Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne

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*mrh400

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #105 am: 05.09.2016, 14:17 Uhr »
Vancouver Lookout - das interessiert mich jetzt doch.

Kannst Du etwas mehr dazu schreiben, wo der ist, wie man ihn findet und was das kostet?
Vancouver Lookout ist die Aussichtsplattform auf dem Harbour Centre: Link; Satellitenbild. Der Eingang zu den Aufzügen ist nach meiner Erinnerung in der Hastings Street. Die aktuellen Preise findet man hier: Tarif

Welches Hotel hattet Ihr in Vancouver?
Residence Inn Vancouver Downtown: Link, Satellitenbild; bis auf das mickrige Frühstück fanden wir das Hotel ganz angenehm. Allerdings wird da in nächster Zeit jede Menge Baulärm herrschen und auf der Westseite der Blick völlig verbaut werden; als wir dort waren lief gerade die Vermarktung für ein Super-Luxus-Wohnhochhaus an, das den kompletten gegenüberliegenden Block ausfüllen und 160 m hoch werden soll: http://burrardplace.ca/. Ich hatte mich da mal aus Neugier registriert, die haben aber keine konkreten Preise angegeben, nur eine Range für die verschiedenen Typen. Man bekam dann Einladungen zu zwei Besichtigungsterminen und hätte sich für bestimmte Wohnungen bewerben müssen. Inzwischen sind sie wohl alle verkauft.
Gruß
mrh400

*Doreen & Andreas

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #106 am: 05.09.2016, 15:10 Uhr »
Ich habe nach einigen Tagen Forenabstinenz nun auch alles nachgelesen und bin pünktlich zum Tourfinale wieder mit dabei  :wink: :lol:
Viele Grüße,
Andreas
------------------------------
http://www.neef-online.de

*Schneewie

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #107 am: 05.09.2016, 15:38 Uhr »
Vancouver Lookout - das interessiert mich jetzt doch.

Kannst Du etwas mehr dazu schreiben, wo der ist, wie man ihn findet und was das kostet?
Vancouver Lookout ist die Aussichtsplattform auf dem Harbour Centre: Link; Satellitenbild. Der Eingang zu den Aufzügen ist nach meiner Erinnerung in der Hastings Street. Die aktuellen Preise findet man hier: Tarif

Welches Hotel hattet Ihr in Vancouver?
Residence Inn Vancouver Downtown: Link, Satellitenbild; bis auf das mickrige Frühstück fanden wir das Hotel ganz angenehm. Allerdings wird da in nächster Zeit jede Menge Baulärm herrschen und auf der Westseite der Blick völlig verbaut werden; als wir dort waren lief gerade die Vermarktung für ein Super-Luxus-Wohnhochhaus an, das den kompletten gegenüberliegenden Block ausfüllen und 160 m hoch werden soll: http://burrardplace.ca/. Ich hatte mich da mal aus Neugier registriert, die haben aber keine konkreten Preise angegeben, nur eine Range für die verschiedenen Typen. Man bekam dann Einladungen zu zwei Besichtigungsterminen und hätte sich für bestimmte Wohnungen bewerben müssen. Inzwischen sind sie wohl alle verkauft.


Vielen Dank.
Gruß Gabriele

*mrh400

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #108 am: 05.09.2016, 16:04 Uhr »
21. Tag Freitag 18.09.2015: Vancouver

Jetzt wo der Urlaub zu Ende geht, haben wir endlich lange und gut geschlafen. Da das Frühstück im Hotel nur bis 09:00 Uhr bereitgestellt wird, bekommen wir gerade noch ein paar Reste von dem ohnehin nicht so berauschenden Angebot.

Das Wetter ist trüb und verspricht einige Feuchtigkeit von oben. Wir nehmen wieder den Hop-On Hop-Off Bus, der dann eine gefühlte Ewigkeit an der Haltestelle vor Granville Island herumsteht. Wir steigen erst in Chinatown aus und besuchen den Sun Yat Sen Garden. Der ist eine wirklich wunderschöne Oase in der Stadt, sowohl im öffentlichen als auch im Eintritts-Bereich. Die Komposition von Bäumen, Steinen und Wasser ist sehr harmonisch. Die Hochhäuser im Hintergrund erinnern einen aber unübersehbar daran, daß man sich inmitten einer Großstadt befindet. Marianne muß dann im Shop noch dringend eine Jacke kaufen.


