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Autor Thema: Coast2Coast by Harley  (Gelesen 14593 mal)

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lippifax

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Coast2Coast by Harley
« am: 04.04.2007, 09:44 Uhr »
Titel: Coast2Coast by Harley
Untertitel: So we bought a boat! We bought a boat? (insider-witz)

So gestern gelandet, heute mal der erste Threadanfang zu unserer komplettierten Coast2Coast Fahrt mit der Harley.

Wer: Herbert + ich
Wann: 14.3. - 3.4.2007
Wo: Anfang Orlando - Ende LA
Gefahrene Meilen: so um die 3700
Maschinen: 2 Fat Boys

Zwischenstops: ersichtlich unter diesem Link --> http://members.liwest.at/manuel_lipp/google.html

Morgen oder übermorgen beginnt dann das schreiben. Zuerst müssen mal alle Bilder durchsucht und geordnet werden.

Susan26

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #1 am: 04.04.2007, 10:02 Uhr »
Hallo lippifax,

da bin ich aber gespannt und steig schon einmal zu .... bei den beiden "fat ladies" könnte das zwar irgendwann schwierig werden, aber ich bin ja die Erste  :lol: (was kümmert mich der Rest  :wink: )
Freu mich auf die Mitfahrt!

Susan
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Micky McBenz

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #2 am: 04.04.2007, 11:56 Uhr »
Hallo Lippifax!

Diese Reise interessiert mich auch. Ich bin dabei! Und Ihr seid durch den südlichsten Süden gefahren. Da kenne ich auch schon einige Teile von. Ich bin gespannt!

cleoxx

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #3 am: 04.04.2007, 20:00 Uhr »
Hallo Lippifax,

ich glaube, bei dem Bericht brauchst Du ganz schnell noch einen Anhänger oder Beiwagen für alle Mitfahrer. Bei einem Harley-Reisebericht bin ich natürlich ganz interessiert mit von der Partie... Auf dass ihr immer schönes Bike-Wetter und angenehm schöne Strecken habt...!
Schade, dass es noch dauert, bis der Bericht losgeht, bin schon ganz neugierig...

Grüßle
Elke


NickMUC

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #4 am: 04.04.2007, 22:43 Uhr »
Tscha... auch wenn die Trittbretter der Fat Boy schon im Stand am Boden schleifen – da muss ich leider auch noch mit...
Dann gib ma' Gasss ;-)
Grüße,
Nick
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lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #5 am: 05.04.2007, 10:10 Uhr »
So dann starten wir mal Richtung Amerika......

Grundsätzlich ist noch zu sagen, daß Fotos vermutlich eher rar werden, da vom Motorrad fotografieren eher schwieriger geht. Zweitens sind wir zum Motorradfahren in die USA geflogen um rel. viel Motorrad zu fahren, also nicht wundern über die ein oder andere Etappe....


14.3.2007 Linz - München - Washington - Orlando
Heute um 4 Uhr früh läutete der Wecker und so ging es viel zu früh raus aus dem Bett. Das bestellte Taxi von SMS fragte per Telefon noch schnell nach dem Weg und auch diese Hürde wurde mal gemeistert. Kurz darauf traf dieses dann auch in der SolarCity ein. Das Gepäck war schnell verladen und schon fuhren wir zu Herberts Wohnung, wo wir 15 Minuten zu früh eintrafen.
Die Fahrt zum Münchner Flughafen, verging relativ schnell, wenn auch 3 Pinkelpausen ein bisschen zu viel des Guten waren.
So erreichten wir um ca 7:30 den Münchner Flughafen, wo wir noch eine Stunde auf das Checkin warten mussten. Das verging aber auch sehr schnell und so stellten wir uns um ca 8:45 an.
Die Sicherheitsbestimmungen dürften schon wieder verschärt worden sein, denn schon vorm eigentlichen Checkin wird der Pass und die Flugtickets auf deren Richtigkeit geprüft.
Gleich die erste Schrecksekunde. Die Dame bei diesem ominösen Schalter verschwand kurz mit der Aussage: "Ich muss zum Supervisor, mit euren Pässen und Flugdaten stimmt was nicht"  :shock:
Was war da wohl los? Der Grund war schnell gefunden. Unser Hinflug ging mit United, jedoch hatten wir den Rückflug über Lufthansa, somit glaubte der Liebe Computer das wir auf ewig in den USA bleiben wollen.

Danach folgte das eigentliche Checkin, wo uns im Laufe des Prozesses die Frage unterbreitet wurde:"Habt ihr eine Miles & Morekarte?" Wir verneinten und schon kam die nächste Frage:"Für 69 eur könnten wir upgraden auf economy plus." Kurzer Blickkontakt und im Wissen das 12,5 cm mehr Sitzabstand manchmal sehr nützlich sein kann, willigten wir ein.
Dann jedoch die 2. Schrecksekunde: "Euer Gepäck wurde für das 2. Screening ausgewählt. Passiert bei United öfters"
Wir mussten also mit einer netten Dame mitgehen und ca 10 m weiter befummelte diese auch gleich unsere eingepackten Sachen.
Nachdem nichts auffälliges gefunden wurde, checkten wir die Koffer ein und wanderten Richtung Gate mit einem kleinen Abstecher zum Dahlmayr, wo ein Frühstück auf uns wartete. Hier noch schnell den letzten guten Kaffee getrunken und einen Happen gegessen.
Nach einer kurzen Pause ging es dann auch schon ans Boarding und die Economy Plus Sitze machten sich schon jetzt bezahlt. Gerade mit Herberts >1,90 ist es eine Wohltat und auf jeden Fall wird das wieder genutzt, falls wir die Option beim nächsten Flug wieder haben.

Während des Fluges wurden noch unter anderem die Filme "Stranger than Ficton" / Prestige (gähn) und "2 and a 1/2 man" geschaut. Das Essen bei United hat leider auch keinen Preis gewonnen, denn wieder einmal gab es die berüchtigte Auswahl zwischen Chicken or Pasta. Herbert versuchte es mit Chicken, wobei dieses nicht wirklich deliziös war. Einzig das Gemüse half ein bisschen über den faden Geschmack hinweg.
Ich kostete das Pasta-gericht und in meinem ganzen Leben hab ich noch nie so weichgekochte, matschige Tortelini vorgesetzt bekommen. Naja typisch Economy-Flugzeugessen, da erwartet man eh keine Gourmetfreuden.

Kurz vor der Landung bekamen wir noch eine "typisch" Amerikanische Mahlzeit vorgesetzt:
- Ein labriges Weckerl mit Wurst-ähnlichen Belag + Käse
- Einen Mars-Riegel
- Eine Packung Chips

Dazu je nach Vorliebe ein Sodagetränke seiner Wahl, oder so wie ich ein Plastikbecher voll Milch. (Ja der Flight-Attendent hat blöd geschaut, als ich das geordert habe. Dürfte vermutlich nur für den Kaffee gewesen sein....)

Um 15:45 Lokalzeit wurde die Immigration erfolgreich abgeschlossen. Alles in allem haben wir maximal 10-20 Minuten für den ganzen Ablauf gebraucht, so problemlos sind wir noch nie in die USA eingereist.
Die Suche nach einem freien WLAN am Flughafen schlug leider fehl, und so sitzen wir einfach nur die Zeit bis zum nächsten Flug ab.

Grundsätzlich zum IAD-FLughafen ist zu sagen: der schlechteste/überlaufenste/stinkenste Flughafen den ich jemals besucht habe!
Unsere im Vorfeld definierte "Not to do"-Liste (unter anderem kein Fastfood) wird auf eine schwere Probe gestellt, da es hier in der Nähe nur einen Wendys gibt. Und Wendys war ein definitives DON'T DO!
 
Nachdem Herbert und ich den ganzen Terminal C auf der Suche nach etwas Essbaren durchwandert haben, kehrten wir letztendlich im Gordon Biersch ein. Dort wurde ein Märzen BBQ Chicken Sandwich mit Garlic Fries geordert und auch sofort verputzt. Da das möglicherweise unsere letzte Mahlzeit für heute wird, haben wir auch fast brav aufgegessen. Der Burgerbedarf für die Reise ist damit ziemlich gedeckt und je weniger Burger wir die nächsten 20 Tage finden, desto besser.

Während der Wartezeit kämpften wir mit der Müdigkeit, die sich nach ca 23 Stunden Munter sein und nur 3-4 h Schlaf einstellte. Wir wollten jedoch bis Orlando durchhalten, ansonst wird das erneute Einschlafen sicher nicht möglich sein.

Der gezahlte Aufpreis für die Economy Plus konnte uns zwar in München für den FLug IAD-MCO nicht bestätigt werden, jedoch buchte uns die Dame in die 2. Reihe und siehe da..... Economy Plus die 2. wir kommen.

Im Flieger hatten wir noch eine lustige Begegnung mit ein paar Deutschen/Österreichern (?) die als Gruppe fliegen, jedoch nicht alle zusammensitzen. So ist die Frau vor uns so nervös, dass sie sogar versuchte ihren Freund (?) im Hinteren Teil des Flugzeugs anzurufen. Da stellt sich natürlich die Frage, wie berechtigt so ein Telefonanruf wirklich ist. Eine Flucht von ihm wird ja dank der fehlenden Ausstiege ja so gut wie unmöglich sein.

Die Ankunft in Orlando und das einchecken im La Quinta verliefen problemlos und während der Fahrt zum Hotel, waren die Mitreisenden im Bus noch begeistert von unserer Tour. Da wir jedoch mehr müde als munter waren, gab es sicher bessere Gesprächspartner als uns. Im Hotel angekommen, versuchten wir noch etwas Trinkbares zu kaufen. Der angrenzende McD bediente nur mehr durch den Drive Through und so gingen wir weiter zur Tankstelle, wo wir uns 2 Flaschen Eistee besorgten.

So entschlummerten wir den Tag nach unzähligen Stunden Anreise und waren gespannt was für Motorräder wir morgen in der Früh bekommen werden .......


susan

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #6 am: 11.04.2007, 12:38 Uhr »
Hallo Lippifax,

schön daß Ihr wieder gesund zurück seid. Bin natürlich auch sehr gespannt wie es euch gefallen und vor allem ergangen ist.

Ich hoffe Ihr hattet genau so viel Spaß wie wir letztes Jahr.

