USA-Einreise nach Nordkorea-Aufenthalt?

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*Detritus

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USA-Einreise nach Nordkorea-Aufenthalt?
« Antwort #60 am: 19.01.2020, 00:56 Uhr »
Er möchte sicher sagen, dass es einen Halbtoten gab, aber hunderte Touristen, die nicht halbtot wieder kamen.

Ach so - und das rechtfertigt es dann die USA und NK im Hinblick auf die Reisefreiheit auf eine Stufe zu stellen?

Na dann...

Eine Staatsbürgerschaft beinhaltet das Recht auf Reisefreiheit sowie u.a. Einstandsansprüche wie z.B. Konsularischer Schutz:

https://www.consilium.europa.eu/de/policies/consular-protection/

Wenn Du im Ausland in der Sch**ße hockst muss der Staat dir helfen.

Kann er das aufgrund der politischen Lage in einem Land nicht gewährleisten ist es legitim Reisen dorthin zu untersagen - sonst kann der Staat ggf. sogar noch verklagt werden. (Dafür gibt es ja u.a. auch die offiziellen Reise- und Warnhinweise - CYA für den Staat.)


Die USA haben (nicht ohne konkrete Vorfälle) diese Option für 1 Land von 194 Ländern weltweit gezogen.

Davon betroffen sind ca. 1000 US Touris (unterstellen wir einfach mal wer geschäftlich da hin muss bekommt weiterhin die Erlaubnis) im Jahr - also nicht mal ein Promille aller Ammis.

Und dagegen setzen wir jetzt mal Nordkorea die den Begriff der Reisefreiheit nicht mal kennen - wo Leute nicht mal ohne Erlaubnis ihren Wohnort verlassen dürfen (der auch noch vom Staat vorgegeben wird) und wo Leute die versuchen über die Grenze zu gelangen in spezielle Straflager kommen.

Und das will man ernsthaft gegeneinander „aufrechnen“? Ich komme aus dem Lachen gerade nicht mehr heraus...


Mir scheint einige haben vergessen oder erfolgreich verdrängt, dass es gar nicht so lange her ist, dass es ganz in der Nähe eine Grenze zu einem Staat gab der Leute bei dem Versuch das Land zu verlassen auch gern mal erschossen hat. Und wo Reisefreiheit in Drittländer auch der politischen Elite und deren Günstlingen vorbehalten war.

Wer sich daher mal darüber informieren möchte wie es in solchen Staaten wirklich abläuft muss dafür nicht um die halbe Welt fliegen - da kann man sich ganz einfach auch ein Bild hier bei uns vor Ort von machen.

*Flicka

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Antw: USA-Einreise nach Nordkorea-Aufenthalt?
« Antwort #61 am: 19.01.2020, 09:10 Uhr »
Rattus, wenn die Idee nicht nur aus einer Laune heraus geboren ist, sondern es dir wirklich ein echtes Anliegen ist, nach Nordkorea zu fahren, und du dich im Vorfeld kundig gemacht und alle Gründe, die dafür und dagegen sprechen, abgewogen hast, dann kann ich nur sagen: Mach es!


Aber es reicht ja, sich einfach korrekt zu verhalten.


An diesem Punkt will ich aber doch - zum letzten Mal - ein wenig dein Problembewusstsein schärfen. Ob du nach deiner Reise wieder wohlbehalten ausreisen darfst, hat wenig damit zu tun, ob du dich "korrekt" verhalten hast, sondern auf welche Weise du dem Regime am besten dienst.

Will man in diesem Moment den Tourismus ankurbeln und sich der Weltöffentlichkeit als gleichwertiges Reiseziel zu anderen Ländern präsentieren, und damit prahlen, wie viele ausländische Gäste kommen, dann wirst du keine Probleme bekommen, selbst wenn du Plakate von der Wand reißt.

Hält man es zu dieser Zeit für sinnvoller, mal wieder eine ausländische Spionin zu verhaften und gegen Lösegeld wieder ausreisen zu lassen, dann wird halt einer der Touristen, die sich gerade im Land aufhält, verhaftet werden, und vielleicht trifft es dann dich. Dann wird es reichen, wenn auf einem Foto, das du mit Genehmigung deiner Aufpasser gemacht hast, mikroskopisch klein im Hintergrund irgendeine unwichtige Brücke erkennbar ist, denn es wird nicht darum gehen, dein (vermeintliches) Fehlverhalten zu beurteilen und zu bestrafen, sondern irgendeinen Grund zu finden, um dich festzuhalten und wegen Ausspionierens militärischer Anlagen zu verurteilen.