Vancouver - Blick auf die Public Library im Vorüberfahren


Vancouver - Chinatown, Denkmal für die Eisenbahnarbeiter


Vancouver - Sun Yat Sen Park


Vancouver - Sun Yat Sen Park


Vancouver - Sun Yat Sen Garden


Vancouver - Sun Yat Sen Garden


Vancouver - Sun Yat Sen Garden


Vancouver - Sun Yat Sen Garden


Vancouver - Sun Yat Sen Garden


Vancouver - Sun Yat Sen Garden

Als wir den Garten verlassen, beginnt es leicht zu regnen. Wir gehen ein paar Straßenzüge in Chinatown ab. Das spannende in den Chinatowns sind für uns immer wieder die Lebensmittelgeschäfte mit ihren vielerlei Besonderheiten. Auch hier ist das Angebot kaum überschaubar. Wir sehen viel getrockneten Fisch in allen Größen – aber keine offen angebotenen Hühnerfüße wie in San Francisco; ich schließe aber nicht aus, daß sich welche in den Plastiktüten mancher Läden befanden.


Vancouver - Chinatown, zum Glück nicht unser Hotel


Vancouver - Chinatown, Lao-Tse Mural


Vancouver - Chinatown


Vancouver - Chinatown

Von Chinatown aus gehen bei einsetzendem Regen wir die Südseite der Hastings Street entlang. Die Nordseite ist voll mit Homeless People – Fotos halte ich in der Situation nicht für angebracht. Auch das im Forum einmal erörterte Hotel entdecken wir – wohnen wollten wir hier wirklich nicht (Das Hotel auf dem Foto unten ist übrigens ein anderes). Auch wenn die Leute harmlos sind, ist der Gesamteindruck bedrückend. Als wir wieder in Gastown sind, fühlen wir uns jedenfalls wieder wohler.


Vancouver - Balmoral Hotel mit schönem Neon aus den 1940ern
Bei Eröffnung 1912 First Class, heute eines der "Downtown Eastside’s seven “worst of the worst” single room occupancy hotels"


Vancouver - Urban Farm in W Hastings Street; wohl ein Sozialprojekt

In Gastown kehren wir nach kurzer Umschau bei Jules in der Abbott Street ein. Marianne ißt Linguini mit Black Cod – sehr gut al dente, ich eine Quiche mit Spargeln und Salat. Dazu gönnen wir uns einen Rosé. Am letzten Tag muß auch noch ein Dessert her: Roasted Pineapple bzw. Orangen mit Orangenblüteneis. Zum Abschluß trinken wir noch einen Cappuccino bzw. Espresso – alleine die putzig-kitschigen Tassen waren schon den Besuch wert.


Vancouver - Jules, Orangen mit Orangenblüteneis


Vancouver - Jules, Cappuccinotasse


Vancouver - Schild an einem Crêpes-Wagen

Da es immer noch regnet, fahren wir mit dem Bus zum Stanley Park, wo wir uns zunächst den Pavilion von außen anschauen. Wir suchen und finden dann einen Weg zum verlandenden Beaver Lake, den wir aber nicht umrunden, sondern nur von einer Seite her betrachten. Wenigstens hört der Regen jetzt allmählich auf, so daß wir entscheiden, zum Burrard Inlet und dort am Ufer entlang zu den Totems zu laufen. Die haben uns dann auch wirklich sehr beeindruckt, obwohl sie eigentlich in einer ziemlich ungepflegten krautigen Wiese stehen. Auch hier gibt es wieder Beschreibungen, was die einzelnen Figuren für eine Bedeutung haben. Von hier hat man auch einen sehenswerten Blick auf die Stadt – wie schön muß das alles denn bei Sonne sein?!


Vancouver - Stanley Park, Pavilion


Vancouver - Stanley Park, Beaver Lake


Vancouver - Stanley Park, Beaver Lake


Vancouver - Stanley Park, Beaver Lake


North Vancouver - Hafen mit Schwefelhalden


Vancouver - Stanley Park, Empress of Japan


Vancouver - Stanley Park, Totem Poles


Vancouver - Stanley Park, Kakaso'Las und Chief Skedans Mortuary Totem Poles


Vancouver - Stanley Park, Chief Wakas Pole (Detail)


Vancouver - Stanley Park, Thunderbird House Post


Vancouver vom Stanley Park aus

Wir warten auf den Bus und fahren durch den Park und bis zum Hotel, wo Marianne am PC werkelt, während ich unsere Koffer halbwegs sortiert zu packen versuche.

