Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014

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*MrBucket

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Ein weiteres Mal melden wir, die ansonsten eher stillen Mitleser, uns in diesem Forum zu Wort. Mangels der großen Amerikaerfahrung können wir ja zu den meisten Diskussionen hier nicht soviel beitragen. Aber besonders für unsere beiden Trips in den Südwesten und nach Florida haben wir hier so viele Infos bekommen, dass mal wieder ein Dankeschön fällig ist.

Da wir selber ja sehr gerne die ganzen Reiseberichte verschlingen und uns auch sonst hier im Forum sehr wohl fühlen, stellen wir einen weiteren Reisebericht abseits der USA online. Wir, das sind Sandra und Ingmar aus dem Münsterland. In diesem Sommer hat es uns nach Bali, auf die Gili Islands und nach Lombok verschlagen. Vor Ort werden wir uns mit Claudia und Hedi treffen, die schon ein paar Tage vor Ort sind, wenn wir ankommen. Dafür reisen die beiden wieder etwas eher zurück und die letzten Tage haben wir für uns allein.

Es ist aber natürlich noch genug Platz für weitere Mitreisende - herzlich willkommen :)

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #1 am: 23.12.2014, 12:39 Uhr »
Mi, 30.7.2014 Tag 0: Vor der Abreise - kein Unwetter kann uns stoppen!

Sommerferien - Zeit Stress abzubauen und in die Ferne zu schweifen. Den Großteil unserer Sachen haben wir bereits am Wochenende gepackt und das ist auch gut so. Ein paar Dinge sind noch einzukaufen. Ein paar neue Sandalen für Sandra, einen Tolino für Ingmar. Dann gilt es noch einmal die Runde zu machen und bei Sandras Opa vorbeizuschauen und schließlich noch bei der Mutter. Da ist es gut, dass Ingmar an seinem letzten Arbeitstag den Schreibtisch zeitig freigearbeitet bekommt und schon um halb 3 zu Hause ist.

Gewischt werden will auch noch, schließlich wollen wir nicht gleich putzen müssen, wenn wir nach drei Wochen heimkehren. Bali soll es sein. Hedi und Claudia sind jetzt schon über eine Woche unten und werden uns übermorgen in Denpasar vom Flughafen abholen.  Dann gilt es noch abzuklären, wie wir überhaupt nach Frankfurt zum Flughafen kommen. Das vorgestrige Unwetter hat deutliche Spuren hinterlassen. Wir hatten in Emsdetten Glück mit unseren 60 Litern auf den Quadratmeter. In Münster und Greven waren es je nach Lage 160 - 280. Eigentlich gibt es solche Unmengen - wenn überhaupt - dann doch nur an Orten wie unserem Urlaubsziel!? Das Stellwerk in Greven ist überflutet worden und bis auf weiteres ist der Bahnverkehr zwischen Rheine und Münster eingestellt - bis auf die Westfalenbahn, wie man uns am Bahnhof mitteilt. Die fährt einmal stündlich zwischen Rheine und Münster hin und wieder zurück. Heißt für uns morgen noch eine halbe Stunde eher aufstehen... das heut uns jetzt aber auch nicht mehr um.

Entsprechend wird noch dies und das gepackt, die obligatorischen Kleinigkeiten, die natürlich immer noch fehlen. Auf Facebook bekommen wir eine Nachricht von unserem Guide Adria, der uns eine gute Reise wünscht - sehr nett. Zu ihm haben wir bereits im Vorfeld Kontakt aufgenommen und mit ihm die Begleitung auf einer kleinen Rundreise vereinbart. Wir hatten ein paar Guides im Internet angeschrieben, was wir uns so vorstellen und um Ergänzungstipps gebeten. Bei dem Kontakt mit Adria hatten wir mit Abstand das beste Gefühl.  Mit 80 EUR pro Tag, inklusive Fahrzeug, Benzin, Fahrer und eben dem Guide war er zwar einer der höherpreisigen Anbieter, aber dafür ist er echt gut auf unsere Wünsche eingegangen, hatte interessante Vorschläge abseits der üblichen Touristenströme und hat uns auf Nachfrage versichert, dass er uns nicht in irgendwelche Fabriken und Verkaufsveranstaltungen schleusen wird. Seine Adresse hatten wir vom deutschen Besitzer des Puri Mangga Hotels, Herrn Mantler bekommen, mit dem wir uns im Vorfeld auch die eine oder andere Email geschrieben hatten.  Diese persönliche Empfehlung hat bestimmt auch ihren Teil zu unserem Vertrauen beigetragen.

 Um 23 Uhr geht es dann ins Bett. So richtig vorstellen, dass es morgen schon losgeht nach den ganzen Recherchen und Planungen der letzten Monate können wir es uns aber noch nicht. Das hat wiederum den Vorteil, dass wir recht zügig einschlafen.

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #2 am: 23.12.2014, 12:48 Uhr »
Do, 31.07. Tag 1: Auf geht's: Über Frankfurt nach Bali!

Der  Wecker klingelt um 4. Duschen, Zähne putzen, ein letztes Mal verrückt machen, ob man auch nichts vergessen hat. Tatsache, dass Nasenspray muss noch mit ins Handgepäck. Unsere Regionalbahn geht um kurz nach 5. Auf dem Weg nach Münster müssen wir zwischendurch immer wieder mal anhalten, da die Schranken immer erst manuell bedient werden müssen. Das Stellwerk funktioniert immer noch nicht. Kein Problem, um kurz nach halb 6 erreichen wir Münster Hauptbahnhof, haben noch eine knappe halbe Stunde Zeit und decken uns beim Bäcker mit Brötchen und Latte Macchiato ein. Unser Zug wird in Münster eingesetzt und steht schon auf dem Gleis bereit. Wir machen es uns gemütlich und strecken nochmal alle viere von uns. Momentan schreibt Ingmar diese Zeilen, nebenbei wird der neue Tolino noch mit Büchern bestückt und Sandra hat nochmal die Augen geschlossen. Es ist 20 nach 7 irgendwo zwischen Duisburg und Düsseldorf und die Sonne kommt raus. Endlich wird es auch im Abteil ein wenig wärmer.
 
In Frankfurt wollen wir Ingmars Tante treffen, was uns das Warten bis 14:45 verkürzen soll.  Ja 5 Stunden Puffer ist eine Menge Zeit, aber man weiß ja nie, was auf der Strecke passiert. Abgesehen von unseren Problemen bei Münster ist aber rein gar nichts los und wir erreichen mit nur 10 Minuten Verspätung den Bahnhof Frankfurt Flughafen. Dank Ingmars Bahnbonus Punkten gönnen wir uns einen Cappuccino in der DB Lounge, die aber doch schon ziemlich heruntergekommen wirkt und dringend mal eine Renovierung nötig hätte. Dann geht es zum Check Inn von Thai Airways, wo wir unsere Koffer loswerden wollen. Die Betonung liegt auf wollen, denn der Check In ist noch gar nicht geöffnet. Das passiert hier wohl erst 4 Stunden vor Abflug. Ingmar versucht es am Automaten, um wenigstens schon einmal unsere Bordkarten auszudrucken - geht nicht. Naja wahrscheinlich sind wir einfach zu blöd für das System? Sind wir nicht, wie sich herausstellt. Ingmars Tante und ihr Mann treffen ein, es ist mittlerweile halb 11. Auch die ersten Thai Mitarbeiter haben sich eingefunden, unternehmen aber keinerlei Anstalten, mit dem Check Inn zu beginnen. Das ändert sich auch nicht um viertel vor 11 und um Punkt 11 erst recht nicht. So langsam werden wir ein bisschen angesäuert. Wir würden jetzt gerne mal unsere sperrigen Koffer loswerden und dann noch ein wenig durch den Flughafen bummeln!  Die Schlange hinter uns wird immer länger und reicht schon bis in die Haupthalle. Da kommt ein Mitarbeiter und beginnt Kofferbändchen zu verteilen, auf die wir doch bitte unseren Endflughafen schreiben sollen. Das komplette Check Inn System von Thai ist gerade weltweit ausgefallen und man trifft erste Notfallvorbereitungen, den ganzen Flieger manuell einzuchecken. Na Prost Mahlzeit. Wir sind gespannt, wie lange das wohl dauert. Eine gute Stunde noch stehen wir in der Schlange. Sandra und Ingmars Tante besorgen in der Zwischenzeit ein kleines Mittagessen bei McDonalds. Die neidischen Blicke der Umstehenden sind uns gewiss. Da geht ein großes Aufatmen durch das Personal und das Buchungssystem funktioniert wieder. Endlich sind wir unser Koffer los, statten noch der Apotheke einen kleinen Besuch ab und versorgen uns mit einem DEET Insektenschutzmittel, das für die Tropen geeignet ist.

