Mietwagen oder Wohnmobil

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*Bobby Dan

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« Antwort #60 am: 05.08.2020, 22:05 Uhr »
Automatik PKW bin ich seit vielen Jahren in den USA gefahren. Da mache ich mir kaum Gedanken. Ich werde trotzdem in D mit meinen ersten Versuchen starten, bevor ich es in den USA umsetzen möchte. Ich suche daher zZ eine Lösung, welches Fahrzeug es werden soll und wo ich es überhaupt mieten kann. Für mich zählen Städte zum MUß Urlaub, d.h. es muss auch parken in einem Parkhaus möglich sein. Ich möchte Urlaubs bzw Freizeit nicht mit blöder Parkplatz suche vertrödeln.

*miwunk

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« Antwort #61 am: 05.08.2020, 22:18 Uhr »
Bobby, also wenn bei Dir Städte unbedingt zum Urlaub gehören, dann kann (oder muss) ich Dir ganz dringend von einer Womo-Miete in USA abraten. Das funktioniert nicht. Es geht nicht nur um Parkplätze (die sind in USA gross genug), aber stell Dir nur mal vor, Du fährst auf einem Freeway durch LA mit 5 Spuren in einer Richtung, wirst von rechts und links überholt (das ist in USA erlaubt) hast aber keinen Blick, wer gerade rechts an Dir vorbeifahren will, obwohl Du rechts abbiegen musst!!!!
Oder durch SF, wo die Strassen teilweise so eng und steil sind, dass Du schon mit einem normalen PKW Probleme beim Anfahren hast.
Wenn Du sowas vor hast, dann bleibt nur, einen Campingplatz ausserhalb zu suchen und mit Mietwagen oder Taxi in die Stadt zu fahren.



*Bandito1011

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« Antwort #62 am: 06.08.2020, 08:44 Uhr »
Für Abenteuerlustige gibt es doch diese Mini RV's bzw. Vans. Wenn du schon öfter in den USA warst hast du die von Jucy sicher mal gesehen, schwer zu übersehen. Damit wäre alles möglich wenn man sowas mag.

https://www.jucyusa.com/our-vehicles/jucy-mini-rv-rental/


*miwunk

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« Antwort #63 am: 06.08.2020, 08:59 Uhr »
Ja, das wäre eine Möglichkeit. Nur sind diese genau so teuer wie ein "ausgewachsenes" Wohnmobil, aber Du hast keinerlei Komfort. Kochen geht nur ausserhalb, was machst Du wenns regnet? Es gibt keine Dusche und Toilette. Aber Du musst genauso wie ein grosses Wohnmobil Deinen Stellplatz auf dem Campingplatz reservieren. Abends musst Du immer das Auto umräumen um das Bett aufzubauen.

Ein Vorteil natürlich: man kann leichter in Städte fahren.


*Bandito1011

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« Antwort #64 am: 06.08.2020, 10:13 Uhr »
Vor- und Nachteile liegen auf der Hand. Jeder hat ja zudem individuelle Ansprüche. Wenn es regnet fährt man halt in eine Mall, ein Museum, Walmart oder in ein Café. Ich bin großer Fan vom Mercedes Marco Polo, da hast du sogar ein wenig Komfort. Der kostet allerdings auch ne hübsche Stange Geld. Weiß nicht ob man sowas in den USA auch mieten kann.

Wer maximal flexibel unterwegs sein möchte muss kreativ werden. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Für manche dürfte so ein Jucymobil ne gute Lösung sein. Hängt wohl auch vom Alter, den finanziellen Möglichkeiten und den eigenen Ansprüchen ab. Für mich wäre das in den USA auch nichts, bin aber auch kein ganz junger Hüpfer mehr.

*miwunk

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« Antwort #65 am: 06.08.2020, 10:22 Uhr »
Bandito, Du hast ja Recht. Trotzdem ein paar "Aber":
Klar kannst Du, wenn es regnet, in eine Mall gehen. Aber was machst Du abends auf dem Campingplatz? Wenn Du noch dazu kochen wolltest? Dann wirds im Jucy ungemütlich. Natürlich können junge Leute das eher abhaben.
Was aber die Preise betrifft, da macht der Jucy fast keinen Unterschied, Also eine Lösung zum Geld-sparen ist das jedenfalls nicht.
Wer billig einen Camping-Trip machen will, der mietet besser einen PKW und campt mit dem Zelt. Oder mietet einen PKW in dem man auch schlafen kann (da gibts auch extra Foren mit Vorschlägen dafür). Allerdings muss man in beiden Fällen für die Nacht auf einen Campingplatz.

