Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010

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*paula2

  • Paula
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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #120 am: 16.09.2011, 08:20 Uhr »
Guten Morgen liebe Mitreisende, heute bitte alle anschnallen, es wird aufregend! :zuberge:

15. Tag Donnerstag 16.9.2010

Nach dem akzeptablen Frühstück im Best Western (dafür dass es kostenlos war eigentlich sogar sehr gut mit Waffeln zum Selbstbacken, Bagels, Rührei, Saft etc)  wird die Kühlbox mit Eis gefüllt (auch das kostenlos im Hotel erhältlich), dabei entdecke ich eine Waschmaschine nebst Trockner für Gäste, leider stand das nicht auf der Hotelwebsite, hätte ich mir gestern den Besuch im Waschsalon erspart.

Heute geht es über Bluff ins Monument Valley. In Bluff soll eine Navajo Fair sein, das würde ich mir gern anschauen. In Bluff angekommen werfen wir zunächst einen Blick auf die Twin Rocks am Ortseingang



 
Die Navajo Fair wird gerade aufgebaut und findet eigentlich erst morgen statt, ein Rodeo wird es geben und etliche Zelte in denen was verkauft wird. Weil es aber Eintritt kostet und außer ein paar Kindern auf Pferden noch nix zu sehen ist, streichen wir diesen Programmpunkt. Am nächsten Tag wäre das sicher toll gewesen so ein Rodeo zu sehen (vielleicht nächstes Mal).

Bluff ist ein kleines Örtchen mit einem Museumsdorf wo die Geschichte der ersten Siedler geschildert wird (Bluff wurde 1880 von Mormonen gegründet)





Die Blockhütten kann man besichtigen, es sind allerdings neue Nachbauten. Es gibt viele Infotafeln, auf denen über die Hole-in-the-rock Expedition berichtet wird, einen Teil dieser Strasse haben wir in Escalante befahren und das ist der Weg, den die Siedler genommen haben um hierher zu gelangen. Ein kleiner Laden ist auch vorhanden wo man auch Bücher zu dem Thema kaufen kann. Und es wird nicht nur von Mormonen sondern auch über die eigentlichen Anwohner berichtet:



Ziemlich dunkel da drin…

Die nächste Station ist der Gooseneck State Park, hier laufen wir eine Weile am Rim entlang, echt irre welche Schlangenlinien der Fluss hier macht



 
Auf der Weiterfahrt geht es vorbei am Mexican Hat,



 
dann erreichen wir schließlich das Monument Valley. Hier haben wir das View Hotel gebucht, weil das im Internet als die Top-Fotografierlocation beschrieben wurde und mein Freund Hobbyfotograf ist. Mir war das eigentlich zu teuer, als wir im April gebucht haben waren nur noch Zimmer der teuersten Kategorie frei aber mein Freund meinte „wenn schon denn schon“ – okay überredet!



 
Das Hotel ist der rechte Gebäudeteil und man sieht hier die Rückseite. Die Zimmer gehen alle nach vorne raus mit Blick auf die schönsten Felsen und da steht kein Auto oder sonst was störend im Blickfeld.

Weil wir gerne wandern und es einen Wanderweg um einen der Felsen gibt haben wir uns gegen eine Autofahrt und für die Erkundung per pedes entschieden.
Im Visitorcenter neben dem Hotel gibt es eine Beschreibung zum Wild Cat Trail, er startet laut der Indianerin, die uns die Beschreibung in die Hand gedrückt hat, an dem Campingplatz in der Nähe des Hotels (da wo auf dem Foto die Wohnmobile stehen), der Startpunkt war leicht zu finden da stand ein Schild „Trail“ und „start here“. Mein Freund hat sich zwar gewundert weil die Papierskizze irgendwie anders aussah, aber wenn da steht „start here“? Ein weiteres Pärchen gesellt sich dazu, der Weg ist breit und nicht zu übersehen also gehen wir los, kurz drauf treffen wir auf weitere Wanderer. Die Landschaft ist wirklich sehr schön vor allem auch die Pflanzen





 
Und wir haben bald tierische Begleitung



 
Nach einer Weile haben wir die Spitze des Buttes umrundet, der Weg wird immer undeutlicher und verliert sich schließlich ganz.



