Quebec und Ontario - Indian Summer 2010

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*Biggi

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #90 am: 05.09.2011, 22:46 Uhr »
Sorry, aber was verbirgt sich hinter Foie Gras? Sieht interessant aus.  :kratzen:

Das Stück Berliner Mauer würde eher zu dem Bahnhof passen, der für meinen Geschmack ziemlich sozialistisch wirkt.

Schade, dass das Wetter so bescheiden war.

*Angie

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #91 am: 05.09.2011, 22:49 Uhr »

Hallo!


Dein Reisebericht ist absolute Pflichtlektüre für jeden, der in dieser Gegend Urlaub machen möchte.

Das unterirdische Wegesystem macht bei solchen Regentagen wirklich Sinn.

Ich gehöre übrigens auch zu jenen, die deine Fressbilder bewundern und einen knurrenden Magen bekommen :wink:


LG, Angie
Viele Grüße,
Angie

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*ilnyc

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #92 am: 06.09.2011, 12:53 Uhr »
Montreal mag ich nach wie vor nicht. Auch die Unterground City hatte ich mir viel netter vorgestellt, aber es ist wirklich nur so zu nutzen wie von Euch: als Flucht vor dem Wetter.

Den Lachstartar und Spargelvariationen wären auch mein Ding gewesen. Foie Gras nicht und schon gar nicht in DIESER krassen Anrichtung!

@biggi: Foie Gras = Stopfleber

*Biggi

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #93 am: 06.09.2011, 19:35 Uhr »

@biggi: Foie Gras = Stopfleber

Von der Gans?  :shock: Das wäre auch nicht mein Fall.

Gruß Biggi

*mrh400

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #94 am: 06.09.2011, 22:13 Uhr »
Hallo,
ja, foie gras = (Gänse-)Stopfleber, hierzulande Tierquälerei, in Frankreich nationales Kulturerbe.

Konkret hier: das runde Gebilde links; daneben drei Scheiben Feige unter einem Weingelee - formidable  :rollen:

Wer mag, kann übrigens einen Blick in die Küche werfen: Video (etwas Französischkenntnisse sollte man wohl haben)

23. Tag Samstag, 16.10.2010 Montreal – YUL

Mit ein paar Unterbrechungen haben wir ganz gut geschlafen. Da wir heute nichts besonderes mehr unternehmen wollen, trödeln wir ein wenig herum, packen an den Koffern herum und gehen gegen 9:00 zum Frühstück. Heute ist der Frühstücksraum total voll, aber wir bekommen noch einen Platz (aber keine Zeitung mehr). Wie schon gewohnt backen wir Waffeln auf.

Dann gehen wir in Richtung Altstadt. Es ist heute trocken, aber kühl; sporadisch schaut sogar die Sonne durch. Wir gehen ein paar bisher noch unbesuchte Straßen ab und finden mit der St James United Church eine weitere neugotische Kirche, an der wir noch nicht vorbeigekommen sind. Wir streifen Chinatown, die hier im Gegensatz zu den uns sonst bekannten Chinatowns relativ unaufdringlich ist.


Montreal, St James United Church


Montreal, Chinatown


Montreal, Pavillon in Chinatown

Wir kommen nochmals an der Mission Old Brewery mit ihren großen Murals vorbei - dabei handelt es sich um eine Organisation, die sich um Obdachlose kümmert. Wir entdecken etliche schöne alte Häuser, u.a. die Epicurie - einen ehemealigen Klosterkomplex, sowie einige Restaurants, die vielversprechend aussehen. Auch an einem alten Waffenarsenal kommen wir vorbei.


Montreal, Mission Old Brewery


Montreal, Rue du Saint Sacrament


Montreal, Marché de la Vilette


Montreal, Epicurie


Montreal, Victoria Rifle Armory

Zurück gehen wir wieder einen Teil durch den Untergrund und verlaufen uns fast, als wir wieder auftauchen. Gegen 11:00 sind wir in La Baie, besorgen die Touristenkarte (mit der bekommt man einen beachtlichen Rabatt von 15%), und kaufen zunächst ein paar Fläschchen Lavendelessenz (wo die Karte aber leider nicht gilt). Nach kurzer Zeit entdeckt Marianne bei Polo eine hübsche Jacke, die sie dann nach ein wenig sonstiger Umhersuche dann auch kauft. So kommen wir noch vor 12:00 ins Hotel zurück, wo wir unsere letzten Joghurts essen, das Gepäck endgültig fertig machen und schließlich auch noch ein wenig ausruhen, bevor wir kurz nach 12:30 auschecken (auch hier haben wir wie in Toronto die besonders angenehme check-out-Zeit von 13:00).