Freu mich schon auf die nächsten Etappen.
Gruß Susan

Schneewie

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #7 am: 11.04.2007, 12:41 Uhr »
Dann mal auf zum fröhlichen Lesen!  :D
Gruß Gabriele

leia

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #8 am: 11.04.2007, 14:05 Uhr »
Gits noch ein Plätzchen? Ich möchte auch gerne noch mit.... :D
Viele Grüße Leia


lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #9 am: 11.04.2007, 20:32 Uhr »
So nach Ostern und einer Computerpause gehts jetzt weiter......

Vorweg noch ein paar Fotos vom ersten Tag....






15.3. Orlando-Daytona-Jacksonville

Nach einer schlecht durchschlafenen Nacht standen wir um ungefähr 7 Uhr auf.Eaglerider sperrte jedoch erst um 9 Uhr auf und so mussten wir die Zeit überbrücken, bis dies geschah. Um ca 8 Uhr waren wir beim Hotelfrühstück, wo es eine relativ große Auswahl gab. Wir entschieden uns aber wegen der Chemie in den Produkten das Frühstück auf ein Minimumlevel zu halten.

Um 9 Uhr rief Herbert bei Eaglerider an und die bestellten ein Taxi, daß uns abholen sollte. So warteten wir knapp 30 Minuten bis dieses auch endlich kam, jedoch waren wir uns nicht ganz sicher, ob es das richtige Taxi ist. Versprochen wurde uns ein Yellow Cab, aber ein City Cab kam. Blöderweise hab ich dann den Taxifahrer meinen Namen gesagt, worauf der "OK" erwiderte..... Das hätte er natürlich bei jedem anderen Namen sagen können, aber im Endeffekt war es dann doch der Richtige
Nach einer gut 30 Minütigen Fahrt erreichten wir endlich Eagleriders, wo schon einige Urlauber ihre Maschinen fertig machten. Beim ersten betreten des Geländes klebten schon die Namensschilder auf den Maschinen. Herbert bekam eine blaue Fat Boy und meine Maschine war auf den ersten Blick nicht so schnell zu finden, jedoch stellte es sich als eine rote Fat Boy heraus.





Im Office wurden noch "schnell" die tausend Unterschriften gewechselt und schon ging es ans packen. Die Taschen waren doch kleiner als angenommen, aber es passte dann doch irgendwie. So starteten wir also zum ersten Mal die Bikes und schon ging es auf den I4 Richtung Daytona. (Daytona deswegen um eine echte Coast2Coast-Tour zu machen)

Eigentlich wollten wir ja zwischendurch einen Stop machen, jedoch war das Fahren zu geil, um auch nur eine Minute anzuhalten. Andererseits sind die paar Meilen aber auch wie im Flug vergangen.

In Daytona Beach versuchten wir unser Glück in einer Strandbar, um etwas essbares und noch viel Wichtiger, etwas Flüssiges zu erhalten.
Nach kurzem Check der Promille-grenze wurden schnell 2 Coronas und ein Chicken Caesar Salads geordert. Das Bier war schneller als der Salat  8). Der Salat war exzellent und so starteten wir ca 45 Minuten später richtung Jacksonville, da sich ein Gewitter im Süden ankündigte.
Für den Weg Richtung Norden wählten wir die Küstenstrasse A1A und fuhren 75% der Zeit neben der Küste, immer mit Blick auf den Strand.




In St. Augustine wurde ein Stop eingelegt, um das Fort dort aus der Nähe zu betrachten. Die 6 $ Eintritt sparten wir uns jedoch, da das ca 1,5 Coronas wären.  :D




Am Parkplatz wurde noch schnell die nächste Vorgehensweise besprochen, die aus 2 sehr simplen Aufgaben bestand.

a) WLan finden
b) Walmart finden

Um es vorwegzunehmen. Nur Punkt a wurde geschafft.....




So ging es dann weiter Richtung Jacksonville, wo wir später vor einer Ampel standen. Kurzer Blick nach Links. Dort wurde eine Library ausgemacht, wo dank Shaarytas Tip immer ein WLan zu finden sei. So wurde also der Blinker gesetzt und abgebogen. Auf der Wiese vor der Bibilothek schalteten wir das Notebook ein und erfolglos gepricelint.
Da die Akkulaufzeit schon fast aufgebraucht war, Hotwirent wir und bekamen für 42$ ein 2,5* (?) in Jacksonville.



Nach erfolgreicher Buchung schwangen wir uns wieder auf das Bike und fuhren zum Hotel. Ich dachte immer das das Internet schnell wäre, aber unsere Bikes waren schneller vor Ort als die Bestätigungsemail  :oops:. So nutzten wir also die Zeit bis zum einchecken, um uns bei Publix mit Bananen und Eistee einzudecken.

Durch diese Zwangspause waren die Zimmer dann auch schon fertig, wo wir dank unserer Nicht-prüderi ein Deluxe Zimmer mit Küche/ Couch/.... bekamen. Wer jemals im Extended Stay 8300 Western Way als Österreicher eincheckt, braucht dort nicht seinen Zipcode angeben. Wir hatten es schlicht vergessen, diesen auszufüllen, aber aus Spass meinten wir das es dieses System bei uns nicht gäbe...... und kamen durch damit.

Nachdem wir fertig geduscht hatten, schwangen wir uns wieder aufs Motorrad um die 200m bis zum Steakhouse zu überbrücken.
Hier wurden 2 leckerste Steaks geordert die nur so auf der Zunge zergingen. Als Vorspeise versuchte man uns mit Peanuts abzuspeisen, aber wir lehnten dankend ab.

Nach gut einer Stunde waren wir dann mit Essen fertig und tankten noch schnell die Bikes für morgen auf.

Als Bonuspunkt hier noch die GoogleEarth Datei des heutigen Tag ab Daytona.

(Die gesamte Strecke wurde mitgeloggt, somit gibts für jeden Tag eine solche Datei  8) ... Jaja Technikfreaks auf der Strasse.....)


lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #10 am: 11.04.2007, 20:34 Uhr »

Redwingfan

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #11 am: 11.04.2007, 21:45 Uhr »
Halt ich will auch noch mit.

Reisebericht mit HD da bin ich gleich dabei. Auch wenns mich dran erinnert: Ich wollte auch noch meinen RB von Sturgis 06 fertig machen. - schande über mich.

Gruss

Redwingfan
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die_franken

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #12 am: 11.04.2007, 23:51 Uhr »
ich spring auch noch auf :wink:

America_Crazy

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #13 am: 12.04.2007, 05:43 Uhr »
Ich bin auch noch dabei und bin schon auf die Weiterreise gespannt.

Grüße
America_Crazy



Heiner

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #14 am: 12.04.2007, 05:58 Uhr »
Hi!

Klasse Bericht, da muss ich mich auch noch in eine Lücke reinquetschen.

Gruß Heiner


Wat mutt, dat mutt

Utah

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #15 am: 12.04.2007, 20:07 Uhr »
Hi!

Macht bitte etwas Platz, ich muß noch mit ;-)
Viele Grüße
Utah



Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.

lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #16 am: 12.04.2007, 21:35 Uhr »
16.3.2007 Tallahassee - Panamacity Beach

Vermutlich hatte uns das Jetlag noch immer fest im Griff, den um 8 Uhr war Tagwache. Wir schalteten erst mal den Fernseher ein, um das Wetter für den heutigen Tag zu checken. Leider kam gerade ein Sturmtief über uns und so stellten wir uns für den Nachmittag auf den ein oder anderen Regenerguss ein.

Kurz darauf zogen wir die Rollos vom Fenster beiseite und sie da..... es regnet.  :( Naja so liessen wir es gemütlich angehen und packten unsere Taschen in Zeitlupentempo. Nach erfolgreicher morgentlicher Wäsche packten wir dann die Bikes, Gott sei dank war der Regen zu diesem Zeitpunkt gerade verschwunden.
Da es sich mit leeren Magen schlecht Motorradfahren lässt, fuhren wir ca 150m zum WaffleHouse. (And tomorrow i make us wrrrafffls ala shrek)
Mit einem freundlichen und zugleich erschütternd lauten "Hello Darlings" wurden wir dort begrüsst. Der fast durchsichtige Kaffe schmeckt zu allem Übel auch noch recht passabel und so orderte ich mir gleich ein Waffle mit Fruit Topping und Herbert Toast mit noch ein paar anderen Extrazutaten.
Gut 20 Minuten später waren wir dann auch schon wieder fertig, und genau als wir das Lokal verlassen wollten, fing es an zzu regnen. Verdammte Sch****. So fuhren wir schnell auf den Highway, um so gut es ging den Regen auszuweichen.

1h später machten wir auf einer RestArea die erste Pause, wo gleichzeitig auch die Helme von den 1000 Kamikaze-Mücken befreit wurden.
Es folgte eine weitere Stunde langweilige Fahrt auf dem Mückenverseuchten Highway, bevor ich beim nächsten Stop mir meinen Nierengurt aus der Tasche holte. Nach einem kurzen Toilettenbesuch ging es wieder rauf auf den Highway.

Ich fuhr voran und Herbert folgte unauffällig. Bei gut 85 Meilen/h zog er dann jedoch vorbei und deutete auf die Satteltasche.  :shock: Ich hatte beim Rausnehmen des Nierengurtes vergessen diese zuzumachen und jetzt flatterte diese im Wind. So betätigte ich als die Warnblinkanlage und am Pannenstreifen wurde das Dilemma gerichtet.

Vor Tallahassee verschlechterte sich das Wetter wieder und so bogen wir auf die 319 auf. Nach einem kurzen Tankstop ging es wieder weiter und die Gegend wurde immer trostloser. Viele Trailerparks und heruntergekommene Autos. Und mittendrin.... genau ein Walmart. Dort schnell Pause gemacht und sich das teuerste Walkie Talkie besorgt.



Das kommt morgen dann zum Ersten mal zum Richtigen Einsatz aber die ersten Tests waren vielversprechend.
Leider verlies uns das Wetterglück erneut und wir kamen in einen heftigen Regenschauer. Getrieben vom Willen die Wolken so schnell als möglich zu verlassen fuhren wir einfach darauf los. Gedanklich waren wir auf ca 14 oder maximal 15 Uhr eingestellt, aber kurzer Blick auf die Uhr... schon nach 16 Uhr  :shock:. Naja Hunger hatten wir trotzdem und so setzten wir uns in ein Diner in der niedlichen kleinen Stadt Apaguiwasauchimmer.




