Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014

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*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #15 am: 04.01.2015, 22:33 Uhr »
Sa 09.08. Tag 10: Nochmal Gili Air

Heut sind wir wieder früh auf den Beinen. Das liegt diesmal allerdings nicht an einem Wecker, sondern am Muezzin der benachbarten Moschee, der es morgens um halb 6 irgendwie besonders wichtig hat. Nun ja, andere Länder, andere Sitten. Das ist im Preis mit drin! :)

Ingmar macht gezwungenermaßen nochmal einen Spaziergang zum Mahamaya Resort. Uns ist aufgefallen, dass sein IPod dort liegengeblieben ist – gut verstaut von der Frau in der Nachttischschublade, die wir blöderweise vor dem Auschecken nicht mehr kontrolliert hatten. Das Gerät ist bislang noch nicht gefunden worden und das Zimmer natürlich wieder belegt. Man verspricht uns, dass das Housekeeping noch mal an der von uns beschriebenen Stelle nachsehen wird. Mental haben wir das Gerät fast schon abgeschrieben, aber es war ja auch eh schon älter.

Und so gramen wir uns nicht, als wir uns um halb 9 ein nettes Cafe am Strand suchen, wo wir uns auf einem Gazebo direkt am Meer niederlassen und frühstücken. Wir wollen noch einmal nach Gili Air, heute allerdings zu viert. Diesmal nehmen wir die kleine Fähre und fahren für ein Zehntel des Preises, den wir gestern bezahlt haben, also genau genommen für vielleicht 2 EUR.

Ankunft Gili Air







Am Hauptstrand suchen wir uns ein freies Gazebo und bestellen natürlich erst mal frischen Fruchtsaft. So dürfen wir die Hütte dauerhaft in Beschlag nehmen.  Hier verbringen wir den Vormittag mit Entspannen und Lesen und gehen zwischendurch schnorcheln. Heute sehen wir aber nicht ganz so viele Fische.






Aber weil das Schwimmen ja bekanntlich durstig und hungrig macht, gibt es nochmal Saft und zum Mittagessen Spring Rolls mit Blick auf den Strand. ZUgegeben, für das folgende Foto sind wir natürlich aufgestanden. Da ist schon gut was los am Strand...



Da Claudia und Hedi die Insel ja noch nicht gesehen haben, unternehmen wir eine erneute Umrundung und genießen auf der anderen Seite der Insel… genau… frisch gepressten Saft. Dieser Urlaub wird zum reinsten Vitaminschock, aber wenn der frisch gepresste Fruchtsaft umgerechnet vielleicht 15 Cent teurer ist als eine Cola, fällt die Entscheidung ja nicht wirklich schwer. Nach der Umrundung der Insel unternehmen wir einen Ausflug ins Meer zum Schnorcheln und diesmal sehen wir auch wieder mehr Fische.












Mit der Fähre um 15 Uhr fahren wir wieder nach Meno und bleiben dort noch ein bisschen am Strand neben der Anlegestelle.



Während Hedi und Ingmar noch einmal ins Wasser gehen, gönnen sich Sandra und Claudia den Saft einer Kokosnuss, die Ihnen eine freundliche Strandverkäuferin anbietet und öffnet.










Während Hedi und Claudia noch am Strand bleiben, begeben wir uns wieder zurück zu unserer Unterkunft. Ingmar will nochmal im Mahamaya nach seinem IPod fragen. Vielleicht leiht uns Sylvia, ja ihr Rad, dann geht es schneller. Doch dazu kommt es gar nicht mehr. Für uns wurde ein Briefumschlag vom Mahamaya abgegeben – Inhalt: IPod und Ladekabel. Wow, das ist ja mal wirklich supernett! Sylvias Mann Sale lädt uns auf ein Getränk ein und wir setzen uns  zusammen.  Es wird ein sehr nettes Gespräch und er empfiehlt uns einen Guide für unseren Aufenthalt auf Lombok – ein guter Freund von ihm. Der gute heißt Herman, ist aber echter Indonesier. Wir bekommen seine Telefonnummer.  Lustigerweise hat er sein Büro nur 150 Meter von unserem Hotel auf Lombok entfernt.

Wir setzen uns auf unsere Terrasse machen ein wenig Klarschiff und warten auf Claudia und Hedi. Da kommt die Haushälterin vom Haupthaus und bringt uns einen großen Teller mit frittierten Bananenscheiben mit Zimt und Zucker und lieben Grüßen. Boah, wie lecker. Aber die sollte man warm essen, erklärt uns die Haushälterin. Da haben Claudia und Hedi dann wohl Pech gehabt. Als die beiden da sind, schaut auch nochmal Sylvias Mann vorbei und zerlegt eine Kokosnuss, damit wir das Fruchtfleisch probieren können. Kaum zu glauben, wir haben gar nicht so viel gemacht, aber diese drei Tage sind nochmal wie im Flug vergangen. Hier hätten wir es auch noch länger ausgehalten. So essen wir in einem Warung das letzte Mal auf den Gilis zu Abend. In der Nacht dürfen wir von den Bässen der Goaparty auf Trawangan teilhaben, aber das stört uns nicht wirklich. Trotzdem bedauern wir es nicht so wirklich, dass wir es bis auf diese Insel gar nicht erst geschafft haben. Wir schlafen am Ende doch recht gut ein.

*Inspired

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #16 am: 04.01.2015, 22:37 Uhr »
Hallöchen,

ich habe mir jetzt Bali und die Gilis mit einem Rutsch reingezogen und bekomme abolut Sehnsucht! Meine Bali-Reise 2010 war ein absoluter Reisehöhepunkt, und ich stelle gerade fest, dass ich so vieles nicht gesehen und erlebt habe. Tja, vielleicht schreit Bali (dieses Mal mit den Chilis) nach einer Wiederholung.

Sehr, sehr schön, was ihr hier vorstellt - wirklich!

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #17 am: 04.01.2015, 22:49 Uhr »
So. 10.08.2014, Tag 11: Auf nach Lombok


Der frühe Vogel fängt den Wurm bzw. genießt den Sonnenaufgang. Aufstehen ist um 5:45 angesagt.  Wir laufen zum Strand und sind doch nicht die Einzigen. Aus dem  nahegelegenen Hostel haben sich ein paar müde Romantiker am Strand eingefunden, die wie wir Gott Helios begrüßen wollen. Schwer zu sagen, ob sie so früh aufgestanden oder noch gar nicht ins Bett gefunden haben.







 
Eine Kutsche holt um 7:30 unser Gepäck ab, während wir zum Strand laufen und dort unsere Tickets kaufen. Mit einem normalen Langboot geht es pünktlich um 8:10 Richtung Lombok und nach einer halben Stunde und ruhiger See erreichen wir Bangsal. Das Chaos, was uns beim Aussteigen erwartet, haben wir noch nicht erlebt und werden wir kein zweites Mal während dieses Urlaubs so erleben. Geschätzt 40 Leute umringen unser Boot und schreien wie blöde und wollen unser Gepäck ans Land tragen. Eh wir uns versehen hat irgendein Einheimischer an Bord einen unserer Koffer genommen und an einen Träger gegeben. Die restlichen drei müssen wir quasi verteidigen, um Sie selber an  Land tragen zu dürfen. Der Träger will 20 000 Rupien für seine Dienste. Wir haben für das Fährticket ja für zwei Personen gerade mal 24 000 bezahlt…

Ingmar gibt ihm am Ende 10 000, damit wir unsere Ruhe haben. Der Träger ist ein bisschen angepisst. Klärend greift der „Kofferdieb“ von Bord ein, der ja genau weiß, wie das ganze überhaupt zu Stande gekommen ist. Von den 10 000 steckt er sich dann auch nochmal 5 000 ein… Uns ist das egal. Hauptsache weg aus dem Chaos. Auf dem Vorplatz gehen wir erstmal an dem großen Pulk von schreienden Taxifahrern vorbei und steigen erst in Verhandlungen ein, nachdem wir einmal um die Straßenecke sind und es etwas ruhiger wird. Die Taxifahrt zum Sheraton Sengigi handeln wir hier von 250 000 auf 100 000 Rupien herunter.

Nach einer knappen Stunde erreichen wir Sengigi und unser Hotel. Die Zimmer sind so früh am Tag noch nicht fertig.  Als gehen wir erst mal im Asmara frühstücken, ein Restaurant, gleich um die Ecke vom Hotel, dass uns Sale gestern schon empfohlen hatte – ein guter Tipp.  Wir bummeln einmal durch den Ort, der uns schon ein wenig mehr an den Urlaub in Thailand im letzten Jahr erinnert. Heute haben wir nicht viel vor. Im Orchid Spa, einer der günstigeren Walk In Spas, gibt es für uns eine Massage, die ganz ok ist.

Wir entdecken eine nette Bäckerei, bei der wir uns mit Bananenkuchen versorgen. Als wir wieder am Hotel ankommen, sind auch unsere Zimmer fertig – und wir sind ziemlich enttäuscht! Wir haben jetzt keinen westlichen Sheraton/Luxus-Standard erwartet (was man sich auch immer darunter vorstellen sollte…), aber dass das teuerste Hotel auf unserer Reise bis hierher die mit Abstand abgewohntesten und spackigsten Zimmer hat, ist schon ein wenig ätzend. Na seis drum, Ungeziefer entdecken wir nicht und die Grundsauberkeit stimmt, so gut es eben bei verrosteten Kühlschränken und abgeplatzten Fliesen im Bad geht... Wir machen uns einen Capucino und essen unseren Bananenkuchen auf dem Balkon. Das ist unser Ausblick:





Danach geht es zum Strand. Obgleich hier viele Liegen ungenutzt reserviert sind, erwischen wir noch vier Liegen nebeneinander direkt am Strand und unter zwei Sonnenschirmen. Heute ist ein wenig Ruhe angesagt. Wir schlendern ein wenig am Wasser umher.





Blick auf unseren Hotelabschnitt



Wir dösen ein wenig vor uns hin, lesen und sind faul. Muss ja auch mal sein! Um 17 Uhr treffen wir uns mit Herman, der auf uns gleich einen lustigen und sympathischen Eindruck macht.  Wir lassen uns ausführlich beraten, was man alles machen kann. Einmal wollen wir in den Norden und einmal in den Süden. Wir hatten erst überlegt noch einen Segeltörn nach Gili Nangu zu machen, entscheiden uns aber für eine dritte Fahrt mit Hermann, diesmal in den tiefsten Süden zum Pink Beach.