Einen Mercedes wirst Du in USA nicht mieten können. Ich hab allerdings auch noch nie danach geschaut, aber Mercedes ist in USA viel zu teuer. Abgesehen davon gilt auch bei Van-Miete: man mietet eine Klasse, nicht eine Marke.


*Bandito1011

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« Antwort #66 am: 06.08.2020, 10:43 Uhr »
Der Marco Polo ist ja ähnlich dem VW California. Genau diese Klasse meine ich.

Ansonsten bin ich ja wie gesagt kein Experte auf dem Gebiet, dachte bislang immer das Campgrounds nach PKW, RV usw. unterscheiden was die Preise betrifft und daher so ein Jucymobil vielleicht auf Dauer günstiger wäre. Geringerer Spritverbrauch dürfte klar sein. In Städten muss man mit einem RV außerhalb parken und die Öffis nutzen, kostet auch Geld. Naja grundsätzlich bin ich bei dir, wollte nur eine Alternativlösung vorschlagen.

*partybombe

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« Antwort #67 am: 06.08.2020, 10:53 Uhr »
Wer in die Stadt mit den Wohnmobil möchte oder muss, sollte auf einem Campground etwas außerhalb übernachten und dann mit dem Bus reinfahren. Eine Alternative wäre natürlich zu zelten, dann ist das Fahrzeug handlicher. Mit dem RV ins Parkhaus halte ich für nahezu unmöglich und auch viel zu teuer.
Wie aber hier bereits angeführt sind manche Städte (LA,SF,NY) mit dem RV schon etwas schwierig im Zentrum

*miwunk

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« Antwort #68 am: 06.08.2020, 11:02 Uhr »
Bandito: die Campgrounds unterscheiden zwischen RV und Zelt-Plätzen. Ein Campervan, egal welche Grösse, muss auf einen RV-Platz, ein PKW steht auf einer Seite für Zelte. Allerdings gibt es auch CG die da überhaupt nicht unterscheiden.

Partybombe: stimmt, ein Parkhaus für den RV wirds kaum geben, der ist viel zu hoch. Wobei ich sagen muss, dass ich nie danach geschaut habe  :D


*partybombe

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« Antwort #69 am: 06.08.2020, 12:02 Uhr »
.....Für mich zählen Städte zum MUß Urlaub, d.h. es muss auch parken in einem Parkhaus möglich sein. Ich möchte Urlaubs bzw Freizeit nicht mit blöder Parkplatz suche vertrödeln.
Damit scheidet ein RV wohl grundsätzlich aus.

*Tashville

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« Antwort #70 am: 06.08.2020, 16:50 Uhr »
Ein paar langjährige Erfahrungen kann ich zu den aktuellen Diskussionen hier auch besteuern:

Was die Sache mit der Automatikschaltung als Schaltwagefahrer angeht, das ist halb so wild. In die "Kuppeln wollen"-Falle bin ich zwar auch schon gelaufen, aber dann nur direkt bei der Übernahme beim Ausparken auf dem Gelände des Verleihers. Also bei unterhalb Schrittgeschwindigkeit. Wer Automatik erstmals mit einem RV fährt, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit die selbe Erfahrung machen, sich dabei deutlich mehr erschrecken (und evtl. einmal die gerade eingeräumte Ausstattung durcheinander würfeln), bekommt aber schon mal einen guten Eindruck, wie stark sich das Wohnmobil aufschaukelt.

Wer das erste mal mit einem RV unterwegs ist, aber schon Transporter gefahren ist: Das Fahrzeug ist zu beiden Seiten deutlich breiter als ein Transporter, fährt sich allerdings wie einer. Also Vorsicht vor den Kronen von Straßenbäumen, Hecken und Pollern. Beachte, der Selbstbehalt der Vollkasko ist schmerzhaft hoch...

Mit dem Womo in einer Großstadt einen legalen Parkplatz zu finden ist beinahe unmöglich. Die Deckenhöhe von Parkhäusern ist fast immer viel zu niedrig. Die Straßen sind in manchen Städten sehr eng, für Städtetouren empfehle ich auch einen PKW, oder Womo auf dem Campground stehen lassen und mit Taxi, Uber/Lyft oder (wo vorhanden) Öffis reinfahren.

Ein Womo kann auch zum Problem werden, wenn man Strecken fahren will, die für größere Fahrzeuge ungeeignet oder unzulässig sind. Oder Orte, wo diese generell nicht erlaubt sind (manche Stateparks) bzw. nicht geparkt werden können oder dürfen. Yellowstone haben wir z.B. als PKW-Tour gemacht, und das war eine gute Entscheidung.

