Northwest von oben nach unten: Seattle bis SFO im September 2009

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*Barb

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Es war einmal die Urlaubsplanung 2008.
Und eigentlich wollte ich ja gaaanz woanders hin. Ich mein’, USA – sooo toll ist es da ja auch nicht...

...räusper, naja, nach so einer Ersttäter-Südwesttour, da können sich Meinungen auch schon mal ändern.
Daher war schnell klar, dass es in 2009 gleich wieder in die USA gehen musste, diesmal in den Nordwesten.
Als kleiner Dank für die Tipps (und das Vorfreudesteigern) im Forum hier, gibt es nun also den Reisebericht unserer zweiten Reise (Südwestberichte gibt es ja ausreichend). Wir, das sind übrigens zwei in Österreich lebende deutsche Mittdreißiger (Mitte 30 geht übrigens bis 39, mindestens!).


Hier vorab unsere Tour:

Wien => Seattle
Seattle
Friday Harbour; San Juan Islands
Vancouver
Mt. Rainier NP
Portland
Oregon Coast: Oceanside
Oregon Coast: Yachats
North Umpqua River
Crater Lake & Mount Shasta
Lassen Volcanic NP   
Sacramento   
San Francisco => Wien


Die Beschreibung der Fluganreise ist ja meistens nicht soooo spannend, allerdings war es in unserem Fall doch nicht ganz unaufregend. Für mich zumindest. Mein Mann, der alte Schnäppchenjäger, hatte sehr günstige Flüge über United gebucht: 650 USD für Wien – Seattle, zurück ab SFO.
Leider war der Flug ab London, also mussten wir einen Extra-Flug dorthin buchen und die Zeit zum Umsteigen war mit einer Stunde für Heathrow recht knapp bemessen. Ich war daher reichlich unentspannt, denn wenn wir unseren Flug in London verpasst hätten, dann wäre es das gewesen. Aber – um es kurz zu machen – es ging alles glatt und wir landeten gut in Seattle und in unserem ersten Hotel, dem Doubletree Seattle Airport.

Da es sich um das Labour Day Wochenende handelte war für diese Nacht leider in Seattle selbst kaum etwas zu kriegen – zumindest nichts Bezahlbares. Daher hatten wir uns entschlossen lieber einmal umzuziehen und über Priceline das Doubletree geschossen. Für äußerst schlanke 41 USD (exkl. Tax) war das ein echtes – na was -Schnäppchen, das Hotel war absolut o.k. und zum Check-In gab es noch warme Chocolate-Cookies – lecker!

Da wir uns dem Jetlag immer heldenmütig entgegenstellen, beschlossen wir an diesem Abend noch nach Seattle zu fahren. Mit Öffis! Der Burger und die ersten Microbrew-Bierchen waren prima (Pike Pub Brewery), nur dass wir dann total übermüdet in den falschen Bus einstiegen und erst sehr spät wieder am Hotel waren – naja, Heldenmut wird auch überbewertet...

*NähkreisSteffi

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Das fängt ja gut an. Da bin ich doch dabei.

Viele Grüße

Steffi

*Heiner

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Hi!

Ich steige auch noch bei Euch mit ein.

Gruß Heiner


Wat mutt, dat mutt

*Barb

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Auja, Mitreisende!
MitFAHREN aber bitte nur mit gültigem Fahrausweis, wir sind (noch) öffentlich unterwegs!


Tag 2: Von Clam Chowder und Chanel

Der Tag beginnt mit – Na? Wer war schon in Seattle? – mit Regen, richtig. Und zwar mit der Art Regen, bei der man von oben UND unten nass wird. Für uns ist das zunächst nicht tragisch, da wir ohnehin in unser „Stadthotel“ umziehen müssen. Und zwar... mit Öffis! Unseren Mietwagen haben wir erst für den übernächsten Tag bestellt, was sich (von der Irrfahrt am ersten Tag mal abgesehen) als gute Entscheidung herausstellt. Ein Auto braucht man in Seattle wirklich nicht und so sparen wir uns auch die Parkgebühren.

