5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009

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*Kauschthaus

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #15 am: 24.07.2009, 17:36 Uhr »
Hi Tissi,

bin auch dabei - und werde gleich schamvoll rot, weil ich meinen eigenen Bericht noch nciht angefangen habe.

Ja, werde Du ruhig mal rot ... ich warte auch auf den Bericht ...  :kloppen:  :lol:

@tiswas
Toll, ein Motorradbericht ist mal ganz was anderes.
Wie gut dass auf ein Moped jede Menge Soziusse und Sozia passen.  :wink:

Grüße, Petra
Wenn DAS die Lösung ist, dann will ich mein Problem zurück!

*boehm22

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #16 am: 24.07.2009, 20:36 Uhr »
@Petra:
Hab gerade den 4. Tag ins Word geschrieben - wird ganz schön langatmig.  :D
Online gehts dann aber erst wenn tiswas fertig ist - sonst kommt man gleich noch durcheinander mit der Strecke.
Viele Grüße
Rosi
_
Das wird Nr. 22 in Nordamerika:



*lippifax

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #17 am: 24.07.2009, 20:59 Uhr »
@Petra:
Hab gerade den 4. Tag ins Word geschrieben - wird ganz schön langatmig.  :D
Online gehts dann aber erst wenn tiswas fertig ist - sonst kommt man gleich noch durcheinander mit der Strecke.

 :groove: :groove: :groove:


2x Harley :lesend: und 2010 selber fahren...... Fernweh kann kommen....

*tiswas01

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #18 am: 24.07.2009, 21:24 Uhr »
hihi :D

Hi boehm22 

Damit es ein bisschen schneller geht, schiebe ich gleich noch einen weiteren Tag nach.

tiswas01

*tiswas01

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #19 am: 24.07.2009, 21:51 Uhr »
Do. 02.Juli – Georgetown


Great Sand Dunes NP. Die Dünen waren noch da und ich hatte mich am Vortag nicht getäuscht als ich meinte, sie bei der Anfahrt auf Alamosa am Horizont gesehen zu haben.





Es regnete nicht und der Himmel war nur leicht bewölkt.


Die Berge der Rockys kamen immer näher und es wurde von Minute zu Minute wärmer.


Am Besucherparkplatz war schon einiges los. Anscheinend hatten dort mehrere Familien in ihren Campern übernachtet.

Jetzt kam zum ersten Mal das Stechmückenspray zur Anwendung. Die Biester versuchten doch tatsächlich zu stechen und so umgaben wir uns mit einem ungewöhnlichen Duft, der jedoch gegen die Plagegeister half.

Meine Madame und ein paar Mitreisende zogen ihre Schuhe aus und wateten durch den kleinen Bach ans andere Ufer.





Mit den Mopedklamotten machte das Wandern im Sand und das Besteigen der Dünen jedoch keinen Spaß, denn es war zwischenzeitlich auch schon wieder mächtig warm geworden.


Zurück auf der 150 und dann rechts ab nach Mosca. Kerzengerade auf 27 Meilen (?).





Weiter auf dem Hwy 17, ebenfalls kerzengerade, über den Poncha Pass (9.010 FT), Poncha Springs, 285 und 24 bis Fairplay.





Geplant war über Breckenridge und Dillon zu fahren und dann den Loveland Pass (11.990 FT) zu nehmen.

Aber es kam zumindest in Teilen anders.


Das durfte doch nicht wahr sein!  :(



Es ging schon wieder los mit den dunklen Wolken


In Fairplay kamen schon wieder schwarze Wolken auf uns zu und verhinderten die freie Sicht auf die Berge.

Wir machten erstmal Pause in einem zufällig entdeckten Cafe und beratschlagten was zu tun sei.





Schließlich lag der Hoosier Pass (11.541 FT) vor uns und so einen Hagelschauer wie am Vortag wollten wir nicht wieder erleben.


Nach einer Stunde schien es etwas heller zu werden und die Blitze ließen nach. Wir zogen vorsorglich die Regenkleidung an und fuhren los.