Es gibt noch einen Kaffee bei Starbucks, bei dem wir uns mit unseren Verwandten über deren geplante USA Reise austauschen. Dann geht es aber auch schon ans Gate zu unserem Flieger, einem A380



Mit dem  A380 geht es erst mal nach Bangkok. Das Interieur ist ... rosa :) Leider versäumen wir es, davon ein Foto zu machen. Der Flug an sich verläuft völlig unspektakulär...

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #3 am: 23.12.2014, 14:01 Uhr »
Ich habe von Sandra mitgeteilt bekommen, dass der Bericht sehr fotolastig wird. Ich hoffe, das stört nicht weiter... :)

Fr, 01.08. Tag 2: Welcome to the... very very busy... paradise!

...und wir erreichen Bangkok pünktlich morgens um 7. Ein bisschen Schlaf haben wir in der Zwischenzeit auch noch gefunden. Die gut 3 Stunden Aufenthalt ziehen wir auch noch irgendwie durch und auch die letzten 3,5 Stunden Flug können uns jetzt nicht mehr stressen. Wir sind dann aber doch sehr froh, als wir pünktlich um 14:45 Ortszeit auf dem Flughafen Denpasar landen.  Immigration, Gepäck aufnehmen, Visum kaufen (kostet seit 2014 30 USD  pro Person und nicht mehr 25) usw. kosten uns noch einmal eine Stunde. Claudia und Hedi sind ja schon ein paar Tage da und wir haben verabredet, dass sie uns am Flughafen abholen.  Als wir in die Ankunftshalle kommen, sehen wir uns erst mal einem Heer von bestimmt mehreren hundert Leuten gegenüber. Viele stehen da mit Namensschildern und warten auf ankommende Gäste. Eine andere Gruppe will uns ein Taxi aufschwatzen, noch bevor wir überhaupt den öffentlich zugänglichen Bereich betreten. Aber da erkennen wir auch schon Claudia. Wir folgen ihr und Hedi - jegliches Angequatsche ignorierend. Das ist schon krass hier, aber aus einem Ägyptenurlaub in grauer Vorzeit sind wir noch ganz andere Kaliber gewohnt. Wir haben schon einen Transport, der unseren Freunden von ihrem letzten Hotel vermittelt wurde.

Wir fahren aber nicht sofort zu unserer Unterkunft. Wir haben beschlossen, dem Jetlag die Stirn zu bieten und wollen uns in Batubulan noch unseren ersten Tempel ansehen. Unser Fahrer fragt, ob wir auf dem Weg noch eine Kaffeeplantage besichtigen möchten. Das machen wir doch glatt. Die „Plantage“ ist eher ein kleines Wäldchen was an der Hauptstraße für die Touristen angelegt wurde. Ist aber ganz nett gemacht. Am Eingang sitzt eine Gruppe kleiner Kinder und übt sich an großen Xylophonen – Carl Orff hätte seine helle Freude. Die Führung durch die Plantage dauert nur 10 Minuten und kostet keinen Eintritt.
















In Käfigen werden hier die Wildkatzen gehalten, die den berühmten Luwak Kaffee „produzieren“. Popocino nennt man das hier. Es folgt noch eine Kaffeprobe verschiedener Sorten, die man natürlich noch kaufen kann. Eine Tasse Luwak kostet extra. Wir wollen nichts kaufen, aber Hedi und Ingmar probieren dann doch eine Tasse von dem Katzenkaffee. Das ursprüngliche Original wird natürlich von wirklich wilden Katzen übernommen und ist quasi unbezahlbar, da man die verdauten Kaffeebohnen in der Wildnis suchen muss. Aber auch diese „industrielle“ Produktion ist bemerkenswert lecker. Aber auch der Kaffee mit Ginseng schmeckt sehr gut.






Dann geht es zu unserem ersten Tempel Pura Puseh Batubulan. Hier müssen wir auch das erste Mal einen Sarong anziehen. Es ist kaum etwas los, wenig Touristen, so wird der kurze Rundgang eine sehr gemütliche Sache. Aber wir merken doch den Flug in unseren Knochen und machen uns bald auf in Richtung Ubud zu unserem Hotel.
















Unser Fahrer schlägt vor, noch an einer Silberschmiede anzuhalten, die direkt auf dem Weg liegt. Diese entpuppt sich allerdings als reiner Verkaufsladen für Schmuck. Eine Werkstatt gibt es gar nicht erst. Na hurra, wir haben aber überhaupt keine Lust, Schmuck zu kaufen. Wir halten uns keine 5 Minuten auf und werden nun aber zum Hotel gebracht. Was uns auf dem Weg auffällt, das wir eigentlich nur „innerorts“ unterwegs sind. Der Süden Balis ist irgendwie ziemlich dicht bebaut. Die Zahl der Motorroller ist hier noch krasses als in Bangkok und erinnert irgendwie an einen Moskitoschwarm.

Als wir um 7 Uhr im Kenanga Ubud ankommen, ist es schon dunkel. Das macht allerdings gar nichts. Die Anlage ist bezaubernd arangiert. Wir hatten ja gelesen, dass sie in die Reisfelder integriert ist. Davon kann man zwar nichts sehen, wohl aber eine romantische Beleuchtung, die uns erahnen lässt, dass direkt hinter dem Restaurant- und Poolbereich die Vegetation beginnt. Auch mit unseren Zimmern sind wir zufrieden. Wir sind allerdings mittlerweile auch echt müde, so dass wir beschließen, im hoteleigenen Terra Cotta Restaurant zu Abend zu essen, auch wenn es wohl etwas teurer ist als hier üblich.





Eine sehr gute Entscheidung, das Essen schmeckt ganz ausgezeichnet. Nun sind wir aber echt hundemüde. Ab unter die Dusche und ins Bett. Es ist halb 11 und mittlerweile sind wir doch schon über 35 Stunden auf den Beinen…  Mal schauen wann wir morgen aufwachen.

Empfehlenswert: Am ersten Tag durchziehen und sich gar nicht erst auf die Jetlag Müdigkeit am Nachmittag einlassen!
Nicht som empfehlenswert: Silberschmieden, die sich als Verkaufsläden entpuppen... aber kein Beinbruch, sowas kann immer mal passieren.

Hotel: Kenanga Ubud - eine exzellente Wahl! Gemütlliche, saubere Zimmer, hervorragende Lage in den Reisfeldern, etwas außerhalb von Ubud.

Nicht so positiv: Besuch in der "Silberschmiede", die sich als Verkaufsladen entpuppte.

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #4 am: 23.12.2014, 16:19 Uhr »
Sa, 02.08. Tag 3 Ubud auf eigene Faust

Auch heute haben wir einen Fahrer, aber nur für den Vormittag und diesmal vom Kenanga Hotel gebucht bekommen. Wir wollen uns in der direkten Umgebung von Ubud noch die Elefantenhöhle Goa Gaja und den angrenzenden Park, Kutri und den Wasserfall bei Tegenungan ansehen.

Den Wecker hatten wir auf 6:30 gestellt, befürchteten aber eher, dass wir so um 4 Uhr schon wach würden. Nur ein ganz kleines bisschen überpünktlich um 10 nach 6 Uhr schlagen wir beide die Augen auf. Sehr schön, so haben wir ja doch ein paar Stunden Schlaf gefunden und richtig etwas vom Tag. Zumindest für den Moment sind wir putzmunter! Frühstück gibt es ab 7 Uhr und wir sind auch die ersten im Terra Cotta Restaurant. Hedi und Claudia hatten sich ja schon akklimatisieren können und gesellen sich um 10 nach 7 etwas verschlafen zu uns. Das Frühstück ist wirklich sehr lecker. Es besteht aus mehreren Gängen, die serviert werden und die man sich frei zusammenstellen kann. Omlette, Bananapancake, für jeden ein kleiner Korb mit Toast, Croissant und Zimtschnecke, eine Obstplatte, Müsli, frischgepresster Saft, Cappuccino und für die, die es mögen auch schon Fried rice. Die Sonne ist gerade aufgegangen und wir haben nun einen Blick auf unsere Umgebung. Wir sind ja wirklich inmitten von Reisfeldern – herrlich! So ein in mehreren Gängen serviertes Frühstück hat schon was und so bleiben wir bis kurz nach 8 dort sitzen und genießen unsere Umwelt.