Die ganze Gruppe rätselt wo es nun weitergehen soll, wir gehen ein Stück zurück, vielleicht haben wir ja eine Abzweigung verpasst? Ein anderer Weg ist aber nicht zu finden, es haben sich wohl aber auch andere Gestalten hier verlaufen:



 
Also so will ich ja nicht enden! Ein Paar beschließt einfach weiter um den Felsen zu laufen querfeldein, die anderen gehen ein Stück weiter zurück ob sie doch noch einen anderen Weg finden, mir ist das zu heiß (wörtlich und übertragen) der Nachmittag ist fortgeschritten, wir wollen den Sonnenuntergang von unserem teuer bezahlten Balkon fotografieren und gehen daher lieber querfeldein auf die Strasse zu, auf der wir in den Park gefahren sind. Sie ist deutlich zu erkennen und bestimmt nicht weiter als ein oder zwei Kilometer weg. Wir kommen an einer Navajo Siedlung vorbei, die einen ziemlich ärmlichen Eindruck macht



 
und erreichen glücklich die Strasse! Das Hotel liegt in weiter Ferne, wir sind viel weiter gewandert als wir gedacht hatten, da hilft nur noch eins: Daumen raus und blond lächeln :eckig:

Ich bin noch nie per Anhalter gefahren, ich kann euch sagen: funktioniert prima! Sofort hält ein Auto an und nimmt uns mit, die beiden jungen Australier wollen auf den Campingplatz an dem wir losgelaufen sind. Wir schildern ihnen unseren Irrweg und sind ihnen sehr dankbar dass sie uns mitnehmen. Da kommt der Parkeingang, pro Nase kostet der Eintritt 5 $, damit haben die beiden nicht gerechnet, sie haben kein Bargeld dabei und die Navajos wollen cash sehen, Kreditkarte ist nicht! Wir haben unsere Eintrittskarten von vorhin dabei und Bargeld auch und freuen uns dass wir dem Paar aushelfen können so ist uns allen geholfen. Die beiden sind so lieb und fahren uns direkt vor den Hoteleingang und können nur mit Mühe davon abgehalten werden einen Geldautomaten zu suchen um uns das Geld zurückzugeben. Wir verabschieden uns herzlich, ich stürze ins Zimmer unter die Dusche und auf den Balkon. War schon lange nicht mehr so schnell im Bad fertig. Mein Freund beschäftigt sich mit seinem Stativ. Und dann geht es los…

Leute ich weiß nicht wie ich das jetzt beschreiben soll. Habt ihr schon mal etwas völlig unerwartetes und unglaublich schönes erlebt? Kennt ihr den Flow den man dann hat? Das Gefühl als ob man schwebt? Schaut euch die Bilder an und versucht euch vorzustellen, dass es in natura noch mehrfach schöner war:









Ich habe noch nie im Leben schöneres gesehen (bisher dachte ich immer die Tempelgärten Japans seien nicht zu toppen: falsch!). Auf einmal kann ich nachfühlen, dass es Dinge in der Natur gibt, die den Einheimischen heilig sind (und ich bin kein sonderlich religiöser Mensch und null esoterisch veranlagt).



Das ist DAS Bild des Urlaubs!

Allen Wavesüchtigen kann ich sagen: das war besser (und ich kann es beurteilen, denn in der Wave waren wir anschließend auch noch :lachen07:).