Der Regen ist bereits zu sehen - die Berge nicht mehr.


Es kam wie es kommen musste und wir wurden bis Breckenride einmal mehr richtig eingeseift. Von dem genannten Pass habe ich nicht viel mitbekommen vor lauter Konzentration auf die Fahrbahn.

Dann kam plötzlich die Sonne zum Vorschein – leider nur für kurze Zeit.

Regengüsse machten den Sonnenstrahlen ein Ende und wir fuhren auf die I 70 und durch den Eisenhower Memorial Tunnel bis Georgetown.


Auf dieser völlig heruntergekommenen Autobahn mit metertiefen Schlaglöchern und einem wahnsinnigen Verkehrsaufkommen fürchteten wir um unser Leben, da durch die Gischt praktisch nichts mehr zu sehen war.


Irgendwie kamen alle gesund im Super8 Motel an und der Hot Tube lockte uns.





Später beim Essen in einer üblen und voll besetzten Kneipe in Dorfmitte (die anderen Gäste waren schon richtig knülle bei unserem Eintreffen) - eine große Auswahl an Lokalitäten gab es nicht, lachten wir wieder über die Fahrt und sagten, dass es nicht schlimmer kommen könnte – wie haben wir uns da getäuscht!  :(


Nach einem Rundgang durch das kleine Städtchen war Waschtag angesagt.





Die altersschwache Waschmaschine im Motel versuchte ihr Bestes, aber die Wäsche wurde einfach nicht sauber, wie erhofft.

Bei ein paar eiskalten Buds ließen wir den Tag nochmals vorüber gleiten und freuten uns schon auf den nächsten Tag, da der Rocky Mountain NP auf dem Programm stand.


ca. 390km

*tiswas01

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #20 am: 25.07.2009, 16:55 Uhr »
Fr. 03. Juli - Cheyenne


Trotz der eher schlechten Wettervorhersagen wagten wir es heute und wollten es wissen:

Rocky Mountains Nationalpark!



Aufbruch in Georgetown


Schnell über die Interstate 70 bis Empire und dann ab nach oben.


Gleich nach den ersten Serpentinen standen zwei Rehe am Straßenrand und beäugten uns ungläubig.


Zunächst der Berthould Pass mit seinen 11.315ft. Ich hatte mal wieder kleine Probleme mit der Luft, als ich eine Runde über den Parkplatz ging.



Bertould Pass


Das Wetter machte zu diesem Zeitpunkt den Anschein, dass es recht nett werden würde – leider war das eine Täuschung 1. Klasse.

Vom Pass fuhren wir zunächst wieder nach unten und passierten Granby, den Lake Granby und den Grand Lake.





Wir zogen es an, das schlechte Wetter und die Regenwolken. Dieses Wetter war selbstverständlich nur für Motorradfahrer schlecht. Im PKW oder Camper kann man so etwas lockerer wegstecken.


Ein Blick nach oben bestätigte unsere Vermutungen. Bald würde es wieder aus Kübeln schütten und die Regenkleidung, die zwischenzeitlich immer griffbereit war, wurde übergestülpt.


Kurz vor dem Kassenhäuschen des Rocky Mountain NP wurde es schon angekündigt. 15 Miles unbefestigte Straße – das war aber nicht eingeplant!


Am Straßenrand, direkt nach der Einfahrt in den Park standen einige andere Touristen und fotografierten. Da musste was zu sehen sein und wir hielten selbstverständlich auch an.





Zwei stattliche Hirsche standen am Straßenrand und fraßen das leckere grüne Gras.





Weiter ging es. Vor dem Miltner Pass auf 10.759ft schüttete es so stark, dass wir am zweifeln waren ob wir weiterfahren oder im Toilettenhäuschen "übernachten" sollten.


Es würde ja jetzt nur noch nach unten gehen – wieder mal falsch gedacht. Jetzt ging es erst recht nach oben und zwar bis auf 3.725 Meter über NN.