 Um 8:30 fahren wir am Hotel ab, erst mal direkt nach Goa Gaja, wo wir kurz vor 9 ankommen. Der Fahrer ist echt ganz in Ordnung und meint, dass es gut ist, dass wir jetzt fahren, dann ist es bei Goa Gaja noch nicht so voll. Und in der Tat, es stehen erst ein paar Autos und noch gar keine Reisebusse auf dem doch recht großen Parkplatz. Wir werden sogleich von Verkäuferinnen belagert – aber alles sehr freundlich. Da wir uns im Laufe des Urlaubs ja noch einige Tempel mehr ansehen möchten, kaufen wir uns jeder einen Sarong und lernen das erste Mal, wie man hier so handelt. Einfach erstmal nein sagen! Aus umgerechnet 10 Euro werden ruckzuck 2 Euro und da haben wir wahrscheinlich immer noch zu viel bezahlt. Aber egal… Ab geht’s über eine Treppe hinab zur Elefantenhöhle. Warum die so heißt, verrät ein Blick auf den Eingang. In der Höhle sind noch ein paar Reliquien zu betrachten. Allerdings gibt es die auf Bali wohl häufig an allen möglichen und unmöglichen Orten. Das eigentliche Highlight ist das Eingangstor. Auch der Spaziergang durch den angrenzenden Park ist sehr angenehm. Hier liegen wir noch im Schatten und so ganz heiß ist es eh noch nicht.
















 Als nächstes geht es nach Kutri und dort zum Tempel Pura Kedeman. Der Tempel ist an einen Berghang gebaut. Wir müssen eine recht steile Treppe emporsteigen und haben von oben einen schönen Ausblick auf die Umgebung. Wir werden im weiteren Verlauf der Reise noch einige Tempel dieser Art besichtigen. Das gibt immer schöne Bilder von oben.







In Tegenungan besichtigen wir unseren ersten Wasserfall. Hier gibt es einige. Auch hier bezahlen wir etwas Eintritt, das muss man übrigens auf Bali fast überall, wo es so etwas wie Sehenswürdigkeiten gibt - seien es Tempel, Strände oder sonstige Sehenswürdigkeiten. Aber in der Regel kommt man mit 2000 bis 5000 Rupien aus, was so ungefähr 15 – 35 Cent entspricht, das ist doch locker zu verkraften. Und mittlerweile ist es doch schon ganz schön heiß. So wird die ganze Veranstaltung einigermaßen schweißtreibend. Aber insbesondere Ingmar ist ja ein absoluter Fan von Wasserfällen. Also müssen wir da wohl runter….
… und anschließend auch wieder hoch. Oben am Parkausgang gibt es natürlich ein Cafe mit Blick auf das Tal. Logisch, dass wir erst mal ein kaltes Getränk brauchen.










Nun geht es aber wieder zurück nach Ubud. Wir wollen uns das Zentrum ansehen und dann über den Campuan Ridge Trail wieder in Richtung Hotel wandern. Die Idee für diese kleine Wanderung haben wir aus dem Lonely Planet. Außerdem liegt ein im Netz viel gelobter Spa direkt auf der Strecke. Dort haben wir nachher noch einen Termin.

Unser Fahrer setzt uns neben dem Ubud Palace ab, den wir uns auch gleich ansehen, nachdem wir uns erst mal mit Bargeld versorgt haben… Es werden in diesem Bericht noch einige Bilder von Tempeln und Palästen folgen, die wir uns ansehen. Beschreibungstechnisch werden wir uns auf Besonderheiten beschränken. Der Ubud Palace ist ganz schön, aber mitten in Ubud gelegen natürlich auch recht gut bevölkert von Besuchern.












Im Anschluss gibt es einen Frappuccino bei Starbucks mit Blick auf den Ubud Waterpalace und den direkt angrenzenden Lotusblütenteich.














Wir machen einen kurzen Abstecher über den Artmarket, wobei die Betonung auf kurz liegt. Durch die vielen Lebensmittelstände zwischendrin ist es um den Geruch im Markt, sagen wir einmal, suboptimal bestellt.








Nun geht es aber zum Campuan Ridge Trail. Auf dem Weg dahin machen wir nur noch einen kurzen Stop beim Pura Dalem Tempel.





Jetzt noch einmal um die Kurve ein paar Stufen hoch, noch ein zwei Häuser und wir sind inmitten der Natur. Wunderbar diese Ruhe. In Ubud hatte man halt schon den ständigen Autoverkehr. Wir lassen uns Zeit und genießen das Flair.
















Trotzdem haben wir noch etwas Zeit, als wir am Karsa Spa ankommen. Das angeschlossene Kaffee ist aber auch sehr nett. Wir gönnen uns einmal frisch gepressten Mixed Fruit Juice für uns vier. Das wird übrigens zur Regel werden. Die frisch gepressten Säfte sind nämlich, wenn überhaupt, nur wenig teurer als Softdrinks und kosten hier umgerechnet gerade mal 1,20 Euro – und das ist schon vergleichsweise teuer, wie wir im Verlauf des Urlaubs noch feststellen werden. Naja Ubud ist ja auch Tourizentrum No. 1 im Inland. Wir genießen unsere erste Massage auf Bali. Zwischendurch schläft zumindest  Ingmar kurz ein  – so entspannt und vielleicht auch noch ein bisschen gejetlaged sind wir. Nach der Massage können wir noch duschen.  Nach einer Stunde machen wir uns auf in Richtung Hotel. Mittlerweile wird es nur leider schon wieder dunkel. Wir organisieren uns einen Transport für die letzten zwei Kilometer. Zum Essen gehen wir ins Fly Cafe, was etwa 300 Meter entfernt vom Hotel liegt. Der Laden ist eigentlich eher aufgemacht wie ein englischer Pub. Es gibt Livemusik von einer balinesischen Rockkombo. Sowohl Bami als auch Nasi Goreng schmecken allerdings ganz ausgezeichnet, wenn auch ziemlich scharf. Da gibt es nichts zu meckern – eine gute Wahl!

Der Rest ist obligatorisch: Fotos auf Sandras Laptop überspielen und schlafen! Meine Herren, für den ersten richtigen Tag auf Bali haben wir heute schon ein richtig gutes Programm durchgezogen und sind ganz schön müde! Gute Nacht bis morgen.


Besonders Empfehlenswert: ALLES!
Nicht so empfehlenswert: Nix!

Hotel: Wie gehabt.

*Marthe

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #5 am: 23.12.2014, 22:48 Uhr »
Eigendlich nicht so meine Gegend aber ich reise trotzdem sehr gerne mit :D. Interessanter Bericht und wirklich schöne Bilder, ich bin gespannt,wie es weitergeht.