Wir fahren zunächst zum Mont Royal. Unser Navi ist die ersten paar Kilometer völlig verwirrt, aber wir fahren offensichtlich wenigstens in der richtigen Hauptrichtung. Nachdem sich die Dame wieder orientiert hat, kommen wir in kürzester Zeit an und machen einen knapp einstündigen Spaziergang, der uns zunächst zum Kondiaronk Belvédère führt, wo ein alter großer Pavillon (Chalet du Mont Royal) steht und man einen tollen Blick über die Stadt hat.


Montreal, Herbst am Mont Royal


Montreal, Chalet du Mont Royal


Montreal, Chalet du Mont Royal


Montreal, Chalet du Mont Royal


Montreal, Blick aus dem Chalet du Mont Royal


Montreal, Belvédère Kondiaronk

Der Rückweg geht über eine Skulpturenwiese und den Lac aux Castors wieder zum Parkplatz. Alles in allem nochmal eingemütlicher Spaziergang zum Abschluß. Zum Glück ist es heute insgesamt trocken, aber überwiegend bedeckt, so daß uns der Abschied von der Stadt nicht allzu schwer fällt. Dessen ungeachtet ist es - entgegen manchen Vorbehalten auch im Forum - eine ausgesprochen sympathische Stadt, in der man wohl auch ganz gut leben kann.


Montreal, Skulpturenpark am Mont Royal


Montreal, Lac aux Castors


Montreal, Herbst am Lac aux Castors

Auf der Weiterfahrt zum Flughafen geraten wir in einen Stau, der aber glücklicherweise immer etwas in Bewegung bleibt. Jetzt leuchtet auch die Tankanzeige „Low Fuel“. Kurz vor 14:30 geben wir das Auto ab („57 km to empty“) und gehen zum Terminal. Einchecken für Business geht schon. Dann suchen wir eine der extrem seltenen Sitzgelegenheiten außerhalb von Restaurants auf und vernichten dort unsere beiden letzten Cokes, die wir von unseren Vorräten noch übrig hatten.

Der Weg durch die Security dauert keine fünf Minuten. Wir kaufen noch etwas Ahornsirup und –essig, womit wir unser Limit geradezu haarscharf ausnutzen (428 bzw. 427 EUR nach dem vorgegebenen Kurs).

In der Lounge nehmen wir ein paar kleine Snacks und jeder ein Glas Wein, lesen bzw. werkeln am PC und warten, daß wir gegen 17:15 in Richtung auf unser Gate marschieren. Vor dem Boarden gibt es wieder ein paar Dutzend Aufrufe für Passagiere, die sich beim Counter melden sollen – warum auch immer.

22 km

Es folgen noch der Rest der Reise und ein Fazit (letzteres kann noch dauern)
Gruß
mrh400

*Biggi

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #95 am: 06.09.2011, 22:25 Uhr »
Sogar ich als alte Lateinerin fand das Video sehr interessant. Bilde ich es mir ein oder spricht der Küchenchef kein lupenreines Französisch? Klingt da etwa ein amerikanischer Slang durch? Sehr speziell ist ja auch die Art des Anrichtens der durchaus übersichtlichen Portionen. Wieviele Gänge bestellt man so durchschnittlich?  :essen:

Gruß Biggi


*mrh400

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #96 am: 06.09.2011, 23:02 Uhr »
Hallo,
also amerikanischen Slang kann ich da eigentlich keinen erkennen - der nuschelt halt ziemlich, aber das kenne ich von echten Franzosen schon auch. Was  ist schon lupenreines Französisch? Das geht bei denen fast so weit auseinander wie Deutsch bei uns - man denke nur an die Provence.

Wieviele Gänge ist eine Farge des Hungers; Marianne hat ja nur Suppe + Vorspeise gegessen - wobei die foie gras mehr sättigt als manches Hauptgericht; meine Spargelvariationen waren ja sehr leicht. Für einen Nachtisch hatten wir dennoch beide keinen Platz mehr. "Normal" wären wohl schon drei Gänge. Wer will, kann sich ein siebengängiges Gourmetmenu bestellen - danach ist man satt und arm

Gruß
mrh400

*Palo

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #97 am: 06.09.2011, 23:04 Uhr »
Danke für den schönen Reisebericht, und die tollen Bilder. Es hat Spaß gemacht mitzufahren.