Von der Landschaft haben wir zunächst nichts gesehen, da die Wolken uns vollständig einhüllten und wir eine Sichtweite von vielleicht 10 Metern hatten.


Je weiter wir nach oben kamen, je schlechter wurde das Wetter und es regnete ununterbrochen, so dass wir teilweise im Schritttempo fahren mussten.


Als die Wolken kurz aufrissen sah ich, dass es rechts und links ca. 500m senkrecht den Hang hinab ging, ohne jegliche Absicherung. Bei dieser Sichtweite war das schon recht spektakulär.


Nachdem wir den höchsten Punkt erreicht hatten und uns Richtung Estes Park aufmachten geschah ein Wunder. Schlagartig riss die Wolkendecke auf, es hörte auf zu regnen und die Sonne war da und dadurch stieg die Temperatur wieder und trocknete unsere nassen Stiefel und Handschuhe.


An einem Aussichtspunkt machen wir einen Halt und fotografierten die schneebedeckten Gipfel um uns herum.





Bei der weiteren Abfahrt noch eine Schrecksekunde. Es krachte plötzlich fürchterlich auf der Gegenfahrbahn, da ein Wohnmobil in die Felsenabsperrung einer Kurve gedonnert war. Die Teile flogen umher und das Fahrzeug war schwer beschädigt worden.





Hier und da standen noch Hirsche umher. Überall dort wo Fotokameras gezückt wurden gab es auch was nettes zu sehen.





Ab Estes Park war dann wieder alles bestens und die Regenklamotten verschwanden in den Packtaschen der Mopeds.



Bei Estes Park


Die Regenkleidung wurden für den Rest des Urlaubs nicht mehr benötigt!!!





Die wunderschöne Strecke durch ein enges Tal bis Loveland entschädigte uns ein wenig für die Regengüsse des Morgens und nach einer Stärkung im „Wendys“ machten wir uns auf nach Cheyenne, der Hauptstadt von Wyoming.





Zuvor mussten wir noch den Berufsverkehr in Fort Collins ertragen, bevor wir auf die I 25 einbogen.


Auf der Interstate war wenig Verkehr und wir brummten mit rd. 80 Miles/h dem Tagesziel entgegen.


Beim Harley-Händler in Cheyenne wurden wir freundlich empfangen und im „Outback-Steakhouse“ neben dem Days Inn ließen wir es uns richtig gut gehen.



Geschmücktes Cheyenne - Morgen ist der 04.07.


Wir warteten rd. 20 Minuten auf einen Tisch im Outback, aber das Warten hatte sich gelohnt.





Das Motel war ok und das Personal besonders freundlich und hilfsbereit.





Unser Biervorrat schwand zusehends, da es in diesem Staat keinen entsprechenden Nachschub in den Tankstellenshops gab und es Alkoholisches nur in besonders lizenzierten Geschäften zu kaufen gibt.

Aber wir fanden eine Lösung und es wurde noch recht lustig an diesem Abend.


ca. 300km

*tiswas01

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #21 am: 27.07.2009, 05:22 Uhr »
Hallo.

Der Reisebericht von SCKW „Yellowstone & more“ ist nun fast deckungsgleich zu meinem, mit rd. einer Woche Zeitunterschied.




Sa. 04. Juli – Hot Springs


Nationalfeiertag! – Partystimmung überall.


Für uns standen heute rd. 450km auf dem Programm und das Wetter machte einem dem Feiertag angepassten guten Eindruck.


Im festlich geschmückten Cheyenne gibt es in einem Park am Hwy 30 die größte jemals gebaute Dampflokomotive zu besichtigen, was wir uns natürlich nicht entgehen ließen.



Big Boy Cheyenne


Die „Big Boy“ ist ein riesiges Teil und diente als Güterzuglokomotive, bis die Dieselmaschinen zum Einsatz kamen.





In Kingman sahen wir ein paar Tage vorher die Santa Fe Dampflokomotive und die war schon ein enormes Teil. Diese hier soll wohl noch größer sein.