Wir fragen nach einem guten Spa, der auch bei echten Verspannungen und Rückenproblemen helfen kann. Herman empfiehlt uns den Royal Spa und will mal eben kurz einen Blick auf Ingmars Rücken werfen. Es dauert keine 10 Sekunden und er sagt Ingmar auf den Kopf Symptome zu, die ihn seit 2 Jahren begleiten und mit denen er in Deutschland schon bei X Ärzten war, im MRT und haste nicht gesehen. Und niemand hatte das in den Griff bekommen, geschweige denn die genaue Ursache festgestellt.  Ja also, das Problem hätte er auch schon gehabt, erklärt Herman. Da ist ein bestimmter Muskel eingeklemmt und irgendwas bei den Schulterblättern verschoben, das könnte man auch sehen. Das würden die im Royal Spa aber wohl hinkriegen. Vor allem Ingmar ist einigermaßen platt. Und weil Herman ein Mann der Tat ist und der Royal Spa wohl etwas versteckt in einer Seitenstraße liegt, fährt er Ingmar gleich mit dem Motorrad dahin, macht einen Termin für morgen und erklärt den Mädels an der Rezeption, was sein Problem ist. Die anderen drei kommen zu Fuß nach und machen gleich auch noch einen Termin für morgen Abend. Auf dieses Erlebnis trinken wir erstmal einen Cocktail im The Quake (so lala) und entscheiden uns, für das Abendessen ins etwas feinere Square zu gehen – eine sehr gute Entscheidung! In einem Indomart kaufen wir schon mal ein paar Getränke für unseren morgigen Ausflug. Ins Bett geht es wiedermal relativ früh. Wir sind gespannt auf den Ausflug und Ingmar auf seine Massage am Abend.

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #18 am: 05.01.2015, 18:29 Uhr »
Hey Inspired, schön dass du auch an Bord bist. Mit deinem Reisebericht aus 2010 haben wir uns auch richtig Appetit auf Bali geholt. Schön, wenn wir uns ein wenig revanchieren können. :)

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #19 am: 05.01.2015, 23:15 Uhr »
So heute gibt's mal wieder Fotos satt :)

Mo. 11.08.2014, Tag 12: Wasserfälle und Healing Hands

Der Wecker klingelt schon um 6:15. Frühstück gibt es zwar erst ab 7, aber na klar Sonnenaufgang ist ja mal Pflicht. Das ist an der Ostküste natürlich so eine Sache, auch wenn das Hotel etwas vorgelagert liegt. So richtig bringt es das hier nicht. Dafür haben wir aber ein unbezahlbares Erlebnis der ganz anderen Art. Die Liegenreservierungsneigung der überwiegend britischen und australischen Gäste war uns gestern ja schon aufgefallen. Am Strand gibt es genau ein hoteleigenes, schattenspendendes  Gazebo in exponierter Lage. Wir nutzen dies als Sitzgelegenheit und genießen die aufkommende Dämmerung, als uns ein Gespenst besucht. Äh nein, es ist doch kein Gespenst, es ist eine sehr verschlafene Engländerin im Nachthemd, bewaffnet mit zwei Sarongs. Sie ist ziemlich entgeistert, als sie uns schon da sitzen sieht – nicht weniger als wir bei diesem Anblick. Da wir ja aber gar keine Handtücher dabei haben schöpft sie Hoffnung und fragt uns, ob wir das Gazebo den Tag über nutzen wollen. Als wir so völlig verdattert mit Nein antworten, ist sie sehr erleichtert und breitet die Sarongs auf der Liegefläche aus. SO! Und schlurft wieder von dann ins Bett… unbelievable! Wir überlegen erst, ob wir die Sarongs nicht einfach wieder wegnehmen und irgendwo am Pool hinlegen sollen, entscheiden uns dann aber doch dagegen. Soviel können wir nach etlichen Urlauben mittlerweile sagen: Das Thema Liegen Reservieren ist definitiv kein exklusiv deutsches….

So früh am morgen ist der Strand noch fast menschenleer und wir machen einen kleinen Spaziergang.












Um kurz vor 7 sind wir beim Frühstück, suchen uns schon mal einen Platz aus. Claudia und Hedi gesellen sich um viertel nach 7 zu uns. Wir lassen uns Zeit und genießen das Frühstückbuffet. Wenigstens hier kann unser Hotel punkten! Echt lecker und sehr umfangreich. So früh ist auch noch nicht viel los. Wir nutzen die Zeit und mixen uns an der Saftstation mit der extra bereitstehenden Fruchtpresse erstmal einen schönen Smoothie.

Um halb 9 holt uns Herman ab. Wir fahren erstmal Richtung Norden an der Küsten entlang und legen verschiedene Fotostops ein. 
















Besonders hat es uns die Lage einer Bauruine angetan. Herman erklärt, dass das wohl eine Privatvilla von einem Briten werden sollte, dem aber irgendwie das Geld ausgegangen ist, ob wir das Grundstück nicht übernehmen wollten…. Er würde dann auch für uns bürgen. Einen indonesischen Bürgen braucht man nämlich auf Lombok, wenn man hier Land erwerben möchte. Es gibt wohl einige, die nichts anderes machen, als zu bürgen und die davon gut leben. Eines Tages und drei Lottogewinne später können wir ja mal drüber reden.

In Tanjung legen wir einen Stop an einem traditionellen Markt ein. Um es kurz zu machen: Es ist hier nach unserem Empfinden dreckig und stinkt, wir bleiben nicht lang. Für ein paar Fotos reicht es aber.







 Auf dem weiteren Weg halten wir noch ein paar mal, damit die Mädels Fotos machen können. Der Mount  Rinjani in der Ferne muss natürlich auch noch abgelichtet werden.







Unser erster Hauptstop ist bei den Wasserfällen von von Senaru. Um vom Dorf aus zu den Wasserfällen zu laufen brauchen wir einen local Guide. Wir haben Glück und werden von Annie begleitet, die sich in den Schulferien etwas Geld hinzuverdient. Bis zum ersten Wasserfall dauert es eine halbe Stunde, es ist aber ein sehr gemütlicher Weg, parallel zu einem kleinen Kanal.



 Auf dem Weg müssen wir an einer Stelle ein paar aufdringliche Affen mit Steinen vertreiben. Aber Annie hat das ganz gut im Griff. Den ersten Wasserfall erreichen wir nach einer halben Stunde.





Claudia und Sandra beschließen, hier zu warten, bis Annie, Hedi und Ingmar vom zweiten zurückkommen. Denn hierfür muss man ein etwas schwierigeres Stück durch das Flußbett kraxeln, ist auch schon ein wenig rutschig...

Da müssen wir durch...





Die Mädels verpassen allerdings echt etwas. Im Flussbett muss man wirklich etwas klettern. Das Bassin vor dem Wasserfall geht uns hier gerade bis über die Hüften und die Jungs können bis auf ca. 7 Meter an den Wasserfall heran, der sich aus geschätzten 40 Metern Höhe herabstürzt.







 Ein echt unbezahlbares Erlebnis. Das allerletzte Stück legen die Jungs allein zurück, weil Annie gerne trocken bleiben möchte. Durch die Gischt sind die Jungs ruckzuck nass bis auf die Haut. Bei 30 Grad macht das ja aber gerade mal gar nichts, außerdem wollten sie ja eh noch schwimmen. Kurz bevor die Jungs das absolute Endziel  erreichen, verliert Hedi einen Flip Flop, der vom Fluss mitgerissen wird.  Von diesem grandiosen Naturschauspiel euphorisiert stört ihn das aber nicht wirklich und er schmeißt kurzerhand den anderen hinterher. Das Baden und die Möglichkeit aus so kurzer Entfernung nach oben in einen hinabstürzenden Wasserfall zu blicken, sind für die Jung im Nachhinein das Highlight des Urlaubs!

Als sich die Jungs wieder auf den Rückweg machen hat Annie eine Überraschung parat. Sie hat Hedis Flipflops auf dem Weg ins Tal abgefangen, so dass er den Rückweg nicht barfuß antreten muss – eine auch im Hinblick auf den möglichen Spott der Mädels sehr glückliche Fügung. Der Rückweg ist weder müssig noch langweilig, sondern wird mit Sprüchen und Scherzen verbracht. Mit Annie kann man echt viel Spass haben. Als wir den Kanal erreichen, kann sich Annie den Kommentar nicht verkneifen, dass Hedi hier ja nochmal schwimmen könne. Ihr macht die Tour ganz offensichtlich genau so viel Spaß wie uns. Hedi lässt sich natürlich nicht zweimal bitten und springt nochmal ins kühle Nass.

Wieder im Dorf angekommen laden wir Anni noch ein mit uns etwas zu trinken und gönnen uns erstmal eine kühle Cola, bevor wir uns wieder auf den Weg machen. Gut zweieinhalb Stunden haben wir hier verbracht.

Wir fahren weiter zu den Reisterassen auf den Ausläufern des Mount Ranjani und halten dort für einen kurzen Spaziergang. Man mag einwenden, dass wir das auf Bali jetzt schon X mal gesehen haben. Ja klar haben, aber egal! Es ist wieder einfach nur ein unwahrscheinlich entspannendes und schönes Erlebnis.




















Auf dem Rückweg wird es noch ein bisschen abenteuerlich. Herman biegt einmal falsch ab und wir sind auf einmal auf einer Straße die so eng ist, dass es Herman erst nach mehreren Versuchen und mit Hilfe eines Anwohners gelingt zu wenden, der dafür extra sein Auto wegfährt. Aber alles easy!

Auf dem Rückweg nach Sengigi halten wir kurz am leider sehr verdreckten Era Beach. Nach dieser Enttäuschung fahren wir direkt weiter zum Malimbu Beach, der uns wiederum sehr gut gefällt.





Auch hier geht es nicht ganz ohne Plastikmüll, aber das ist noch echt harmlos...



... und in die andere Richtung ist ja auch weitestgehend sauber.













Sandra und Hedi gehen hier nochmal ins Meer schwimmen. Hedi lässt sich noch von einer alten Frau, die einen Holzkohlegrill aufgestellt hat, einen Fisch fertig machen. Dann geht es aber endgültig zurück zum Hotel, wo wir gegen halb 6 ankommen. Wir gehen kurz duschen und machen uns für den Abend fertig.