LG
Marthe

*Jochen

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #6 am: 25.12.2014, 16:50 Uhr »
Ebenfalls nicht meine Gegend ... aber das kann sich ja noch ändern. Bin gespannt auf die Fortsetzung :wink:

*Wilder Löwe

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #7 am: 25.12.2014, 21:42 Uhr »
Ich fahre auch mit, aber ganz still und leise. Wir waren 2009 das zweite Mal auf Bali und es hat uns sehr gut gefallen.
Viele Grüße
Katrin

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #8 am: 27.12.2014, 14:49 Uhr »
Hallo liebe Mitreisenden, nach einem besinnlichen Weihnachtsfest geht es weiter mit unserem Reisebericht... Wir hoffen ihr hattet alle schöne Feiertage :)

So, 03.08. Tag 4: Innerbali

Heute haben wir unseren ersten Ausflug mit Adria. Wir sind gespannt. Wir sind schon um viertel vor 7 beim Frühstück. Um halb 8 haben wir uns mit unserem Guide verabredet. Das teilen wir den Leuten im Restauant auch mit. Aber, da das Frühstück hier in mehreren Gängen serviert wird und das nicht beschleunigt erfolgt, werden wir nicht ganz pünktlich fertig. Ingmar geht kurz nach vorne und sagt Bescheid. Adria ist bereits da und begrüßt ihn mit einem kräftigen Servus – er hatte einen österreichischen Deutschlehrer, wie wir später erfahren werden. Wir sollen uns mal bloß keinen Stress machen, ist doch Urlaub. Na das ist ja schon mal eine nette Ansage. Um viertel vor 8 sind wir dann soweit und auch die anderen werden mit einem freundlichen „Servus“ begrüßt. Adria spricht wirklich hervorragend deutsch, wir hätten wetten können, dass er schon mal eine Zeit in Deutschland gelebt hat. Hat er aber nicht. Als Kind hat er noch das Tageswerk eines klassischen Reisbauern gelernt. Später hat er dann deutsch gelernt und als Reiseleiter auf Tagesausflügen für einen großen deutschen Reiseveranstalter gearbeitet. Selbständig ist er erst seit kurzem. In der Zeit nach den Anschlägen in Kuta war er arbeitslos. Später fahren wir auch an dem Wald vorbei, in dem er zu dieser Zeit mit seinem Bruder Fledermäuse gejagt hat, um sich und seine Familie zu ernähren.

Wir sind uns auf Anhieb sympathisch und im Laufe der Reise erfahren wir viel über das Leben auf Bali. Bis zu unserem ersten Stopp in Tegallalang hat er uns bereits einiges zur Entwicklung hier erzählt. Besonders im Süden in den Ballungsräumen ist bereits viel vom ursprünglichen Charakter Balis verloren gegangen. Damit meint Adria allerdings weniger die Landschaft, als vielmehr das Wesen der Leute.  Aber da sind wir auch schon in Tegallalang. Es ist noch früh und entsprechend leer. Nur ein paar fliegende Händler sind schon da und wollen uns Postkarten aufschwatzen. Ignorieren hilft. Es ist malerisch. Allerdings, merkt man hier schon, dass die Hauptstraße und die Cafés  auf große Reisebusse ausgelegt sind. Die 2000 IDR pro Nase, die uns hier von der Dorfgemeinschaft als Eintritt berechnet werden, lohnen sich auf jeden Fall. Wir haben vom Dorf einen malerischen Blick auf die Reisfelder, in denen gerade noch allerletzte Nebelschwaden von der Sonne aufgelöst werden, die gerade über den Kamm gestiegen ist.










Nach einer guten Viertelstunde lösen wir uns von dem schönen Anblick. Nach unserem Spaziergang gestern über den Campuan ridge trail, jetzt unsere ersten richtigen Reisterrassen. Wahrhaftig, jetzt sind wir endgültig auf Bali angekommen!
Auf dem Weg zu unserem nächsten Stopp erfahren wir etwas mehr zum hiesigen Schulsystem. Wir haben uns gestern schon gewundert, als wir lauter Kinder in Schuluniformen mit Kehrblech und Besen gesehen haben. Die Kinder hier müssen auch am Samstag in die Schule. Allerdings gibt es dann keinen Unterricht, sondern sie müssen ihre Schule putzen. Das finden wir als Idee mal gar nicht so schlecht. Wir sehen auch immer wieder mal Gruppen von Kindern in Schuluniformen auf den Straßen, die üben zu marschieren. Das ist kein Standard, sondern es hat mit den Vorbereitungen zum Unabhängigkeitstag am 17. August zu tun. Die Kleinen, die wir sehen, haben übrigens sichtlich großen Spaß an ihren Übungen und sind mit Begeisterung dabei. Das sollte sich mal jemand in Deutschland einfallen lassen…. :)

Unseren nächsten Stopp machen wir beim Felsentempel Gunung Kawi. Sowohl der Abstieg als auch später der Aufstieg gestalten sich bei den doch schon etwas höheren Temperaturen einigermaßen anstrengend. Es ist immer noch sehr früh am Tag und außer uns sind kaum andere Touristen mit uns da unten. Das ist die Ruhestätte von irgendwelchen Königen…. Genau krieg ich das jetzt nicht mehr zusammen. Wir genießen eh lieber die Atmosphäre und den kleinen Wasserfall.



















Als nächstes geht es weiter in die Berge. Der Halt an einer Kaffeeplantage steht auf dem Programm. Diesmal aber eine richtige. Hier gibt es zwar auch eine Kaffeeprobe und einen Shop für Touristen, aber eher für indonesische. Die machen ja hier durchaus auch Urlaub…



Kaffee







Kakao




Hier oben werden sogar Passionsfrüchte angebaut. Adria holt uns welche direkt vom Baum. Kriegt man sonst in Bali übrigens nicht so ohne weiteres. Auch Adria kauft hier zwei Gläser mit Luwak Kaffee. Auch wir decken uns ein, nicht ohne ordentlich zu handeln. Wir haben ja Hedi, unseren gebotenen Händler aus Tunesien dabei. Er holt wirklich einen guten Preis raus. Sogar Adria ist ganz überrascht…

Als nächstes halten wir mitten auf der Strecke an und machen einen Spaziergang durch einen Bambus Hain.



Unser Fahrer Somar fährt schon einmal vor. Himmlisch die Ruhe! Unser Weg endet an einem Tempel und am Rande eines traditionell aufgebauten Dorfs. An diesem Wochenende ist hier richtig viel los. Allerdings sind fast nur Balinesen in den schachbrettartig aufgebauten Häusern unterwegs. Ingmar besorgt eine Frangipaniblüte für Sandra. Leider kriege ich den Namen des Dorfes ex Post nicht mehr auf die Reihe. Wir genießen das rege, aber auch völlig entspannte Treiben.





















Am anderen Ende des Dorfes wartet schon Somar auf uns. Als nächstes wartet der Tempel Pura Kehen in Bangli auf uns. Er ist einer der 9 hinduistischen Staatstempel auf Bali und sehr schön aufgebaut. Adria erklärt uns einiges über den Hinduismus, z.B. dass es eigentlich nur einen Gott gibt, der sich in verschiedenen Gesichtern, im Wesentlichen drei Gottheiten äußert. Brahma (der Schöpfer), Shiva (der Bewahrer)  und Vishnu (der Zerstörer). Es gibt auch noch Tempel, bei denen z.B. speziell die Fischer oder Schmiede ihre Gottheit huldigen. Aber am Ende ist es doch die große eine Gottheit. Adria vergleicht das mit der Dreifaltigkeit im katholischen Glauben.
















Unsere nächsten Stopps legen wir auf der Sidemen Road ein. Mal für Fotos, mal für kleine Spaziergänge entlang der kleinen Straße durch die Reisfelder. Somar fährt jeweils vor und wartet ein paar hundert Meter weiter auf uns. Besonders Sandra bringt ihre neue Lumixkamera zu Höchstleistungen. Trotzdem finden wir noch genug Zeit unsere wunderbare Umgebung einfach nur zu genießen.














In Sempura (Klungkung) besichtigen wir den Kertha Gosa Tempelkomplex, während Adria und Somar etwas essen.














Wir treffen die beiden in einem kleinen Kaffee wieder, wo wir uns noch mit Bananen eindecken.
Wir sind immer noch ganz geflasht von dem, was wir alles gesehen haben. Das will erst mal verarbeitet werden. Also machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel, wo wir gegen 16 Uhr ankommen. Wir gönnen uns erst mal einen Kaffee auf unserer Terrasse. Bevor wir uns um 18 Uhr zur Happy Hour einen Cocktail zum Sonnenuntergang genehmigen, bleibt uns sogar noch Zeit für ein Stündchen am wunderschönen Pool des Hotels zu relaxen. Von unseren Liegen überblicken wir die Reisfelder. Um 18:30 Uhr werden wir vom Hotelfahrer nach Ubud ins Zentrum gebracht. Um 19:30 sehen wir uns die Legong Veranstaltung „Legong of Matiabraka“ im Ubud Palace an. Ein bisschen Abendkultur muss ja auch mal sein. Wir stellen uns dann aber doch zumindest in Bezug auf Legong als echte Banausen heraus. Die ersten 20 Minuten ist es ja noch interessant, aber dann wird die Legong Musik einfach nur nervig. Die Tänzer erzählen wohl eine Geschichte, aber uns mag sich der Sinn so gar nicht erschließen. Und so richtig inspiriert wirkt das auch nicht.