Falls du mir jetzt Paranoia unterstellst: Ich glaube, im Umgang mit einem solchen Regime kann man kaum paranoid genug sein.

Aber, wie gesagt, das soll der letzte Einwurf von mir zu diesem Thema gewesen sein. Dem Wollenden geschieht kein Unrecht.  :wink:

*Rattus

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Antw: USA-Einreise nach Nordkorea-Aufenthalt?
« Antwort #62 am: 20.01.2020, 16:16 Uhr »
Er möchte sicher sagen, dass es einen Halbtoten gab, aber hunderte Touristen, die nicht halbtot wieder kamen.

Ach so - und das rechtfertigt es dann die USA und NK im Hinblick auf die Reisefreiheit auf eine Stufe zu stellen?

Ich habe nichts aufgerechnet und nichts auf eine Stufe gestellt. Ich habe lediglich geschrieben, dass die Amis nicht mehr entscheiden dürfen, ob sie nach Nordkorea reisen oder nicht, da du das offenbar nicht wusstest. Ich habe übrigens auch weder das eine noch das andere bewertet.

Flicka, interessanter Beitrag. Mir ist bewusst, dass die Möglichkeit besteht, dass die vorgeworfenen Taten der Verhafteten vielleicht nicht oder nicht so stattgefunden haben. Das wird hier auch niemals jemand rausfinden. Damit muss man leben, wenn man nach Nordkorea fährt. Dennoch bleibt statistisch gesehen nur eine sehr sehr geringe Chance, dass man verhaftet wird, geringer als in den meisten anderen Ländern, einschließlich den USA. Davon abziehen muss man außerdem noch die praktisch nicht vorhandene Kriminalität in Nordkorea. Aber es ist wie mit Flugangst. Da hilft es auch nicht, den Betroffenen zu sagen, dass Auto fahren viel gefährlicher ist.

Du hast recht, dass ein korrektes Verhalten keine Garantie ist, nicht verhaftet zu werden. Ich bin trotzdem der Meinung, dass es schon ein erster Schritt in diese Richtung ist.

Ich sehe es auch so, dass man nach Nordkorea nicht einfach nur hinfahren sollte, sondern diese Reise mit einer ausführlichen Vor- und Nachbereitung einhergehen muss. Tatsächlich habe ich bisher schon mehr zu diesem Land gelesen als zu den meisten meiner anderen Reiseziele.

Ich weiß nicht, in welche Länder ihr fahrt. Gerade letztes Jahr war ich in einem Land, bei dem auch sämtliche Reaktionen waren "Was ist das?", "Wo ist das?" und "Was zur Hölle willst du da?", ein Land, dass sich in Bezug auf Pressefreiheit die letzten Plätze mit Nordkorea teilt.
Es stellte sich heraus, dass dies nicht nur  landschaftlich eines der schönsten Länder ist, die ich je gesehen habe (und nebenbei erwähnt muss man sich die Canyons nicht mit 12.000, sondern nur mit 20 anderen Touris teilen), sondern ich auch mit die freundlichsten, offensten und neugierigsten Menschen überhaupt getroffen habe. Viele Begegnungen werde ich nie vergessen.

Nein, das macht es nicht besser, was die Regierung in diesem Land treibt! Aber ich habe jetzt ein anderes Bild von diesem Land und dem ein oder anderen, der mit Unverständnis auf diese Reise reagiert hat, würde ein wenig Offenheit, oder zumindest ein Bewusstsein dafür, dass man nicht das ganze Land einschließlich seiner Bevölkerung verteufeln sollte, auch nicht schaden.

Übrigens Detritus, du hast doch in einem deiner Beiträge hier Dieter Nuhr zitiert. Ich gehe davon aus, man zitiert keine Leute, die man für total daneben hält. Der gute Herr Nuhr hat übrigens Nordkorea auch schon bereist.  :wink:

*Detritus

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Antw: USA-Einreise nach Nordkorea-Aufenthalt?
« Antwort #63 am: 20.01.2020, 17:02 Uhr »
Ich habe lediglich geschrieben, dass die Amis nicht mehr entscheiden dürfen, ob sie nach Nordkorea reisen oder nicht

Das hattest Du in dieser Form nicht getan bzw. es fehlte die Einschränkung hinsichtlich Nordkorea. Insofern war Deine diesbezügliche Aussage leicht missverständlich, da ich mich auf den allgemeinen Kontext "Reisefreiheit" bezogen hatte.