Zum Essen gehen wir ins Asmara, wo uns das Frühstück gestern schon so gut gefallen hat. Auch vom Dinner werden wir nicht enttäuscht – thumbs up! Nun begeben wir uns aber in den Royal Spa. Während die anderen sich eine balinesische Massage eher zum Wohlfühlen gönnen, lässt sich Ingmar wie gestern besprochen seinen Rücken durchkneten. Hammer, da bleibt kein Muskel, wo er sich befunden hat. Wie neu geboren fühlt er sich hinterher zwar nicht – eher ziemlich geschlaucht. Aber schon auf dem Weg ins Hotel merkt er, dass irgendetwas ganz offensichtlich wieder da ist, wo es hingehört. Das Gehen und überhaupt Alles fühlt sich irgendwie viel leichter an, als das die letzten Jahre der Fall war. Allein dafür hat sich der Urlaub schon gelohnt!

Auch wenn es nur gut eineinhalb Kilometer sind, … wir vier sind einfach zu faul und zu tiefenentspannt, um jetzt noch groß durch die Gegend zu marschieren. Für den Rückweg unterstützen wir die lokale Wirtschaft und nehmen uns ein Taxi.

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #20 am: 17.01.2015, 16:43 Uhr »
So, mittlerweile habe ich auch mein neues Notebook und es kann weitergehen. Wollen wir mal schauen, dass wir auch ans Ziel kommen...

Di. 12.08.2014, Tag 13: Strände im Süden

Same procedure… Die Morgendämmerung am Strand geben wir uns heute zwar nicht, sind aber trotzdem schon um 7 Uhr beim Frühstück. So haben wir auch noch Zeit ein paar schöne Fotos von den Blüten im Garten zu machen. Hier nur zwei Beispiele:





Herman ist wieder pünktlich wie ein Schuldeneintreiber und holt uns um halb 9 vom Hotel ab. Wir halten noch kurz an der Bäckerei unseres Vertrauens und decken uns mit Banana Cake für den Tag und noch ein zwei anderen Leckereien ein. Die Strände im Süden sind unser heutiges Ziel. Die eineinhalb Stunden Fahrt bis dorthin verlaufen recht ruhig.

Dann erreichen wir Tanjung Aah bei Kuta. Der Strand an sich ist sehr schön. Wir sind allerdings schon etwas entsetzt. Die Gegend um den Strand ist komplett zugemüllt. Das ist der pure Wahnsinn. Auch der erste Strandabschnitt, den wir anfahren ist mit Plastikmüll überzogen. Das ist schon  richtig übel. Herman erklärt, dass für dieses Problem nicht die Touris, sondern eher die Einheimischen Anwohner und Ausflügler verantwortlich wären, über die er ziemlich ausführlich schimpft. Vor allem die Locals kriegen ihr Fett weg. Die würden sich beklagen, dass so wenig Touristen kommen und gleichzeitig alles zumüllen… Die größte Herausforderung für die Insel Lombok haben wir jetzt also hinreichend identifiziert. Trotzallem finden wir noch einen einigermaßen sauberen und recht schönen Strandabschnitt, an dem wir eine gute Stunde relaxen, dösen und schwimmen gehen.






Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel passieren wir erst einmal Kuta. Hier ist noch richtig Frontierland Stimmung und es sind viele Surfer unterwegs. Weiter geht es zum nächsten Ziel, dem Strand von Selong Blanak. Was für ein Unterschied. Der Zugang ist bewacht und wir müssen Eintritt bezahlen. Auch wenn am Strand einige Buden und Bars aufgebaut sind und einiges an Touris unterwegs ist, so übermäßig touristisch wie z.B. in Sengiggi ist es hier lange nicht, dafür aber absolut sauber.  Und nach  Westen hin hat man sogar einen großen langen Abschnitt von bestimmt einem Kilometer, wo es keine Infrastruktur mehr gibt und man ganz ungestört allein im Sand liegen kann.

Es ist Ebbe und der Strand präsentiert sich perfekt! Es ist schön flach, bestimmt bis auf 70 Meter reicht das Wasser nur bis zu den Hüften. Trotzdem herrscht richtig Wellengang und dort wo es doch tiefer wird kommen ein bis zwei Meter hohe Wellen an, die zum Wave Diving einladen. Wenn man hier den richtigen Absprung erwischt, kann man sich auch ohne Wellenbrett, von denen es hier einige gibt, bestimmt 20 Meter mittragen lassen.

Wir genießen das kühle Nass, das türkisblaue Wasser und den fast weißen Sand. Zwischendurch holen wir uns ein paar kalte Getränke. Hedi entdeckt einen Einheimischen, der mit einem an einem Holzstab aufgespießten gegrillten Fisch am Strand entlang spaziert. Er ist voll begeistert und macht sich sofort auf die Suche. Ingmar joggt den Strand zur unbevölkerten Seite hin einmal rauf und runter. Auf halbem Rückweg kommt ihm Sandra entgegen und vorbei  ist es mit dem sportlichen Tatendurst. Wir spazieren noch einmal bis zum Ende der Bucht, laufen direkt am Wasser zurück, lassen die Brandung unsere Füße umspülen und genießen das Leben. Dann geht es wieder faul auf unsere Handtücher und wir genießen erst mal unseren Banana Cake. Kleine Fotoorgie gefällig?



























Anschließend  gehen wir zu einem etwas rückwärtig gelegenen Hotel und weil wir doch noch ein wenig Hunger von der Schwimmerei haben, gönnen wir uns dort ein paar Springrolls und Fruchtsäfte. Sogar richtig gute Toiletten gibt es hier. Super!

Gegen 16 Uhr wird es dann aber doch Zeit für die Rückfahrt. Wir halten kurz an einer Töpferei in Penujak, worum wir ausdrücklich gebeten hatten. Herman fährt uns zu einem Verkäufer, dem sich mehrere Töpfer angeschlossen haben und der nicht nur den Verkauf, sondern auch den Wareneinkauf organisiert. Genossenschaft auf balinesisch!

Auch in dem netten Weberdorf Sukarara machen wir halt. Hier kann man ein paar Mädels auf ihren Webstühlen bei der Arbeit zusehen.



Sandra darf es auch mal ausprobieren und stellt sich ganz gut an. Die angebotenen Stoffe und Wandteppiche sind echt toll gemacht. Hinter einem Teppich stecken durchaus ein bis zwei Monate Handarbeit an einem Webestuhl. Die Preise sind angesichts des Riesenaufwands, den Sandra jetzt ja auch richtig nachfühlen kann, für unsere Begriffe schon fast unfair niedrig und die gute Frau, die uns herumführt, will noch weiter runter, wenn wir was kaufen. Darum geht es nur leider nicht. Wenn wir was kaufen würden, würden wir auch den ursprünglich aufgerufenen Preis bezahlen, aber wir haben einfach keine Verwendung dafür. Leider…

Wir machen zum Sonnenuntergang noch einen kurzen Stopp am Batu Bintang Tempel in Sengiggi. Dieser Tempel liegt an und auf einer Klippe direkt am Meer und man kann sowohl aufs Wasser als auch auf die benachbarten Strände schauen.
















Um 18 Uhr kommen wir im Hotel an und erleben die nächste offenbar Sheraton spezifische Überraschung. Das Wasser ist kalt und wird leider auch nicht warm. Na Hurra! Auf den Gilis und dort in einem Homestay… kein Problem! Aber im teuersten Hotel unserer Reise... Dann sind auch noch unsere neuen Handtücher so gar nicht sauber. Claudia und Heid haben auch kein warmes Wasser und hier stinkt es zusätzlich noch aus dem Abfluss, so dass wir sprichwörtlich die Nase voll haben.

Wir gehen zur Rezeption, nehmen die dreckigen Handtücher gleich mit und beschweren uns. Und wo wir gerade dabei sind, wird erst mal alles bemängelt, was uns so aufgefallen ist. Verrosteter Kühlschrank, abgeplatzte Fliesen im Bad und das ganze Programm. Außer einem Sorry gibt es aber zunächst nichts. Das Problem mit dem Wasser sei bekannt und man arbeite an der Lösung.  Erst als wir nachbohren, die Schuld explizit nicht bei den Angestellten, sondern beim ganz offensichtlich schlechten Management verorten und anbieten, sich mit eben diesem über die Thematik auszutauschen, telefoniert der nette Mensch an der Rezeption (der ja nun auch wirklich nichts dafür kann). Nach Rücksprache mit dem Chef bietet er uns die kostenfreie Teilnahme am Abendbuffet an, ein Gespräch sei dann aus Sicht der Hotelleitung auch nicht mehr nötig. Na wenn er meint. Ändern werden wir das ganze hier eh nicht. Wir nehmen das Angebot an und bleiben für diesen Abend im Hotel. Allerdings haben es die Kellner nicht so mit dem Abräumen. An einem Abstelltisch neben unseren Plätzen türmen sich Berge von Geschirr, die von umliegenden Tischen dort abgestellt werden. Erst als einige Katzen diesen Gabentisch entdecken und sich über die Reste hermachen, wird das Geschirr weggebracht. Das Buffet ist an sich wiederum ist ganz gut. Und damit stellen wir auch den Nörgelmodus wieder aus. Immerhin sind wir im Urlaub – so! Aber wie das bei Buffets immer so ist, man kann gar nicht alles essen, was man probieren möchte und gegen 10 begeben wir uns kugelrund wieder auf unsere Zimmer in dem Bewusstsein wieder viel zu viel gegessen zu haben. Mittlerweile haben wir auch wieder warmes Wasser und gehen nach einer späten Dusche ins Bett.

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #21 am: 18.01.2015, 22:37 Uhr »
Mi. 13.08.2014, Tag 14: Pink Beach

Heute sind wir alle vier pünktlich um kurz vor 7 beim Frühstück. Herman wird uns schon um halb 8 abholen. Wir wollen nochmal in den Süden,  ein kleines Boot chartern und uns unter anderem den Pink Beach ansehen. Nach dem obligatorischen Stopp bei der Bäckerei unserer Wahl liegen gut 2 Stunden Fahrt vor uns. Wir schuckeln ruhig und gemütlich durch die Gegend. Nur, als wir einmal einen Hahn auf der Straße vor uns haben, gibt Herman aus Spaß ein wenig Gas.... 400 000 Rupia würde so ein Hahn kosten, meint er. Aber natürlich überfahren wir das Federvieh nicht. Je weiter wir nach Süden kommen, umso schlechter werden die Straßen. Wie auch schon gestern sind wir zwischendurch auf gravel- und Dirtroads unterwegs, aber im Großen und Ganzen kommen wir ganz gut voran. Als wir an unserem Starthafen, irgendwo an der Südostküste ankommen, haben wir erst mal schlimmste Befürchtungen. Hier ist es wieder total zugemüllt und stinkt ziemlich übel. Umso überraschter sind wir, als wir mit Herman unseren "Captain" und sein blitze blank gepflegtes Boot treffen. Der Boden ist mit grünem Kunstrasen ausgelegt - absolut sauber.