Ein Blick ins Publikum zeigt uns, dass wir mit dieser Einschätzung nicht allein sind. Viele schauen auf die Uhr. Hinzu kommt, dass die Toiletten hinter uns wohl übergelaufen sind, was man mit der Zeit auch riecht. Das ist hier irgendwie alles wie beim HSV…  Wir verlassen die Veranstaltung vorzeitig, nachdem wir gut 40 Minuten durchgehalten haben. Egal die gute Laune verhagelt uns das nicht und wir müssen über die ganze Vorführung lachen.

Zum Essen gehen wir ins Lotus Café, von wo  aus wir einen Blick auf das Ende einer Tanzveranstaltung im Wassertempel werfen können. Das Essen ist ganz lecker, auch wenn Ingmars Wunschgericht nicht mehr verfügbar ist. Nasi Goreng geht immer. Das ein Gericht nicht mehr verfügbar ist, ist ja auch insofern ein gutes Zeichen, als dass man hier wohl wirklich immer frische Zutaten nutzt.

Mit dem Taxi geht es zurück ins Hotel und ins Bett. Wir haben uns überlegt, das durch den Jetlag verursachte frühe Aufstehen möglichst lange beizubehalten. Das wird auch kein Problem, denn von den unglaublich vielen Eindrücken des heutigen Tages sind wir echt geplättet und schlafen zügig ein.

Besonders Empfehlenswert: Im Prinzip fast alles und besonders unser Guide Adria. Besonders schön, fanden wir den Spaziergang durch den Bambushain und das angrenzende Dorf.
Nicht so empfehlenswert: Legong Show im Ubud Palace

Hotel: Wie gehabt

*Wilder Löwe

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #9 am: 27.12.2014, 21:31 Uhr »
In dem schönen Dorf, dessen Namen Du nicht mehr weißt, waren wir während unserer ersten Balireise in den 90ern. Habe gerade in meinem Reisetagebuch nachgeschaut, aber leider hat es ein paar Lücken und ich habe den Namen auch nicht aufgeschrieben. Aber es hat bleibende Erinnerungen hinterlassen, es war wirklich schön dort, besonders auch wegen der Bepflanzung.
Viele Grüße
Katrin

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #10 am: 31.12.2014, 00:31 Uhr »
Hallo Wilder Löwe,

wir haben nochmal ein wenig nachgeforscht... das Dorf heißt Penglipuran. Die Feiertage haben uns etwas aus dem Rhythmus gebracht, aber jetzt gehts weiter. Wir geloben Besserung :)


Mo. 04.08., Tag 5: Über die Berge nach Norden!

Unsere innere Uhr haben wir inzwischen richtig auf unseren Urlaub eingestellt. 5 Minuten bevor der Wecker klingelt, schlagen wir die Augen auf. Um 7 sind wir beim Frühstück und lassen uns alle Zeit, um die Köstlichkeiten im Terra Cotta Restaurant ein letztes Mal zu genießen. Wir checken aus und Adria holt uns mal wieder pünktlich um viertel nach 8 zu einer weiteren Tour ab. Zu unseren vorab geäußerten Wünschen hat er ein paar weitere Programmpunkte ergänzt. Wir sind gespannt auf den heutigen Tag. Auf dem Weg zu unserem ersten Stopp fallen uns die vielen Häuser auf, vor denen Deutschland Fahnen wehen. Adria erklärt uns, dass das mit dem WM Titel zusammenhängt. Dort seien viele Balinesen Deutschlandfans gewesen und das hat sich auch beim Volkssport No. 1, den Sportwetten gezeigt. Die meisten derjenigen, die eine Deutschlandfahne an ihrem Haus hissen, haben mit Wetten auf den Weltmeister hohe Summen eingesetzt und entsprechend auch gewonnen – nicht selten hat der Einsatz bis zu einem halben Jahresgehalt betragen. England- und Frankreichfahnen sehen wir keine. :)

Unser erster Stopp ist der „Regenwaldtempel“ Pura Luhur Batukara. Adria kündigt uns den Tempel als besonders ruhig an. Dieser Ort hätte eine positive Energie. Zu mindestens Ingmar muss dazu innerlich ein wenig schmunzeln. Doch spätestens, als wir – natürlich in einen Sarong gekleidet – die Tempelanlage betreten, wissen wir, was gemeint ist. Ob es jetzt unbedingt positive Energie ist, sei mal dahingestellt, auf jeden Fall ist dies ein Ort der Ruhe.













Und sollten wir bislang noch nicht allen Stress abgeschüttelt haben, der sich in der Heimat aufgebaut hat, bleibt er spätestens jetzt draußen vor der Tempelanlage zurück. So groß ist die Anlage nicht, trotzdem halten wir uns hier eine gute halbe Stunde auf. Wir hätten es hier wohl auch noch länger ausgehalten, aber wir haben ja noch einiges vor. Vor der Tempelanlage ist ein schöner Teich angelegt. Hier ist aber so gar nicht ruhi, denn die Gewissenhaften Gärtner sind mit einem Laubsauger unterwegs. Komisch, drinnen in der Tempelanlage  hat man davon so gar nichts mitbekommen...





Wir wollen noch mehr sehen, von diesem wunderschönen Land. Weil es noch so früh am Tag ist, erreichen wir die Reisterrassen von Jatiluwih noch vor den großen Reisebussen. Auch auf dem Weg dorthin machen wir noch ein paar Mal irgendwo in den Feldern halt für Fotostopps und kleinere Spaziergänge.







Auch einen Reisbauern bei der Arbeit gehört zu unseren Motiven.



Das wirft natürlich (bevor wir das Foto machen) zwangsläufig die Frage auf, ob es nicht zum Unfrieden führt, wenn die Guides im Prinzip ihre Einnahmen mit den ja nun wirklich vergleichsweise armen Reisbauern erzielen, ohne dass diese daran partizipieren. Adria bestätigt, dass das ein generelles Problem ist und er da auch durchaus zurückhaltend ist, aber in diesem Fall sind wir schon im Einzugsgebiet von Jailuwih, welches komplett zum Unesco Weltkulturerbe gehört. Seitdem das so ist, werden die Bauern direkt von der Unesco unterstützt und erhalten eine finanzielle Zuwendung, Saatgut und weitere Unterstützung. Das wird sich finanziell wohl deutlich unter den Einnahmen der Tourismusindustrie bewegen, nichtdestotrotz hat sich mit dieser Regelung das Verhältnis der Reisbauern zur Tourismusindustrie deutlich verbessert und es ist wieder Frieden eingekehrt, wie Adria es ausdrückt.

 In Jutiluwih machen wir uns auf den Weg in die Reisterrassen, während Claudia und Hedi der Blick von oben ausreicht. Während Sandra auf dem Weg bleibt, lässt es Ingmar sich nicht nehmen, auch direkt über die verschiedenen Stufen der Reisfelder sich von einem Weg zum anderen durchzuarbeiten – mittendrin statt nur dabei… als er an einem Schober vorbeikommt steht er auf einmal Aug in Aug mit einem ausgewachsenen Ochsen, der festgemacht im Schober allerdings sehr friedlich eine Siesta hält. Wieder auf der Straße oberhalb der Terrassen angekommen gönnen wir uns eine kalte Cola und genießen den Ausblick auf die weitläufigen Terrassen.












Unser nächstes Ziel ist der botanische Garten in Bedugul, den wir uns im Lonely Planet rausgesucht hatten. Wir fahren durch eine sehr schön angelegte und weitläufige Parklandschaft. Hier treffen sich die Einheimischen zum Picknicken.






Der eigentliche botanische Garten ist allerdings weiter hinten. Zuerst sind wir ein bisschen enttäuscht, denn die Orchideenblüte ist ganz offensichtlich schon vorbei. Sehr interessant ist aber ein kleiner Rundgang im Heilpflanzenpark neben dem Orchideenhaus. Adria erklärt uns die verschiedenen Pflanzen. Es ist schon beeindruckend, was die Natur alles bereit hält – von Hilfen gegen Malaria bis zu Magenproblemen und Zuckerkrankheit.Von diesem Wissen ist leider viel verloren gegangen. Früher hat man das auf Bali noch in der Schule gelernt. Heue wohl nicht mehr. Zuckerkrankheit ist im übrigen Volkskrankheit Nr. 1 auf Bali, dem Erfolgszug westlichen Essens sei Dank – dafür sind die Mägen auf Bali nicht unbedingt ausgelegt. Ach ja ein paar Fotos machen wir natürlich auch...