Im Restaurant fragten wir noch nach der restlichen Meilenanzahl nach Panama City und als Antwort waren da 80 Meilen zu hören. Also noch gut 2h und da wir noch essen, rechneten wir mit einer frühesten Ankunftszeit von 19 Uhr. Gedanklich stellten wir uns schon ein irgendwo früher einen Stop einzulegen, aber wir wollten einfach mal schauen wie weit es uns treibt.

Als wir in Fort St. Joe eintrafen war uns klar, das die Stadt uns nicht haben will. Zwar alles sehr nobel, aber dadurch kein einziges Hotel. Na gut somit war es eine leichte Entscheidung bis nach Panama City zu fahren. Auf dem Weg dorthin durchquerten wir die AFB und man kann es nur mit einem Wort was wir da erlebten..... Nämlich genau : NICHTS! Die Straße führt 30km schnurgerade durch das Gelände und die Strasse ist umgeben von Bäumen.

Aber auch diese Hürde haben wir gemeistert und landeten dann in Panama City, wo wir uns ein bisschen verfahren haben, da die Strassenführung nicht wirklich eindeutig ist. Jedenfalls fuhren wir direkt durchs Industriegebiet mit einem unheimlich leckeren Duft in der Luft.
 :?

Panama City (also die Ecke wo wir waren) war auch schnell durchquert und wir erreichten Panama City Beach, welches unser heutiges Ziel werden sollte. Wir hatten aber nicht mit Spring Break gerechnet. Somit trieben sich ca 50.000 Pubertierende Jugendliche in dieser Stadt herum und die Zimmerpreise lagen jenseits von Gut und Böse. Für ein stinkiges Super 8 zahlten wir 138$. Der Deposit wurde von 200$ auf 100$ vom Manager(?) gekürzt mit den Worten "This guys dont look like the average Springbreak Visitor. They came with big Harleys, so cut the deposit to 100$"
Karen (die Dame in der Rezeption) stellte uns also die Zimmerkarten aus und unter anderem unsere Parkberechtigung fürs Auto. Wir standen aber in kompletter Motorradmontur vor ihr und während ich auf den Helm klopfte sagte ich noch: "We dont drive a car, we drive harleys". So bekamen also unsere Bikes auch Armreifen für die Lenker und durften gefahrlos am Gelände parken.

Im Laufe des Abends stellten wir fest, daß dieser ganze Springbreakhype nur ein Hype ist. Grundlegend funktioniert Springbreak wie folgt (so unsere Einschätzung):

a) nehme ein Überteuertes Hotelzimmer
b) nehme einen übermässig großen Pickup (am besten vom Daddy)
c) setzte 3 frauen/männer/kühe auf die Ladefläche
d) fahre damit die eine strasse rauf und runter und schreie so laut es geht
e) wiederhole schritte c+d bis 2 Uhr in der Früh
f) geh schlafen (alleine)

Naja soviel zu Springbreak. Entweder sind wir schon langsam zu alt, oder Amerika sollte die Alkoholaltersgrenze deutlich nach unten schrauben.

Abendgegessen wurde bei einem angeblichen Italiener, aber das Essen dort haute uns nicht wirklich vom Hocker. Aber den Magen füllte es und so besorgten wir uns noch ein paar GuteNachtCoronas.
Erschöpft aber glücklich versanken wir im Schlaf und freuten uns auf die morgige Tour.....



Und hier noch das KMZ für die Google Earthmitleser
http://florida2003.funpic.de/harley/tag2/2Tallahassee-PanamaCityBeach.kmz

AndyOne

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #17 am: 13.04.2007, 08:02 Uhr »
Bin selbstverständlich auch mit dabei und muss wohl aufpassen, dass ich hinten nicht wieder runter fliege.
bye
Andy

Meine USA Reiseberichte und Bilder auf Trailhead Adventures

bowiepit

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #18 am: 13.04.2007, 21:53 Uhr »
ufff ich quetsch mich auch noch irgendwie mit auf eine Harley------ geschafft :lol:
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Redwingfan

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #19 am: 14.04.2007, 13:34 Uhr »
16.3.2007 Tallahassee - Panamacity Beach


Im Laufe des Abends stellten wir fest, daß dieser ganze Springbreakhype nur ein Hype ist. Grundlegend funktioniert Springbreak wie folgt (so unsere Einschätzung):

a) nehme ein Überteuertes Hotelzimmer
b) nehme einen übermässig großen Pickup (am besten vom Daddy)
c) setzte 3 frauen/männer/kühe auf die Ladefläche
d) fahre damit die eine strasse rauf und runter und schreie so laut es geht
e) wiederhole schritte c+d bis 2 Uhr in der Früh
f) geh schlafen (alleine)

Naja soviel zu Springbreak. Entweder sind wir schon langsam zu alt, oder Amerika sollte die Alkoholaltersgrenze deutlich nach unten schrauben.


Nun ja ist halt wie oft in USA sehen und gesehen werden. Und es wird nur der gesehen der am lautesten schreit.  8)

Gruss

Redwingfan
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lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #20 am: 14.04.2007, 18:27 Uhr »
So schon langsam darf uns kein Polizist mehr aufhalten, bei der Menge an Mitfahrern  :D

Unter schon gehts weiter.....

17.3.2007 Panamacity Beach - Escatawpa (oder so ähnlich)
Wieder standen wir um ca 7:30 auf und machten uns bereit die Bikes zu beladen. Schon langsam kann man vom System sprechen, was wir da an den Tag legen.
Nach einer kurzen Überprüfung unseres Zimmers durch einen Security Typen durften wir endlich auschecken. Man weiss ja nie, was wir so alles zerstört haben könnten. Den alternativen Bieröffner vulgo Kastl hatte der Securitytyp aber nicht gesehen.
Also gings auf den "Panama City Ocean Drive" und wir stellten fest, daß die von uns erhofften Fortgehclubs dort auch nicht vorhanden waren. So waren wir nicht enttäuscht, es gestern nicht probiert zu haben, mit den Bikes raufzufahren.

So fuhren wir Richtung Pensacola, um dann auf der 292A Richtung Küste abzubiegen.Dort cruisten wir ca 2 h entlang dem Meer und dessen schneeweisen Sand.



Hier entdeckten wir so manches Immobilienschnäppchen und kurz checkten wir unsere Bordkassa. Da uns jedoch knapp 2,999,950 $ and up fehlten für ein stinknormales Appartment, fuhren wir einfach mal weiter.



Bei einer Kreuzung versäumten wir es abzubiegen und cruisten 10 Meilen vor uns dahin, und bewunderten all die Häuser. Plötzlich tauchte ein "Dead End" Schild auf. 200m später war die Strasse dann wirklich aus...... Verdammte Strassenbaubehörde, könnt ihr nciht an der Kreuzung 10 Meilen zuvor schreiben, daß die Strassen eine Sackgasse ist??????



Also gings wieder 10 Meilen zurück und diesmal bogen wir richtig ab, um an der nächsten Kreuzung wieder nicht zu wissen, wo es hinging. Durch Zufall oder Göttliche Fügung war es trotzdem die richtige Strasse, die zum Fort Morgan führte. Dort wollten wir mit der Fähre übersetzen, auf Dolphin Island.
Kurz bevor wir die Fähre erreichten, kamen uns viele Autos entgegen, jedoch dachten wir uns dabei noch nicht viel (wie so oft auf dieser Reise  :roll:). Bei der Anlegestelle checkten wir kurz die Abfahrtszeiten und waren hocherfreut, daß die nächste Fähre in 20 Minuten startet.
1,5h später kam sie dann....... Wie wir herausfanden, hatte die Fähre einfach schon ca 1,3h Verpätung. Im Urlaub ist uns das jedoch relativ egal gewesen.




Während der Wartezeit sahen wir schon unser nächstes Reiseziel, welches in greifbarer Nähe lag. Eine riesige Brücke die sich dank der Erdkrümung nur Schemenhaft entdecken lies.
Nach und nach füllten sich die Warteplätze und unter anderem auch ein Pickup des Umweltschutzministeriums (ja das gibt es selbst in den USA). "Positiv" an diesem sei zu erwähnen, dass er während der ganzen Wartezeit + Fährzeit (ca 2h15min) den Wagen nicht einmal abstellte.  :roll:

Nachdem wir endlich festen Boden unter unseren Rädern hatten, entdeckten wir das schöne Alabama Hinterland. Auf der Fahrt überlegte ich, wann wir eigentlich zum letzten mal was gegessen haben.... Anscheiend heute noch gar nichts (wie war das mit dem Denken noch mal???). Da aber keiner von uns so wirklich Hunger verspürte, fuhren wir einfach weiter zu unserem BestWestern Hotel in Escatawpa.
Dort machten wir uns kurz frisch und gingen (!!!!!) zum Italiener, wo wir uns auf Spicey Wings freuten. Die Freude war nur kurz. Haut wabelig, Fleisch fettig, Sauce konnte nicht viel retten. So assen wir ein paar Bissen, um das Hungergefühl zu stillen.
Nach diesem schrecklisten Essen ever, entschlossen wir uns an der Tankstelle ein Sixpack Corona + 2 Twix (Magnumpackung) zu kaufen, welche wir dann am Hotelzimmer verspeisten.
Herbert schlief kurz darauf ein, und ich buchte noch das Hilton New Orleans für den nächsten Tag.

Somit sei auch schon verraten, wo uns das morgige Reiseziel hinführt....

KMZ kommt erst bei der Fahrt nach NewOrleans, da die beiden Tage verschmolzen sind.....

America_Crazy

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #21 am: 14.04.2007, 22:43 Uhr »
Wieder eine tolle Tagestour. Schöne Bilder von der Strasse und den Häusern. Für Strassenaufnahmen bin ich immer zu haben.  :D Jetzt bin ich schon auf New Orleans gespannt.