Wir „donnerten“ quer durch Cheyenne bis zur I 80, die uns in den Bundesstaat Nebraska führte.


In Pine Bluffs fuhren wir von der Autobahn ab und wieder auf dem Hwy 30, am Oliver Park vorbei, bis Kimball.





Verkehr war keiner vorhanden und wir hatten die schnurgerade Straße für uns alleine.



Vor kimball


Im netten Westernstädchen Kimball bogen wir links ab auf die 71, nach Norden. Auf rd. 70km begegneten wir 10 Autos, einem Motorrad und 4 Rehen, oder wie man diese vierbeinigen Gesellen mit den Hörnern nennt.





Es wurde etwas felsiger in dem sehr flachen Land und bereits weit vor Gering sahen wir unser Zwischenziel, das Scottsbluff National Monument.





Dieser Felsen war ein wichtiger Wegepunkt auf dem Oregon Trail und lag vor dem Mitchell Pass.





Ein Ranger erklärte uns, welche Mühen die Menschen auf sich nahmen, wie die verschieden großen Ochsenkarren beladen wurden und wie viele Zugtiere jeweils erforderlich waren auf dem Weg nach Westen. Dieser Ranger ließ sich Zeit mit uns und war glücklich seine Deutschkenntnisse an uns ausprobieren zu können. Wir haben viel gelacht und alle hatten ihren Spaß.





Die Strapazen der damaligen Reisenden kann man sich heute kaum noch vorstellen, wenn man auf einer Interstate im klimatisierten Fahrzeug sitzt und die Meilen bis zum nächsten Burger King zählt.








Danach wurde von uns das kleine Museum besichtigt und der Aussichtpunkt angefahren, welcher einen weiten Blick in das „unendliche“ Land und die Städte Gering und Scottsbluff gestattete. Es ging auf enger Straße durch ein paar Tunnels nach oben, bis wir den Parkplatz erreichten.





Weiter auf den Hwy 71 und Hwy 2 bis zum US 385 und von dort aus wieder gen Norden nach South Dakota.





Die südlichen Black Hills tauchten am Horizont auf und wir hielten kurz vor Hot Springs nochmals kurz am Straßenrand an.





Ein älterer Herr mit einem nicht mehr neuen Straßenkreuzer hielt ebenfalls an und kam zu uns herüber. Sonderbar, dachte ich. Er redete über verschiedene Dinge mit meiner Frau – ich verstand ihn überhaupt nicht und nach einer gewissen Zeit bemerkten wir, dass er total betrunken war und vermutlich den Nationalfeiertag ordentlich begossen hatte.





Minuten später sagte er, dass er wohl besser nach Hause fahre bevor der Sheriff ihn entdecke und es Ärger gäbe. Wir stimmten diesem Ansinnen nicht zu, aber er stieg in sein Vehikel ein und fuhr auf einer kleinen Landstraße in entgegen gesetzter Richtung langsam davon.


In Hot Springs besichtigten einige von uns noch das Mammutmuseum mit der entsprechenden Ausgrabungsstätte, während die anderen sich die kühlen Bud´s schmecken ließen und die Ortschaft erkundeten.



Zwei interessierte Mitreisende.


Nach einem Pizzaessen im Pizza-Hut, das eher enttäuschend verlief, schauten wir das berühmte Feuerwerk von Hot Springs an und waren ebenso davon begeistert, wie die vielen angereisten Einheimischen.


Übernachtet haben wir im Super8 Hot Springs.


Das Wenige was ich bisher von South Dakota gesehen hatte, gefiel mir ausgesprochen gut und es sollte am nächsten Tag noch besser werden.


ca. 450km

*webcrawler

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #22 am: 27.07.2009, 07:12 Uhr »
Cooler Bericht. Vielen Dank.
Habe eine ähnliche Route 2008 gemacht. In Georgetown im selben Motel 8 übernachtet.

