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Autor Thema: Der Nachtermin - Roadtrip Seattle to Vegas 15.6. bis 6.7.2026  (Gelesen 1909 mal)

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mrh400

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Das fängt ja wirklich schön und beeindruckend an. Allerdings muss ich Andreas recht geben - die Fahrt mit der Monorail ist ein echter Nostalgietrip, den man eigentlich nicht verpassen sollte.
Gruß
mrh400

partybombe

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Ich denke das Premium-Koffer-Drop-off gibt es, damit die normale Kofferabgabe künftig kostenpflichtig werden kann 🤷‍♀️🤦‍♀️

usa-rookie

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16.06.2026 - schlaflos in Seattle

Jetlag ist ein mieser Begleiter... 4 Uhr bin ich hellwach. Das ist nur in Vegas eine gute Zeit um das Hotelzimmer zu verlassen.. also nochmal etwas gedöst und um 6.30 Uhr den Hasen "wachgeguggt" und fürs Hotel-Gym motiviert.

Danach das typische Holiday Inn Frühstück MIT Zimtschnecken. Super.

Ich bin heute im Überzeugungsmodus und schaffe es auch den grössten ÖPNV-Hasser zum Public Transport zu überreden. Der Park & Ride Parkplatz ist proppenvoll.. zum Glück gibts noch einen Parkplatz gegenüber, auf dem unser Bronco unterkommen kann. Auch die Bahn ist gut besucht.. dafür kostet ein Tagesticket nur 12$.










Wir wollen zuerst zum Pike Place Market. Unterwegs erstehe ich schon ein erstes Mitbringsel. Meine Arbeitskollegin ist grosser Greys Anatomy Fan und bekommt ein T-Shirt der Serie. Wir kaufen auch ein paar Seattle Soccer T-Shirts anläßlich der WM.















Der Markt bzw. die ganze Ecke rund um den Pike Place Market ist mit Ständen, Cafés und Restaurants echt nett gemacht, allerdings ist Patrick ob der vielen Fische ganz schlecht... die schauen einen ja an und viele sind sooo häßlich .. die Fische.





Schuheeee



Wie bereits am Vortag erwähnt haben wir den Seattle City Pass und können nochmal die Space Needle entern. Und JETZT (Obacht Andreas und mrh400) nehmen wir die nostalgische Monorail, die aus dem gleichen Jahr stammt wie das Wahrzeichen der Stadt.





Es ist ziemlich voll da oben, aber wir haben ja viele der Fotos schon gestern gemacht. Der Mt. Rainier ist auch nicht ganz so gut zu sehen, wie gestern.







Pause vom Transformer (oder was auch immer)..



Anschließend gehts zum Chihuly Glass Garden und Museum.. sehr beeindruckend was man aus Quarzsand, Natrumcarbonat und Kalk so alles machen kann. Einer Glasbläser-Vorführung wohnen wir auch noch bei.




















Die Pause verbringen wir im Café Freya's mit echt gutem Kaffee und Snacks. Nachdem Starbucks ja in Seattle groß geworden ist, hat die Stadt offensichtlich das Koffein-Gen intus.





Im Pass ist auch das Seattle Aquarium enthalten. Also nochmal Richtung Waterfront..






Der alte Bau am Pier bietet neben anfaßbaren Seesternen auch einen Außenbereich. Hier gibts Seelöwen und -otter. Die Gehege finde ich sehr sehr klein und ich möchte die Armen am liebsten untern Arm klemmen und retten.









Es gibt auch noch ein neu errichtetes Gebäude mit Namen Ocean. Hier ist ein wirklich grosses Becken mit Stinrays und Haien.. beeindruckend. Wir kommen gerade recht zur Fütterung. Dort ist der Andrang erwartungsgemäß sehr groß. Deshalb hab ich auch keine Fotos gemacht...








Weil auch eine Hafenrundfahrt im Pass enthalten ist, machen wir die natürlich auch noch mit. Bis dahin noch ein bisschen rum spazieren und schließlich bei Bier im Fishermans abhängen.





















Die Harbour Cruise ist toll. Tim erklärt die Sehenswürdigkeiten, die man vom Wasser aus sieht. Die Skyline ist aus der Perspektive schon sehr schön anzuschauen.





















Gegen 18 Uhr sitzen wir wieder in der Linie 1 retour nach Tukwila... puh ist das voll. Ich sehe schon das Stirnrunzeln vom Hasen.. Ihr wisst ja "ÖPNV IGITT".. Am Stadion steigen aber 2 Baseball-Fans aus und wir kriegen Sitzplätze. Das macht die weitere Fahrt weniger unerfreulich. Die Ansagen im Zug sind übrigens sehr divers.. englisch, spanisch, japanisch und indigen.