Zitat

Ich gehe davon aus, man zitiert keine Leute, die man für total daneben hält. Der gute Herr Nuhr hat übrigens Nordkorea auch schon bereist.  :wink:

Wie kommst Du auf das schmale Brett ich würde Hr. Nuhr für "total daneben" halten, nur weil er mal in NK war? Und macht seine Reise dorthin sein Zitat weniger wertvoll?

Du bist hier m.E. der Fehleinschätzung aufgesessen, dass meine bisherigen Ausführungen zum Thema NK sich dann automatisch auch auf Deine Person beziehen, oder das ich deshalb Dich irgendwie "abwerten" würde.

Eine Diskussion dient nicht - wie oft fälschlicherweise gedacht - dazu immer auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Muss auch gar nicht sein bzw. kann auch ohne ein solches Ergebnis durchaus Früchte tragen. "We agree to disagree…" wie es so schön heißt.

Mich hatte die Motivation interessiert, weshalb man in so ein Land reisen möchte. Du hast - aus meiner persönlichen Sicht - hier keine für mich(!) sinnvollen Gründe genannt die mich dazu veranlassen würden dorthin zu fahren oder mich von einer solchen Reise zu überzeugen.

Aber - und das ist ja das schöne an so einem freien Land wie unserem - das musst Du ja auch gar nicht. Selbst wenn sich die Motivation auf "Weil ich gerade Bock drauf habe..." beschränkt steht es Dir frei dorthin zu fahren. Insofern werden wir in diesem Punkt nicht zusammenfinden - Du hast Deine Meinung - ich habe meine.

Nur warum sollte ich Dich deshalb "total daneben" finden? Erstmal kenne ich Dich gar nicht und zum anderen - Du tust etwas was ich nicht machen würde. Ja und? Wenn ich jeden jetzt "total daneben" finden würde der nicht zu 100% in allen Dingen mit mir auf einer Wellenlänge liegt - das wäre dann wohl ein recht einsames Leben. Und wer sagt denn, dass ich mit dem was ich für "gut und richtig" halte auch immer richtig liege? ;)

Ich habe gute Freunde die sind Hobbyjäger. Ein Zeitvertreib der mir nicht so recht zusagt - Tiere "aus Spaß" zu töten bzw. dann wenn ich gerade Zeit und Lust dazu habe ist nichts mit dem ich mit anfreunden kann. Wenn das Thema mal auf den Tisch kommt fliegen da durchaus auch mal die Fetzen - trotzdem wäre ich doch ziemlich bescheuert wenn ich diese Menschen deswegen jetzt komplett verstoßen würde.

Insofern geht es mir auch gar nicht darum Dich davon zu überzeugen da nicht hinzufahren - ich habe lediglich meinen Senf dazu gegeben. Den kannst Du jetzt zu Kenntnis nehmen oder auch nicht, ggf. zeigt es Dir ja auch einfach nur mal auf auf welche möglichen Reaktionen Du Dich im Freundes- und Bekanntenkreis einstellen kannst.

*motorradsilke

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Antw: USA-Einreise nach Nordkorea-Aufenthalt?
« Antwort #64 am: 21.01.2020, 01:36 Uhr »
Er möchte sicher sagen, dass es einen Halbtoten gab, aber hunderte Touristen, die nicht halbtot wieder kamen.

Ach so - und das rechtfertigt es dann die USA und NK im Hinblick auf die Reisefreiheit auf eine Stufe zu stellen?

Ich habe nichts aufgerechnet und nichts auf eine Stufe gestellt. Ich habe lediglich geschrieben, dass die Amis nicht mehr entscheiden dürfen, ob sie nach Nordkorea reisen oder nicht, da du das offenbar nicht wusstest. Ich habe übrigens auch weder das eine noch das andere bewertet.

Flicka, interessanter Beitrag. Mir ist bewusst, dass die Möglichkeit besteht, dass die vorgeworfenen Taten der Verhafteten vielleicht nicht oder nicht so stattgefunden haben. Das wird hier auch niemals jemand rausfinden. Damit muss man leben, wenn man nach Nordkorea fährt. Dennoch bleibt statistisch gesehen nur eine sehr sehr geringe Chance, dass man verhaftet wird, geringer als in den meisten anderen Ländern, einschließlich den USA. Davon abziehen muss man außerdem noch die praktisch nicht vorhandene Kriminalität in Nordkorea. Aber es ist wie mit Flugangst. Da hilft es auch nicht, den Betroffenen zu sagen, dass Auto fahren viel gefährlicher ist.

Du hast recht, dass ein korrektes Verhalten keine Garantie ist, nicht verhaftet zu werden. Ich bin trotzdem der Meinung, dass es schon ein erster Schritt in diese Richtung ist.