Reise gerne auf einer der Harleys weiter mit.   :D

Cu
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Gruss

*SusanW

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #23 am: 27.07.2009, 19:07 Uhr »
Hi tiswas,

schnell noch aus Neugier hinterher gefahren  :D
So eine Harleytour würde mich ja auch reizen, wenn ichs denn könnte, das Motorradfahren  :oops:
Haben da so einige auch auf unserer Tour gesehen.

Wer weiss, wenn ihr uns so auf den Fersen seid, kreuzen sich die Wege doch noch?  :wink: Bin jedenfalls
gespannt, wie es bei euch weiter geht.
Liebe Grüße 
Susan

*tiswas01

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #24 am: 28.07.2009, 21:01 Uhr »
So., 05. Juli – Deadwood


Der heutige Tag ließ einiges erwarten, womit ich jedoch nicht das Frühstück im Super8 meine. Es war unteres Niveau.
 

Beginnen sollte er mit der phantastischen Straße zum Custer State Park (Hwy 87) durch verwunschene Wälder und weite Hügellandschaften.





Plötzlich und nach einer Kurve standen sie da – die ersten Büffel unserer Reise. Majestätische Tiere, Ruhe ausstrahlend.





Wir bestaunten sie ausgiebig aus der Nähe und hatten auch ein wenig Sorge, da wir ja kein Blechkleid um uns hatten, das uns schützen konnte, sollte ein solches Prachtexemplar einmal nicht bei guter Laune sein.

Das war schon ein großartiges Ereignis für mich persönlich.


Bis zum Eingang des Custer State Parks versuchten unzählige Präriehunde todesmutig vor uns die Fahrbahn zu überqueren. Immer abwartend bis wir fast auf gleicher Höhe waren, um dann nochmals einen Haken zu schlagen und entweder kehrt zu machen oder weiter zu sprinten.

Offensichtlich wurde an diesem Tage ein Rennen oder eine Mutprobe durchgeführt, bei dem sich die Härtesten ihrer Zunft beweisen konnten.

Lebensgefährlich für die kleinen Tiere.


Wir warfen unser 5,-$ in den Klingelbeutel und fuhren auf dem „Wild Life Loop“ tiefer in den Park hinein.


Als wir ein kleines Waldstück durchfahren hatten und unfallfrei an einer weiteren Präriehundekolonie vorbeigekommen waren, die an diesem Tag keinen Wettkampf durchführten, standen sie wieder da – die Büffel. Eine relativ große Herde mit vielen Babybüffeln.





Wir hielten jetzt gebührenden Abstand, doch die Tiere meinten sie müssten nun ihrerseits uns beäugen und kamen immer näher und versperrten uns dann auch noch die Straße, so dass wir weder nach vorne noch nach hinten ausweichen konnten.





Sie blieben einfach stehen und wir dachten, dass das lange dauern würde und suchten schon zu erkunden hinter welchem Auto wir in Deckung gehen könnten.





Es ging alles gut und nach einer Weile verließen sie wie auf ein Kommando die Straße.



Damit wurden sie fast ausgerottet.


Jetzt endlich zum Mount Rushmore!





Zunächst wurden wir auf dem 16A von ein paar Eseln angehalten, die wild durcheinander auf der Straße umherstanden. Was soll man von Eseln auch anderes erwarten?





Der weitere Straßenverlauf war genial und die kleinen Tunnel und „Pigtail“ -Kurven nicht übel.





Es kam uns ein Reisbus entgegen, wobei mir nicht zu erklären war, wie dieses Trumm durch die Tunnel gekommen war – Zentimeterarbeit.





Beim Monument waren viele Leute und wir fuhren weiter bis auf einen Parkplatz unterhalb des Kopfes von Präsident Washington. Keiner hatte irgendwie Lust das Nationalheiligtum von innen zu betrachten. Lag es an den Menschen, den Parkgebühren oder an dem Tourinepp allgemein?





Die Fotos waren im Kasten und so konnten wir beruhigt unsere Reise fortsetzen.


An einem ganz in der Nähe gelegenen KOA mit Reitbeteiligung machten wir ein Päuschen und verdrückten einige Eisportionen.