Anfangs stand ich da und dachte: oh was für ein schönes Panorama, das ist sein Geld wirklich wert. Dann wurden die Schatten länger, da krabbelt doch einer hoch…
STAUNEN
danach kam ungefähr 15 Minuten außer einem gehauchten „Wahnsinn“ nix mehr von mir, sprachloses Stauen ob dieser Offenbarung der Schönheit der Natur (und fragt mal meinen Freund wie oft der Zustand sprachlos bei mir vorkommt, normalerweise geht das so: guck mal da hast du das gesehen, mach doch mal ein Bild und schau mal da rüber text text text…)
ich war auf einmal nur noch glücklich, hatte das Gefühl zu schweben und habe eine große Dankbarkeit gefühlt, dass ich dieses Naturwunder erleben darf, womit habe ich das verdient?

Mein Freund hat mit seiner high-end Kamera natürlich die weitaus besseren Fotos gemacht, eines davon (meiner laienhaften Meinung nach das Bild seines Lebens) hängt nun einen Meter zwanzig breit unter Acrylguß im Wohnzimmer über der Couch und erinnert mich jeden Tag an diesen Moment! Alle Besucher beneiden uns darum. Ich habe zig Bilder übers Monument Valley im Internet gesehen aber nie eines mit diesem Schatten! Ein Kollege von mir war im Juni 2011 an selber Stelle, sein Foto hat einfach nur am Fuß einen Schatten sonst nichts! Was haben wir ein Glück, dass wir Mitte September dort waren!!!! Wir bleiben auf dem Balkon bis es dunkel wird…







 
Das Abendessen im Hotelrestaurant war sehr gut (Büffelsteak), Alkohol gibt es hier überhaupt keinen, wir setzen uns mit einer eingeschmuggelten Flasche Wein wieder auf unseren Balkon und schauen von hier aus den Westernfilm, der auf eine der Hotelwände projeziert wird, eine klasse Idee (er spielt natürlich im Monument Valley)!

Dieser Tag brachte mir die neue Erkenntnis, dass es auch in einem minutiös geplanten Urlaub die totale Überraschung geben kann! Eigentlich lag das Monument Valley einfach nur auf dem Weg nach Page, mein Ziel heute war eigentlich Bluff, mein Freund ist derjenige welche, der im Monument Valley übernachten wollte, ich bin ihm so dankbar, dass wir dieses Hotel gebucht haben! :verneig:


*Thinkpink

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #121 am: 16.09.2011, 08:48 Uhr »
Super Fotos vom Monument Valley  :clap:
War auch ein Highlight unserer Reise - wir waren aber auch an der Wave und ich möchte die beiden Highlights gar nicht miteinander vergleichen, waren beide unvergesslich.
Ihr hattet Glück, der West Mitten Butte wirft seinen Schatten nur an wenigen Tagen im Jahr an den dahintergelegenen, mittleren (East Mitten) Butte - Gratulation und sehr schön eingefangen, da schwelge auch ich wieder in Erinnerungen.
2009: 3 Wochen klassischer Südwesten
2011/12: 3 Wochen Südwesten Valley of Fire, Death Valley, Joshua Tree, San Diego

*wuender

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #122 am: 16.09.2011, 08:52 Uhr »
Dass der Wild Cat Trail nicht so der Hit sein soll, wusste ich ja. Aber das der Weg irgendwo quasi im Nichts endet ist schon komisch. Verstehe ich das richtig, dass Ihr auf Eurem Rückweg aus dem Park rausgewandert seid? :shock:

Die Sonnenuntergangsbilder sind einfach toll. Klasse, dass Ihr für den sehr hohen Übernachtungspreis so reichhaltig belohnt wurdet.