Grüße
America_Crazy



lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #22 am: 15.04.2007, 21:45 Uhr »
18.3.2007 Auf nach New Orleans

Wieder einmal zu früh standen wir um 7 Uhr , respektive 6 Uhr 20, auf. Das von Best Western offerierte gratis Frühstück wurde von mir natürlich gleich mal genutzt und ich war positiv überrascht. Nach einem Glas Orangensaft und Kornflakes ging es dann schon langsam ans zusammenpacken.
Der Wetterbericht gestern meinte noch, daß es so um die 12 Grad bekommen soll und so bereiteten wir uns auf diese Temperaturen vor. Als wir dann aber die Bikes fertig machten, wurde uns aber schnell warm, da die Sonne mehr als heftig scheinte. Ich beschloss den Sweater auszuziehen, damit ich beim Fahren nicht ganz so schwitze. Vor dem ganzen Packen wurde im Internet noch schnell geschaut, wo der nächste Walmart ist, da unsere Kleidervorräte schon langsam zu Ende gingen.
Kurz vor New Orleans soll ein Supercenter sein, und so machten wir uns schon langsam auf den Weg.
Noch kurz ausgemacht, daß wir nach einer Stunde auf einer RestArea eine Pause machen, und so fuhren wir mal auf den Highway auf. Die ersten paar Meilen waren noch sehr Mückenverseucht, aber das legte sich zum Glück relativ schnell.

Irgendwann überholten wir mal ein paar Biker aber das wars dann auch schon mit der Action. Bei Slidell verpassten wir dann die Ausfahrt zum Walmart, da natürlich der Walmart nicht ausgeschildert war. Also hiess es für uns bis zur nächsten Ausfahrt weiter und umdrehen. Im Walmart selber waren wir relativ schnell fertig mit Einkaufen und an der Kassa natürlich wieder mal die Frage vom Kassierer, wer wir sind, und was wir da überhaupt machen.

Generell haben wir die Vermutung, daß die Amerikaner mit Motorradfahreren relativ wenig anfangen können. Überall werden wir angeschaut, als ob wir von einem anderen Planeten kommen.



Die restliche Fahrt nach New Orleans war sehr trostlos. Man fährt noch meilenweit an Ruinen und Schutt vorbei.
In der Innenstadt erkennt man noch deutlich, daß hier fast keine Menschen wohnen, da die 4 spurigen Strassen fast autoleer sind. Army und Polizei sind aber dafür sehr zahlreich vorhanden.

Das Hilton Riverwalk war schnell gefunden und der Valet-Einparkwachler staunte noch kurz über unsere Maschinen.
Wieder einmal bemerkten wir beim Einchecken, dass uns die Leute irgendwie komisch anschauen, wenn wir mit voller Motorradkluft plus Gepäcktaschen im Foyer des Hilton stehen. (Mit unzähligen Leichen auf der Kleidung). Wir fassten ein Zimmer im 12. Stock aus, welches schnell besiedelt wurde.
Nach kurzer Pause + Dusche gingen wir zum Riverwalk, wo ein Einkaufszentrum auf Kunden hofft.


Unter anderem entdeckten wir ein Geschäft, wo im Hinteren Teil auch eine kleine Imbissstation aufgebaut ist.
Wir waren uns jedoch nicht sicher, ob es das richtige ist, und so gingen wir erstmal weiter. Im Foodcourt schaute uns aber auch nichts an und so gingen wir wieder zurück.
Dort setzten wir uns erstmal und warteten auf einen Kellner. Nachdem wir 2 Bier geordert hatten, fragte er uns noch, ob wir das lokale "Big Easy"-Bier testen wollen. Natürlich wollten wir und bekamen ein äussert süffiges Bier vor die Nase gestellt.



Man merkt das New Orleans bekannt ist, als das Big Easy, da der Kellner ungefähr 25 Minuten brauchte, um unsere Bestellung aufzunehmen. Wir beide bestellten Jambalaya und bekamen das leckerste Essen, welches wir bis jetzt gegessen haben auf dieser Reise. Als Nachspeise empfahl uns die Kellnerin das Praline Parfeit. Im Nachhinein stellte es sich als Vanilleeis mit warmer Karamell/Honigsauce und Hasselnüssen heraus...... Ein Gedicht....
So fiel es für uns nicht schwer ein großzugügiges Trinkgeld zu geben.

Gut gelaunt durch das fabelhafte Essen schlenderten wir zurück ins Hotel, wo wir uns für kurze Zeit an den Pool legten. Da jedoch der Wind mehr als Stark zu blasen begonnen hat, liessen wir von der Idee wieder schnell ab und besuchten statt dessen das French Quarter.


Hier beeindruckten die Häuser durch deren Baustil, jedoch blieb die Stimmung irgendwie zurück. Zwar tummeln sich auf dieser Strasse extrem viele Menschen, aber der Altersdurchschnitt ist halt im Vergleich zu uns jenseits von Gut und Böse.



Am Abend versuchten wir unser Essensglück im Hardrock-Cafe, wo jeder von uns 2 Coronas zum Essen tranken. Das Essen selber war auch extremst lecker und so gesättigt, verschlug es uns wieder zurück in die angebliche Fortgehmeile "Bourbonstreet".
 


Recht Stimmung kam nicht auf, und wir hofften später dass (es war erst 21 Uhr) die Stimmung besser wurde. Zu diesem Zweck wieder zurück ins Hotel und gewartet.

Natürlich schliefen wir dabei ein und als wir um 11 Uhr aufwachten, überlegten wir ob es sich überhaupt noch auszahlte wieder zurückzugehen.
Wir kamen zum Ergebnis, daß wir es nie wissen, wenn wir es nicht probieren und so ging es die gewohnte Strecke zurück. Leider änderte sich die Stimmung nicht so wie wir erhofft hatten und nach einem Bier zogen wir ein bisschen enttäuscht ab.

Nach kurzem Fussmarsch trafen wir wieder im Hotel ein, wo wir uns wieder einmal für die morgige Strecke ins Bett legten.

KMZ: http://florida2003.funpic.de/harley/tag4/3PanamaCity-NewOrleans.kmz

America_Crazy

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #23 am: 15.04.2007, 22:04 Uhr »
Hallo,

Das sind sehr schöne Bilder aus New Orleans. Das Bild das auf der rießigen Brücke aufgenommen wurde gefällt mir besonders gut. Die Bilder aus dem French Quarter gefallen mir auch sehr.

Grüße
America_Crazy



Redwingfan

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #24 am: 15.04.2007, 22:12 Uhr »
Hallo,

toller RB. Ich kann nicht warten mich mal wieder auf ne Harley zu schwingen und in USA durch die Gegend zu fahren.

Schade das ihr an einem Sonntag in New Orleans wart. Ich war letztes Jahr über ein Wochenende dort und Freitag und Samstag abend war einiges los. Zwar nicht soviel wie früher aber defenitiv einiges. 8)

Vorallem hats nirgends Cover charge gekostet.

Gruss

Redwingfan
"The best indicator of future behavior is prior behavior...."




Micky McBenz

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #25 am: 16.04.2007, 08:42 Uhr »
Moin!

Das ist ein schöner Bericht. Die Bilder von New Orleans wecken Erinnerungen. Vor 7 Jahren bin ich dort gewesen. Damals war in der Bourbon Street am Wochenende (erst recht abends) richtig viel los. Die Kneipen und die Balkons waren völlig überfüllt. Hoffentlich kommen bald wieder bessere Zeiten in New Orleans...

lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #26 am: 17.04.2007, 20:26 Uhr »
19.3. 2007 Fahrt New Orleans - Beamount

Heute überraschte uns das Hilton mit der Abrechnung für das Zimmer, welches wir ja eigentlich über das Internet bezahlt haben. Hilton wollte jedoch 45$ extra, was wir nicht ganz verstanden warum. So maschierten wir nach dem Anziehen und zusammenpacken zum Check-In und klärten die Lage. Keine Ahnung was passiert ist, aber der 45 $ Posten auf der Rechnung ist nach ca 10 Minuten Tastaturgetippe verschwunden.



So sattelten wir wieder einmal die Bikes und fuhren über die I10 aus New Orleans raus. Lange Zeit führte uns der Weg dann über Sumpf und wir stellten Überlegungen an, wie man den Sumpf wohl am besten nutzen kann, oder wieviel der Highway hier wohl gekostet hat.

Die Fahrt selber hatte eigentlich keine weiteren Highlights, ausser vielleicht die SelbstmörderBrücken. Damit die Amis die Flüsse beschiffbar machen können, bauen die nämlich ca 60m hohe Brücken. Schon ganz witzig da raufzufahren und runterzuschauen. Einziger Nachteil mit dem Motorrad ist, daß es dort oben verdammt windig wird. Aber mit viel Glück wehte uns der Wind dann doch nicht runter.



Kurz nach der Texanischen Grenze bogen wir ab zum Visitor Center, wo wir uns mit Couponheften eindeckten, und ein Zimmer für die Nacht suchten. Es wurde im Endeffekt ein Holiday Inn, das im einen Prospekt 7 $ günstiger war als in dem anderen Couponheft.



Zu Abend überlegten wir, ob wir die Motorrädern starten sollten, um etwas essbares zu finden, oder ob wir den nur 50m entfernten RedLobster versuchen sollten. Da wir schon ewig (Florida 2003 + Kalifornien 2006) davon reden in den RL zu gehen, nutzten wir die Chance und wanderten dorthin.

Dort bestellten wir ein paar Garnelen und Hummerteile und erfreuten uns über das gekühlte Bier. Das Essen dort war preislich in Ordnung und auch wieder sehr lecker. So gestärkt ging es zurück zum Hotel, um uns für die morgigen 500km mit Schlaf einzudecken.

KMZ: http://florida2003.funpic.de/harley/tag5/4NewOrleans-Beaumont.kmz

Fazit von heute: Weit und gerade...... aber auf solch einen Tag haben wir uns ja schon eingestellt, also wars nicht ganz so schlimm.

America_Crazy

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #27 am: 17.04.2007, 21:36 Uhr »
Obwohl der Tag "weit und gerade" war, war es ein schöner Urlaubstag, der ja auch Eindrücke lieferte. Mir gefallen ja Strassenbilder so sehr, von daher haben mir die Bilder auch von diesem Tag sehr gut gefallen!  :wink:

Grüße
America_Crazy



Micky McBenz

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #28 am: 18.04.2007, 07:50 Uhr »
Zu Abend überlegten wir, ob wir die Motorrädern starten sollten, um etwas essbares zu finden, oder ob wir den nur 50m entfernten RedLobster versuchen sollten.
Hallo Lippifax!
Das ist doch kein Widerspruch. Die Motorräder hätten die 50m bestimmt auch geschafft, sodass Ihr nicht hättet laufen müssen  :lol:.
Weiter so!

lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #29 am: 18.04.2007, 09:01 Uhr »
Zu Abend überlegten wir, ob wir die Motorrädern starten sollten, um etwas essbares zu finden, oder ob wir den nur 50m entfernten RedLobster versuchen sollten.
Hallo Lippifax!
Das ist doch kein Widerspruch. Die Motorräder hätten die 50m bestimmt auch geschafft, sodass Ihr nicht hättet laufen müssen  :lol:.
Weiter so!
Wir hatten kurz überlegt, um ehrlich zu sein ;)

lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #30 am: 19.04.2007, 00:09 Uhr »
20.3.2007 Fahrt Beamount - San Antonio

Die Strecke Beamount nach San Antonio wurde nur gerast. Da das unsere größte Highwaystrecke werden sollte, wollten wir so schnell als möglich da durch.