Erst relativ spät (nach 18:30) kommen wir raus, um was zum Essen zu suchen. Im Internet habe ich ein Tapas-Lokal in der näheren Umgebung ausgekundschaftet, das wir aber nicht finden. Statt dessen besichtigen wir die Mini-Kleingärten, die sich hier mancherorts mitten in der Stadt zwischen den Hochhäusern finden.

Wir gehen noch um einen größeren Block, wo wir aber keine Lokale entdecken und dann auf der Horney Richtung Downtown. Dort stoppen wir bei Joeys, schauen auf die Karte, finden sie akzeptabel und warten kurz auf einen Tisch. Hier herrscht unheimlich viel Betrieb – und das zu Recht. Das Essen ist hervorragend: Beach Salad und Lime Tarte. Dazu bekommen wir einen ausgezeichneten Weißwein (Rooster) und ein Pellegrino. Wir machen insgesamt wie schon so oft in Nordamerika wieder einmal die Erfahrung, daß ein sehr gutes Essen oft kaum teurer ist als ein grenzwertiger Pampf. Die paar Dollar mehr sind meist gut angelegt.


Vancouver - innerstädtische Kleingärten


Vancouver - Joeys, Blick auf die Küche


Vancouver - Joeys, Beach Salad

Gut gesättigt marschieren wir zurück zum Hotel mit PC und Zimmerbier.

0 km
Gruß
mrh400

*mrh400

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #109 am: 06.09.2016, 20:31 Uhr »
Samstag/Sonntag 19./20.09.2015 Vancouver – YVR – München

Wir haben ganz ordentlich geschlafen. Draußen schaut es ziemlich naß aus. Wir gehen zum Frühstück, das erneut nur mäßig ist. Anschließend packen wir unsere Koffer fertig und verfrachten sie ins Auto, das wir in der Tiefgarage stehen lassen dürfen.

Die Rechnung, die wir morgens unter der Tür durchgeschoben vorgefunden haben, weist eine Besonderheit auf: Die zwei Tage Garagennutzung (offiziell mit 29 CAD angeboten), waren jeweils mit dem Zimmerpreis von 203 CAD angesetzt. Das monieren wir natürlich und die Angelegenheit ist dem Typen am Empfang so peinlich, daß er uns die Kosten für die Garage gleich völlig erläßt.

Freudig machen wir uns auf zu einem Spaziergang in Richtung Downtown. Die Freude währt aber nicht lange, denn der Regen wird immer stärker. Wir flüchten daher ins Pacific Center, eine Shopping Mall, die sich unter- und oberirdisch über zwei Blocks erstreckt, und laufen die Shops in den einzelnen Etagen ab. Neben ein paar Nobelmarken findet man das für solche Einkaufszentren weltweit übliche Angebot – wir hätten genauso in die Pasing- oder Riem-Arcaden gehen können. Jedenfalls kaufen wir nichts. Erst auf dem Rückweg durch den Regen finden wir bei Old Navy noch etwas für Nichten und Neffen.


Vancouver - Dunsmuir Street

Durch den Regen fahren wir vom Hotel über die 99 in Richtung Flughafen. Unterwegs drehen wir noch eine Schleife, um in Flughafennähe an einer in Gegenrichtung liegenden Tankstelle tanken zu können in der Hoffnung, daß es da günstiger ist als am Flughafen selbst (nach späteren Internet-Recherchen machte das gerade mal 1 Cent aus). Außerdem gibt es am Flughafen nur Petro-Canada, die bei uns am meisten Zicken mit der Kreditkarte gemacht haben. Hier gibt es Shell und die erweisen sich wieder einmal als ausländerfreundlich. Die Karte wird mit PIN-Eingabe ohne Murren akzeptiert.

Die Autoabgabe am Flughafen verläuft schnell – die Tankuhr wird gar nicht angeschaut, die Tankquittung auch nicht; wir werden nur gefragt, ob wir getankt haben, und die Antwort „ja“ genügt. Auch von der Steinschlagstelle in der Windschutzscheibe haben wir nichts mehr gehört.