Auf also ins Westin Seattle, hier von außen.



Dankenswerterweise scheut sich Herr Barb nicht trotz Priceline-Buchung nach einem nice view zu fragen und nach einem freundlichen "Oh, let me see..." bietet sich uns das:


Die Space Needle, der Hafen und alles für 79 USD.

Die Lage des Hotels ist auch genial, drum müssen wir auch gar nicht lange durch den Regen laufen, bis wir den ersten Shopping-Stopp machen können. Nordström Rack – ich liebe es! Übe aber dennoch strenge Selbstdisziplin und beschränke mich auf nur zwei Sonnenbrillen, einmal Frankreich (siehe Tagestitel), einmal Italien sprich Fendi. Super Stadt!

Bei immer besserem Wetter verbummeln wir den Tag im und um den Public Market.







Bei all dem frischen Meereszeugs steigt der Appetit auf Clam Chowder, den wir uns in einem netten Lokal gleich außerhalb des Markets gönnen.

Noch ein bisschen durch die Stadt gebummelt -



und nach einem Päuschen auf dem Zimmer geht es dann am Abend – leicht erschöpft - auf Empfehlung des freundlichen Concierge in ein ausgesprochen nettes Pub ums Eck (Virginia Inn).
Nur der Jetlag,  :(  – normalerweise dreht sich bei mir nicht gleich beim ersten Bier schon alles...  :bier:
 :schlafend:

*Inspired

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Hi!

Eine weitere Mittdreißigerin

(<---  :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:)

schließt sich euch in gespannter Erwartung an!  :hand:

*Palo

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Wow, was fuer eine view vom dem Hotelzimmer, einfach klasse, muss ich mir mal merken.

Ich war bestimmt schon 10 mal in Seattle und nur einmal leichter Nieselregen, sonst immer Sonne. Schade, dass ihr Pech hattet, das Geruecht vom Regen stimmt wirklich nicht, in Seattle regnet es jaehrlich weniger als in St. Louis.

 
Gruß

Palo

*nitram

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Hi,
dann schliess ich mich mal der Tour der Mittdreißiger an, da darf ich ja auch mit ins Auto :)
Die Aussicht ist wirklich klasse, da will man ja gar nicht mehr raus aus dem Zimmer.

Beste Grüße

Nico

*Barb

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Drum gab's auch abends immer einen kleinen "Sundowner" mit Blick auf die Skyline.  :D
Leider sind die Fotos davon nicht so berauschend geworden.
Was man auf dem Foto nicht so sieht ist, dass das Zimmer halbrund ist, d.h. auch die Scheibe, denn das Hotel ist ja ein Turm. Man hatte also echt schon ein leichtes IMAX-feeling.

*PhilippJFry

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Na? Wer war schon in Seattle? – mit Regen, richtig.

Ich war schon mal in Seattle und es hat keinen einzigen Tag geregnet.

*Barb

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Na toll, also regnet es nie in Seattle. Nur wenn ich EINMAL da bin.   :(
Das ist ja viel doofer, als wenn es dauernd regnen würde.

*Barb

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Re: Northwest von oben nach unten: Seattle bis SFO im September 2009
« Antwort #10 am: 09.02.2010, 21:17 Uhr »
Tag 3: Hättste mal anständig gepackt!

So, noch ein Tag in Seattle rumbummeln, bevor ihr endlich auf die Straße dürft!
Dieser Tag beginnt ungewöhnlicher Weise und entgegen aller Wahrscheinlichkeit... nass!



Eher ungünstig für mich, denn... ich bin ohne Regenjacke unterwegs.
Aber wer kauft sich auch Outdoor-Kleidung in Österreich, wenn es doch mit REI in Seattle das Fachgeschäft schlechthin geben soll. Immer noch öffentlich unterwegs ist der Weg dorthin zwar recht mühsam, aber schließlich erwarte ich mir Einiges:

Serving Seattleites since 1944. More than a store, we rank among the Emerald City's top sightseeing attractions. Here you'll find the motherlode of gear—plus a mountain bike test trail, gear-testing stations, a 65-foot climbing wall and more hands-on fun. Come let our friendly, knowledgeable staff help equip you for your next adventure!