Ich sehe es auch so, dass man nach Nordkorea nicht einfach nur hinfahren sollte, sondern diese Reise mit einer ausführlichen Vor- und Nachbereitung einhergehen muss. Tatsächlich habe ich bisher schon mehr zu diesem Land gelesen als zu den meisten meiner anderen Reiseziele.

Ich weiß nicht, in welche Länder ihr fahrt. Gerade letztes Jahr war ich in einem Land, bei dem auch sämtliche Reaktionen waren "Was ist das?", "Wo ist das?" und "Was zur Hölle willst du da?", ein Land, dass sich in Bezug auf Pressefreiheit die letzten Plätze mit Nordkorea teilt.
Es stellte sich heraus, dass dies nicht nur  landschaftlich eines der schönsten Länder ist, die ich je gesehen habe (und nebenbei erwähnt muss man sich die Canyons nicht mit 12.000, sondern nur mit 20 anderen Touris teilen), sondern ich auch mit die freundlichsten, offensten und neugierigsten Menschen überhaupt getroffen habe. Viele Begegnungen werde ich nie vergessen.

Nein, das macht es nicht besser, was die Regierung in diesem Land treibt! Aber ich habe jetzt ein anderes Bild von diesem Land und dem ein oder anderen, der mit Unverständnis auf diese Reise reagiert hat, würde ein wenig Offenheit, oder zumindest ein Bewusstsein dafür, dass man nicht das ganze Land einschließlich seiner Bevölkerung verteufeln sollte, auch nicht schaden.

Übrigens Detritus, du hast doch in einem deiner Beiträge hier Dieter Nuhr zitiert. Ich gehe davon aus, man zitiert keine Leute, die man für total daneben hält. Der gute Herr Nuhr hat übrigens Nordkorea auch schon bereist.  :wink:
Magst du mal sagen, welches Land das war?

*Jack Black

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Antw: USA-Einreise nach Nordkorea-Aufenthalt?
« Antwort #65 am: 21.01.2020, 13:04 Uhr »
Übrigens Detritus, du hast doch in einem deiner Beiträge hier Dieter Nuhr zitiert. Ich gehe davon aus, man zitiert keine Leute, die man für total daneben hält. Der gute Herr Nuhr hat übrigens Nordkorea auch schon bereist.  :wink:

Du driftest aber mittlerweile ganz schön vom (eigenen!) Thema ab. Es geht doch hier nicht darum, ob man Nordkorea bereisen kann (oder konnte). Wann auch immer Dieter Nuhr dahin gereist ist. Es geht doch darum, dass (speziell unter Donald Trump) die Anforderungen an ESTA verschärft worden sind. U.a. wird eben gefragt, ob man in irgendeinem zeitlichen Rahmen (ich kenne jetzt die Frage nicht auswendig) bestimmte Länder besucht hat und da ist Nordkorea dabei. Genau aus diesem Grund machst Du Dir offensichtlich Sorgen und genau aus diesem Grund fragst Du in diesem Forum, welche Erfahrungswerte es gibt, ob eine Einreise mit ESTA dennoch möglich ist oder was auch immer die Folge ist. In jedem Fall ist es sicherlich eine kritische Problematik, WENN MAN (wie Du) weiterhin in den USA Urlaub machen möchte.

Und jetzt antworten Dir im Forum sehr viele Teilnehmer dahingehend und raten Dir von einem Besuch ab. Und jetzt wird es wild: anstatt das zu beherzigen, versuchst Du mit Händen und Füßen das Forum davon zu überzeugen, dass rein gar nichts gegen einen Nordkorea Urlaub spricht und dass hier alle nur Panikmacher sind.

Wieso fragst Du denn dann überhaupt? Dann mache doch Deinen Nordkorea Urlaub einfach, wenn es doch alles so klar und so einfach ist,  Und wenn schon Dieter Nuhr in Nordkorea war, ja dann muss das ja folgenlos für ESTA sein... oder vielleicht doch nicht? Ich verstehe es nicht, was ist denn jetzt Sinn Deiner Anfrage? Ich glaube nicht, dass hier jemand überzeugt werden muss, jetzt einen Nordkorea Urlaub zu machen. Also mache Du Deinen Urlaub und wir machen unseren Urlaub. Alles in Frieden, jeder wie er will. Aber die Frage nach der USA-Einreise nach einem Nordkorea-Aufenthalt, die streichen wir jetzt einfach, denn es war ja Deine Frage und Dich interessiert die Antwort offensichtlich erst gar nicht.

 

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