Hier kann man ja zu Fuß zum Terminal gehen. Allerdings sind wir innen schon auf dem Weg in die falsche Richtung, als wir einen Auskunftsschalter entdecken und nach Lufthansa fragen. Deren Schalter sind natürlich ganz am anderen Ende der Halle. Dort starten wir die letzte Umpackaktion (Regenjacken in die Koffer und ähnliches) und werden das Gepäck schnell los.

Ein nicht allzu langer Aufenthalt ohne besondere Ereignisse in der Lounge und baldiges Boarding schließen sich an. Im Flieger herrscht vor dem Start ein wenig Chaos; der Begrüßungsdrink kommt sozusagen kurz vor dem Anrollen, so daß wir ihn gerade noch im Sturztrunk genießen können. Auch später ist der Service ein wenig unkoordiniert.

Genauso chaotisch ist die Anzeige in der Airshow. Wir befinden uns danach immer ein Stück neben der tatsächlichen Position, so daß es aussieht, als ob wir aus dem Fluß heraus starten würden – für Vancouver wäre das natürlich gar nicht so außergewöhnlich.


Vancouver verabschiedet sich wie es uns begrüßt hat - naß


Auch der Flieger hat nasse Füße bekommen und startet zumindest laut Airshow aus dem Fraser River heraus

Nach dem Start hat man noch ein wenig Aussicht auf Vancouver, dann geht es in die Wolken mit ein paar durchsichtigen Stellen über den Bergen und jenseits der Berge ziemlich schönem Wetter. Bald kommt auch das Essen: Zunächst den obligatorischen Campari-Soda als Aperitif mit gerösteten Mandeln, dann Thunfisch-Sashimi als Vorspeise; nach den Erfahrungen auf dem Herflug entscheiden wir uns beide gegen Fleisch und essen Heilbutt und als Nachtisch Marianne Obstsalat und ich Schokoladeneis. Der als trocken angepriesene südafrikanische Chardonney behagt mir gar nicht, so daß ich ihn entgegen meinen üblichen Gewohnheiten zurückgebe und auf den Riesling zurückfalle, den Marianne gleich genommen hat.


Vancouver


Vancouver, Strait of Georgia und Vancouver Island


Jasper NP


Buffalo Range


Coalspur und Mercoal in Alberta


Athabasca River bei Grand Rapids Wildland

Nach dem Portwein-Absacker schlafe ich mit Unterbrechungen nicht schlecht.

Über Norwegen hat man wieder ganz schöne Ausblicke auf den Boden bzw. das Meer. Auch Amrum ist bilderbuchmäßig zu erkennen. Zum Frühstück bekommen wir ein ganz passables Käseomelett, bevor wir in Frankfurt überpünktlich aufschlagen. Das nützt uns natürlich nichts, weil wir warten müssen, bis unser Gate frei ist. Blöderweise lasse ich meinen GPS-Tracker am Kleiderhaken des Sitzes hängen, als wir aussteigen.


Küste bei Brusand in Norwegen


Amrum

Das Umsteigen geht für Frankfurter Verhältnisse einigermaßen glimpflich ab. Auch bei der Einreise müssen wir durch die automatische Paß- und Gerichtserkennung. Der Weiterflug nach München verläuft ohne besondere Vorkommnisse, ebenso die Gepäckabholung. Das Auto steht noch an seinem Platz; mühsam quetschen wir das Gepäck hinein und fahren bei feuchtem Wetter nach Hause.

14 km, 0:43 Stunden in Vancouver – 39 km in München
Gruß
mrh400

*nordlicht

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #110 am: 06.09.2016, 20:47 Uhr »
Hätte ich auch nicht gedacht, dass ich den Kommentar mal bei einem Kanada-Reisebericht abgeben würde, aber am heutigen Tag gefällt mir das Amrum-Bild am besten. :D

*lonewolf81

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #111 am: 06.09.2016, 21:08 Uhr »
Hast den GPS-Empfänger noch wiederbekommen?

*freddykr

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #112 am: 07.09.2016, 09:06 Uhr »
Danke für die Reise durch West-Kanada. :)
Viele Grüße,
Danilo


*Mig

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #113 am: 07.09.2016, 11:43 Uhr »
vielen Dank für Deinen tollen Reisebericht!  :D

*Schneewie

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #114 am: 07.09.2016, 12:24 Uhr »
Danke für Deine Arbeit, uns Deinen Reisebericht hier zu präsentieren.
Habe den einen oder anderen Tipp für uns nächstes Jahr übernommen.