Gruß

Palo

*mrh400

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #98 am: 07.09.2011, 20:22 Uhr »
 
24. Tag Sonntag, 17.10.2010 YUL – MUC

Nachdem das Boarden endlich beginnt, geht es – jedenfalls für uns vorne – zügig voran. Wir bekommen ein Gläschen Sekt zur Entspannung und pünktlich um 18:20 – nach Münchner Zeit also schon nach Mitternacht – starten wir gen Osten. Man sieht noch ein wenig von den Lichtern von Montreal und den Städten entlang des St. Laurent.


Sonnenuntergang über Montreal

Nach einiger Zeit bekommen wir unser Abendessen – der Service ist ein wenig zögerlich aber nichtsdestoweniger freundlich. Nach einer Räucherlachsterrine als Vorspeise ißt Marianne ein - gut durchgebratenes – Lammkarree, während ich beim Fisch bleibe: Shrimps Marsala mit Reis; leider ist das mit einem häufig auch in Currymischungen verwendeten Gewürz (ich vermute Kreuzkümmel) gewürzt, das man allmählich fast überall verwendet und das ich überhaupt nicht ausstehen kann. Der übliche Portwein zum Dessert bringt die notwendige Bettschwere.

Doch kaum hat man sich schlafen gelegt, kommt schon das Frühstück daher. Die Ruhepause war vielleicht 2 ½ Stunden. Das Frühstück ist recht herzhaft mit Schinken, Wurst und Käse, aber eigentlich ist man noch am Verdauen des Abendessens.

Die Sicht nach unten ist durch eine absolut dichte Wolkendecke verunmöglicht. Erst ganz kurz vor der sehr pünktlichen Landung ist der Boden zu sehen – Restnässe von offenbar kurz vorhergegangenem Regen.

Das Aussteigen geht schnell, die Paßkontrolle ebenfalls schnell, freundlich und routiniert. Dafür müssen wir dann eine Viertelstunde warten, bis das Gepäckband endlich anfährt. Immerhin wird die Wartezeit am Display angezeigt, so daß wir es uns auf den wenigen vorhandenen Sitzen bequem machen.

Ausnahmsweise kommt unser Gepäck tatsächlich relativ früh – sonst haben wir immer den Eindruck, daß „Priority“ sich auf das Ein- und nicht das Ausladen bezieht. Der Zoll will nichts von uns (hätte auch „Pech gehabt“, da wir perfekt im Limit waren) und so gehen wir durch zum Parkhaus, wo wir das Auto tatsächlich noch finden. Irgendein Idiot hat zwar direkt vor unserem Auto seinen Müll angelagert, aber das soll unsere Sorge nicht sein.

Die Autobahn nach München ist wenig befahren und trocken, so daß man sich ohne Hektik allmählich wieder an deutsche Geschwindigkeiten gewöhnen kann. Beim Bäcker um die Ecke wird ein Grundvorrat für den Abend und das Frühstück besorgt, mittags gehen wir zu „unserem“ Italiener und werden wie gewohnt vorzüglich verpflegt. Den Rest des Tages vertrödeln wir zuhause, weil es zum Rausgehen einfach zu unwirtlich und kalt ist.

Das wars. Ein kurzes - wie gewohnt auch statistisch geprägtes - Fazit folgt in Kürze.
Gruß
mrh400

*Biggi

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #99 am: 07.09.2011, 20:39 Uhr »
Hallo,
also amerikanischen Slang kann ich da eigentlich keinen erkennen - der nuschelt halt ziemlich, aber das kenne ich von echten Franzosen schon auch. Was  ist schon lupenreines Französisch? Das geht bei denen fast so weit auseinander wie Deutsch bei uns - man denke nur an die Provence.

Hi,

ich kann (fast) kein Wort Französisch, mag aber die Sprachmelodie (heißt es so?) normalerweise sehr. Vielleicht lag es tatsächlich am Nuscheln, dass es sich für mich amerikanisch anhörte  :usa:

Danke für den schönen Reisebericht! Es hat Spaß gemacht, mitzufahren, und ich habe bestimmt 2 kg zugenommen bei dem leckeren Essen.  :wink:

Gruß Biggi

*Heiner

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #100 am: 07.09.2011, 21:26 Uhr »
Hi!

vielen Dank für den interessanten Reisebericht.
Hat Appetit gemacht auch mal dahin zu fahren.