Die See ist heute sehr ruhig und wir genießen den Fahrtwind. Bevor wir zum Pink Beach kommen machen wir aber erst mal einen Schnorchelstopp vor der Küste und springen vom Boot ins Wasser. Hier gibt es nicht so viele Fische, dafür eine sehr intakte Korallenwelt. Allerdings entdecken Ingmar und Herman zwei Clownfische, die hatten wir bislang noch gar nicht gesehen.  Wir gehen mit Herman schnorcheln und unser Boot fährt einen großen Bogen und sammelt uns wieder ein. Auch einen blauen Seestern bekommen wir zu sehen. Das weckt Erinnerungen an unsere Hochzeitsreise auf den Cook... :)













Insgesamt legen wir zwei Stopps ein und sind über eine Stunde im Wasser. Den Sonnenbrand aus unserem letzten Urlaub haben wir nicht vergessen und schnorcheln mit T-Shirt. Nach so viel Anstrengung, ist ein wenig Zeit für Erholung angesagt und wir fahren endlich zum Pink Beach. Herman warnt uns schon vor, so richtig Pink ist es um diese Tageszeit nicht. In der Morgen- und Abenddämmerung kann man hier einen richtig rosafarbenen Strand genießen. Wenn wir das sehen wollten müssten wir allerdings einmal hier vor Ort übernachten. Die Färbung kommt von den Sedimenten abgestorbener roter Korallen, die es hier vor der Küste gibt und die hier mit an den Strand gespült werden. In der Tat ist der Sand durchsetzt von kleinen roten Punkten und ein bisschen rosacremefarben ist er, auch wenn das auf den Fotos nicht so rüberkommt.







Wir sind die einzigen vor Ort und haben den ganzen Strand für uns. Vom Festland ist er wohl nur sehr schlecht zu erreichen. Auch die Vermüllung hält sich hier in Grenzen, bleibt aber natürlich besonders hinterm Strand nicht aus. Wir breiten unsere Handtücher aus, dösen, essen unseren Kuchen und gehen zwischendurch nochmal ins Wasser. Während Heid und Claudia die ganze Zeit am Strand bleiben, steigen wir auf die Klippen und haben einen tollen Panoramablick auf den Pink Beach und den Nachbarstrand. Und irgendjemand hat hier ein Gazebo hingebaut. Erstaunlich, erstaunlich, so mitten in der Pampa.  Weiden und auch so etwas wie Feldwege gibt es in der Umgebung . Also irgendwie kann mir hier auch über Land herkommen.







Mit dem Boot geht es weiter zu einer kleinen Insel, die noch unbewohnt ist. Wir treffen den Besitzer, der hier Vorbereitungen trifft, zwei Bungalows zu bauen. Es gibt auch ein paar Gazebos. Auf einem lassen wir uns nieder und halten eine Mittagssiesta. Ziemlich verdorrt und felsig ist es hier. Der Sinn, warum wir hier halten, erschließt sich uns nicht ganz. Eine halbe Stunde später wissen wir Bescheid. Mit der Ebbe wird eine malerische Sandbank freigesetzt, über die man theoretisch bis zur Nachbarinsel laufen kann. Die Stromleitung daneben denken wir uns mal weg. Das ist schon ein sehr lustiges Schauspiel.







Nun geht es aber wieder aufs Festland und wir machen uns wieder auf in Richtung Westen. Wir legen einen kurzen Stopp an einem Kiosk mit Tankstelle ein. Herman muss an einem Reifen Luft aufpumpen und wir wollen etwas zu trinken. Die gute Frau hat kein kleines Wechselgeld und gibt uns kurzer Hand eine Hand voll Bonbons. Sehr schön, wenn man pragmatische Lösungen findet. Hedi ist begeistert. Das erinnert ihn an seine Kindheit und den Kiosk gleich bei seinen Eltern um die Ecke.

Es wartet aber noch ein weiteres Highlight auf ihn. Gegen viertel vor 6 sind wir in Sengiggi und lassen uns direkt bei der Pizzeria Alberto absetzen. Dieses Restaurant bietet für Gäste einen kostenlosen Shuttle von uns zu den Hotels. Wir sitzen gemütlich am Strand und genießen den Sonnenuntergang.



Auch die Pizza ist lecker. Die Rückfahrt erfolgt auf einem umgebauten kleinen Laster, von dem unser Tunesier absolut begeistert ist. Auf der Ladefläche sind ein paar Bänke festgeschweist. Die Pizzeria Alberto wird noch oft ein Gesprächsthema sein während der letzten Urlaubstage. Besagter Shuttle fährt uns zum Hotel. Dort gehen wir duschen und um 8 haben wir nochmal einen Massage-Termin im Royal Spa. Im Taman Restaurant nehmen wir noch einen Absacker, bevor wir uns auf die Zimmer und ins Bett begeben. Morgen früh geht es schon wieder zurück nach Bali.

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #22 am: 31.01.2015, 17:37 Uhr »
So, dann schau wir mal, dass wir dieses Wochenende fertig werden...

Do. 14.08.2014, Tag 15: Back to Bali

Einen Wecker brauchen wir nicht und sind natürlich schon wieder um 6 Uhr wach. Packen, Frühstück um 7, auschecken… zumindest das fällt uns hier doch sehr leicht. Herman holt uns um halb 9 ab und fährt uns zum Flughafen, wo wir viertel vor 10 ankommen. Um viertel vor 12 sollte unser Flug gehen, hat aber eine knappe Stunde Verspätung. Wenigstens einen kleinen Pluspunkt kann das Sheraton machen. Es hat eine kleine Lounge am Flughafen, die wir so lange benutzen können. Essen würde hier nochmal extra kosten. Brauchen wir auch gar nicht… Der Flug an sich dauert eine knappe halbe Stunde.

Der Hoteltransfer nach Canggu wartet schon auf uns. Ums vorweg zu nehmen. Unser Hotel war ganz gut. Aber Canggu als Ausgangsort für Aktivitäten ist die reine Katastrophe. Dass es auf den Straßen in Legian, Kuta und Seminyak eh immer nur Stopp and Go vorangeht ist ja bekannt. Aber dahinter geht es erst richtig los.  Zwei T-Kreuzungen innerhalb von 100 Metern müssen wir überqueren, das Nadelöhr für alle, die nach Canggu wollen. Das bedeutet mal eben eine Stunde Wartezeit, wenn viel  los ist auch mal anderthalb. Gegen viertel vor 3 sind wir dann aber doch am Hotel und können einchecken. Wir kommen gerade recht zum Afternoon Tea. Danach bestellen wir uns ein Taxi nach Seminyak. Einmal wollen wir doch auch eintauchen in den Ballermann der Australier.

Natürlich stehen wir mal wieder im Stau. Wir gehen noch ein wenig nach Souvenirs gucken, werden aber nicht so richtig fündig.  Natürlich ist es hier voll, aber für „das Partymecka“ ist es hier doch sehr gesittet. Naja die Sonne ist ja auch noch nicht mal untergegangen. Am Strand von Seminyak geht es echt relaxt zu. 



Wir erwischen einen Abschnitt, an dem viele lustige Sonnenschirmchen und statt liegen oder Stühlen einfach Sitzsäcke aufgestellt sind.



Wir fläzen uns zum Sonnenuntergang hin, jeder in der Hand den Drink seiner Wahl, frisch gepresste Fruchtsäfte oder aber ein Bintang für Ingmar.



Und weil es uns so gut gefällt, bleiben wir hier auch gleich zum Essen. Dafür ziehen wir aber in die Bar um, wo man auch richtig sitzen kann.



Wir schlendern noch ein wenig weiter parallel zum Strand von Legion Richtung Seminyak (oder war es umgekehrt?).





Gegen 21 Uhr suchen wir uns ein Taxi zurück und stehen – na klar – erst mal im Stau! Wie das mit den Transfertagen mal so ist. Heute gab´s nicht ganz so viel Programm. Ist aber auch nicht weiter schlimm. Morgen treffen wir uns endlich wieder mit Adria!

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #23 am: 17.02.2015, 19:03 Uhr »
Fr. 15.08.2014, Tag 16: Ostküste

Somar holt uns um 8 Uhr in unserem Hotel ab. Hedi hat gestern wohl etwas Falsches gegessen und kämpft mit seinem Magen. Er bleibt heute im Bett, so dass wir nur zu dritt sind. Adria sammeln wir erst später in der Nähe seiner Wohnung in Sanur ein. Der hat es gut! Für die knapp 25 km benötigen wir eineinhalb Stunden.

Unser erster Halt ist der Ujung Water Palace, gebaut von 1919 bis 1921 als Wochenendresidenz und Erholungsort für den König. Später wurde die Anlage auch dazu genutzt, um hohe Staatsgäste unterzubringen. Das glauben wir sofort....

Der Blick auf die Vorgärten ist schön, aber noch nicht so spektakulär...




... aber dann wird's fast schon kitschig :)





Dass es hier Wasser gibt und die entsprechenden Pflanzen, ist bei dem Namen nicht weiter verwunderlich...





Die Anlage ist natürlich in einen Hang hinein gebaut und bietet eine schöne Aussicht:











Frangipanis sind einfach unsere Lieblingsbäume!









Wir sind ja an der OstKÜSTE, also geht auch noch mal zu einem Strand. Das Wetter meint es heute nicht ganz so gut mit uns. Es ist den ganzen Weg über zugezogen. Kurz bevor wir zum Strand von Pasir Puti kommen fängt es an zu regnen. Wir lassen uns davon aber doch keinen Strandspaziergang verderben. Und siehe da, als wir über die holprige „Straße“ in die Bucht hinab schaukeln, klart der Himmel ein wenig auf. Hohe Wellen gibt es hier und dunklen Sand. Wir schlendern einmal die Bucht auf und ab. Es ist kaum etwas los, dafür gibt es hier allerdings trotzdem schon einige Strandbars. Und alle möchten uns natürlich einen Kaffee anbieten oder etwas von ihrem Souvenirstand verkaufen.