Ich freue mich auf die Weiterfahrt,

Schöne Grüße,
Dirk

*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #123 am: 16.09.2011, 09:44 Uhr »
Super Fotos vom Monument Valley  :clap:
War auch ein Highlight unserer Reise - wir waren aber auch an der Wave und ich möchte die beiden Highlights gar nicht miteinander vergleichen, waren beide unvergesslich.
Ihr hattet Glück, der West Mitten Butte wirft seinen Schatten nur an wenigen Tagen im Jahr an den dahintergelegenen, mittleren (East Mitten) Butte - Gratulation und sehr schön eingefangen, da schwelge auch ich wieder in Erinnerungen.
freut mich dass dir die Fotos gefallen, es war ein echtes Schauspiel! Von den anderen Balkons waren auch nur ohs und ahs zu hören! Und ich will die Wave natürlich nicht abwerten!  :D

*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #124 am: 16.09.2011, 09:51 Uhr »
Dass der Wild Cat Trail nicht so der Hit sein soll, wusste ich ja. Aber das der Weg irgendwo quasi im Nichts endet ist schon komisch. Verstehe ich das richtig, dass Ihr auf Eurem Rückweg aus dem Park rausgewandert seid? :shock:

Die Sonnenuntergangsbilder sind einfach toll. Klasse, dass Ihr für den sehr hohen Übernachtungspreis so reichhaltig belohnt wurdet.

Ich freue mich auf die Weiterfahrt,

Schöne Grüße,
Dirk

Hallo Dirk,

mein Freund war hinterher der festen Überzeugung, dass dies gar nicht der Wild Cat Trail war...und ja: wir sind wirklich rausgewandert aus dem Park, kamen deutlich unterhalb des Eingangs auf die Strasse, dumm gelaufen aber egal hat ja gut geendet  :rollen:
freut mich dass dir die Bilder auch so gut gefallen, ich habe nur eine einfache Bridgekamera und wundere mich selbst wie gut die Fotos damit werden

*Anti

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #125 am: 16.09.2011, 10:25 Uhr »
Unser Highlight im Monument Valley war das Fahren des Loops. Wir haben viel gelacht. Allerdings waren wir nur als Zwischenstopp um die Mittagszeit dort und hatten nicht das Privileg einen so genialen Sonnenuntergang zu sehen. Anschließend wollten wir nämlich noch den Moki Dugway fahren, allerdings waren wir zu erschöpft von unseren beiden annähernd schlaflosen Nächten in Page, so dass wir dann spontan weiter nach Blanding in unser gebuchtes Motel fuhren und einfach mal nur faul herumlagen... Ein übermüdeter Fahrer bei so einer Strecke ist ja nicht so ideal. Beim nächsten Mal dann...

Aber der Campground sieht auch verlockend aus. Abends draußen am Feuerchen mit dieser tollen Kulisse. Ist sicher preiswerter als The View und man hat noch mehr Cowboyfeeling! :fire:

Manchmal bin ich einfach geizig, muss ich zugeben  :oops:

*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #126 am: 16.09.2011, 10:38 Uhr »
Unser Highlight im Monument Valley war das Fahren des Loops. Wir haben viel gelacht. Allerdings waren wir nur als Zwischenstopp um die Mittagszeit dort und hatten nicht das Privileg einen so genialen Sonnenuntergang zu sehen. Anschließend wollten wir nämlich noch den Moki Dugway fahren, allerdings waren wir zu erschöpft von unseren beiden annähernd schlaflosen Nächten in Page, so dass wir dann spontan weiter nach Blanding in unser gebuchtes Motel fuhren und einfach mal nur faul herumlagen... Ein übermüdeter Fahrer bei so einer Strecke ist ja nicht so ideal. Beim nächsten Mal dann...

Aber der Campground sieht auch verlockend aus. Abends draußen am Feuerchen mit dieser tollen Kulisse. Ist sicher preiswerter als The View und man hat noch mehr Cowboyfeeling! :fire:

Manchmal bin ich einfach geizig, muss ich zugeben  :oops:

Hallo Anti,

mir hätte der Campground auch gefallen aber mein Freund ist halt gar kein Camper...und wenn man sich dann abends auf die Restaurantterasse oder vor das Besucherzentrum stellt hat man wahrscheinlich die gleiche Perspektive wie vom Hotelzimmer. Ich bin normalerweise auch eher sparsam veranlagt und hab bei den Hotelbuchungen immer auf einen günstigen Preis geschaut aber diesmal war es echt von Vorteil dass mein Freund das im Urlaub nicht so eng sieht  :D