Gruß Heiner


Wat mutt, dat mutt

*ilnyc

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #101 am: 08.09.2011, 13:03 Uhr »
Hi!

vielen Dank für den interessanten Reisebericht.
Hat Appetit gemacht auch mal dahin zu fahren.

Gruß Heiner


Speziell bei DIESEM Reisebericht muss die Nachfrage erlaubt sein, Heiner: hat der Reisebericht Appetit auf die Region oder das Essen gemacht?  :lol: :lol: :lol:

*mrh400

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #102 am: 08.09.2011, 21:01 Uhr »
Epilog

Nun noch ein Resumée und ein paar Statistiken:

Was ist aus der geplanten Route geworden?:

Abgesehen von einer etwas größeren Abweichung haben wir die Route durchgeführt wie am Schluß geplant (nachdem die Einstellung der Fähre über den St. Laurent bekannt war). Nicht zuletzt erkältungsbedingt haben wir die Strecke von Kitchener nach Niagara on the Lake etwas abgekürzt und den angedachten (aber von Anfang an als disponibel betrachteten) Abstecher zum Lake Erie ausgelassen.

Was hat uns nicht gefallen/was haben wir bereut?:

Das Wetter war manchmal schon recht störend (die Erkältung natürlich auch) – aber das ist nun einmal nicht beeinflußbar; in der Summe hatten wir aber die ideale Zeit für die Fall Foliage erwischt, da muß man halt auch ein paar schlechte Tage in Kauf nehmen.

Was ist in Kanada anders?:
Das Thema wird zwar in einem eigenen Thread behandelt - dennoch hier nochmal meine Eindrücke:
  • Das Tanken: an die Zapfsäule fahren, tanken, reingehen und zahlen – also wie bei uns; nix mit Hebel umklappen, Zip eingeben oder ähnlichen Faxen
  • Die Sprache – jedenfalls in Quebec: vor allem auf dem Land kann (oder z.T. will) man nicht englisch sprechen; auch in den Städten tut man gut daran, zunächst auf französisch zu radebrechen, daß man als Deutscher wenig französisch kann und gerne englisch reden würde
  • Das Essen – auch wieder in Quebec: wesentlich stärker kontinentaleuropäisch geprägt; spürbar höhere Esskultur auch in einfacheren Kneipen (auch wenn der Begriff im Forum umstritten ist; für mich umfaßt das nicht nur die Zubereitung, sondern auch das Drumherum: keine Plastiktischdecken, Stoffservietten, begleitendes Brot; mit einem Digestiv oder einem Tee nach dem Essen noch ein wenig sitzenbleiben) – gibt es sicher auch in den USA, aber nicht im dieser Dichte
  • Die gefühlte Liberalität: das ist natürlich ein sehr subjektiver Eindruck aus kurzer Zeit (deswegen auch „gefühlt“): wir haben anders als weiter südlich keine Gegend erlebt, wo man nur missionarische religiöse Radiosender findet; Fernsehdebatten und Zeitungsberichterstattung sind nicht so unendlich verbiestert selbstgerecht wie in den USA; politische Gespräche sind auch als Tourist und auch bei gegensätzlichen Auffassungen unkompliziert möglich
  • Die Preise: deutlich teurer als die USA – wenngleich sicher die vielen Übernachtungen in B&Bs zu diesem Eindruck beigetragen haben.

Was würde ich anders machen?:
gesund bleiben :wink:; diesmal muß ich auch hinsichtlich der Fahrstrecken keine Selbstkritik üben. Die Etappen waren im Allgemeinen ganz gut zu bewältigen. Der nicht unerhebliche Stadtanteil (Montreal, Quebec City, Ottawa, Toronto) mit je 2 Übernachtungen hat zur Entspannung beigetragen. Die Abwechslung von Stadt und Landschaft war gut ausgewogen.

Auch das Vorausbuchen der Quartiere hat die Fahrt wieder entspannt – es gab keine Hektik wegen Quartiersuche. Wir hätten auch wenig gewonnen, wenn wir an den Schlechtwettertagen mehr gefahren wären. Davongekommen wären wir ohnehin nicht, so großräumig wäre ein Ausweichen nicht möglich gewesen.

