CO2-Kompensation für Flüge zahlen?

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*Jack Black

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Antw: CO2-Kompensation für Flüge zahlen?
« Antwort #30 am: 20.06.2020, 13:09 Uhr »
Ich möchte nämlich - nebenbei - auch noch leben. Und zwar primär nach meiner Facon.

Das ist genau das Problem, das wollen alle (schließe mich definitiv auch nicht aus), deswegen glaube ich auch nicht an einen Erfolg im Klimawandel. Zumindest nicht durch Einschränkung. Vielleicht haben wir (= die Menschheit) das Glück, dass die Technologie schnell genug voranschreitet und uns umweltfreundlichere Lösungen beschert. Anders wird das nichts werden.

Das eine Problem ist allerdings, dass der Prozess der Erwärmung ab einem bestimmten Punkt ein Selbstläufer ist, wo auch der Mensch nicht mehr eingreifen kann. Und angeblich ist das nicht mehr weit bis dahin. Und das andere Problem ist, dass sich verhältnismäßig wenige Menschen (wiederum mich eingeschlossen) das Recht nehmen, das Klima für alle Menschen zu zerstören. Wenn hier gesagt wird, Fliegen sei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, das ist die übliche Rhetorik um sich unschuldig zu sprechen. Es ist kein Tropfen auf dem heißen Stein, es ist genauso ein Faktor wie alle anderen industriellen Belastungen auch. Und wenn gesagt wird, dass das Internet in einem Jahr so viel CO2 produziert wie der gesamte Flugverkehr, dann ist das genauso nur ein Ablenkungsmanöver. Das Problem ist, dass WIR ALLE uns erlauben, ALLE diese Dinge zu veranstalten und zu benutzen. In irgendeiner Statistik wurde geschrieben, dass 2018 ca. 4,3 Milliarden Passagiere befördert wurden. Da sind ganz sicher massenhaft Mehrfachnennungen dabei, leider finde ich keine Zahl, wieviele Flüge ein Durchschnittspassagier pro Jahr fliegt. Aber wenn es schon nur 2 Hin/Rückflüge sind, würde das bedeuten, die kompletten Flugbewegungen im Passagierverkehr werden von ca. 1,1 Milliarden Menschen verursacht, die anderen 6,6 Milliarden Menschen sind nie geflogen. Deren Welt erlauben wir uns auch kaputt zu machen. Auch die Internetnutzung beläuft sich angeblich auf angeblich insgesamt ca. 4 Millarden Anschlüsse, wieder würde ich vermuten, dass Mehrfachnennungen dabei sind. Und das gilt für ganz viele Dinge, die die CO2 Belastung ausmachen. Nur: wir hier sind bei allem dabei. Und manch einer, der vielleicht 40 Flüge im Jahr absolviert, hat einen abarigen CO2 Abdruck. Und das ist das Problem, das bringt gar nichts zu sagen, das Internet verbraucht soviel wie das Fliegen. Wir machen sowieso beides.

Aber ich sehe es eben auch so, die allerwenigsten sind dazu bereit, persönliche Einbußen zur Rettung des Klimas hinzunehmen. Das ändert aber nichts daran, dass wir mit unserem Lebensstil die Schuldigen sind, egal ob Fliegen oder Internet schlimmer ist.

*aef

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Antw: CO2-Kompensation für Flüge zahlen?
« Antwort #31 am: 20.06.2020, 16:38 Uhr »

Das ist genau das Problem, das wollen alle (schließe mich definitiv auch nicht aus), deswegen glaube ich auch nicht an einen Erfolg im Klimawandel. Zumindest nicht durch Einschränkung. Vielleicht haben wir (= die Menschheit) das Glück, dass die Technologie schnell genug voranschreitet und uns umweltfreundlichere Lösungen beschert. Anders wird das nichts werden.

Das eine Problem ist allerdings, dass der Prozess der Erwärmung ab einem bestimmten Punkt ein Selbstläufer ist, wo auch der Mensch nicht mehr eingreifen kann. Und angeblich ist das nicht mehr weit bis dahin. Und das andere Problem ist, dass sich verhältnismäßig wenige Menschen (wiederum mich eingeschlossen) das Recht nehmen, das Klima für alle Menschen zu zerstören. Wenn hier gesagt wird, Fliegen sei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, das ist die übliche Rhetorik um sich unschuldig zu sprechen. Es ist kein Tropfen auf dem heißen Stein, es ist genauso ein Faktor wie alle anderen industriellen Belastungen auch. Und wenn gesagt wird, dass das Internet in einem Jahr so viel CO2 produziert wie der gesamte Flugverkehr, dann ist das genauso nur ein Ablenkungsmanöver. Das Problem ist, dass WIR ALLE uns erlauben, ALLE diese Dinge zu veranstalten und zu benutzen. In irgendeiner Statistik wurde geschrieben, dass 2018 ca. 4,3 Milliarden Passagiere befördert wurden. Da sind ganz sicher massenhaft Mehrfachnennungen dabei, leider finde ich keine Zahl, wieviele Flüge ein Durchschnittspassagier pro Jahr fliegt. Aber wenn es schon nur 2 Hin/Rückflüge sind, würde das bedeuten, die kompletten Flugbewegungen im Passagierverkehr werden von ca. 1,1 Milliarden Menschen verursacht, die anderen 6,6 Milliarden Menschen sind nie geflogen. Deren Welt erlauben wir uns auch kaputt zu machen. Auch die Internetnutzung beläuft sich angeblich auf angeblich insgesamt ca. 4 Millarden Anschlüsse, wieder würde ich vermuten, dass Mehrfachnennungen dabei sind. Und das gilt für ganz viele Dinge, die die CO2 Belastung ausmachen. Nur: wir hier sind bei allem dabei. Und manch einer, der vielleicht 40 Flüge im Jahr absolviert, hat einen abarigen CO2 Abdruck. Und das ist das Problem, das bringt gar nichts zu sagen, das Internet verbraucht soviel wie das Fliegen. Wir machen sowieso beides.