Wir gesellen uns zu Adria und Somar, die einen Kaffee trinken. Wir bestellen uns mal wieder frischen Fruchtsaft. Kein Problem. Die gute Frau geht nach hinten und wirft erst mal den Stromgenerator an, damit sie uns auch einen vernünftigen Smoothie machen kann.  :shock: Sehr cool!

Es folgt ein kurzer Stopp am Candidasa Tempel. Wofür dieser Tempel jetzt berühmt ist, ist mir im Nachhinein entfallen. Aber sche ists hier - vor allem mit dem großen Sehorganes zwischen Altar und Meer.








Dann kommen wir nach Tenganan. Hier finden wir eine Art Museumsdorf vor, das aber noch bewohnt ist. Adria zeigt uns ein paar bemalte Kampfhähne, die in ihren Körben auf den nächsten Kampf warten.

Unser Lieblingsguide Adria:



Das muss man nicht gut finden, wie er freimütig einräumt. Es gehört aber halt zur balinesischen Kultur dazu. In den Häusern kann man viel Kunsthandwerk bewundern. Zum Teil haben die Bewohner davor ein paar Stände aufgebaut und bieten ihre handwerklichen Erzeugnisse zum Kauf an.





Auch ein paar Gänse laufen umher. Das ist schon recht nett gemacht hier. Adria erklärt uns einiges zum Aufbau des Dorfes und was alles für Veranstaltungen in der offenen Dorfhalle stattfinden.





P1030300 by MrBucket79, on Flickr

Aber, wo wir diese Zeilen ein halbes Jahr später herunterschreiben, fällt es uns irgendwie nicht mehr so richtig ein. Am Strand von Goa Lawah schauen wir uns an, wie man auf traditionelle Art und Weise Salz aus dem Meerwasser gewinnt. Sehr nett und anschaulich gemacht sind die verschiedenen Trocknungsbecken und aus dem Lavasand gemachten Filterungsvorrichtungen.









Wir spazieren am Strand entlang zum Tempel von Goa Lawah, der vor einer Höhle aufgebaut ist, die von Fledermäusen bevölkert wird.







 Die Fledermäuse sind hier zu Hunderten (mindestens) vertreten. Man kann sie am Eingang der Höhle schon an der Decke hängen sehen.



Das hat auch Auswirkungen auf den Altar und die verschiedenen Tücher, mit denen einige Steinfiguren eingekleidet sind. Die sauber zu halten ist ein löbliches, aber völlig aussichtloses Unterfangen. Die Fledermaus spielt eine große Rolle und findet sich in den Ornamenten des Tempels wieder. Wir müssen schmunzeln als wir am Kassenhäuschen vorbeigehen. Der Wärter hat seinen Motorradhelm neben sich liegen, welcher von einem Batman Logo geziert wird.

In der Halle vor dem Tempel macht sich gerade eine Mädchengruppe fertig und will für einen Tanz üben. Das wollen wir uns eigentlich noch ansehen, aber der Kassettenrecorder (ja sowas gibt es hier noch!) ist defekt. Also machen wir uns wieder auf den Rückweg und stehen natürlich wieder im Stau. Um viertel nach 5 sind wir am Hotel.

Für den Sonnenuntergang laufen wir zum Echobeach, wo wir uns auch zum Abendessen niederlassen. Auf dem Weg kommen wir wieder einmal durch ein paar nette Reisfelder.







Hier herrscht eine nette Surferatmosphäre. Die Beilagen kann man bestellen. Sein Fleisch bzw. seinen Fisch kann man sich direkt am Grill aussuchen und bekommt ihn dann gebracht. Es ist ganz nett und trotz der Wolken haben wir einen schönen Sonnenuntergang.





 Auf dem Rückweg im Dunkeln kommen mal wieder unsere Taschenlampen zum Einsatz. Wir machen noch Halt an einem Cafe, wo uns die nette Bedienung schon auf dem Hinweg so lieb zugewinkt hat. Während wir noch drei weitere Tage haben, geht es für Claudia und Hedi morgen bereits zurück nach Deutschland – die Armen.

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #24 am: 07.03.2015, 14:35 Uhr »
Sa. 16.08.2014, Tag 17: Tanah Lot und die südliche Halbinsel

Unser letzter Tag mit Claudia und Hedi. Da sie aber erst am Nachmittag fliegen, haben wir noch ein paar Stunden zusammen. Adria holt uns um 8 Uhr ab und wir fahren zum Tanah Lot Tempel. Da dieser im Westen liegt, ist es hier auch nicht so kritisch mit dem Stau. Bekannt ist dieser Tempel ja eher für Besuche zum Sonnenuntergang. So früh am Morgen sind daher auch kaum Touristen dort und wir können in Ruhe Fotos von den verschiedenen Standorten aus machen.






















Die Hauptstadt von Bali haben wir uns noch gar nicht angesehen. Wir halten in Denpasar nochmal am Pasar Bedung Markt.

Man trifft bzw. tritt, wenn man nicht aufpasst, ja allerorten auf die kleinen Opfergaben. Hier kann man sie kaufen.










Wir fahren zum Bajra Sandhi Monument, was übersetzt wohl so viel wie Denkmal für den König heißt. Leider ist es heute geschlossen und wir können nicht hinein. Im anschließenden Renon Park übt eine Gruppe junger Kadetten Exerzieren für den morgigen Unabhängigkeitstag. Adria meint, dass es sich um eine Freiwilligengruppe der Universität handelt.







Nur 200 Meter weiter treffen wir eine andere Gruppe von Studenten, die etwas ungezwungener am Start sind. Adria weiß auch nicht, worum es geht. Auf jeden Fall treten zwei Gruppen im Sackhüpfen und Eierlaufen gegeneinander an. O-Woche? Keine Ahnung, sie haben jedenfalls mächtig Spaß...

Die klassischen Mitbringsel haben wir immer noch nicht besorgt. Also halten wir an einem Souvenirshop, damit sich vor allem Claudia und Hedi noch ordentlich eindecken können. Wir machen auch noch einen ganz kurzen Abstecher nach Nusa Dua, einer künstlich angelegten Touristenhochburg – nur damit wir das auch mal gesehen haben, betont Adria. Mit dem alltäglichen Bali hat dieser abgeriegelte Bereich nichts zu tun. Aber die Parkanlagen sind ganz schön gemacht. Adria meint, wenn man zum Ankommen oder am Ende eines Urlaubs einfach nochmal 3 Tage absolute Entspannung und Gammeln am Pool oder Strand möchte, dann wäre diese Siedlung ganz gut geeignet. Das würden viele seiner Kunden so machen. Dank der neuen mautpflichtigen Schnellstraße, die Nusa Dua mit Sanur und dem Flughafen verbindet, ist auch der Verkehr kein Problem mehr. Hier hat es wohl vor ein paar Jahren richtig Ärger gegeben, als es an ein paar Tagen in der Hochsaison passiert ist, dass einige große Reiseveranstalter, obwohl sie den Transfer über 4 Stunden vor Abflug organisiert hatten  Dank des Staus, Busladungen von Gästen hatten, die ihren Flug in die Heimat verpasst hatten. Das führte letztlich zum Bau der Mautstraße, die Situation für diese Region drastisch verbessert hat.

Zum Mittagessen geht es auf den Wunsch von Hedi an den Strand von Jimbaran.



Wir laden Adria und Somar ein, mit uns zu essen. Das muss dann auch einfach mal sein nach der netten Zeit, die wir hatten. Hedi wird im Bus schon immer unleidlicher und betont mehr als einmal allerdeutlichst, dass er gerne hierbleiben möchte. Das Mittagessen mit fangfrischem Fisch lenkt ihn noch einmal kurz ab. Die kurze Restrecke zum Flughafen wird allerdings zu einem Musterbeispiel tunesischer Lamentierkunst in Perfektion. Alles doof in Deutschland, kein Adria, kein Somar, nur schlechtes Wetter, kein Pizzeria Alberto Laster, doofe Arbeit… alles ganz schlimm!  :oops: :lol:

Dann heißt es aber trotz allem am Flughafen Abschied nehmen. Wir lassen die beiden raus und fahren dann schweren Herzens weiter, na so schwer auch wieder nicht. Das positive ist, dass wir noch drei Nächte hierbleiben können. Wir fahren mit Adria zum Padang Padang Beach, der sehr schön, allerdings auch SEHR voll ist. Auf der südlichen Halbinsel von Bali tummeln sich halt die ganzen Tagesausflügler aus der Region Kuta und aus Nusa Dua, die etwas auf eigene Faust unternehmen. Kein Ahnung, wie Sandra dieses Foto hinbekommen hat... da sind ja kaum Leute drauf.



Auch der Tempel Ulu Watu darf natürlich nicht fehlen. Adria nimmt einen Stock mit, die Affen sind hier als sehr aggressiv bekannt. Ingmar Packt seine Brille weg und Sandra lässt die große Kamera im Bus. Die Schlaufe von der kleinen wird zweimal ums Handgelenk geschlungen. So richtig viele Affen sind aber gar nicht unterwegs.








Als wir zum Ausgang kommen sehen wir eine Gruppe etwas voluminöserer Amerikaner. Die haben das mit den Affen wohl ganz lustig gefunden, bis einem die Sonnenbrille geklaut wurde, bevor ein paar ältere Guides dazwischen gehen konnte. Als wir sie passieren ist die Gruppe gerade am verhandeln und für eine Tüte Nüsse gibt der Affe das gute Stück zurück.

Jetzt geht es aber zu unserem nächsten Hotel. Wir haben uns zum Abschluss noch einmal drei Tage im Rimba Jimbaran gegönnt. Das soll irgendwie der Hit sein und ist das Schwesterhotel vom Ayana Resort, was wohl ziemlich bekannt ist, wie uns Adria erklärt. Outstanding, auch vom Preis her. Aber über Trivago bzw. Roomsxxl haben wir einen ziemlich guten Preis geschossen, gut 30% günstiger als bei allen anderen Anbietern. Und vom Hotel wurde die Buchung auch bestätigt. Soll wohl passen. Auf das Gelände des Ayana Resorts kommt man nur nach Kontrolle und Öffnen des Kofferraums. Die Eingangswachen sind bewaffnet. Das sind immer noch die Nachwehen der Anschläge aus dem Jahr 2002. Die Anlage ist riesig. Vom Gate zum Hotel sind es bestimmt nochmal 2 Kilometer. Unser Eintreffen ist angekündigt worden. Wir werden mit einem Gongschlag begrüßt, man öffnet uns die Tür. Und hängt uns Frangipaniblütenkränze um. Na wow, schon haben wir so eine Art Eistee als Welcome Drink in der Hand. Wir checken ein und sind sogar von Hillview auf Poolview upgegradet worden.