Vom Moki Dugway habe ich erst nach unserem Urlaub gelesen und habe ihn auch schon auf die Todo Liste gestellt, ich weiß langsam nicht mehr wie ich diese Liste jemals abarbeiten soll..

nach zwei Wochen Urlaub war ich richtig geplättet von diesen Highlights, man denkt eigentlich täglich dass es nicht mehr besser werden kann und wird immer wieder eines besseren belehrt, ich habe nachts immer wild geträumt und bin oft aufgewacht davon, das ist mir in noch keinem Urlaub davor passiert, USA-Urlaub  ist einfach himmlisch  :engel1:

*SusanW

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #127 am: 16.09.2011, 15:16 Uhr »
Hallo,

nun habe ich wieder etwas Luft zum Reisebericht lesen und bin euch schnell hinterher gesaust  8)

Eine traumhafte Tour bisher mit tollen Bildern ! Weiter so
Liebe Grüße 
Susan

*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #128 am: 16.09.2011, 15:25 Uhr »
Eine traumhafte Tour bisher mit tollen Bildern ! Weiter so

 :dankeschoen: Ich werde mir Mühe geben  :D morgen früh geht's weiter

*DaniBernie

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #129 am: 16.09.2011, 18:12 Uhr »
Hi Paula,

bin auch noch dabei - diese Woche nur etwas ruhiger; musste mich erstmal wieder an meinen Arbeitsalltag gewöhnen ;-) Der Tag im Monument Valley ist ja super. Deiner Beisterung konnte ich entnehmen, dass das View absolut sein Geld wert ist? Was habt ihr bezahlt, wenn ich fragen darf? Und es ist tatsächlich so, dass alle Zimmer Richtung Valley sind?

LG Daniela
LG Daniela :-)

*Olli2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #130 am: 16.09.2011, 18:24 Uhr »
Superschöne Bilder. Noch 17 Tage, dann sind wir auch endlich genau dort. Hoffentlich haben wir auch so ein Glück.

Olli-Bär

*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #131 am: 16.09.2011, 21:54 Uhr »
Hi Paula,

bin auch noch dabei - diese Woche nur etwas ruhiger; musste mich erstmal wieder an meinen Arbeitsalltag gewöhnen ;-)

Hallo Daniela,

sowas hatte ich mir schon gedacht :wink: bei mir war es letzte Woche im Büro sehr ruhig, in Bayern waren noch Ferien, es waren noch viele in Urlaub, da hatte ich immer schön Zeit meinen Bericht zu schreiben  :usa:

Zitat
Der Tag im Monument Valley ist ja super. Deiner Beisterung konnte ich entnehmen, dass das View absolut sein Geld wert ist? Was habt ihr bezahlt, wenn ich fragen darf? Und es ist tatsächlich so, dass alle Zimmer Richtung Valley sind?

LG Daniela

Ich war noch nie in einem Hotel das sein Geld mehr wert war! Es hat ungefähr 250 $ gekostet, man muss sofort bezahlen bei Buchung, es waren so etwa 180 € (mein teuerstes Hotel bisher), das war aber auch im 2. Stock (das ist die oberste Etage) mit 2 Betten, theoretisch gäbe es auch Zimmer zu 200 $, ich weiß aber nicht wie früh man buchen muss um solch ein Zimmer zu bekommen. Die Zimmer gehen alle nach vorne zum Valley und alle Zimmer haben einen Balkon, ich glaube sie haben alle den gleichen Blick, Erdgeschoß ist bestimmt genauso okay, das Hotel steht sowieso etwas erhöht.
Der Tag war einer der schönsten in meinem Leben, und das ist echt nicht übertrieben!
Ich sitze grade mit meinem Laptop auf dem Sofa unter besagtem Bild, war das herrlich, seufz!
ich kann es dir besten Gewissens empfehlen :hand:

*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #132 am: 16.09.2011, 21:58 Uhr »
Superschöne Bilder. Noch 17 Tage, dann sind wir auch endlich genau dort. Hoffentlich haben wir auch so ein Glück.