Am Vortag buchten wir über das Internet ein Hotelzimmer für 2 Nächte, da laut Reiseführer die Stadt sehr sehenswert ist. Beim Hineinfahren über die Interstate fiel uns auf, daß die Stadt irgendwie nicht so ist, wie wir es uns vorgestellt hatten.
Bei der Ankunft am Hotel (Super 8 ) stellten wir fest, daß dieses wohl nicht in der besten Gegend liegt. (Direkt unter der Interstate und weit ab vom Schuss) Auch das Zimmer, welches uns die 2 lustigen Inder bereitstellten, war nicht das Gelbe vom Ei, wobei die Wände durch den Rauch der Vormieter die Farbe schon gut angenommen hatten.
Eigentlich hätten wir ja ein Nichtraucherzimmer gebucht, aber davon wollten die nichts wissen. Ein Wechsel in ein Nichtraucherkammerl.... Verlies....Zimmer war leider nicht möglich, da angeblich alle Zimmer ausgebucht waren. Am Abend war der Parkplatz noch immer leer, und zu diesem Zeitpunkt wünschten wir die Inder zum .......

Nachdem wir uns über die geographische Lage des Riverwalks informiert hatten, und ein 3/4 Flascherl Parfum in der Klimaanlage versenkt hatten, schwangen wir uns auf unsere Motorräder und fuhren zum Riverwalk.

Dort parkten wir für 12 $ auf einem nahegelegenen Parkplatz und zu Fuss ging es dann zu Fuudruckers, wo wir uns einen Burger oder Salat bestellten. (2003-Miami-feeling kam zurück, greetings an die damals dabeiwarenden).

So gestärkt stürmten wir das bitterbitterkalte Einkaufszentrum Rivermall. In der Mall angekommen bemerkten wir schnell, daß wir zuhause auch einkaufen gehen könnten und so verschwendeten wir keine kostbare Urlaubszeit mit solchen Dingen.
The Alamo war also das nächste Ziel, wo wir in einem Souveniershop die Geschichte dieses Platzes kennenlernten.

Nachdem unser Wissensdurst gestillt war, kam der nächste vielleicht wichtigere Durst auf. Der Durst nach Bier ;) . Zu diesem Zwecke setzten wir unseren Fussmarsch Richtung Riverwalk fort. Dieser war in wenigen Minuten erreicht und erkundet, und so begaben wir uns zum Guinesstrinken in ein Pub mit sehr sehr netter Bedienung.

Auf der Terrasse und bei Sonnenschein besprachen wir die weitere Vorgehensweise für die nächsten Tage. Wir kamen zur Einsicht, daß wir keine 0815 Touristen sind, und daher San Antonio nicht genügend interessantes zu bieten hat. Wir studierten noch kurz die Karte aus dem VisitorCenter nach den vorgeschlagenen Must DOs (6 von 10 Dingen beziehen sich auf Essen, 2 Dinge zum Schlafen, 1 Museum und 1x Golf) und kamen zu dem Schluss, daß das Backroadfahren im Hinterland von Texas für uns viel interessanter ist.
So tranken wir gemütlich das Guiness aus und gingen wieder zum Parkplatz, wo wir beim 300kg Securityman des Postoffice (welches schon geschlossen hat) erfragten, wo das Postoffice sei. Er zeigt cool und lässig mit seiner Hand auf das Gebäude hinter sich. Ein kurzes "Oh that was fast" kam mir über die Lippen.  :D
Da es aber geschlossen hatte (seit 30 Minuten) gab es heute noch keine Postkarten, aber eine witzige Diskussion mit dem Securitykollos, wo wir den herkamen/taten/hinfuhren.

Bei der Fragen liessen wir unsere Phantasie freien Lauf und reimten uns eine sehr spannende Geschichte zusammen. Herbert vertickt in LA seit neuestem Yachten und ich mache die Multimediaausstattung dieser. Dem Securitytypen schien unsere Geschichte zu gefallen und wünschte uns noch eine gute Weiterreise.

Das zurückfahren zum Hotel gestaltet sich dann etwas schwieriger, da wir nicht mal mehr den Ansatz einer geografischen Orientierung hatten. War das Guiness doch zuviel???? Bei einem Busstop erkundeten wir anhand der aufgedruckten Karte unsere Lage und die beste Route zum Hotel. Nach ca 5 Minuten Planerei fanden wir schließlich den Weg und die eigentliche Rückfahrt konnte beginnen.

Da das Zimmer ja wie beschrieben nicht so war, wie erhofft, fragten wir ob wir morgen schon auschecken konnten. Das war zum Glück kein Problem und so stand der morgigen Berg und Talfahrt nichts mehr im Wege.


Fotos gab es heute leider keine, da wir auf der Hinfahrt nach San Antonio die Kamera nicht ausgepackt haben, und beim Riverwalk die Kamera natürlich im Hotel vergessen haben....  :roll:

Dafür aber das KMZ: http://florida2003.funpic.de/harley/tag6/5Beaumont-SanAntonio.kmz

Micky McBenz

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #31 am: 19.04.2007, 07:28 Uhr »
Moin! Habt Ihr denn in San Antonio gar nicht das Fort Alamo besucht bzw. wenigstens mal einen Blick darauf geworfen?? Außer dem Riverwalk und dem Fort Alamo hatte ich mir damals in San Antonio auch nichts auch nichts weiter angesehen. Der Riverwalk gefiel mir aber ganz gut.

Bin schon gespannt, auf welchen Strecken und Wegen Ihr weiterreist!

lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #32 am: 19.04.2007, 08:56 Uhr »
Moin! Habt Ihr denn in San Antonio gar nicht das Fort Alamo besucht bzw. wenigstens mal einen Blick darauf geworfen?? Außer dem Riverwalk und dem Fort Alamo hatte ich mir damals in San Antonio auch nichts auch nichts weiter angesehen. Der Riverwalk gefiel mir aber ganz gut.

Bin schon gespannt, auf welchen Strecken und Wegen Ihr weiterreist!

Doch Fort Alamo haben wir natürlich angeschaut, liegt ja doch gleich um die Ecke zum Riverwalk.

lg

lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #33 am: 20.04.2007, 09:17 Uhr »
 :bang: *grml* anscheinend wurde meine Bilder vom Server gelöscht. Ich werd die ganzen Bilder nochmal auf einen anderen Server stellen und dann irgendeinen Mod anbetteln, die Links zu ändern.

Morgen gibts dann den nächsten Tag, wo es Richtung Uvalde geht.

Doreen & Andreas

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #34 am: 22.04.2007, 10:15 Uhr »
:bang: *grml* anscheinend wurde meine Bilder vom Server gelöscht. Ich werd die ganzen Bilder nochmal auf einen anderen Server stellen und dann irgendeinen Mod anbetteln, die Links zu ändern.
Oh ja, bitte. Ansonsten liest sich Dein Bericht nämlich supertoll...
Viele Grüße,
Andreas
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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #35 am: 22.04.2007, 12:18 Uhr »
:bang: *grml* anscheinend wurde meine Bilder vom Server gelöscht. Ich werd die ganzen Bilder nochmal auf einen anderen Server stellen und dann irgendeinen Mod anbetteln, die Links zu ändern.

Eine einfache PN reicht ;-)
Viele Grüße
Utah



Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.

lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #36 am: 23.04.2007, 20:44 Uhr »
So nach einem anstrengendem Wochenende mit 2x tauchen am Attersee gehts jetzt wieder weiter :)
PN an einen Moderator wurde auch schon geschrieben, somit sollten die alten Fotos hoffentlich auch bald wieder online sein.

Jetzt aber zum eigentlich Text.......


21.3.2007 Fahrt San Antonio - Uvalde

Ein Blick nach draussen verriet uns, daß das Wetter nicht so brickelnd war. Wir konnten aber nichts gegen das Wetter machen, und so schwangen wir uns auf das Bike, um ein paar Kurven im Norden von SanAntonio zu fahren. Nachdem wir die letzten 2 Tage ja zu 99% geradeausgefahren sind, freuten wir uns schon riesig auf diese Tour.
 
Die Stadtgrenze von San Antonio zog eine Stunde später an uns vorbei und wir bewegten uns weiter Richtung Bandera. Diese Strecke fanden wir auf der Homepage www.motorcycleroads.us und versprach Kurvenspaß.
Von Bandera schlängelte sich die Strasse ca 15 Meilen weiter nach Medina, wo uns leider der Regen einholte. Wir überlegten noch kurz, ob wir bei einem PostOffice eine kurze Pause machen sollten, aber die Aussicht auf noch nässere Klamotten und nasse Sitze wollten wir uns ersparen. So fuhren wir einfach Richtung Camp Wood wo wir 70 kurvenreiche Meilen später eintrafen. Zum Glück liessen wir den Regen ca 15 Meilen vor der Stadt hinter uns und so genehmigten wir uns eine gemütliche Mittagspause.

In Camp Wood (pop. 822) assen wir eine eine leckere Pizza im lokalen Grocery Store, der von Mutter / Tochter geführt wird.



Weil wir so still waren, dachte die Verkäuferin, wir wären Terroristen und fing mit uns zu plaudern an, damit wir nicht den Laden sprengen. Scherz beiseite. Unteranderem stellte sie fest, daß wir unmöglich aus Amerika (USA) stammen konnten.



Nachdem wir unser Sätzchen aufgesagt haben, was wir hier machen und von wo wir kamen, dachten wir schon sie verwechselt uns wieder mit dem kleinen Land mit den Hüpfenden Tieren.