Noch eine Frage.

Old Navy, war der Laden in der Pacific Center Mall oder woanders?
Da müssen  :wink: wir nämlich nächstes Jahr auch unbedingt hin, mein Mann kauft immer das T-Shirt mit  der Jahreszahl.
Gruß Gabriele

*mrh400

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #115 am: 07.09.2016, 14:26 Uhr »
Hätte ich auch nicht gedacht, dass ich den Kommentar mal bei einem Kanada-Reisebericht abgeben würde, aber am heutigen Tag gefällt mir das Amrum-Bild am besten. :D
tja - auch hierzulande kann es schön sein  :lol:

Hast den GPS-Empfänger noch wiederbekommen?
nein - ich habe aber auch keine Anstrengungen unternommen, weil ich unterstellt habe, daß so etwas vom Reinigungsdienst rücksichtslos entsorgt wird. War auch kein teures Gerät und ein Ersatz ist bereits seit einiger Zeit in Betrieb.

vielen Dank für Deinen tollen Reisebericht!  :D
gerne - Resumée kommt noch

Habe den einen oder anderen Tipp für uns nächstes Jahr übernommen.
ich freue mich, wenn der eine oder andere Tip rüberkam (und sich ín der Realität dann auch als sinnvoll erweisen sollte :wink:)

Old Navy, war der Laden in der Pacific Center Mall oder woanders?
nein, nicht im Pacific Centre, sondern an der nächsten Straßenecke in der von mir am ersten Tag so gescholtenen Robson Street: Karte
Gruß
mrh400

*Schneewie

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #116 am: 07.09.2016, 14:39 Uhr »
Danke für den Link.

Freu... American Outfitters ist ja auch ganz in der "Nähe".
Gruß Gabriele

*U2LS

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #117 am: 07.09.2016, 15:44 Uhr »
Gerichtserkennung

Ach was!? Wird man da jetzt auch noch von einem Gerichtsdiener gecheckt?  :wink:


Vielen Dank für den unterhaltsamen und informativen Bericht!!! Interessant zu lesen, dass es in anderen Teilen der Welt auch häufig regnet...
Gruß
Lothar

I work bloody hard at work so that I can get home early

http://www.traumzielamiland.de/


*mrh400

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #118 am: 07.09.2016, 16:11 Uhr »
Gerichtserkennung

Ach was!? Wird man da jetzt auch noch von einem Gerichtsdiener gecheckt?  :wink:
schöner Freud'scher Verschreiber ... die Daten werden halt gleich dem Untersuchungsrichter zugeleitet, damit der online über einen Haftbefehl entscheiden kann  :lachroll:

Gruß
mrh400

*mrh400

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Re: Spätsommer in Kanada: Regen, Schnee und ... manchmal Sonne
« Antwort #119 am: 07.09.2016, 17:04 Uhr »
So, jetzt kommt noch die bei mir übliche Nachlese mit ein paar Statistiken:

Epilog

Was ist aus der geplanten Route geworden?:

Abgesehen von ein paar kleineren Abweichungen haben wir die Route entsprechend dem Planungsstand bei Abreise durchgezogen. Wenn man sich das Wetter auf unserer Tour anschaut, stellt sich natürlich die Frage, ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, die Route spontan über den Haufen zu schmeißen. Wir haben uns davon jedoch nichts versprochen, da die Wetterlage in der Gebirgsregion großräumig schlecht war – wir hatten sozusagen ein Genua-Tief von Vancouver erwischt. Wir hätten allenfalls ganz nach Osten in die Prärie ausweichen können – aber was will man dort, wenn man sich Gebirge und Meer in den Kopf gesetzt hat?

Was hat uns besonders gut gefallen?:

Besondere Highlights waren - nicht zuletzt wegen des Wetters - der Emerald Lake und die Strände an der Pazifikküste von Victoria Island. Bei besserem Wetter wären es wohl noch mehr Höhepunkte gewesen.