Den Tempel Ulun Danau Bratan müssen wir uns natürlich auch noch ansehen - immerhin ist dieser Tempel eines der meistfotografierten Motive auf Bali. Entsprechend  touristisch geht es hier auch zu. Gut, dass der Temepel selbst so nicht zugänglich ist.  So können wir schön ein paar schöne Fotos machen. Man beachte die Figuren vor dem Tempel. Der Restaurator muss ein Fan des Froschkönigs gewesen sein.







Das Idyll täuscht allerdings. Den Anblick teilen wir uns mit geschätzt 1 000 anderen Besuchern.  Aber die Anlage am Festland ist ziemlich weitläufig und auch sehr schön angelegt, so dass es trotzdem keine stressige Angelegenheit wird.

Einen Halt haben wir noch auf dem Programm, bevor es zu unserem neuen Hotel geht. Wir stoppen an einem Aussichtspunkt auf die beiden Zwillingsseen Danau Buyan und Danau Tamblingan. Neben der Aussicht auf das Wasser bietet uns ein Schlangenbeschwörer an, uns eine Python für ein Foto um den Hals zu legen – heute besser nicht. lieber die Seen fotografieren...






Nun geht es aber auf zum Puri Mangga, unserem nächsten Hotel in den Bergen über Lovina. Der letzte Kilometer der Anfahrt ist schon recht abenteuerlich. Da sind bestimmt auch mal über 30% Steigung am Start, unser Suzuki Bus röhrt und geht im ersten Gang bis ins Schritttempo runter, aber nicht vollends in die Knie. Wir zwei Pärchen haben die Synergieeffekte genutzt und für uns die Poolvilla mit zwei Schlafzimmern und zwei Badezimmern gebucht. Ein wunderbarer Ausblick zum Meer macht unser Glück vollkommen. Und wenn wir einen Pool haben, müssen wir das natürlich auch ausnutzen. Wir verbringen den Rest des Nachmittags mit Lesen, Wasserschlachten und komischen Fotosessions. Claudia kriegt die Krise als Hedi versucht, aus dem Pool eine Papaya vom Baum zu pflücken, aber nicht richtig dran kommt, hinter der Infinity-Kante geht es 6 Meter runter.



Zum Abendessen hat uns Adria ein Menü in Lovina Beach direkt am Strand organisiert. Somar holt uns ab. Am Strand sitzt es sich ganz gemütlich. In die Bäume wurden ein paar hübsche Lampen gehängt. Das Menü ist ganz ok – mehr aber auch nicht, müssen wir besonders im Nachhinein sagen. Im weiteren Verlauf der Reise werden wir noch wesentlich besser essen. Macht aber nichts, einen schönen Abend haben wir auch so.

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #11 am: 31.12.2014, 19:47 Uhr »
Einen Tag gibts noch in diesem Jahr :)

Di, 05.08. Tag 6: Delfine, heiße Quellen und Bergseen

Heute geht es mal wieder gaaanz früh raus aus den Betten. Delfine Gucken ist angesagt. Um viertel nach 5 klingelt der Wecker. Um viertel vor 6 werden wir abgeholt und zum Strand von Lovina gefahren, wo bereits unser Bootsfahrer auf uns wartet. Wir haben ein eigenes Boot. Ganz der typischen Bauweise hier entsprechend ist es ein Langboot, das an den Seiten mit Schwimmern vorm Umkippen bewahrt wird.  Raus geht es aufs Meer, was heute aber leider gar nicht so ruhig ist, wie Adria uns das gestern noch in Aussicht gestellt hatte. Unser Boot schaukelt ganz schön auf und ab. Bevor wir die ersten Delfine sehen, erleben wir erst mal einen schönen Sonnenaufgang über der Insel.

Dann entdecken wir die erste Delfinfamilie und merken auch gleich, warum diese Ausflüge einen eher zwiespältigen Ruf haben. Wir haben aber erst mal  Glück und direkt neben unserem Boot machen ein paar Delfine einen Luftsprung.





Unser Bootsführer macht das auch so, wie wir uns das eigentlich vorgestellt haben: Er hält bewusst etwas Abstand. Da kommen aber auch schon die anderen Fahrer und die sind etwas stumpfer veranlagt und halten voll auf die Delfine drauf. Kein Wunder, dass wir sie nur noch einmal kurz auftauchen sehen… Zweimal sehen wir noch ein paar der intelligenten Artgenossen, doch dann macht sich bei Ingmar der unruhige Seegang bemerkbar – sehr zum Verdruss von Sandra. Es hilft aber ja nichts. Seekrankheitsbedingt kehren wir etwas früher zurück.

Lovina Beach am Morgen..



Gegen 8 kommen wir wieder im Hotel an und es gibt erst einmal ein leckeres Frühstück. Bis uns Adria um 10 Uhr abholt, haben wir noch etwas Zeit, die wir an unserem Pool mit Lesen und Dösen verbringen. Unser erster Stopp ist in Singaraja, wo wir über den Markt und die anliegenden Geschäfte schlendern. Die verschiedenen Gewürze und Früchte sind schon sehr interessant.












Wir kaufen Obst für den Tag. Claudia wird in einem Stoffladen fündig und versorgt sich für ihr Hobby meterweise mit schönem Gewebe. Beim Obstkauf werden wir das erste und einzige Mal aktiv angebettelt – von zwei kleinen Jungs, wahrscheinlich keine 6 Jahre alt. Geld geben wir keins. Das müssten die eh abgeben. Aber ein paar Orangen bekommen sie und sind auch darüber sehr glücklich.

Unser nächstes Ziel ist der Gitgit-Wasserfall, welcher in einem Nelkenanbaugebiet liegt… für den Glühwein, wie Adria grinsend erklärt. In der Tat, als wir die Fenster runterkurbeln ist der Duft echt betörend. Überall liegen Nelken zum Trocknen an der Straße. Der Waserfall selbst ist schon echt toll, aber Adria warnt uns, dort nicht ins Wasser zu gehen, da viele Leute dort einfach ihre Flaschen reinschmeißen würden.








Und in der Tat, auf dem Weg zurück zum Bus nach oben, sehen wir an einem Stand gerade eine kleine Menschentraube, die sich um einen Jugendlichen kümmert, der sich im Wasser den Unterschenkel aufgeschlitzt hat. An einem Stand guckt sich Sandra zwei kleine handgefertigte Minitöpfe für Marmeladen oder sonstiges an. Claudia findet sie auch ganz gut. Sofort ist die Händlerin da. Es ist schon verblüffend wie schnell aus 250 000 IDR für einen Topf 50 000 IDR für zwei werden... ohne das wir selbst irgendetwas anderes außer Nein oder auch gar nichts gesagt hätten.

Die heißen Quellen in Banjar dürfen auf unserem Programm natürlich nicht fehlen. Der hohe Schwefelgehalt macht das Wasser sehr trübe. Da bleiben die Mädels lieber auf dem Trockenen, aber Hedi und Ingmar wollen natürlich von der heilenden Wirkung der Quellen profitieren. Das Wasser ist angenehm warm und das Wasser, das im untersten Becken aus Drachenköpfen in 2 Meter Höhe ins Becken stürzt ist schon sehr angenehm, wenn man sich drunter stellt. Im obersten Becken ist es logischerweise am wärmsten. Alles sehr schön. Natürlich hinterlässt der Schwefel seine Spuren. Mal schauen, ob wir das wieder raus gewaschen bekommen.






Wir legen noch einen kleinen Stopp an einem Indomart ein und decken uns mit Keksen und Getränken für den Abend ein. Wir sind heute schon recht früh wieder im Hotel, halten vorher aber noch einmal kurz an einem schönen dunklen Standabschnitt.




Um 15:30 machen wir es uns auf unserer Terrasse an unserem Pool bequem – herrlich.

Ausblick auf unsere Villa:



Das Abendessen im Hotel ist sterneverdächtig. Ingmar bekommt ungelogen eins der besten fünf Steaks serviert, die er je gegessen hat. Zum Sonnenunterganz schlendern wir noch ein bischen durch die Anlage. Da die Reisfelder hier gerade abgeerntet und trockengelegt wurden, ist der Ausblick ins Tal etwas verdorrt. Wie es hier wohl aussieht, wenn da auch noch der Reis wächst?