Aber ich sehe es eben auch so, die allerwenigsten sind dazu bereit, persönliche Einbußen zur Rettung des Klimas hinzunehmen. Das ändert aber nichts daran, dass wir mit unserem Lebensstil die Schuldigen sind, egal ob Fliegen oder Internet schlimmer ist.
Wahre Worte. Dem ist nichts dagegenzusetzten.
Amen.
Viele Grüße
Andi
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*Wanderlust2020

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Antw: CO2-Kompensation für Flüge zahlen?
« Antwort #32 am: 07.07.2020, 13:29 Uhr »
Liebe Forennutzer

Finde es auch mal gut, dass dieses Thema im Forum angesprochen wird. Ich persönlich habe noch nie meine eigene CO2-Bilanz berechnet. Ich lebe in der Schweiz und hier wurde eine Gebühr eingeführt bei der jeder Flug zwischen 50 und 130 Franken pro Person mehr kostet. Meiner Meinung nach ist das aber der falsche Weg. Man sollte den Markt einfach anpassen und Mindesttarife einführen. Das heisst, dass ein Flug der 2 Stunden dauert (egal wohin) einen Mindestpreis haben soll und nicht teurer ist als ein Flug der 8 Stunden dauert! Es kann ja nicht sein, dass man für 400 Euro von Zürich nach New York fliegen kann, man aber hingegen für einen Flug bis nach Pristina, der 2 Stunden dauert, 700 Euro zahlen muss.

Unsere Politik muss einfach vieles ändern und auch ein wenig sozial denken. Die reichen merken die 130 Franken pro Ticket nicht. Ärmere Familien hingegen müssen es sich 3 Mal überlegen ob sie in den Urlaub fliegen!

*TR74

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Antw: CO2-Kompensation für Flüge zahlen?
« Antwort #33 am: 07.07.2020, 15:11 Uhr »
Man sollte den Markt einfach anpassen und Mindesttarife einführen. Das heisst, dass ein Flug der 2 Stunden dauert (egal wohin) einen Mindestpreis haben soll und nicht teurer ist als ein Flug der 8 Stunden dauert! Es kann ja nicht sein, dass man für 400 Euro von Zürich nach New York fliegen kann, man aber hingegen für einen Flug bis nach Pristina, der 2 Stunden dauert, 700 Euro zahlen muss.

Ja und wer soll die Mindesttarife zumindest europaweit festlegen? Der Preis richtet sich immer nach Angebot und Nachfrage, bei exotischen Zielen oder Monopolstrecken bezahlst du eben mehr als auf "Rennstrecken" wie z.B. Zürich-New York. Eine Steuer auf das Ticket je nach Entfernung ist die einzige realistische Option zur Zeit.

Ich weiß auch nicht wie du auf 700 EUR nach Pristina kommst, es gibt massig Angebote ab Zürich für ca. 400 EUR Business und ca. 250 Eco für einen Hin- und Rückflug.

*miwunk

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Antw: CO2-Kompensation für Flüge zahlen?
« Antwort #34 am: 07.07.2020, 15:45 Uhr »
Man sollte den Markt einfach anpassen und Mindesttarife einführen. Das heisst, dass ein Flug der 2 Stunden dauert (egal wohin) einen Mindestpreis haben soll und nicht teurer ist als ein Flug der 8 Stunden dauert!

Nun ja, damit hätten wir wieder Sozialistische Planwirtschaft. Und wir waren doch alle froh, als diese Zeit endlich vorbei war. :shock:

*Robert1979

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Antw: CO2-Kompensation für Flüge zahlen?
« Antwort #35 am: 31.10.2020, 14:32 Uhr »
Man sollte den Markt einfach anpassen und Mindesttarife einführen. Das heisst, dass ein Flug der 2 Stunden dauert (egal wohin) einen Mindestpreis haben soll und nicht teurer ist als ein Flug der 8 Stunden dauert!

Nun ja, damit hätten wir wieder Sozialistische Planwirtschaft. Und wir waren doch alle froh, als diese Zeit endlich vorbei war. :shock:

Naja da habe ich eine andere Meinung. Zumal es nicht nur umweltfreundlicher wäre, sondern es auch die Sozialkosten ausgleichen würde. Auch die Airlines heutzutage sollten nachhaltiger handeln. Es kann nicht sein, dass es solche Unterschiede zwischen Kurz- und Langstreckenflügen gibt.
Liebe Grüße
qui non est mecum, contra me est

 

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