Ja, ja, ganz toll - aber ich hab' dort nix gefunden!

Im Ernst, das ist echt eine Apotheke, schließlich habe ich nicht vor in dieser Jacke den Mt. Everest zu besteigen.
Wobei - bei den Preisen bräuchte mich die Jacke wahrscheinlich erst gar nicht für die Besteigung.

Boah, übler Ichwillwasfindeabernix-Frust!  :koch:

Nicht zum ersten Mal mit dieser Stimmungslage konfrontiert versteht mein Mann aber geschickt damit umzugehen und den Tag wieder in erfreulichere Bahnen zu lenken. Dieser Stimmungsaufheller im „Eimer“ leistet hierbei ganze Arbeit:



Muscheln satt bei Maximilien in the Market, lecker! Und dazu noch mit traumhaftem Blick auf den Hafen. Nett!



Danach (Verdauungs-)Bummeln und ein (leichtes!) Abendessen im „Le Pichet“, ein kleines Bistro in der Nähe unseres Hotels. Auch der zweite Tipp des Concierge im Westin erweist sich als Volltreffer. Herr Barb ist von der französischen Atmosphäre und der zusammen damit servierten Charcuterie so angetan, dass er - unabsichtlich und wohl daher mit größten Vergnügen - Zunge verspeist. Nichts gegen Zunge und ihre Liebhaber an sich, aber man muss es halt mögen.
Ich kläre ihn natürlich erst hinterher auf.  :pfeifen:

Fazit: Seattle gefällt uns sehr, drum gibt’s zum Abschied auch noch mal den Blick aus unserem Zimmer, diesmal am Abend.
Man beachte das Wasserflugzeug!



So! Ich hoffe, ihr seid ready for the road, morgen geht es erst zu Boeing und dann auf die San Juan Islands!

*Palo

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Re: Northwest von oben nach unten: Seattle bis SFO im September 2009
« Antwort #11 am: 09.02.2010, 23:00 Uhr »
Fazit: Seattle gefällt uns sehr,

Schoen, dass euch Seattle trotz des miesen Wetters gefallen hat. Ich finde Seattle ist eine sehr schoene Stadt, in der man auch viel unternehmen kann.

Gruß

Palo

*Barb

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Re: Northwest von oben nach unten: Seattle bis SFO im September 2009
« Antwort #12 am: 10.02.2010, 18:03 Uhr »
Tag 4: Zu Land, zu Wasser und in der Luft

So, heute geht es endlich auf die Straße.
Nach einem vitaminreichen Frühstück in Form eines Muffins bei Starbucks machen wir uns auf die Suche nach unserer Mietwagen-Abholstation. Laut Plan soll die nur zwei Blocks weiter sein, dort angekommen sieht es aber so gar nicht nach Mietwagen aus, hm, grübel...

Nach längerem Rumsuchen und ansteigendem Stresslevel (wir wollen doch los!), versuchen wir unser Glück in der Lobby des Hotels an der Ecke und – siehe da – über Schleichwege erreichen wir von da aus eine Tiefgarage.
Hm, wie ein Midsize SUV sieht das Ding aber nicht aus. Herr Barb begräbt seine Colt Seavers-Träume und steigt schnaufend und voller Verachtung in die Familienkutsche. „Och, aber bequem isser schon, oder?“ Nach einem Blick auf sein Gesicht verhalte ich mich lieber die ersten Kilometer ruhig.

Jetzt aber hurtig, schließlich ist der Tag durchgeplant: Erst zu Boeing und dann die 15-Uhr-Fähre nach Friday Harbour.

Um die Boeing-Werke fahren wir erst ein paar Mal drumrum und dann in diverse Lieferanteneingänge, bis wir schließlich das Visitor Center finden.



Dadurch kommen wir dann aber genau pünktlich zur Führung – alles bestens also. Die Anlage ist wirklich riesig und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, sehr interessant.