Als besonders angenehm empfanden wir auch die gefühlte Liberalität; das ist natürlich ein sehr subjektiver Eindruck aus kurzer Zeit (deswegen auch „gefühlt“): Anders als in den USA haben wir keine Gegend erlebt, wo man nur missionarische religiöse Radiosender findet. Fernsehdebatten und Zeitungsberichterstattung erschienen uns nicht so unendlich verbiestert und selbstgerecht wie in den USA. Politische Gespräche sind auch als Tourist und auch bei gegensätzlichen Auffassungen unkompliziert möglich. Manche Gebräuche und Einstellungen der US-Amerikaner werden nicht selten mit einem leicht spöttischen „our neighbours“ kommentiert.

Was hat uns nicht gefallen/was haben wir bereut?:

Das Wetter war natürlich schon recht störend, aber das ist nun einmal nicht beeinflußbar und im Gebirge muß man immer mit schlechtem Wetter rechnen. Insgesamt haben wir schon einen recht guten Eindruck von Kanadas Westen bekommen.

Vancouver hat uns allerdings einigermaßen enttäuscht. Das lag natürlich zum einen an den aufgrund vieler Berichte besonders hoch gesteckten Erwartungen. Vor allem die Hochhauskulisse war uns zu stark von den vielen gleichartigen „Wohnwabenhochhäusern“ chinesischer Anmutung geprägt. Zum anderen hat natürlich das ekelhafte Wetter heftig zu unserer Enttäuschung beigetragen. Wenn einem das Wasser ständig in den Kragen hineinläuft, kann eigentlich keine Stadt wirklich gefallen.

Allgemeine Anmerkungen zur Reiseplanung und -durchführung:

Hinsichtlich der Fahrstrecken macht sich offenbar altersbedingte Entspannung breit. Die Etappen waren im Allgemeinen ganz gut zu bewältigen. Die zweifachen Übernachtungen an mehreren Orten (einmal „sogar“ dreifach) haben spürbar zur Entspannung beigetragen. Städte waren diesmal weniger dabei, aber mehr hätte auch nicht sein müssen.

Ich bin und bleibe Vorbucher. Damit gab es keine Hektik wegen Quartiersuche. Wir hätten auch wenig gewonnen, wenn wir an den Schlechtwettertagen mehr gefahren wären. Davongekommen wären wir ohnehin nicht, so großräumig wäre ein Ausweichen nur schwer möglich gewesen (s.o.). Eine echte Enttäuschung war nur die Johnston Canyon Lodge vom Service her; das hätte man als walk-in aber auch nicht vorhersehen können, denn hübsch waren die Hüttchen ja. Ich verstehe nach wie vor nicht, wie man derart wenig Kundenfreundlichkeit aufbringen kann. Mit allen anderen Quartieren waren wir hoch zufrieden.

Den (das?) SUV hätten wir diesmal von den Strecken her sicher nicht benötigt, dennoch (ich wiederhole mich alljährlich): das Beladen des Gepäckraums, das Ein- und Aussteigen sowie die hohe Sitzposition zum Schauen empfinde ich einfach als einen angenehmen Luxus, der mir das wert war (und weiterhin sein wird).

Auch das eigene Navi hat sich erneut als vorteilhaft erwiesen, obwohl inzwischen von der Software her wohl hoffnungslos veraltet. Mit den schon zuhause eingegebenen POIs vereinfacht man sich die Bedienung nochmals zusätzlich. Solange das Ding nicht seinen Geist aufgibt, werde ich damit weiterhin unterwegs sein. Ich bin zu faul, mich unnötigerweise an andere Methoden (Tablet oder Handy) zu gewöhnen. Das Ding tut, was es soll, mehr brauch ich nicht. Der Blick auf die Karte im Vorfeld sollte so oder so nicht unterbleiben.

Die B&Bs (sechs von insgesamt zwölf verschiedenen Quartieren) haben die Tour wieder stark bereichert, weil man dort unmittelbaren Kontakt mit Einheimischen erhält und auch mal gezwungen ist, englische Konversation zu betreiben. Im Auto und im normalen Restaurant spricht man ja doch wieder nur deutsch miteinander.

Unser Wander-GPS kam nicht zum Einsatz. Die Witterung verlockte nicht dazu, abseits von ausgetretenen Pfaden zu marschieren. SPOT wurde glücklicherweise auch nicht benötigt.