Dem war überaschenderweise nicht so. Da sie selber irgendwann mal nach Switzerland will, fragte sie uns über mögliche Sehenswürdigkeiten aus. Leider mussten wir sie da enttäuschen, da wir selber nun mal nicht wissen, was man in der Schweiz so machen kann.
(Wer also mal in CampWood vorbeikommt, und ein paar Tips für die Schweiz parat hat, sollte in den Store gehen ;) )
 
Als wir die Pizza aufgegessen hatten, fuhren wir zur Jct 334 / 55 und bogen dort auf die 334 ein. Gut eine halbe Stunde später sahen wir den motiviertesten Polizisten von ganz Texas, der gemütlich unterm Baum im Auto pennte.
Als wir in Bracketville auf die US90 bogen, kamen wir ca 20 Meilen später mit dem langen Arm des Gesetzes in Konflikt. Die Border Patrol hielt uns zum ersten Mal in diesem Urlaub auf und kontrollierte die Papiere.

Das Gespräch im Detail schaute so aus:
BPP (Border Patrol Polizist): "Hello sir"
i (ich) : "hi officer"
bpp: "US-citizen?"
i: no,austrian (und ging in Deckung)
bpp: oh australia. ok
i: no. austria, the small country with no cangaroos
bpp: sorry sir. please show me your passport!
i: ok (+ überreichte die Papiere)
bpp machte Smalltalk, während er im Pass blätterte
bpp durchsuchte den ganzen Pass und fand was nicht..... fing wieder von vorne an zu suchen
i: are you looking for the green paper?
bpp: yes
i: one moment (Der ImmigrationOfficer hatte vergessen es einzuklammern und so hatte ich es in einem sicheren Fach im Geldtascherl)
bpp: thank you (und kontrollierte weitere 2 Minuten meine Papiere)
bpp: thanks sir and have a nice ride......

Dem Gefängnis gerade so entronnen  8), brausten wir mit wahnwitziger Geschwindigkeit (110km/h) davon. 25 Minuten später erreichten wir Uvalde und checkten im vorgebuchten Best Western Hotel ein.

Das Abendessen nahmen wir im empfohlenen Mexicanischen Imbiss ein, jedoch war die Qualität nicht so überragend. Leider gab es auch kein Corona zum Essen, aber diesem Dilemma entgingen wir, indem wir bei einem Drive-In-Getränkemarkt unsere Vorräte aufstockten.



Der restliche Abend wurde vom Fernseher verbracht und unter anderem die nächsten Fahrtage geplant.
Wie wir jetzt feststellten, war es relativ sinnlos gewesen zurück nach Uvalde zu fahren und nicht gleich nach DelRio. Aber leider hatten wir vorgebucht und so mussten wir in den sauren Apfel beissen.
Nach gut 3h Planerei hatten wir aber eine gute Alternativstrecke zusammengestellt und somit waren wir beide glücklich mit der Strecke und fielen zufrieden ins Bett.

KMZ: http://members.liwest.at/manuel_lipp/harley/tag7/6SanAntonio-Uvalde.kmz

lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #37 am: 23.04.2007, 21:20 Uhr »
22.03.2007 Uvalde - Fort Stockton

Gestern Abend wurde noch lange über die Strecke gefachsimpelt, welche wir heute fahren wollten. Nach langem hin und her wurde eine für uns akzeptable Route zusammengestellt. (Mithilfe von GoogleMaps)
Zuerst nach Del Rio dann in Comstock Richtung Juno und in Juno wieder über Pendale auf die Us90.

Wieder einmal viel zu früh für einen Urlaub wachten wir zwischen 7 und 8 Uhr auf. Ich ging noch zum gratis Frühstück, um dort eine Schale Kornflakes + Osaft zu verdrücken. Herbert bereitete sich während dessen schon mal auf die Abfahrt vor.
Ca eine Stunde später ging es dann auf die US90, wo wir 25 Minuten später auf die BorderPatrol von gestern stiessen. Heute dürften aber keine Mexikaner erwartet werden, da die Station unbewacht war.
So ging die Fahrt weiter Richtung Del Rio, wo uns 2 F16 JetFights der Laughlin AFB knapp über unsere Köpfe hinwegflogen. Del Rio wurde schnell durchquert, da wir in dieser Stadt nichts wirklich aufregendes entdeckt haben.
Nach kurzer (alles unter 1h wird seit diesem Urlaub als kurz bewertet) Fahrt kamen wir zu der Abzweigung Richtung Juno. Kurvenreich ging es weiter, aber leider kamen wir auch in einen leichten Regen.
Da wir im Vorfeld auf eine Pause verzichten haben, wollten wir in Juno diese nachholen. Leider fanden wir den Ort nicht, obwohl wir auf der einzigen Strasse im Umkreis von 5km waren. Einzig eine Schotterstrasse querte kurz vorher unseren Weg. Mit unseren Harleys wollten wir aber nicht auf gut Glück so eine Strasse fahren und somit blieben wir erstmals auf dieser Strasse.

Schnell wurde klar, daß die von GoogleMaps vorgeschlagene Karte nicht auffindbar/befahrbar ist, was uns dazu bewogen hat, daß wir bis Ozona weiterfahren.Kurz vor Ozona lag die Tankuhr schon bedenklich im Roten Bereich und wir freuten uns über die auftauchende Stadt, auch wenn sie eigentlich nicht Ziel dieser Tour war.
Auf den letzten 5 Meilen sahen wir viel Petro-chemie-Industrie und wir freuten uns auf eine billige Tankladung. An der Tankstelle angekommen tankten wir jedoch für den höchsten Preis den wir jemals in Texas bezahlt haben (2,799 $ / Gal).
An der Tankstelle gab ich Herbert ein Twix aus, da ich beim Vorausfahren die Schlammschicht auf der Strasse übersehen habe, und Herbert eine gute Schicht Dreck auf seine Harley + Motorradkluft verpasste. (in Schnitzelsprache: Herbert war/ist paniert)




Da wir bis hierher schon gut 200 Meilen verfahren haben, wollten wir nur mehr bis Fort Stockton, um dort unser Nachtlager aufzuschlagen. So ging es ab auf den Highway, wo mit schnellen 80 Meilen /h die Strecke bezwungen wurde.
Gut 1,5h später trafen wir in Stockton ein, wo wir im Roomsaver-Katalog nach einem Hotel suchten. Wir versuchten also das erste Hotel und dort waren alle Zimmer ausgebucht. Weiter ging es zum Days Inn, aber auch dort wollten sie unseren Coupon nicht (84$ statt 60$). Wir überlegten kurz, und fuhren noch zum LaQunita, um dort unser Glück zu versuchen. Aber auch dort gab es kein Zimmer zum Couponpreis, sondern für 85$.
Wir überlegten gut 5 Minuten was wir jetzt machen sollten. Zu guter Letzt fuhren wir zum Hilton Hampton Inn, wo wir schlussendlich 94$ zahlten (statt 110$ dank AAA-Discount).

Wer sich jetzt fragt: "Heee moment... 84$ waren ihnen zu viel, aber jetzt zahlen sie 94?????", dem sei gesagt: Die Zimmer schauen 10x besser aus, das Frühstücksbuffet ist riesig, und im Endeffekt sind es 10$ mehr.
10$ durch 2 Personen --> 5 $ --> 3,5 Eur....... Topic closed, den Luxus leisten wir uns.  :D



Am Abend ging es zum empfohlenen Restaurant. Kurzfazit: Das schlechteste Steak ever......
Um den Geschmack loszuwerden, gab es als Nachspeise ein 6-Pack Corona.  So endet der Tag bei einer Runde Discovery Channel und den Mythbusters.

Morgen geht es dann mit ein paar Km Umweg zum Big Bend Nationalpark und die relativ Fotolose Zeit vergeht endlich wieder 8)


KMZ: http://members.liwest.at/manuel_lipp/harley/tag8/7Uvalde-FortStockton.kmz

lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #38 am: 25.04.2007, 23:28 Uhr »
23.03.2007 Fort Stockton - Big Bend - Alpine

Nach einem reichhaltigen Frühstück im Hampton Inn beluden wir wie so oft die Bikes und nach einem kurzen Tankstop ging es auf den Weg zum Big Bend NP.
Wie erfreuten uns des strahlend blauen Himmel und dachten, dass gar nichts mehr schief gehen kann.
Dank der "ausgezeichneten" Beschilderung verfuhren wir uns in Fort Stockton noch ein bisschen, das hat aber maximal 5 Minuten extra gedauert.
Halb auf dem Weg nach Marathon verzog sich aber das Wetter und wir blieben kurz stehen, um die Lage zu checken.



Mit Hilfe der Straßenkarte stellten wir unsere ungefähre Marschrichtung fest und kamen zur Einsicht, dass wir es einfach mal wagen sollten.
In Marathon angekommen (ohne Regenkontakt) tankten wir die Bikes nochmal voll, da wir nicht wissen, wann die nächste Tankstelle zu finden sei. An der Tankstelle trafen wir noch 2 andere Biker, die gerade aus dem Park kamen und uns vor dem Regen in diesem warnten.  :(
Na toll... Herbert und ich diskutierten kurz, was wir machen sollte, kamen aber zur Übereinkunft, dass wir es bereuen würden, wenn wir es nicht versuchen.
Nach ungefähr einer Stunde Fahrtzeit trafen wir beim Park ein und mit uns ein strahlend blauer Himmel. Keine Ahnung was die Biker vor uns geraucht hatten, aber nach Regen schaute das ganz und gar nicht aus.
Beim Parkeingang erkundigten wir uns beim Ranger noch nach guten Aussichtspunkten und dieser warnte uns noch vor dem Regen, der angesagt war.....  :roll:
Gemütlich wurde durch den Park getuckert und viele Fotos wurden geschossen.





Beim Eingang warnte uns die Rangerin noch vor den vielen scharfen Kurven, da dort schon ein paar Biker rausgeflogen sind. Wir durchfuhren also den Park und fragten uns wo das passieren konnte?? Jede Österreichische Bergstrasse ist anspruchsvoller.




Kurz vor der mexikanischen Grenze erhebt sich ein Canyon, der wie ein Einschnitt in der Natur wirkte. Dort überkam auch der natürliche Bedarf, den zuvor getrunkenen Eistee auf mexikanisches Gebiet zu verteilen.



Nachdem wir den Park verlassen haben, erreichten wir eine kleine Tankstelle, wo Benzin aufgetankt wurde und ein kühles Sprite unsere Kehle runterfloss.