Morgen müssen wir uns leider schon wieder von diesem wunderbaren Hotel trennen. Bis dahin gute Nacht.

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #12 am: 04.01.2015, 15:58 Uhr »
Mi 06.08. Tag 7: Gute Aussicht und eine lange Fahrt

Natürlich haben wir auch heute wieder ein paar interessante Besichtigungspunkte auf dem Programm, dadurch steht uns aber auch eine längere Fahrt bevor. Am Abend müssen wir in Amed sein, von wo  wir morgen mit dem Speedboot auf die Gili-Inseln übersetzen. Entsprechend stehen wir wieder um viertel vor 7 auf, genießen ein letztes Mal den Ausblick von der Lobby und werden um 8 von Adria abgeholt. Bei Sangsit besichtigen wir Pura Beji, den Tempel der Reisgöttin. Hier hat es kaum Touristen, das merkt man sofort. Der Tempel ist sehr schön gestaltet, aber direkt nebenan merkt man, dass die Dorfgemeinschaft hier das Thema Müll wohl doch etwas mehr vernachlässigt. Plastik ist hier wirklich mehr Fluch als Segen…













Als nächstes folgt ein doch unerwartetes Highlight. Sandra hat erzählt, dass sie Grundschullehrerin ist und wir halten spontan an der Grundschule an, die unser Fahrer Somar schon besucht hat. Es ist zufällig gerade große Pause und der Lautstärkepegel steht einer Deutschen Grundschule in nichts nach. Ein paar Kinder haben uns schon beim Parken entdeckt… da ist was los. Wir verbringen die nächste halbe Stunde umringt von begeisterten Kindern, die uns alle die Hand schütteln, ihren Namen verraten und die ersten paar Brocken Englisch in der Praxis ausprobieren wollen. Achja, und natürlich wollen alle fotografiert werden. Auch mit der Lehrerin tauschen wir uns kurz aus und die ist ganz beruhigt, als ihr Sandra erzählt, dass die Kinder in Deutschland genauso laut sind. Eine etwas bessere Erziehung kann man allerdings den Balinesen attestieren. Bemerkenswert, wie trotz dieses Rummels, alle ganz fix in ihren Klassenzimmern sind.

Bis zu unserem nächsten Stopp in den Bergen sind es nun aber eineinhalb Stunden Fahrt. Zwischendurch machen wir noch den einen oder anderen Fotostopp und erreichen dann aber Penelokan, von wo aus wir einen wunderbaren Ausblick auf den Gunung Batur und den Vulkansee haben. Das Wetter meint es gut mit uns und wir können auch die beiden Nachbarberge bewundern. Wir machen einen Stopp in einem Cafe,  dass Adria aus seiner Zeit als Tourleiter bei einem großen deutschen Reiseveranstalter kennt. Der Ausblick ist super und das Gute ist, dass wir mal wieder absolut antizyklisch unterwegs sind. Entsprechend haben wir das Cafe ganz für uns allein und genießen frischen Mangosaft. Der letzte Ausbruch des Vulkans war 2006 und wir können noch das schwarze Lavafeld sehen, dass dabei entstand.











Adria erzählt, dass es damals hier besonders spannend war. Unten im Tal floss das heiße Magma Gestein und oben saßen die Touristen und konnten diesem Schauspiel gefahrlos zusehen. Das ist uns heute zwar nicht vergönnt, aber die Aussicht ist auch so klasse. Ingmars Traum, einmal richtige glühende Lava zu sehen, muss also noch warten. Es ist recht windig hier oben und ausgerechnet Hedi beschwert sich, dass es zu kalt wäre und wickelt sich seinen Sarong um.

Eineinhalb Stunden später braucht er diesen erneut. Wir erreichen Pura Besakih, den „Muttertempel“, wichtigstes hinduistisches Heiligtum auf Bali. Sehr voll ist es und insbesondere vor dem Tempel gibt es viele Händler. Die Anlage an sich ist sehr groß und beeindruckend.





Ingmar und Sandra nehmen die Treppe bis zum Eingang in den heiligen Bereich, während die anderen unten bleiben. Adria warnt uns, dass dort oben Leute warten, die die Touristen animieren in den heiligen Innenbereich zu gehen. Das ist aber verboten und zieht eine Strafe nach sich, die sich die Schlepper dann wohl mit den Autoritäten teilen… so oder so ähnlich. Der Ausblick ist toll, die Schlepperversuche eher halbherzig. Für uns hat es sich gelohnt.



Aber auch Claudi und Hedi sind nicht böse, dass sie den Anstieg in der Hitze nicht auf sich genommen haben. Einen Anstieg müssen wir aber trotzdem alle nochmal auf uns nehmen, denn die Anlage ist groß und in den Berg gebaut. Trotz der Händler und Bauernfänger fällt das hier eindeutig in die Kategorie „Pflichtprogramm“. Klar sind hier sehr viele Touris unterwegs, aber auch Gläubige, die mit ihren Familien zu speziellen Zeremonien gehen.















Nun geht es aber wieder Richtung Küste und weiter nach Osten zu unserem nächsten Hotel, dem Baliku Dive Resort. Die Küstenstraße ist nicht wirklich groß ausgebaut, allerdings gibt es hier auch nicht viel Verkehr. Die Strecke ist sehr schön und auch die kleinen Dörfer bzw. Siedlungen, durch die wir kommen, machen Laune. Am Baliku Dive Resort angekommen, haben wir erst mal eine größere Treppe zu bewältigen. Aber unser Host holt natürlich sofort jemanden für die Koffer. Insbesondere Hedi und Ingmar kriegen aber schon eine kleine mentale Krise, als vier zierliche Zimmermädchen vom Host die Koffer auf den Kopf gelegt bekommen und die Treppe nach oben wanken. Und dazu haben wir noch ein Zimmer ganz oben, was nochmal bestimmt vier Stockwerke auf engen Treppen aufmacht. Ein bisschen erinnert uns das Resort an die Häuser auf den Kykladen. (auch wenn das auf dem Foto nicht so rauskommt...)



 Unsere beiden Zimmer liegen direkt nebeneinander. Die Zimmer haben zwar schon einiges an Jahren auf dem Buckel, aber sind echt ok. Für die Mädels gibt es ein extradickes Trinkgeld, um unser schlechtes Gewissen zu beruhigen, worüber sie sich auch sichtlich freuen. Die Terrassen sind miteinander verbunden und haben einen traumhaften Ausblick.







Vorerst heißt es Abschied nehmen von Adria und Somar. Die nächste Woche verbringen wir auf den Gilis und auf Lombok. Aber für unsere letzten Tage auf Bali werden wir wieder mit Adria unterwegs sein, der Gott sei Dank noch Zeit hatte. Wir wollen nochmal einmal ein wenig am Strand spazieren gehen. Claudia und Hedi bleiben auf dem Zimmer. Auf dem Weg nach unten kommen wir gerade noch rechtzeitig, um uns an der Kuchenauswahl zum Afternoon Tee zu bedienen, die für alle Gäste des Hotels inklusive ist.

Wir gehen zum Strand, der hier allerdings nicht sandig ist, sondern aus groben Kieseln besteht. Trotzdem sehr nett.





Ungefähr 100 Meter draußen befindet sich eine Boje. Die markiert wohl ein Wrack unter Wasser, wo man schnorcheln und tauchen kann – haben wir zumindest gelesen. Aber es ist niemand mehr im Wasser um diese Uhrzeit. Da im Resortrestaurant auch der Zimmerservice inklusive ist und die Preise ok, beschließen wir den genialen Ausblick auf unserer Terrasse zu genießen und bestellen uns ein köstliches Menü, auch wenn das Steak nicht ganz an das Gedicht im Puri Mangga heranreichen kann. Das war aber auch nicht zu erwarten. Wir sind sehr zufrieden und genehmigen uns noch eine Massage – auch auf unserer Terrasse, die nicht nur einen Tisch sondern auch zwei große Daybeds bereithält. Die Massage wird vom Hotel nur vermittelt und von ein paar Frauen aus dem Dorf übernommen. Angesichts des günstigen Preises sind wir echt von der guten Qualität überrascht. Man merkt nicht nur daran, dass es hier in der Gegend nochmal weniger touristisch ist, als anderswo auf Bali. Eigentlich schade, dass wir nur über Nacht bleiben...