Den SUV hätten wir diesmal von den Strecken her sicher nicht benötigt, dennoch (ich wiederhole mich): das Beladen des Gepäckraums, das Ein- und Aussteigen sowie die hohe Sitzposition zum Schauen empfinde ich einfach als einen angenehmen Luxus, der mir das wert war (und weiterhin sein wird).

(Erstmals) ein eigenes Navi mitzunehmen empfand ich ebenfalls als vorteilhaft. Mit den schon zuhause eingegebenen POIs vereinfacht man sich die Bedienung nochmals zusätzlich. Als lustig empfanden wir die manchmal eigenartigen Sprachschöpfungen bei den ausländischen Namen („mon-tre-hal“, „eins-null-null-null-isslands-highway“, „king-schtohn“) und den Wettstreit der beiden Navis (eigenes vs. Einbaunavi im Fahrzeug) bei der Routenwahl. Der Blick auf die Karte im Vorfeld sollte dennoch nicht unterbleiben.

Die vielen B&Bs haben die Tour stark bereichert (und uns heftig entreichert). Die Region bietet sich aber wohl auch besonders dafür an.

Besondere Highlights waren natürlich die Niagara Falls, ansonsten fehlten die besonders spektakulären Landschaften. Aber auch die Laubfärbung und die Bootsfahrten haben uns sehr gut gefallen. Als überflüssig haben wir keines der Ziele empfunden. Nur die Fahrstrecke zwischen Wasaga Beach und Kitchener sowie zwischen Kitchener und Niagara Falls empfanden wir als etwas öde – aber irgendwie muß man da ja durch.

Zum Abschluß noch die von mir so geliebten Statistiken:

Unterkünfte


Etappen


Die Strecken sind allabendlich vom Kilometerzähler abgelesen und beinhalten damit sämtliche Umwege, Verfranser und Einkaufsabstecher.

Benzinverbrauch


Auch hier vom Kilometerzähler abgelesen; die letzte Etappe ist geschätzt aufgrund der Angaben vom Bordcomputer. Insgesamt empfand ich den Verbrauch vom Jeep als relativ hoch – gerade auch im Vergleich zu den SUVs der vergangenen Jahre (Mercury Mariner = Ford Escape 10,2 l/100 km; Infiniti FX 35 10,6 l/100 km; die früheren Trailblazer lagen allerdings auch in der Größenordnung, wurden aber wenigstens ab und zu auf Schotter eingesetzt).


So, ich hoffe, das Mitfahren hat ein wenig Spaß gemacht und niemand ist verhungert. Jetzt muß ich mich an die letzten Vorbereitungsmaßnahmen der diesjährigen Reise machen; hoffentlich wieder wärmer; bislang kein einziges B&B; dafür viel "Pampa" - in zweieinhalb Wochen geht es los.
Gruß
mrh400

*SusanW

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #103 am: 08.09.2011, 21:29 Uhr »
 :dankeschoen: für den interessanten Reisebericht.

Hat mal wieder Spaß gemacht  :D Nicht zuletzt wegen der kulinarischen Eindrücke -mal was anderes als Burger und Steaks.

War nett die Gegend gesehen mal (virtuell) zu haben, aber sie wird es wohl nicht auf unsere "Want to see" Liste schaffen. Niagara und Toronto vielleicht aus nostalgischen Gründen. Aber die französischen Eindrücke werden wir wohl weiter in Frankreich direkt sammeln  :wink:

Viel Spaß auf der diesjährigen Tour und ich hoffe auf einen entsprechenden Reisebericht
Liebe Grüße 
Susan

*Marvin88288

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Re: Quebec und Ontario - Indian Summer 2010
« Antwort #104 am: 12.09.2011, 07:58 Uhr »
Hallo!

Jetzt noch hinterher gelesen, da das WWW im Urlaub nicht so prickelnd war.

Sehr schöner Reisebericht und mal eine völlig andere Reise- und Genussart.

Trotzdem gab es etliche Berühungspunkte mit unserer Reise, viele bekannte Bilder, aber auch viel neues, was die Lust auf eine weitere Reise in die Region wachsen läßt,
trotz eines vormalig andern persönlichen Fazits.

Danke für die ausführlichen Beschreibungen und die schönen Bilder, auch vom Essen.

Gruß Torsten

 

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