Olli-Bär

Hallo Olli-Bär,

da gratulier ich dir schon mal! Es wird bestimmt super! Bei dir ist es dann Anfang Oktober oder? Da bin ich echt gespannt wie die Schattenbildung dann ist. Wäre sehr nett wenn du ein Foto einstellst (am besten natürlich in Form eines Reiseberichtes  :D)

ich wünsch dir einen tollen Urlaub!

*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #133 am: 17.09.2011, 04:29 Uhr »
Guten Morgen liebe Mitreisende, bitte ganz schnell aufstehen  :roll:

16. Tag Freitag 17.9.2010

6 Uhr morgens, der Wecker klingelt, oh Gott es wird ja schon hell, sofort raus auf den Balkon und ein Foto gemacht


 
und wieder rein und die Decke zum Einwickeln geholt! Es ist hier richtig kalt.
Dann geht langsam die Sonne auf, ist das nicht herrlich? In die Decke gewickelt und mit einer Tasse frisch gebrühten Kaffees (im Zimmer war eine Kaffeemaschine und Kaffeepads) sitzen wir auf dem Balkon und genießen den Sonnenaufgang:







 
Als es komplett hell ist gehen wir zum Frühstück, als Hotelgast bekommt man das Frühstück 5$ billiger, ich glaube wir haben nur noch etwa 10 $ bezahlt, das war unerwartet günstig im Vergleich zur Übernachtung und das Buffet ist sehr reichhaltig. Zum Glück ist Selbstbedienung, die Kellner schlurfen sehr lustlos durch das Lokal, es dauert lange bis meine Kanne Eiswasser kommt.

Anschließend versuche ich meinen ersten inneramerikanischen Telefonanruf nach Big Water /Utah, vom Zimmer aus funktioniert das nicht, ich bekomme keine Verbindung. An der Rezeption bitte ich um Hilfe, die Rezeptionistin erklärt mir dass sie mein Telefon freischalten muss und dass es nun funktionieren wird, tut es aber nicht. Zum Glück habe ich ein iPhone mit Skype und Wlan funktioniert in der Lobby, so kann ich meinen Anruf tätigen. Telefonieren ist auch so ein Thema hier. Mein D1-Handy hat eigentlich so gut wie nie Empfang, zum Glück gibt es überall Internet.

Hier noch ein Bild von der schönen Hotellobby:



 
Heute überlege ich warum wir nicht noch einen Rundtrip durchs Monument Valley gemacht haben, aber irgendwie hatten wir beide das Gefühl das Beste schon gesehen zu haben und sind gleich nach Page losgefahren. Im Nachhinein finde ich wir hätten das noch machen sollen, das kommt nun auch auf die Liste fürs nächste Mal…

Vor Page, das Kraftwerk ist in Sicht, erreichen wir den Parkplatz zum Antelope Canyon. Echt praktisch dass es im Internet so viele Bilder und Wegbeschreibungen gibt. Es ist gerade Mittag also genau die passende Zeit und wir buchen eine Tour zum Upper Antelope Canyon. Weil grade eine Gruppe losgefahren ist müssen wir eine halbe Stunde warten und laufen ein bisschen durch die Landschaft. Die Hütten der Indianer schauen genauso erbärmlich aus wie im Monument Valley und hier sieht man sogar so ein Lehmzelt wie im Museumsdorf in Bluff, so was wird also wirklich noch benutzt.