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #13 am: 04.01.2015, 18:52 Uhr »
Na, wir sind ja schon ein ein bisschen faul gewesen zwischen den Jahren.... Da gehen noch ein paar Tage:)

Do  07.08. Tag 8: Gilis, wir kommen!

Auch wenn wir erst um 8:30 Uhr abgeholt werden, sind wir um 6:30 Uhr wach. Von unserer Terrasse haben wir Blick auf das Meer nach Osten… = Sonnenaufgang gucken.  :)

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Das Frühstück haben wir bereits am Vorabend bestellt und es wird uns wie das Abendessen gestern auf die Terrasse gebracht. Das Boot von Kuda Hitam Express, dass eigentlich um 9 starten soll, legt erst um kurz vor 10 ab, weil wir noch auf einen Shuttlebus warten. Das Speedboot gibt richtig Gas, Claudia und Ingmar haben vorsorglich schon eine Reisetablette eingeworfen, was vielleicht nicht das Schlechteste ist. Eine Frau, die mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern unterwegs ist, erwischt es richtig. Sie liegt keine fünf Minuten nach dem Ablegen quer in ihrer Reihe und gewährt den Produkten ihrer Galle frische Luft. Die Crew ist echt nett und zwei Mitarbeiter kümmern sich um die beiden Kleinen, während der Papa abwechselnd bei den Kindern schaut und seiner Frau Händchen hält. Um viertel vor 11 kommen wir auf Trawangang an.



Uns erwartet schon ein Mitarbeiter unseres Hotels auf Gili Meno. Um Zeit zu sparen, haben wir einen Anschlusstransfer von Trawangang direkt zum Mahamaya Hotel gebucht. Speedboote fahren Meno im Moment wohl überhaupt nicht direkt an wegen des Seegangs. Diese Überfahrt dauert dann auch nur 10 Minuten und geht direkt zum Hotel. Das Mahamaya liegt am Strand und ist wirklich toll.








 Aber hier werden wir nur eine Nacht bleiben, bevor wir ins Inselinnere umziehen. Aber erst mal gibt es für uns einen Begrüßungsdrink und die Zimmer sind auch schon bezugsfertig.  Kurz umgezogen, eingecremt und raus an den Strand zum Schnorcheln…

Blick aus dem Wasser auf die Nachbarschaft...



Hammer, darauf haben wir uns schon den ganzen Urlaub gefreut.







Und wie es das Glück so will, sehen wir nicht nur viele bunte Fische, sondern auch unsere erste Wasserschildkröte überhaupt.







Da wir in Thailand von einem Extremsonnenbrand schmerzhaft gelernt haben, schnorcheln wir mit T-Shirt und bleiben so von Verbrennungen verschont. Danach entspannen und relaxen wir in aller Gemütlichkeit an unserem Strand. Gegen 15 Uhr ist es aber auch genug mit Müßiggang und wir machen uns auf, die Insel zu umrunden. Die vielleicht dreieinhalb Kilometer haben viele schöne Stellen für uns parat. Während man auf der Westseite bei unserem Hotel wegen der vielen Korallenreste am Strand auf seine Füße achtgeben muss, hat es auf der Ostseite richtigen Sandstrand, dafür aber naürlich nicht ganz so schöne Schnorchelmöglichkeiten. Die Bilder sprechen für sich.

















Unterwegs machen wir Pause in einem Strandcafe. Pünktlich zur Happy Hour des Hotels sind wir wieder zurück und genehmigen uns einen Cocktail zum Sonnenuntergang. So gut, wie das Hotel ist, die Säfte hier kommen aus der Packung. Da wären wir im Warung um die Ecke bestimmt besser und günstiger versorgt worden Egal, Einfach nur genießen, wie die Sonne über Trawangang untergeht...





 Wir gehen duschen und nehmen um 20 Uhr ein leckeres Abendessen bei schöner Beleuchtung am Strand zu uns. Herz, was willst du mehr?!

*MrBucket

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Re: Zauber von Bali und Lombok - Sommerrundreise in 2014
« Antwort #14 am: 04.01.2015, 20:21 Uhr »
Einer geht noch vorm Tatort...


Fr 08.08. Tag 9: Schnorcheln und Chillen auf Gili Air


Der Tag auf so einer Trauminsel und in so einer Traumunterkunft muss ausgenutzt werden. Um 7:30 stehen wir auf und gehen zum Frühstück, wo wir ein extrem leckeres Fetaomelette direkt am Strand genießen.



Bizarres "Kunstwerk" neben dem Hotel..






Wir gehen nochmal eine Runde schnorcheln und Lesen am Strand. Um Die Uhrzeit ist sogar noch ein Gazebo für uns frei. Und da die Sonne noch nicht so hoch steht und nicht so von oben knallt, fällt uns auch das Fotografieren unter Wasser deutlich leichter.


















Gegen 10 Uhr begeben wir uns auf unser Zimmer und machen uns nochmal einen Cappuccino, den wir am Pool genießen. Um 11 checken wir aus und werden von zwei Kutschen abgeholt.



Diese fahren uns zur Villa Sayang, wo uns die Besitzerin Sylvia begrüßt. Eigentlich wollten wir komplett hier unterkommen, aber am Freitag war Sylvia noch ausgebucht. In dem Maß, in dem unsere Unterkunft weniger luxuriös (aber trotzdem sauber und gut in Schuss) ist als das Mahamaya, sind unsere Gastgeber umso herzlicher.

Auf dem Weg zur Villa Sayang



Unsere Unterkunft



Sylvia und ihr Mann versorgen uns mit ein paar guten Tipps, wo wir essen gehen können und was man sonst noch so machen kann. Wir trennen uns für den Nachmittag von den anderen beiden und machen uns allein auf den Weg zur Ostküste.

Ob man hier wirklich Tatoos machen lassen kann?







Spontan fahren wir nach Gili Air. Da hier nur zweimal am Tag Linienboote fahren, müssen wir ein Boot für die kurze Überfahrt chartern. Das sieht dann so aus, dass wir zusammen mit ein paar Hühnern und Getränkekisten nach Gili Air übersetzen.  Auch hier umrunden wir die Insel, was noch weniger Zeit beansprucht als auf Meno. Im Großen und Ganzen gefällt uns diese Insel sogar noch besser. Der Sand ist noch ein wenig weißer und die Atmosphäre noch ein wenig entspannter.



Der Leuchtturm von Gili Air :D



Malerisch...











Bei dem einen oder anderen wird dazu allerdings auch der „Magic Mushroom Juice“ seinen Beitrag geleistet haben, der hier von diversen Bars angeboten wird.  :D:shock: :oops:



Wir belassen es aber bei einem Fresh Mango juice, machen es uns auf einem Gazebo bequem, genießen die Ruhe, das Meer und uns selbst.

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Die letzte Fähre fährt um 15 Uhr. Wir überlegen erst, ob wir die nehmen oder ob wir für den Rückweg auch wieder ein Boot chartern. Wir entscheiden uns für letztes. Gehen am Hauptstrand nochmal etwas trinken und Ingmar wagt sich nochmal zum Schnorcheln ins Wasser.












Und weil wir somit ja eh kein Zeitlimit mehr haben, gönnen wir uns auf dem Weg zum Hanfen nochmal eine Massage, auch wenn wir dafür nochmal eine halbe Stunde warten müssen. Die überbrücken wir mit einem weiteren Spaziergang. Da es im Anschluss schon nach 17 Uhr ist, wird die Rückfahrt noch einmal etwas teurer.  Egal, das haben wir uns verdient. Die Überfahrt um 18 Uhr lohnt sich umso mehr, als dass wir den schönen Sonnenuntergang vom Boot aus betrachten können.





In der Villa Sayang angekommen, fällt uns doch ein kleines, für Ingmar nicht schlimmes, aber für Sandra sehr einschneidendes Manko unserer Unterkunft auf: Wir haben kein warmes Wasser – auch und gerade nicht zum Duschen. Da bibbert Frau dann doch trotz tropischer Hitze. Abends gehen wir Pizza Essen im Meno Moja und trinken noch einen Saft im Yaya Cafe.

 

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