Der GPS-Tracker für die Flugroute war wiederum ganz nützlich, um die Fotopositionen zu identifizieren. Dummerweise habe ich ihn beim Rückflug im Flieger hängen lassen. Ersatz ist aber inzwischen längst beschafft. Der Einsatzbereich ist inzwischen erweitert (z.B. Tracking von Stadtrundgängen oder Reisen, wo das mobile Navi nicht eingesetzt wird).

Das Foto-GPS hat unterwegs zu streiken begonnen – natürlich war letztlich ein Bedienungsfehler schuld; es benötigt beim Laden einen PC mit Internetverbindung und das richtige USB-Kabel sollte man auch verwenden. Inzwischen ist das aber eh' wurscht, denn U-Blox hat leider den Betrieb der für die Ortung notwendigen Server eingestellt, so daß die Geräte nunmehr nur noch musealen Charakter haben – schade.

Soweit wir mit dem Auto unterwegs waren (was ja meist der Fall war), konnte man im Zweifel die Aufnahmestandorte anhand der Tracks aus dem Navi ermitteln. Künftig werden wir verstärkt auf diese Methode sowie den GPS-Tracker angewiesen sein.

Bei unserer Ostkanada-Tour in 2010 hatten wir den Eindruck gewonnen, daß es dort deutlich teurer war als in den USA. Das können wir diesmal nur im Hinblick auf Lebensmittelpreise und Einkäufe so bestätigen. Unsere Quartiere waren günstiger als bei der letzten USA-Reise 2014 (auch wenn der Dollar-Betrag etwas anderes vorgaukelt – aber der CAD ist um gut 25% günstiger zu haben).

Würden wir die Reise so wiederholen?:

Ich würde die Tour jedem empfehlen, der erstmals in Kanadas Westen unterwegs ist. Dennoch würden wir sie definitiv kein zweites Mal unternehmen. Man sollte sie einmal gemacht haben, aber zwei- oder mehrfach halte ich für witzlos (wohingegen ich gerne immer wieder den Südwesten der USA mit immer wieder denselben Regionen ansteuere). Die Gebirgslandschaft der kanadischen Rockies ist sicher grandios – aber da können auch die Westalpen (Wallis, Aostatal) gut mithalten (selbst Bären haben wir in einem Tag Bern mehr gesehen als in drei Wochen Kanada :lol: - und in den Ostalpen und in den Pyrenäen soll's auch welche geben).

Whale Watching haben wir bewußt nicht ins Programm aufgenommen. Das haben wir vor ein paar Jahren von Seattle (bzw. Anacortes) aus betrieben und öfters brauchen wir das auch nicht.

Für eine weitere Reise in Kanadas Westen könnte ich mir eine intensivere Erkundung von Victoria Island oder die Inside Passage vorstellen.

Zum Abschluß noch die von mir so geliebten Statistiken:

Unterkünfte


Die Umrechnung in EUR entspricht den CC-Abrechnungen vor Fremdwährungsgebühr. Das Auseinanderklaffen von CAD und EUR-Beträgen bei der Bear Hill Lodge resultiert daraus, daß für die Anzahlung ein durchschnittlicher Zimmerpreis zugrundegelegt wurde, währen bei Rechnungstellung für die zwei Tage unterschiedliche Preise angesetzt wurden. Das Mädchen am Empfang hat ziemlich hin- und hergerechnet, bis es auf den noch offenen Zahlbetrag kam. In der Tabelle entsprechen die EUR den CC-Abrechnungen, die CAD-Beträge den in der Rechnung stehenden Beträgen.

Etappen


Die Strecken sind allabendlich vom Kilometerzähler abgelesen und beinhalten damit sämtliche Umwege, Verfranser und Einkaufsabstecher. Das gleiche gilt für die Fahrzeiten: Der Bordcomputer des Commander zeichnete die Zeit des laufenden Motors auf, die ich hier natürlich nicht vorenthalten will.

Benzinverbrauch


Auch hier vom Kilometerzähler abgelesen. Für den hohen Anteil an gebirgigen Strecken fand ich den Verbrauch ganz erträglich.

So, ich hoffe, das Mitfahren hat ein wenig Spaß gemacht und niemand ist verhungert. Jetzt muß ich mich an die letzten Vorbereitungsmaßnahmen der diesjährigen Reise machen; hoffentlich wird es diesmal wieder etwas wärmer und sonniger.
Gruß
mrh400

 

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