So könnten wir sogar den Sonnenuntergang vom Balkon aus sehen. Als wir wieder in die Lobby kommen gibt es eine Tanzvorführung von ein paar Kindern. Wir werden eingeladen, Fotos zu machen.... na denn.



Zum Sonnenuntergang geht es nicht wieder aus Zimmer, sondern an den Pool des Ayana Hotels direkt über dem Meer, denn dessen Einrichtung können wir als Gäste vom Rimba auch mitbenutzen. Das ist schon recht schnieke hier.



Morgen ist Unabhängigkeitstag. Wir hätten zwar gerne noch eine Tour mit Adria gemacht, aber an dem Tag will er gerne etwas mit seiner Familie und vor allem mit seinen Kindern machen – ist ja auch verständlich. Wir haben uns aber für übermorgen noch einmal verabredet. Nach Sonnenuntergang nehmen wir uns ein Taxi. Wir probieren es einfach mal aus und fragen den Taxifahrer, wo man hier gut typisch balinesisch essen kann. Wir haben uns innerlich schon auf eine Tourifalle eingestellt, haben aber Glück. Der „Warung“ ist schon eher ein rustikales Restaurant, allerdings ein sehr gutes. Man sitzt an großen, langen Tischen und kann in die Küche sehen. Insbesondere das Schweinefleisch legt uns der Taxifahrer ans Herz und Ingmar beherzigt diesen Tipp. Sehr lecker! Wir fahren zurück zum Hotel und machen uns noch einen Kaffee auf dem Zimmer, sitzen noch ein wenig auf unserem Balkon auf der Sonneninsel und genießen unser Luxusbett....

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #25 am: 10.03.2015, 19:25 Uhr »
So. 17.08.2014, Tag 18: Relax!

Der heutige Tag ist recht schnell erzählt. Wir sind mal wieder früh wach und schon um 6:30 Uhr beim Frühstück (Ja so richtig passt das nicht zur Überschrift dieses Tages, ist uns schon klar… ☺). Das ist genauso luxuriös, wie das Hotel anmutet. Da drinnen die Klimanalage in amerikanischen Ausmaßen aufgedreht ist, setzen wir uns auf die Terrasse. Hier geht es uns gut und wir lassen uns nicht treiben. Omelette und was es sonst noch so gibt wollen ja nicht in Hast verputzen.

Gegen halb 8 machen wir uns dann aber doch auf den „Weg“  Es geht mit dem Hotel Shuttle, einer kleinen Bimmelbahn zum Kubu Beach, wo wir – oh Wunder – die ersten Gäste sind. Offiziell macht der ja erst um 8 Uhr auf. Aber die Beach Boys sind schon am aufbauen und haben beste Laune. Sofort werden zwei Liegen für uns in die Sonne gezogen. Einer bringt uns zwei Flaschen kaltes Wasser nicht ohne den Hinweis, dass wir ein wenig Acht geben und nicht zu lange in der prallen Sonne brutzeln sollen. Wir sollen Bescheid geben, dann tragen sie die Liegen gerne für uns in den Schatten. Na das kriegen wir auch noch selber hin…  Mit Schwimmen ist es wegen des Seegangs heute allerdings nichts. Die rote Flagge ist gehisst. Lediglich an einer ca. 10 Meter breiten Stelle könnten wir ins Wasser. Das macht nicht so richtig Laune, aber schön ist es trotzdem! Wir nutzen die Zeit zum Lesen und für ein paar Fotos.















Zwischenzeitlich verwirrt Ingmar die Angestellten des Hotels dann doch sehr. Er macht ein Foto mit der roten Koralle, die uns Herman auf Lombok mitgegeben hatte. Die Jungs kommen dazu und sind völlig aus dem Häuschen. So eine Koralle haben sie hier noch nie gefunden. Das ist schon ganz lustig, aber wir klären die Herkunft dann doch auf.

[



Gegen 11 Uhr begeben wir uns wieder ins Hotel und gehen an den Pool, wo Ingmar endlich mal die Ruhe nutzt und mal konsequent an der breitesten Stelle für eine Dreiviertelstunde Bahnen zieht. Da er nicht mit nassen Sachen durch das Hotel gehen will, duscht er im Fitnessbereich, wo es doch tatsächlich eine Sauna und ein Dampfbad gibt. Na wer sowas auf Bali braucht…
 
Um 14 Uhr nehmen wir uns ein Taxi nach Jimbaran Beach. Um die Uhrzeit ist es noch nicht so voll und wir schlendern ganz gemütlich am Strand entlang und bummeln ein wenig durch den Ort. Die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag sind leider wohl schon vorbei. Schade, das hätten wir uns gerne angesehen. Da hätten wir uns natürlich auch früher mal schlau machen können. Macht nichts. Die großen Menschenmassen für das allabendliche Fischbuffet sind noch nicht da und wir lassen uns Zeit, trinken hier mal einen mixed Juice und dort mal einen Cappuccino... das Leben kann so einfach sein!





Da wir beide keine Fischesser sind, gehen wir zum Essen in eine Pizzeria in dem Komplex, in dem auch das Kubu-kubu Hotel untergebracht ist. Und weil´s doch so schön ist gibt es noch einmal eine balinesische Massage im Orchard Spa. Danach geht es mit dem Taxi wieder ins Hotel.

Wir wollten eigentlich den Sonnenuntergang von unserem Zimmer aus angucken. Wegen der aufziehenden Bewölkung fällt er aber aus. Wir machen es uns trotzdem in unserer Sonneninsel auf dem Balkon gemütlich, lesen noch ein wenig und freuen uns schon auf den morgigen Ausflug mit Adria.

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #26 am: 10.03.2015, 19:47 Uhr »
Mo. 18.08.2014, Tag 19: Zum Abschluss noch einmal Reisterrassen!

Heute sind wir ein letztes Mal mit Adria unterwegs, der uns um 8 abholt. Weil wir ja nur noch zu zweit sind, fahren wir mit einem etwas kleineren Wagen. Somar hat heute leider keine Zeit und wir haben einen anderen Fahrer. Der macht aber auch einen guten Job. Bis zu unserem ersten Stopp müssen wir zwar 2 Stunden Fahrt zurücklegen. Dabei kommen wir aber erstaunlich gut durch. Es geht ein ganzes Stück auf der Transitstrecke Richtung Java entlang nach Westen. Die Straße ist gut ausgebaut, dafür sind hier aber auch sehr viele LKWs unterwegs. Unser Ziel sind die Reisterrassen von Pupuan.

Sobald wir von der Transistraße abgefahren sind und uns die Berge hinaufschlängeln, wird es ruhiger und wir öffnen die Autofenster. Schön ist es hier!
Adria zeigt uns ein Hotel mit einem traumhaften Ausblick, wo er bei von ihm organisierten Rundreisen gerne Gäste unterbringt. Wobei „Unterbringen“ relativ ist. Zimmer kann man bei ihm nicht direkt buchen. Er erklärt uns, dass er mit den Konditionen, die man über die großen Buchungsseiten bekommt, einfach nicht mithalten kann. Er empfiehlt seinen Gästen alle Hotels und die können sie dann zum günstigsten Kurs selber buchen.

 Unsere Wanderung starten wir allerdings vom zweiten Hotel im Ort, dass er auch empfiehlt. (Naja viel mehr Hotels wird es in dem Dorf auch nicht geben. Vom Parkplatz des Cempaka Blimbing geht es durch eine Kakaoplantage. Hier erscheint  es uns – falls das überhaupt möglich ist - noch einmal ruhiger und friedlicher.  Eine gute Stunde sind wir hier unterwegs.





Danach geht es ein letztes Mal in die Reisfelder. Wir können irgendwie nicht genug davon bekommen. Außer uns ist nur noch ein anderes Pärchen unterwegs, um die Ruhe zu genießen. Eine freundliche Reisbäuerin und ein paar Hühner treffen wir auch noch.



















Wir beenden unseren Spaziergang an einem Warung. Adria bestellt sich eine Reissuppe. Wir bestellen Mixed Juice und Banana Cake und müssen allerdings eine gute halbe Stunde warten. Der ist nämlich gerade noch im Ofen. Dafür haben wir dann wirklich den frischsten und besten Bananenkuchen, den man sich wünschen kann. Bei der angenehmen Atmosphäre auf der schönen Terrasse macht uns das Warten außerdem gerade mal gar nichts aus. Man merkt, zum Abschied haben wir nochmal so richtig schön auf Müßiggang geschaltet. Und natürlich blicken wir auch von dieser Terasse auf... Reisfelder :)







Allein für diesen schönen Aufenthalt in Pupuan hat sich der Ausflug schon wieder gelohnt.  Aber natürlich haben wir noch zwei weitere Ziele auf dem Schirm. Der Wasserfall von Munduk will noch besichtigt werden und ist gut für ein paar schöne Fotos. Dass Bassin ist so flach, dass wir theoretisch bis direkt unter den Fall waten könnten.








Auch ein Tempel darf auf unserem letzten Ausflug mit Adria natürlich nicht fehlen. Pura Taman Ayun ist wirklich eine sehr, sehr schöne Anlage. Wenn jetzt jemand einwendet, dass  diese Tempel doch alle sehr ähnlich sind können wir nicht wirklich wiedersprechen. Und doch hat aber jede Anlage irgendwie ein ganz eigenes Flair.


