Zwischenzeitlich bemerkte Herbert noch, dass sein Aug sich leicht entzündet hat, und so beschloss er ohne Linsen zu fahren und auf seine Brille zu vertrauen.
Dieser 10 minütige Stopp erfolgte auch bei strahlenden Sonnenschein und wir fragten uns schon langsam wirklich, wann dieser ominöse Regen kommen soll.
Auf der schnurgeraden Strecke nach Alpine dann plötzlich.... strahlend Blauer Himmel und....... platsch.... ein feuchtes Gefühl auf der Hand.
Sollte das der Regen sein??? Ich schaute also hin, und sah einen leicht gelben Fleck. Ok war also nur ein Käfer oder ähnliches. Plötzlich wieder platsch... platsch.... Müssen viele Käfer hier sein.
In Wirklichkeit natürlich war es Regen, der wie aus dem Nichts auftauchte. Mindestens 20 Meilen in jede Richtung, gab es keine Wolken..... Da es aber nur wenig Regen war, beschlossen wir einfach weiterzufahren und gänzlich auf Regenschutz zu verzichten.

Wenig später trafen wir auf eine Truppe von Truckern und fast keine Möglichkeit zu überholen. Verdammt.... Aber dann wie aus Zauberhand fuhr der LKW zur Seite und ließ uns überholen. Die weiteren 7 LKWs machten das selbe und wir waren überglücklich. Noch schnell per Handzeichen bedankt und die Fahrt ging unvermindert weiter.

Natürlich musste an dem Tag wieder die Border Patrol mitspielen und diesmal traf ich auf den aufmerksamsten Beamten ever. Sogar meinen Helm + Brille musste ich abnehmen, damit er merkt, dass ich ich bin.

Nach langer Fahrt trafen wir dann endlich in Alpine ein, wo die Herbergssuche los ging. Kein einziges Hotel überzeugte so wirklich. Entweder zu teuer oder zu billig oder zu wenig Internet.... im Endeffekt hatten wir aber doch eins gefunden, was so halbwegs ok war.

Ich fuhr noch schnell für Herbert Medizin kaufen, und später am Abend gings dann ins Edelweiss, wo wir sehr gut speisten. Und zum Ersten mal in dem Urlaub gab es echt gutes Brot.  :D

Der Abend war dann schnell vorbei, da in der Stadt sowieso nichts los war. So sassen wir im Zimmer und tranken das ein oder andere eisgekühlte Bierchen.




KMZ: http://members.liwest.at/manuel_lipp/harley/tag9/8FortStockton-Alpine.kmz

Videos: http://www.youtube.com/watch?v=9lmB7dQq_rA
&
http://www.youtube.com/watch?v=zJokYZdHPwo

lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #39 am: 01.05.2007, 20:10 Uhr »
*GRML* Reisebericht getippt und dann stürzt der Mac ab...... also nochmal....

24.03.2007 Alpine - Carlsbad

Nach dem normalen Aufwachprozedere (unterbrochen von einem Typen, der bei uns durchs Fenster ins Zimmer schaute) stiegen wir wieder aufs Motorrad und fuhren Richtung Ft. Davis.



Dort erwartete uns eine der schönsten Bikerstrecken die wir in diesem Urlaub bis dato je hatten.
Herbert legte sich einmal ein bisschen zu viel in die Kurve und schon schleifte sein Bike am Beton, aber zum Glück ist da nichts passiert.
Wir machten nach gut 2h eine kurze Pause in einem kleinen Tal, wo wir die Berge und die Bäume genossen. Die Sonne schien vom Himmel und der blaue Himmel mussten einfach genossen werden.


 

Danach fuhren wir den Ausläufern der Berge entlang, bis wir nach ein paar Meilen den Highway erreichten.
Dort tankten wir noch schnell auf und ich gönnte mir eine Milch und einen BananaNutCake. Trotz des Namens war er überaus lecker :)

Nach dieser absolut geilen Strecke, musste natürlich das andere Extrem folgen. Zuerst 35 Meilen Highway bei 80 Meilen/h und dann ca 100 Meilen gerade Strecke bei 55 Meilen pro Stunde. Gut eine Stunde später auf dieser gerade Strecke mussten wir vom Bike steigen, da wir sonst eingeschlafen wären.



Dann folgte die nächste Stunde bis zum Carlsbad Caverns NP, den wir nach gezählten 5 Kurven endlich erreichten.
 
Bei den Caverns das Bike abgestellt und ab ins Visitor Center. Dort standen wir schon bei dem Kassaschalter als plötzlich Herbert und ich gleichzeitig uns gegenseitig fragten: "Du haben wir das Motorrad abgesperrt????" Verdammt natürlich nicht. Jeder x beliebige Mensch hätte aufsteigen können, und wegfahren. Zum Glück ist das natürlich nicht passiert. Nach dieser Schrecksekunde wieder zurück zur Kassa und dank des Golden Eagle Pass zwei Tickets bekommen.

Unten in der Höhle gibt es einen ca. 1,5 Meile langen Rundkurs zum Big Room,der von uns erstürmt wurde. Leider vergass ich mein Stativ beim Motorrad und so musste ich ein bisschen improvisieren beim Fotografieren. Zahlreiche Bilder wurden trotzdem geschossen, aber leider geben die Bilder nur einen Teil der Eindrücke wieder.












 
Die Restliche Strecke bis Carlsbad war auch nicht wirklich spannend, aber schnell hinter uns gebracht. Wir erkundeten noch schnell die Stadt nach einem akzeptablen Hotel und buchten schlussendlich das ehemalige Holiday Inn. Nicht das beste Hotel, aber es gab schon schlimmeres.
Nach dem ersten Verschnaufen, wurde dann die Laundry nebenan besucht, wo die Wäsche der vergangenen Tage gewaschen wurde. Gut eine Stunde später waren wir endlich fertig, und nach einer Dusche ging es ab zu Chillis, wo ein Burger zum Abendessen verspeist wurde.

Morgen geht es dann nach Las Cruces über Whitesands.


KMZ: http://members.liwest.at/manuel_lipp/harley/tag10/9Alpine-Carlsbad.kmz

America_Crazy

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #40 am: 01.05.2007, 21:42 Uhr »
Die Strassenaufnahmen auf denen man die Weite des Landes sehr gut erkennen kann, gefallen mir besonders gut. Ich finde, dass die Bilder von der Höhle sehr gut geworden sind, obwohl kein Stativ verwendet wurde.

Ich bin schon gespannt wie die Fahrt weiter geht und natürlich immer noch dabei.  :D

Grüße
America_Crazy



lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #41 am: 02.05.2007, 22:31 Uhr »
25.3.2007 Carlsbad - Las Cruces


Der Tag startete wie so oft um 7 Uhr. Laut dem gestrigen Wetterbericht sollte es heute ja schön werden. Ein Blick aus dem Fenster und wir hassten jeden Meteorologen, den die Welt jemals hervorgebracht hat. Es schüttete wie aus Kübeln und wir sind noch immer mit Motorrädern unterwegs. So zogen wir erstmal den Vorhang wieder zurück und hofften, dass das Wetter in einer Stunde besser wird.

Wir richteten schon langsam unser Zeugs zusammen und da ja genügend Zeit vorhanden war, gingen wir erstmals zum Frühstück, wo ich mal die allerbuntesten Cornflakes meines Lebens ausprobiert habe. Da ich jetzt diese Zeilen schreibe, vermute ich mal, dass sie mich noch nicht gleich umgebracht haben.   :lol:

Kurz bevor wir mit dem Frühstück fertig waren, fing noch ein Paar aus Colorado mit uns zu quatschen an. Da es sowieso noch regnete, kam uns die Abwechslung sehr gelegen.

Nach diesem Tratsch hatte sich der Regen auch schon verabschiedet und wir checkten aus dem Hotel aus. Die ersten paar Meter waren von langsamen fahren geprägt, da natürlich die Strassen noch nass waren, und ich nur mehr ca. 1 mm Profil auf meinem Hinterreifen hatte....

Da uns jedoch ein blauer Himmel anlachte, fuhren wir gemütlich Richtung Norden. Nach ein paar Meilen nahmen wir die Abzweigung Richtung Westen, und schon sahen wir schwarze Wolken vor uns. Wir blieben also stehen, und zogen uns erstmal wärme Sachen an. Wir alle hofften, dass das ausreichte für die nächste Fahrt, aber ca. 20 Meilen später beschloss ich doch angesichts der Regenwolken (+ Gewitterblitze) meine Regenkombi anzuziehen. Zum Glück hatte ich diese 1 Tag vor unserer Abreise noch schnell gekauft :)



Auch das Gepäck und der Rucksack wurden mit Plastiksäcken abgedichtet und so angezogen ging es weiter. Ich sah zwar aus wie ein kleines.... großes Michelin Männchen, dafür wurde ich aber nicht so nass wie Herbert im darauf folgenden Regen.



Nach ca. 25 Minuten im Regen kamen wir schon langsam in bergiges und regenfreies Gebiet. Dort machten wir einen kurzen Stopp in der Sonne, um uns wieder ein bisschen aufzuwärmen.




Nach den ganzen Bergstrassen ging es wieder runter ins Tal, wo wir in Alamogordo auftankten und nach einem kurzem Eistee-Trinkstop ging es weiter zum WhiteSands NM. Dort angekommen, erschummelte sich Herbert den Eintritt (keine Kreditkartenzahlung möglich!) und wir fuhren den kurzen Trail bis zum Parkplatz.




Herbert und ich kamen zur eindeutigen Meinung, dass das NM viel besser ausschauen würde, wenn sie es verbieten würden, auf den Dünen zu wandern.




So ist alles dort von den Menschen zertreten und wir waren eher enttäuscht von diesem gedachten Highlight. Fotos haben wir aber trotzdem geschossen und dann ging es weiter nach Las Cruces.

In Las Cruces verursachte Herbert fast einen Auffahrunfall, aber zum Glück ist nichts passiert. Nach dieser Schrecksekunde checkten wir im Ramada ein, daß leider ein bisschen zu überteuert war.Aber dank AAA-Discount war es einigermassen erträglich.

Essen waren wir am Abend bei einem "Italiener" mit verkochten Spaghetti und Weisswein aus normalen Colagläsern  :roll: ..... Für einen der nächsten Tage haben wir gedanklich unsere No-Fastfood-Regel aufgehoben, weil da weiss man wenigstens was man bekommt.

Nach kurzem Alkoholkauf ging es wieder zurück ins Zimmer und irgendwann fielen uns dann die Augen zu.....


