Abends gingen wir noch mal ins „Patio Bellavista“, bevor wir alle zusammenpackten, denn morgen geht es endlich nach Patagonien.

Übernachtung: Loreto Hotel - http://www.loretohotel.cl/ - 80€ pro Nacht
Viele Grüße,
Danilo

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*miwunk

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #13 am: 15.02.2014, 10:59 Uhr »
Hallo Danilo,

wunderschöne Bilder :D
Bei Euch hatten die Iguazu-Fälle ja wahnsinnig viel Wasser. Als wir dort waren, konnte man jeden einzelnen Fall erkennen. Und bei uns waren auch auf der Argentinischen Seite nicht so viele Besucher.

Wart Ihr in Santiago gar nicht auf dem Mercado Municipal?? Der ist so gross wie eine Kleinstadt und dort gibt es wirklich alles, vor allem exotische Früchte und Restaurants mit dem frischesten Seafood I ever had.

Jetzt freue ich mich schon auf die Fortsetzung Eurer Reise.


*freddykr

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Re: Patagonien 2012 - Auf Umwegen in den Süden Amerikas
« Antwort #14 am: 15.02.2014, 12:12 Uhr »
Wart Ihr in Santiago gar nicht auf dem Mercado Municipal?? Der ist so gross wie eine Kleinstadt und dort gibt es wirklich alles, vor allem exotische Früchte und Restaurants mit dem frischesten Seafood I ever had.
Wir sind einmal durchgelaufen, aber uns war dort zuviel los.
Viele Grüße,
Danilo

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