Gegen halb 6 sind wir zurück im Hotel und verabschieden uns schweren Herzens von Adria. Wir gehen duschen und fahren zum Essen noch einmal ins Kupu-Kupu Hotel. Unsere letzte Nacht auf Bali bricht an…. :(

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #27 am: 10.03.2015, 20:36 Uhr »
Mo. 19.08.2014, Tag 20: Nachspielzeit in Singapur

Von Indonesien müssen wir uns verabschieden. So ganz nach Hause geht es aber noch nicht. Wir haben noch einmal zwei Tage in Singapur vor uns. Der Wecke geht um viertel vor 6. Wir bringen unsere Koffer schon einmal zur Lobby und gehen Frühstücken. Um 7 nehmen wir  ein Taxi zum Flughafen. Man weiß hier ja nie, wie das mit dem Verkehr läuft. Wir haben einen großzügigen Puffer eingebaut. An der Rezeption hat man uns geraten, eine Dreiviertelstunde einzuplanen - das könne schon einmal vorkommen. Tatsächlich brauchen wir aber nur gut 15 Minuten. Unser Flug mit Air Asia geht pünktlich um 9:10 Uhr. Wir haben  sehr frühzeitig gebucht und der Aufschlag von umgerechnete 5 EUR für einen Sitzplatz in der ersten Reihe macht sich mehr als bezahlt… Das ist mal so richtig angenehm. Ingmar hat den Mittelplatz eine kurze nonverbalen Auseinandersetzung mit dem Passagier rechts neben ihm, der nicht nur der Meinung ist, die Armlehne zur Mitte würde ihm gehören sondern natürlich auch ein guter Teil des Mittelplatzes selbst. Irgendwo müssen die Ellbogen ja hin, nicht wahr? Das ist aber nach fünf Minuten mit ein paar bösen Blicken beiderseits geklärt.

Ebenso pünktlich wie wir gestartet sind, landen wir um 11:45 Uhr in Singapur und dann geht es wirklich alles ganz schnell, obwohl der Flughafen ja wirklich gigantisch groß ist. Besser organisiert geht es kaum. Passkontrolle und ab zu den Gepäckbändern. Wir müssen bestimmt 10 Minuten laufen auf diesem riesigen Airport, wie lange da wohl das Gepäck braucht? Keine fünf Minuten müssen wir warten. Wir wollen mit der Metro in die Stadt. Das einzige was uns jetzt Zeit kostet, sind die weiten Wege an diesem Riesenflughafen. Mit einem Skytrain fahren wir ersteinmal in das Nachbarterminal, wo man zur MRT kommt. Auf dem Weg zur Station holen wir uns noch einen 72h Tourist Pass für die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch ein paar Bootstouren und ein hop on hop off bus sind mit inbegriffen. Wir bezahlen umgerechnet knapp 20 EUR pro Person - das ist äußerst fair!

Wir haben uns die Route zum Hotel vorher im Internet angesehen das klappt mehr als Perfekt. Unser Zug führt vom Airport und als wir das erste mal umsteigen müssen, wartet der andere Zug schon direkt am Bahnsteig gegenüber. Auch die Ausschilderung ist nahezu perfekt. Als wir unseren dritten Zug erreichen, müssen wir gerade mal eine Minute warten. Die Metrofahrt ist aber nicht nur wegen der Perfektion und der absoluten Sauberkeit ein kleiner Kulturschock. Wir fühlen uns fremd - richtig fremd! Nicht weil wir Europäer sind, aber wir haben kein Handy dabei! Es gibt außer uns, soweit wir das überblicken können, wirklich nicht eine Person im ganzen Zug, die nicht auf ein Smartphone starrt oder hektisch darauf umtippt und irgendwas zockt. Bizarr auch die Größe von den Dingern. In Hosentaschen passen die meisten mit Sicherheit nicht. Lustig auch die Ausgestaltung der guten Teile. Da gibt es grüne Handyhüllen, die auf den Nagellack der Besitzerin abgestimmt sind oder umgekehrt. Frauen (nicht Mädchen!) die ihre Smartphones mit Minimausohren verschönert haben und haufenweise Gestalten, die bei jeder europäischen Comedyshow als Nerds herhalten könnten.

Ein paar Orientierungsprobleme bekommen wir dann doch. An unserer Zielstation Orchard Road wird es ein wenig unübersichtlich und vor allem kofferunfreundlich. Da kann Mann doch mal wieder glänzen und Frau den großen Koffer auf den Treppen abnehmen. Die 46 Kilo plus Rucksack bei gefühlter 99% Luftfeuchtigkeit und 33 Grad bringen Mann dann aber doch ganz gut ins Schwitzen… Dann stellen wir fest, dass wir zwar den Ausgang zur richtigen Straße genommen haben, aber das Hotel ist auf der anderen Straßenseite. Wir können es schon sehen. Aber einfache Fußgängerüberwege sind hier nicht. Als wieder hin zu einer Straßenüberführung 150 Meter weiter hinten, Treppe rauf, Treppe wieder runter und wieder zurück. Na wenigstens haben die Rolltreppen. Um 13:30 sind wir bereits im Royal Plaza at Scotts angekommen. Dieses 5 ***** Hotel haben wir ziemlich günstig als Secret Deal über Hotwire gebucht. Naja fünf Sterne sind doch eher relativ. Die Zimmer sind so überhaupt nicht besonders. Aber es ist sauber und die Minibar ist coplimentary. Das ist doch nett. Wir nehmen uns erstmal eine Cola, denn was das Thema schwüle Hitze angeht, ist Singapur doch nochmal eine ganz gute Steigerung zu Bali. Also frisch machen und ab gehts in den Großstadtdschungel.

Wir steuern den nächsten Starbucks an gönnen uns einen iced latte irgendwas. Erstmal wird überlegt, was wir mit dem Tag noch anfangen. Wir haben ja noch richtig Zeit. Erstmal fahren wir in Richtung Fluss. Erste Eindrücke:



anglikanische Einflüsse...



... und das Parlament...
 




... sind sehr schön angelegt. Falls ihr lange Weile habt, vergrößert doch die ganzen Singapur Fotos, und schaut mal, ob ihr irgendwo herumliegenden Müll entdecken könnt :D

Wir lassen uns auf unseren Lonely Planet ein und machen den Riverwalk, vorbei an der Raffels Statue mit schönen Aussichten auf die Skyline bis zum Klarke Quay.









Marina Bay Sands Hotel... das mit dem komischen Ding als Dach...



Am Clarke Quay...





Wir ziehen uns sogar die historischen Hintergründe aus dem Reiseführer an den einzelnen Stationen rein. Das ist ganz nett und auch einigermaßen interessant, aber in drei Tagen werde wir das trotzdem alles schon wieder vergessen haben. Eine gut Stunde lassen wir uns Zeit und fahren dann mit der Fähre, die im Touristpass mit inbegriffen ist, einmal den ganzen River rauf und wieder. Hier ist es ruhig, beinahe friedlich. Und Fotomotive hat es zu Hauf!



















Beim Singapur Flyer Riesenrad steigen wir aus.



Wir entscheiden uns gegen eine Fahrt, gönnen uns aber ein Eis aus dem Seven Eleven. Wir beschließen, stattdessen lieber der Dachtrasse das Marina Bay Sands Hotel einen Besuch abzustatten und uns von dort aus den Sonnenuntergang anzusehen. Das ist schon recht groß hier. Passage im Hotelvorbau:



Der Eintritt ist nicht ganz billig, aber es hat sich mehr als gelohnt! Singapur bei Nacht ist schon außergewöhnlich. Auch die allabendliche Lightshow, die vom Hotel auf die Marina projiziert wird, hat aus dieser Perspektive ihren Reiz.





















Auf dem Weg zurück zum Hotel beschließen wir, bei KFC einzukehren, was uns das mit Abstand schlechteste Essen unserer gesamten Reise beschert! Duschen und ab ins Bett. Morgen wollen wir mal sehen, was die Stadt shoppingtechnisch so zu bieten hat.

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #28 am: 10.03.2015, 21:07 Uhr »
Di. 20.08.2014, Tag 21: Morgenimpressionen und Sentosa Island

Muhaaaa, heute stehen wir erst um 8.00 Uhr auf, Ausschlafen quasi. Um 8:30 Uhr sind wir aber unterwegs und holen uns im angrenzenden Shoppingcenter ein kleines Frühstück auf die Hand. Mit der MRT geht es zur City Hall. Dann schlendern wir einmal durch das hübsche Raffles Center, wo die Läden allerdings noch geschlossen sind. Auf der anderen Seite kommen wir wenig überraschend am Raffles Hotel wieder raus, das wir uns natürlich auch kurz ansehen. Im Innenhof...



... und von außen:




Danach geht es zum angeblich größten Springbrunnen der Welt, der außer seiner Größe aber eigentlich so überhaupt nichts Attraktives hat.



Also machen wir uns wieder auf Richtung City und kommen dabei durch ein paar Grünanlagen:











Zur Löwenstatue, dem Wahrzeichen Singapurs (oder so?), müssen wir natürlich auch noch. Die hatten wir gestern ja schon vom Boot aus fotografiert. Hier ist es richtig voll. Irgendjemand erklärt uns, dass es halt Pflicht ist, sich mit dem Löwen fotografieren zu lassen. Bringt Glück oder so... Wir begnügen uns mit einem weiteren Foto aus der Ferne.



Die Hochhäuser am Fluss waren gestern beeindruckend und sind es heute immer noch...




Wenn er schon mal im Preis mit inbegriffen ist, wollen wir den Hop on Hop off Bus nutzen, fahren mit dem Boot zum Clarke Quay und drehen erstmal eine Runde durch die Stadt. Sogar in China Town ist es sauber und es hängt eine hübsche Demo über der Straße.



Auf Shopping haben wir irgendwie doch nicht so die Lust und beschließen spontan, nach Sentosa Island zu fahren. Im Reiseführer stand etwas von schönen Stränden und Naherholungsgebiet für die Stadtbevölkerung. Wir sind gespannt, wie das hier aussieht. Also geht es kurz zurück zum Hotel, Standsachen einpacken, einen Kaffee bei Starbucks mitnehmen und mit der MRT Richtung Sentosa fahren. Bevor wir von der UBahnstation zur Insel kommen, müssen wir natürlich erst noch einmal durch ein Shoppingcenter. Auf die Insel selbst geht es dann mit einer Art Schwebebahn. Als wir dann endlich auf Sentas ankommen, fängt es gerade an zu regnen. Weil wir ein wenig hungrig sind und es gerade so auf dem Weg liegt, statten wir dem goldnen M einen Besuch ab, um die Zeit zu überbrücken.

Von Bali kommend, am Strand von Singapur irgendwie Idyllische Atmosphäre zu erwarten, wäre wohl naiv bis stupide. So sind wir auch nicht enttäuscht von der Freizeitparkatmosphäre. Und vielleicht liegt es ja auch am wolkenverhangenen Himmel, dass es hier alles so lieblos wirkt. Beim Blick aufs Meer tragen die vielen Frachtschiffe, die vorm Hafen von Singapur auf Einlass warten natürlich ihr übrigens dazu bei. So einen Stau auf dem Meer haben wir allerdings auch noch nicht gesehen, das ist - allerdings auf andere Art - schon beeindruckend. Sandra findet das aber nicht schön, also macht sie auch keine Fotos.... Die gibt es eher von den Anlagen.