Nach ca. 2 Stunden sitzen wir wieder im Auto Richtung Anacortes zur Fähre. Bei wunderbarem Wetter übrigens, sehr willkommen nach den ersten eher durchwachsenen Tagen.

Männer und Hunger ist ja so eine (akut lebensbedrohliche) Angelegenheit, wir müssen also um Schlimmeres abzuwehren einen unplanmäßigen Stopp bei Mäcki einlegen, der uns im Zeitplan etwas zurückwirft.
(Dazu muss man anmerken, dass wir eigentlich nie zu Mc Doof und Co. gehen und daher immer wie Omma und Oppa vom Dorf an der Theke stehen und nicht wissen, was wir bestellen sollen. Dieses Verhalten sorgt immer wieder für äußerstes Befremden beim ansässigen Service-Personal. )

Wie auch immer, der Zeitdruck führt zu atmosphärischen Störungen in der Reisegruppe
(„Dein bescheuerter Burger, die halbe Stunde fehlt uns jetzt!“ – „Ich werd‘ ja wohl mal was essen dürfen!“),
äh ja, vertiefen wir das nicht weiter. Schließlich landen wir am Fährhafen und...

... sind das erste Auto auf der Warteliste!!   :wut33:

Ich mein‘, das gibt’s doch gar nicht! Zwei Minuten, ach was, 30 Sekunden eher und wir wären vor diesem Penner vor uns gewesen und ER wäre jetzt auf der Warteliste und nicht wir! Grinst der jetzt etwa?!?!?   :koch:


O.k., ich muss zugeben, im schlimmsten Fall hätten wir eben die nächste Fähre ca. anderthalb Stunden später nehmen müssen. Manch einem (mein Mann gehört dazu) könnte meine Aufregung daher vielleicht etwas unverhältnismäßig erscheinen... nun gut.

Impatientia, die Göttin der Ungeduldigen, hat allerdings ein Einsehen und wir rollen wenig später wie geplant auf die Fähre.



„Na, Mausi, alles gut jetzt?“ Ja, eh, große Versöhnung und jetzt auf Deck die Überfahrt genießen. Weiterhin bei strahlendem Sonnenschein. Die Landschaft ist traumhaft, überall kleine Inselchen mit Blockhütten, Segelboote – herrlich. Nur leider keine Orkas, obwohl ich ja in anderen Reiseberichten gelesen hatte, dass manche sie von der Fähre aus gesehen haben.
Macht nix, Whalewatching ist ja auch erst morgen dran.





In Friday Harbour angekommen machen wir uns auf den Weg zu unserem B&B, dem Kirk House. Schee!! Go there!!



So soll’s halt einfach sein, da verkraftet man auch die ja doch immer eher gehobenen Preise für solche Unterkünfte (150 USD).

Hier unser kleiner privater Eingang samt Veranda:



Anschließend sind wir zu Fuß wieder runter zum Hafen um die Whale watching Tour buchen. An diesem Tag hatte es keine Orkas zu sehen gegeben, erfahren wir, aber wir wollen die Tour auf jeden Fall machen: Delphine, Seelöwen, vielleicht Adler – das ist ja nun auch mal was. Friday Harbour ist ein nettes, äh, Kaff mit Holzhäuschen, wir gehen noch auf ein Bierchen und dann recht nett essen.





Morgen wird es aufregend!   :D



*SEA2009

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Re: Northwest von oben nach unten: Seattle bis SFO im September 2009
« Antwort #13 am: 10.02.2010, 22:32 Uhr »
Schön, ich freu mich schon. Toller Bericht!
1997: Helendale, CA - Las Vegas - Los Angeles - San Francisco
2009: Seattle - Oregon Coast - San Francisco
2012: Las Vegas - VoF, Zion, Bryce, Page, MV, GC - San Diego - Los Angeles

*Billy1956

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Re: Northwest von oben nach unten: Seattle bis SFO im September 2009
« Antwort #14 am: 11.02.2010, 15:01 Uhr »
Cool, etwas über die San Juan Islands! Bin auch am überlegen dorthin zu fahren, allerdings findet man nicht so viel darüber.
Wieso fährt da keiner hin?

 

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