KMZ: http://members.liwest.at/manuel_lipp/harley/tag11/10Carlsbad-LasCruses.kmz
 

lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #42 am: 07.05.2007, 20:10 Uhr »
26.3.2007 Las Cruces - Silver City


Am Anfang des Tages ging es zum gewohnten Stopp an der Tankstelle, wo der Ölstand überprüft wurde. Naja gut 2 mm hatten wir noch am Messstab und so überlegten wir, wo wir am schnellsten Öl herbekommen. Durch das Fenster der Tankstelle erkannte man nur Süßigkeiten, aber ich probierte mal mein Glück und bekam in der Tankstelle wirklich das gesuchte Nass. Der Ölstand war also wieder auf einen guten Stand und so fuhren wir auf die Interstate auf.

Nach ein paar Meilen, wo es vor allem nur geradeaus ging bogen wir von der I25 ab auf die 152. Dort, wie konnte es anders sein, ging es zuerst auch nur geradeaus.
Gut eine 3/4 stunde Später ging es dann in die Berge und somit wurde es endlich kurvenreich  :)



So fuhren wir also mit ein paar Fotostopps durch die Berge New Mexicos und jagten die Harleys durch die Kurven. Zwischenzeitlich trafen wir auf andere Harleyfahrer, die aber unser Tempo nicht mal annähernd hatten.

http://www.youtube.com/watch?v=Cv0YPjlTGjY

So überholten wir sie so schnell als möglich und zogen weiter unsere Kurven. Ein paar mal dürften wir mit den Fussrastern den Beton geschliffen haben, aber das macht nichts :)




Die Fahrtstrecke entwickelte sich zum Besten was wir bis jetzt gefahren sind und später trafen wir dann in Silver City ein. Wobei die letzte Strecke schon wieder gerader verlaufen ist, aber die Aussicht entschädigte über einiges hinweg.

Als wir dann in SilverCity eintrafen, ging es erstmal auf Herbergssuche. Wir durchfuhren also die Stadt und wollten es beim Comfort Inn probieren. Zuerst lag die Rate noch bei 89.99 aber die drückten wir auf 69.99. Zwar noch immer ein bisschen Geld aber es geht.



Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten, schwangen wir uns wieder aufs Motorrad und fuhren die 15er und die 35er. Keine Ahnung wo die normalerweise hinführen, aber laut Karte versprachen sie kurvig zu werden. Und Hell yes..... die waren Kurvig  :)

Die Strecke wand sich durch ein schönes Waldgebiet und wir genossen die Strasse die da vor uns lag. Leider war mal ein Lincoln vor uns, aber den überholten wir auch wieder zügig auf einer Geraden. Bei einem späteren Stopp parkte natürlich dieser neben uns und kam mit uns ins Gespräch, weil wir eben so schnell an ihm vorbeigezogen sind. Kurzer Smalltalk später und wir waren wieder auf der Piste.

Nach dieser 15/35 Combo fuhren wir wieder auf der 152 Richtung Silver City. Während der Fahrt blieben wir noch bei einer Mine stehen, und staunten über die Ausmaße.

Am Abend cruisten wir auf der Suche nach was Essbaren durch die Stadt, fanden aber nicht wirklich was Brauchbares. TacoBell/MCd/BurgerKing waren keine Alternative, aber zum Glück entdeckten wir ein Restaurant in Buffettform.

Da merkten wir wieder einmal, dass wir nicht Buffettauglich sind. Nachdem wir uns eine Hauptspeise geholt haben, dachten wir schon über Nachtisch nach. Da bot sich ein leckerer (ja das gibt's) Kuchen an und dazu Birnen und Orangen. So gestärkt ging es zum Walmart, wo wir uns mit Wein und Weingläsern eingedeckt haben.

Ich schaute noch bei den DVDs nach "A scanner darkly" aber auch bei diesem Walmart gab es die DVD nicht :( aber den Tipp es beim Videoverleih zu versuchen.

So sind wir also zu diesem Laden und ich fragte nach der DVD. Es gab noch genau 2 Stück, aber nur zum Ausleihen  :( Also leider auch nicht wirklich eine Alternative. Nach kurzem Plausch mit der Kassiererin änderte sie den Status der DVD und ich konnte sie für 12.99 erwerben...... wenn wir sie gefunden hätte...... also den ganzen Store abgesucht und am Ende des Regals nach gut 30 Minuten Sucherei gefunden :)

Zurück im Zimmer stellten wir fest das wir keinen Korkenzieher haben.. :roll: Nach kurzem Überlegen was man tun sollte, fuhr ich zurück zum Walmart und kaufte ein Campinggeschirr mit Korkenzieher. Falls das jemand in Amerika machen will, der unter 16 ist, der hat Pech..... Das darf man dann nicht kaufen, wegen dem integrierten Messer  :roll:

So endete der lange aber witzige Fahrtag bei Wein und ein bisschen TV


KMZ: http://members.liwest.at/manuel_lipp/harley/tag12/11LasCruses-SilverCity.kmz
KMZ (Extratour): http://members.liwest.at/manuel_lipp/harley/tag12/12SilverCityExtraTour.kmz

lippifax

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Re: Coast2Coast by Harley
« Antwort #43 am: 14.05.2007, 20:47 Uhr »
27.3.2007 Silver City - Benson

Der Tag ist eigentlich relativ schnell erzählt, da er großteils aus Fahren bestand. Der erste größere Stopp wurde in Douglas eingelegt, wo wir volltankten und uns an der Mexikanischen Grenze schwer verfahren haben.  :oops: Trotz alledem schafften wir es aber trotzdem weiter an der geplanten Strecke und wir kamen nach ein "paar" Meilen bei Tombstone vorbei.
Dort wurden erstmals die Bikes geparkt und die Stadt ein bisschen erkundet.


Nein so heiss wie es ausschaut war es nicht ;)






Nachdem viele Fotos gemacht wurden, versuchten wir aufzusatteln. Jedoch weigerte sich mein Schloss beharrlich geöffnet zu werden. So brauchten wir ca 30 Minuten bis das gute Teil wirklich offen war.... :roll: Nach dieser Zwangspause ging es weiter zum heutigen Ziel: Benson

Beim Days Inn war glücklicherweise gleich ein Dennys nebenan, wo ein BocaBurger mit extra Bacon verdrückt wurde.
So gestärkt ging es an den Pool, wo bei Musik und Buch der Jakuzzi genutzt wurde.
Den restlichen Abend verbrachten wir bei gekauften Walmart-Bier und Sandwich im Hotelzimmer, wo ich wieder mal viel zu schnell eingeschlafen bin.
Vorher wurde jedoch noch die Route für morgen ausgemacht, die dank Google Maps sehr vielversprechend ausschaute.


Soviel Profil hatte ich noch am Ende des Tages.....  :shock:


28.3.2007 Benson - Phoenix

Es wurde kalt. Sehr kalt. Naja vielleicht doch nicht ganz so kalt, wie es schon mal war, aber trotzdem kalt.
Nach dem Aufstehen wurde wieder mal der Wetterbericht gecheckt und wir stellten fest, dass die Tageshöchsttemperaturen bei 10-15 Grad liegen würden.
Wir blieben aber erstmal bei unserer geplanten Route über Globe und fuhren los. In Tucson cruisten  wir entlang der Interstate weiter Richtung Globe, wo uns der Wegweiser zur Biosphere 2 entgegensprang. Da es sowieso zu kalt war, um gut Meter zu machen, entschlossen wir uns kurzfristig für einen Besuch dieser.




Nach kurzem hin und her haben wir uns für die Guided Tour entschlossen, um in das Innere von Biosphere 2 zu gelangen. Da noch genügend Zeit bis zum Tourbeginn war, gingen wir erstmal eine Runde um das Gebäude und sahen schon wie der Zahn der Zeit zu nagen begann.



Danach startete die Guided Tour und wir erfuhren, dass es sich um den größte/teuerste jemals von Menschenhand erbauten "Sealed Birdcage" handelt.





Wie groß die Fläche wirklich ist, weiß ich nicht mehr, aber groß genug um 8 Menschen und x-hundert Tiere/Pflanzen aufzunehmen war/ist er allemal.



2003 war das letzte Jahr, wo dort noch wissenschaftliche Experimente unternommen wurden, und zur Zeit ist es eher eine Touristenattraktion. Könnte aber laut Guide in 1 Monat wieder zu einer Forschungsstation umgebaut werden.



Während der Führung waren Herbert und ich mal wieder Gesprächsthema Nr2. da der Guide uns natürlich fragte woher wir kommen, und was wir hier machen. Was so eine Motorradkleidung nicht alles an Barrieren niederbricht :)
So erfuhren auch die anderen Tourmitglieder von unserer Reise und diese fragten uns die ein oder andere Frage.
Nach gut einer Stunde war das Programm zu Ende und wir kamen zum Ergebnis das 250 Millionen Dollar wirklich schnell verbraucht sind, wenn man so ein Projekt macht.
Der weitere Weg nach Phoenix wurde "Dank" des Wetters abgekürzt und wir fuhren die direktere Strecke. Auf der Fahrt sahen wir noch einige Riesenkakteen, die den Begriff riesig zu recht tragen.
In Phoenix angekommen, steckten wir natürlich gleich im Stau fest, so dass sich der Weg zum Hotel endlos dahinzog. Dort angekommen jedoch, teilte man uns mit, daß die King-Zimmer ausgebucht waren, und wir deshalb ein Upgrade auf eine Executive Suite erhalten :) Na so kann der Urlaub ruhig noch weitergehen.
Immer Zimmer noch schnell geduscht und dann ein Restaurant für die Abendverpflegung gesucht. Leider haben wir keinen Plan von der Umgebung und so dauerte es eine gewisse Zeit bis wir wieder bei Dennys landeten.
Dort speisten wir leckere Nachos und ein Steak, wodurch unsere Mägen mehr als gefüllt wurden.
Zum Abschluss wurde an der Tankstelle noch 2 Flaschen Bier gekauft â ca 1 Liter ... echt riesig, aber leider viel zu schnell warm.

Im Hotelzimmer sahen wir noch zur Hälfte den überaus kranken Film "House of the 1000 Corpses", bis wir dann endlich einschliefen

Morgen geht es dann weiter nach Yuma. Unser vorletzter wirklicher Stopp für diese Reise.....

KMZ:
http://members.liwest.at/manuel_lipp/harley/tag13/14Benson-Phoenix.kmz

http://members.liwest.at/manuel_lipp/harley/tag14/15Phoenix-Yuma.kmz