Mit dem Womo auf mehrspurigen Straßen: das ist in der Tat eine interessante Sache. Spiegel müssen korrekt eingestellt sein, und frühzeitig den von hinten kommenden Verkehr beobachten. Wenn frei ist, gemächlich die Spur wechseln, damit evtl. übersehene Verkehrsteilnehmer eine Chance haben auszuweichen. Eine größere Gefahr sind Vollidioten, die vor einem über mehrere Spuren wechseln und einen dabei schneiden (das ist eine eher neue kalifornische Unsitte). So ein vollgepacktes Wohnmobil hat einen erschreckend langen Bremsweg.

Länge von Tagesetappen von Wohnmobilreisen: das ist individuell sehr unterschiedlich. Im Westen liebe ich die langen Strecken, ich kann von der Landschaft gar nicht genug bekommen. Wobei wir üblicherweise jeweils abwechselnd ein Tag fahren, ein oder anderthalb Tage den jeweiligen Ort erkunden planen. Die längste Etappe letztes Jahr war übrigens die US-50 ("America's Lonliest Highway") von Carson City bis zum Great Basin National Park, das sind fast 400 Meilen. Absichtlich, bewusst so geplant. Es gibt entlang der Strecke einiges zu entdecken das nicht viel Zeit braucht, von Petroglyphen über ehemalige Pony Express-Stationen bis hin zum Opernhaus in Eureka. Das Eisenbahnmuseum in Ely haben wir dann leider nicht mehr geschafft, aber es muss ja auch was übrig bleiben fürs nächste Mal wenn wir in der Ecke sind. Für Einsteiger ist eine solch lange Etappe aber eher nicht zu empfehlen. Nur wenn man die jeweilige Region kennt lässt sich abschätzen, ob das überhaupt machbar und interessant ist.

Aus meiner Sicht sollte man für eine RV-Tour die Bereitschaft mitbringen, alle Planung spontan über den Haufen zu werfen, wenn irgendwas nicht so funktioniert wie man sich das vorstellt. Manche Campgrounds muss man leider mit großem Vorlauf reservieren, das braucht dann evtl. etwas Geschick wenn man umplanen muss.

Und was bin ich froh, dass wir für dieses Jahr nur eine kurze Tour durch Upstate New York mit dem PKW geplant hatten... Das ist kaum Planungsaufwand und lässt sich nächstes oder übernächstes Jahr auch machen.
Is it that things really change? Or does the outside rearrange?
Is perception genuine? Or does truth lie deep beneath the skin?
— Alexander James Adams, Blood and Passion

*Bandito1011

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« Antwort #71 am: 08.08.2020, 11:52 Uhr »
Danke für den sehr informativen Beitrag ! Sehr hilfreich für jeden RV Neuling oder Leute wie mich, die es noch werden wollen.

*Bobby Dan

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« Antwort #72 am: 19.08.2020, 22:10 Uhr »
.....Für mich zählen Städte zum MUß Urlaub, d.h. es muss auch parken in einem Parkhaus möglich sein. Ich möchte Urlaubs bzw Freizeit nicht mit blöder Parkplatz suche vertrödeln.
Damit scheidet ein RV wohl grundsätzlich aus.

Richtig. Aber mit dem Link f.d. Mini Vans und Euren Infos habt ihr mir schon sehr geholfen. Ich kombiniere Natur und Städte. Bin von beiden begeistert.

*partybombe

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« Antwort #73 am: 20.08.2020, 10:38 Uhr »
.....Für mich zählen Städte zum MUß Urlaub, d.h. es muss auch parken in einem Parkhaus möglich sein. Ich möchte Urlaubs bzw Freizeit nicht mit blöder Parkplatz suche vertrödeln.
Damit scheidet ein RV wohl grundsätzlich aus.


Richtig. Aber mit dem Link f.d. Mini Vans und Euren Infos habt ihr mir schon sehr geholfen. Ich kombiniere Natur und Städte. Bin von beiden begeistert.

Das freut uns, wir helfen gerne

*ReiseBlogger

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Antw: Mietwagen oder Wohnmobil
« Antwort #74 am: 07.09.2020, 11:16 Uhr »
Hey,

noch eine Frage zu Mietwagen oder Wohnmobil.
Hat einer von euch Erfahrungen mit dem Reisen mit Kindern in einem Wohnmobil? Wir würden in den nächsten Wochen gerne eine solche Reise antreten und wäre noch um ein paar Tipps dankbar. Kinder sind 8 und 12. Danke für eure Hilfe.

Liebe Grüße

 

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