Wir waren nun von Süden nach Norden quer durch die Black Hills gefahren und landeten in dem „alten“ Spielerstädtchen Deadwood.





Überall Spielautomaten und –tische, ähnlich wie in Las Vegas, nur in wesentlich geringerem Umfang.





Deadwood bietet mit seiner Main Street ein Bild, wie wir es vom „Wilden Westen“ erhofft hatten. Hier lebte im 18. Jahrhundert auch der Revolverheld „Wild Bill Hickok“, bis er 1876 in einer Kneipe erschossen wurde.





Dieses Schauspiel und die Verhaftung und der Prozess gegen seinen Mörder wird täglich nachgespielt, an historischen Plätzen.





Nach einem Bad im Hotelpool des Super8 aßen wir Büffelsteaks bzw. Büffelhamburger in einem Spielcasino und schauten uns das bunte Treiben eine Weile an.





Gemütlich ausklingen sollte dieser Tag auf der Hotelterrasse, direkt oberhalb eines rauschenden Wildbaches, bei Dosenbier, Rotwein und frisch gegrillten Forellen aus dem Bach, die kanadische Harleyfahrer gefangen hatten.


ca. 230 km

*Kauschthaus

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #25 am: 28.07.2009, 22:30 Uhr »
Deadwood sieht ja total klasse aus, den Ort merke ich mir!

Viele Grüße, Petra
Wenn DAS die Lösung ist, dann will ich mein Problem zurück!

*SusanW

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #26 am: 29.07.2009, 00:00 Uhr »
Wieso kommt mir der Eis und Pizza-Laden nur so bekannt vor  :wink: :lol:
Liebe Grüße 
Susan

*tiswas01

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #27 am: 29.07.2009, 09:15 Uhr »
Hi Petra

Leider ist die Qualität meiner stark verkleinerten Bilder eher schlecht und das tatsächliche Flair dieser Stadt wird nicht vermittelt.

Hill City, zwischen Keystone und Deadwood, ist eine ähnliche Stadt und dort gefiel es mir fast noch besser.

Ich habe noch nie so viele Motorräder (Harleys) außerhalb eines Motorradtreffens gesehen, wie in den Black Hills und ganz speziell zwischen Hill City und Deadwood, wobei das riesige Treffen in Sturgis erst im August stattfindet.

Tiswas01

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #28 am: 29.07.2009, 11:11 Uhr »
Zitat
Nach einem Bad im Hotelpool des Super8 aßen wir Büffelsteaks bzw. Büffelhamburger in einem Spielcasino und schauten uns das bunte Treiben eine Weile an.
Ja klar, zuerst sind sie majestätische Tiere und dann landen sie doch auf dem Teller   :lol: ;)

Möchte nur sagen, dass ich auch hier begeistert mitlese. Uns sind auf der Reise auch immer viele Motorradfahrer begegnet, zum Teil mit ziemlich rot verfrorenen Gesichtern (beim Grand Canyon um Null Grad), da war ich dann doch froh, im Auto unterwegs zu sein ;) Weiter so mit dem schönen Bericht.
2009: 3 Wochen klassischer Südwesten
2011/12: 3 Wochen Südwesten Valley of Fire, Death Valley, Joshua Tree, San Diego

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Re: 5.865km mit der Harley durch den Wilden Westen - USA Tour 2009
« Antwort #29 am: 29.07.2009, 12:52 Uhr »
Hill City, zwischen Keystone und Deadwood, ist eine ähnliche Stadt und dort gefiel es mir fast noch besser.

Ich habs geahnt.....  :roll: Aus Zeitgründen haben wir Hill City ausgelassen. Deadwood fand ich auf den ersten Blick echt nett und richtig western-like. Für Fotomotive auch toll. Was mich aber störte, das sich hinter den restaurierten Fassaden fast ausschließlich nur billige Spielhöllen befanden. Es gab kaum Einzelhändler bzw. normale Geschäfte, Cafés oder sowas.

 

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