Mit etlichen Autos werden wir dann zum Antelope Canyon gefahren, es geht über breite Sandpisten, der Wagen schlingert durch die tiefen Sandwellen, also ich wäre sicher steckengeblieben, Kompliment an die junge Fahrerin. Vor dem Eingang zum Canyon sammeln sich die Menschenmassen, in Gruppen von 20 Leuten geht es langsam in den Canyon rein, der wimmelt von Menschen, aber der Anblick ist fantastisch, da ist mir das Gedränge egal. Für die echten Hobbyfotografen wie meinen Freund ist das sehr anstrengend, weil man immer nur eine Sekunde hat bevor wieder jemand durchs Bild läuft, ich knipse den Canyon halt mit Menschen. Es sind die berühmten Beams zu sehen:







 
Links im Bild steht unser Guide, er zeigt uns immer wieder Stellen an denen man fotografieren soll, kennt sich bestens aus. Leider ist meine Kamera bzw. meine Handhabung derselben in dem Dämmerlicht überfordert, die meisten Bilder sind unscharf, aber ein besonders schönes ist mir aber doch noch gelungen:



 
Das Motiv soll einen Butte aus dem Monument Valley darstellen! Das nächste Mal besuchen wir dann den lower antelope canyon…

In Page im Page Boy Motel angekommen stellt sich leider raus, dass der Pool kaputt ist. Dabei hatte ich das Motel vor allem wegen des Pools ausgesucht. Eigentlich wollte ich ja ins Best Western, das hatte mir ein Kollege empfohlen, aber das war im April schon ausgebucht, wir sind halt übers Wochenende in Page, da war die Hälfte der Hotels schon  ausgebucht, es war schwierig was Passendes zu finden. Auch das Page Boy Motel hat ein Schild mit „no Vacancy“ hängen. Immerhin haben wir ein Zimmer im ersten Stock mit Blick auf den sehr schön angelegten Innenhof (die Zimmer in rückwärtigen Hof mit Blick auf den Parkplatz müssen ja ätzend sein), das Zimmer ist nix besonderes aber okay. Und außerdem gibt es hier ja einen See. In einem Reiseführer hatten wir eine Beschreibung eines sehr schönen Spazierweges am See gelesen „hanging gardens trail“, da wollen wir hin. Zunächst schauen wir uns aber den Glen Canyon Dam an und spazieren über die Brücke. Eigentlich habe ich mir das größer vorgestellt. In meiner Erinnerung ist die Möhneseetalsperre größer.

Mit der Beschreibung ist der Wanderparkplatz am See leicht zu finden, dass die Landschaft um den See herum auch so schön ist hatte ich nicht erwartet



 
Die Sonne steht schon ziemlich tief, die Felsen leuchten ganz wunderbar und ein paar schöne Blumen gibt es auch, die wachsen aber ganz normal am Boden, hängen tut da nix







 
Der Weg ist mit cairns markiert und verliert sich nach einer Weile, die Sonne geht langsam unter, da kehren wir lieber um. Die fetteste Eidechse, die ich bisher gesehen habe läuft uns über den Weg:



 
Vorm Parkplatz aus kann man über Felsen zum Ufer gehen, hier sind große runde Steine, das ist definitiv geeignet als Badeplatz und das Wasser ist wunderbar klar, der Ersatz für den Pool ist gefunden!

Im Safeway unweit unseres Motels gibt es die beste Lebensmittelauswahl aller Märkte bisher. Es gibt sogar richtiges Brot und außerdem Wein und Franziskaner Weißbier (gelobt sei Arizona)! Gut daß wir einen Kühlschrank im Zimmer haben (genauer gesagt haben wir sogar zwei: einer ist kaputt und der funktionierende steht oben drauf…)
Zum Abendessen geht es ins Ken’s Old West direkt neben unserem Motel, das Steak hier war klasse, es gibt eine tolle Salatbar, die Bude ist rappelvoll, das war ein Glücksgriff!


*USA_Björn

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #134 am: 17.09.2011, 07:22 Uhr »
Die Sonne steht schon ziemlich tief, die Felsen leuchten ganz wunderbar und ein paar schöne Blumen gibt es auch, die wachsen aber ganz normal am Boden, hängen tut da nix



Das ist aber der Mond und nicht die Sonne  :lol:  :wink:

Toller Bericht!!!

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