Wie es der Zufall so will wird, erleben wir trotzdem noch ein kleines Highlight. Wir treffen auf eine Gruppe aus Sri Lanka. Einer von den Jungs lebt wohl hier in Singapur und hat Besuch von seinen Kumpels. Sie sitzen, leicht versteckt in einem kleinen Pavillon und haben ihren Lunch ausgebreitet. Sie haben ein Bongo dabei, sind am Singen und Trinken. Wir schauen einmal um die Bäume, weil wir eigentlich gedacht haben, dass da vielleicht ein Touriprogramm oder irgendwas läuft. Als sie uns sehen, winken sie uns sofort herbei und laden uns ein, sich doch zu Ihnen zu setzen. Wir verbringen gut eineinhalb Stunden in dieser netten Runde, singen (naja gut, wir hören eher zu) und unterhalten uns über Gott und die Welt. Auch zu Bier und Whiskey werden wir eingeladen und geben unsererseits unsere Snacks, die wir glücklicherweise im Rucksack haben, in die Runde ein.

Was Max, der hier in Singapur seit ein paar Jahren lebt, über die Bevölkerung hier s zu erzählen hat, trägt nicht gerade dazu bei, dass wir dieses Land sympathischer finden… Nur ein paar Stichworte: Rücksichtlos, uninteressiert, der soziale Rückhalt entsteht durch Arbeit und die Leute, die man da trifft. Nachbarschaft gibt es nicht. Wir können das jetzt natürlich nicht verifizieren, aber so richtig verwundert sind wir nicht. Passt irgendwie ganz gut zu einer anderen kleinen Charakteristik, die uns in Singapur häufiger trifft und über die hin wir ein neues Spiel entwickelt haben:

Exkurs:  Asiaten checken!

An unseren ersten beiden Tagen Singapur ist uns aufgefallen, dass wir sehr häufig angerempelt werden (oder sind wir einfach nur zu blöd und rempeln selber?) Auf der Fahrt vom Flughafen ins Hotel war das ja fast noch logisch. Schwere sperrige Koffer in voller Stadt… Da rempelt es halt fast zwingendermaßen. Aber auch später ist uns diese Phänomen begegnet und wir waren erst ein bisschen unsicher, ob wir uns vielleicht einfach so doof benehmen und so umkoordiniert durch die Gegend wanken. Wir haben uns dann mal auf Ursachenforschung begeben und auch ein paar Ursachen gefunden:

1. Das Handy:
 Dadurch dass die immer und überall auf ihr Handy gucken, sei es beim Warten oder beim Gehen, rumst es halt ab und an. Daran können wir dann auch nichts ändern.

2. Ignoranz: Stumpfe Ignoranz. Wir haben uns gefragt, warum das nicht klappt wenn man sich entgegenkommt, wie wir das in Deutschland halt machen, wenn es eng ist. Jeder dreht ein wenig den Oberkörper, eine Schulter nach hinten, eine nach vorne. Dann geht man halt ohne Zusammenstoß aneinander vorbei. Warum werden wir trotzdem angerempelt wenn wir das machen? Da wird von uns offenbar erwartet, dass wir doch bitte zu 100% ausweichen oder bitte komplett anhalten sollen, damit der Singapurer seinen Weg doch bitte unverändert fortsetzen kann. Woran das liegt… kein Plan. Vielleicht, weil wir keinen Anzug tragen oder weil wir Ausländer sind? Wir wissen es nicht. Solche Rempler haben wir übrigens nie mit Frauen oder Leuten, denen wir ansehen können, dass sie immigriert sind, Inder oder Thais z.B.

Wir haben für uns dann beschlossen, dass wir das ja gar nicht einsehen. Ingmar ist dann dazu übergegangen auf gleichem Niveau zu agieren und auch das Zurücknehmen der Schultern einzustellen - wenn der Gegenüber sich auch entsprechend verhält. Das hat natürlich zur Folge, dass aus dem Rempler ein kleiner Crash wird. Weil die Asiaten von ihrer Statur her ja alle eher so halbe Portionen sind, ist das eine Sache, die Ingmar dabei nicht wirklich aus der Bahn wirft - den Gegenüber aber schon. Darauf hin wird dann erst wie ein Auto und dann recht indigniert geguckt. Also das Thema Darwinismus haben die irgendwie nicht so richtig verstanden… Es ist nicht so, dass wir es drauf anlegen, aber wenn es mal wieder zu so einem Zusammenstoß kommt, hat das durchaus ein gewisses komischen Element.

Exkurs Ende


Als der Abend immer näher kommt, trennen wir uns Max und seinen Freunden. Mit der MRT geht es zurück in die Stadt und noch einmal zum Löwen. Wir wollen uns heute Abend von hier die Lightshow aus einer anderen Perspektive ansehen und bummeln zur Überbrückung nochmal kurz durch ein Shoppingcenter, ohne aber fündig zu werden.





Nach der Lightshow fahren wir zurück zum Hotel und schlendern noch einmal ein bisschen über die Orchard Road. Abendessen gibt es bei Wendy’s. Und morgen geht es dann nach Hause. Soviel können wir bereits heute sagen: Singapur muss man mal gesehen haben - aber unsere Stadt ist es nicht.

Positiver Nebeneffekt: Da fällt die Heimreise nicht ganz so schwer. Etwas Ärger gibt es noch im Hotel, als wir auf unser Zimmer kommen, stinkt es ziemlich übel nach Farbe, was nach nur 5 Minuten Kopfschmerzen verursacht. Hintergrund sind Malerarbeiten auf dem Dach, die Dämpfe kommen über die Klimaanlage zu uns ins Zimmer. Im Hotel kennt man das Problem, hat aber keine Lösung. Wir stellen die Klimaanlage ab und der freundliche Servicemitarbeiter entfernt die Schlösser an den Fenster, allerdings erst, nachdem wir unterschrieben haben, dass wir die Fenster auf unseren ausdrücklichen Wunsch und auf eigene Gefahr hin öffnen. Als kleine Entschädigung können wir uns aussuchen, ob wir ein kostenfreies Frühstück erhalten oder einen Late Checkout. Wir entscheiden uns für letzteres, unser Flug geht ja erst morgen Abend gegen Mitternacht. Mit geöffnetem Fenster geht es auch gleich viel besser und wir schlafen recht zügig ein.

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #29 am: 10.03.2015, 21:45 Uhr »
Mi. 21.08.2014, Tag 22: Heimreise

Heute Abend geht es wieder nach Hause. Aber vorher haben wir noch ein paar Punkte auf unserer Liste. Wir fahren nach Little India und werden doch noch shoppingtechnisch aktiv. Eigentlich wollten wir nur eine Schutzkappe für Sandras Teleobjektiv. Aber die Preise in dem von uns angesteuerten Laden sind schon krass günstig, so dass zwei weitere Objektive den Besitzer wechseln. In der Nähe hat es auch ein paar interessante Fotomotive:








Durch Chinatown sind wir gestern mit dem Bus gefahren. Die Straßendekoration ist schon sehr schön gemacht. Sauber ist es auch. Hat mit den Chinatowns, wie wir sie kennen, irgendwie nicht ganz soviel zu tun… aber egal :)
















 Mittagessen gibt sei Foodcourt von Boogies Junction Shopping Center, das wirklich ganz nett aufgemacht ist. Den unseres Aufenthalt soll ein Spaziergang durch die Botanical Gardens werden. Mit der MRT sind wir in knapp 20 Minuten da. Als wir aber wieder an die Oberfläche kommen, schüttet es aus Eimern. Eben noch blauer Himmel, dann fährst du einmal MRT und schon erkennt man vor Regen und dichten Wolken nicht mehr, wo die Sonne gerade am Himmel stehen könnte. Im naheliegenden Macdonalds gibt es einen Ice Kaffe irgendwas. Das wird schon gleich besser. Als es nach ein knappen Dreiviertel Stunde so überhaupt noch keine Besserung in Sicht ist, fahren wir mit dem Bus wieder zurück zu unserem Hotel, Duschen noch einmal in aller Ruhe, freuen uns über eine kleine Box mit Pralinen. Nochmal eine Entschuldigung für das Problem mit der Geruchsbelästigung gestern.

Als wir dann auschecken und uns mit den Koffern zur MRT  tapern, hört es so langsam auf zu regnen. Falls wir nochmal einen Stopover hier haben sollten (was nach unserem jetzigen Empfinden nicht wirklich sein muss…), haben wir die Botanical Gardens halt noch offen. Ingmar zieht beide großen Koffer durch die MRT Station und so kommt es zum Abschluss nochmal wie es kommen muss… Asiaten Checken Extreme. Es ist nicht viel los. Und uns kommt in hohem Tempo ein Anzugsträger entgegen, der es offenbar sehr eilig hat und für sich die Ideallinie einschlägt. Selbst wenn Ingmar es gewollt hätte, hätte er nicht mehr Bremsen können mit gut 45 KG, die hinter ihm her rollen - Trägheit der Masse und so. Und außerdem hat der die Kollision mit diesen Gesellen wirklich erst im letzten Moment kommen sehen und mit dem Koffer auch überhaupt keine Chance auszuweichen. Das zusätzliche Gewicht verstärkt den Checkeffekt. Und der Asiate wird aber mal so richtig aus der Bahn geworfen. Das er nicht stürzt ist aber auch alles. Sorry, in der Heftigkeit hätten wir das nie bewusst durchgezogen, aber was willste machen?

Am Flughafen haben wir noch einmal gut viereinhalb Stunden vor uns, was hier allerdings überhaupt kein Problem ist. Chang Airport ist eine der herausragend positiven Erfahrungen in Singapur. Sandra wird sogar noch bei Desigual fündig. Die Preise sind hier sogar günstiger als in der Stadt.
Unsere restlichen SIN Dollar werden wir bei Starbucks los und es ist kein Problem, die verbleibende Differenz noch mit Kreditkarte zuzuzahlen. Der Flug geht überwacht und ist ruhig. Wir erreichen Frankfurt  gegen Acht, kommen aber erst gegen 10 Uhr los, weil wir Probleme haben unser Rail and Fly Ticket am Automaten zu ziehen. Bis das geklärt ist, dauert es eine Dreiviertelstunde. Dann geht es aber alles recht schnell und schon ist unser Urlaub leider schon wieder vorbei…

 

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