Im Hotel ein kurzer Kaffee-Stop, bevor wir eine Einkaufs-Tour für den Roadtrip starten. Ihr wisst sicher, was bei mir Uuuuunbedingt in den Wagen muss.. *pfeif*



Alles für den Geburtstag der USA und den interessierten Fußball-Fan:













Oder für den Zuckervermeider  :shock:




gefahrene Meilen: wenig
Hotel: wie gestern

mrh400

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Und JETZT (Obacht Andreas und mrh400) nehmen wir die nostalgische Monorail, die aus dem gleichen Jahr stammt wie das Wahrzeichen der Stadt.
:hand: :rotor:
Gruß
mrh400

usa-rookie

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17.06.2026 - Regenwald und so

Seattle hat uns echt gut gefallen.. eigentlich hatte ich hier ja auch 3 Übernachtungen geplant, aber die dritte fiel den Hotel-WM-Preisen zum Opfer. Die Stadt verdient auf jeden Fall einen (längeren) weiteren Besuch.. jetzt aber erstmal weiter. Heutiges Ziel: die Stadt, die durch Vampire und Werwölfe zu Berühmtheit gelangte... Forks!

In Tacoma gehts über die Brücke und ein Stück weiter nördlich erreichen wir die Olympic Halbinsel.. Ich mag ja das Wort "Peninsula" viel lieber als Halbinsel  :D



Viel Grün ist hier zu sehen. Man wähnt sich beinahe schon im Schwarzwald, wären da nicht die vielen Totempfähle und Casinos  8)








Port Angeles zeigt sich beim Durchfahren ganz schnuckelig...  irgendwie verpassen wir aber die Einfahrt zum "Berge-"Teil des Nationalparks. War aber ohnehin nur so ein.. "wenn es reinpasst.."-Ziel.

Dafür stoppen wir am Elwha Valley und am Lake Crescent. Die Luft ist einfach toll.. es ist relativ kühl, aber sonnig und einfach nur schön.










Lake Crescent:







Der Ford hat Sirius XM und wir freuen uns schon auf 80s on 8. Aber der Empfang ist eher schlecht und wir schwenken auf verschiedene Radiosender über das klassische FM.

Welcome to Forks:



Das Pacific Inn Motel ist teuer, hat aber unser Zimmer um 13 Uhr noch nicht bereit.. Die Desk Angstellte empfiehlt daher zum Lunch zu gehen oder zum Strand. Wir gondeln bissl rum und fahren dann auch schließlich zum La Push Beach, den ich tatsächlich aus den Büchern der Twighlight Saga kenne. Alle Parkplätze sind kostenpflichtig und irgendwie ist die Gegend wenig einladend. Das Restaurant ist auch geschlossen.





Ein Phänomen, das uns in Washington State und Oregon noch öfter begegnet.. Drive-through-Coffee:



Schlußendlich kehren wir im Longhouse Café ein. Chilli Cheese Fries und dreierlei von indianischen Dingern, deren genauen Name ich vergessen habe. Die bestellten Getränke werden vergessen und erscheinen dennoch später auf der Rechnung, was den sonst positiven Gesamteindruck ein wenig trübt.





Jetzt klappt auch der Check In... halt ein normales Motel zu einem überdurchschnittlichen Preis.. das zieht sich übrigens durch diese Reise. Ich bin mir nicht sicher, ob es hier auch noch mit der WM oder dem immer noch stattfindenden Hype um Twighlight oder mit dem Nationalpark an sich zu tun hat. Hohe Preise und ausgebuchte Hotels ziehen sich auf jeden Fall die nächsten Tage durch.
Impressionen aus Forks:













Viel los ist auch am Trailhead des Hoh Rainforest. Hier werden sogar Schilder aufgestellt mit "Wartezeit ab hier noch xy Minuten.." Wie im Freizeitpark. Wir stehen erstmal eine halbe Stunde, bevor wir überhaupt den Eingang erreichen. Auch auf dem Parkplatz kreisen wir noch kurz, ehe wir parkieren können.









Gut zu wissen..



Vom Parkplatz ist es nicht weit zum knapp 2km langen Spruce Natur Trail. Die Riesenbäumen mit Moos und die großen Farn-Felder sind schon einigermaßen beeindruckend. Es regnet übrigens nicht im Regenwald.. dabei hatte ich extra eine Regenjacke eingepackt.





























Gegen 20 Uhr erreichen wir wieder unser Motel. Good night Forks.






gefahrene Meilen 273
Hotel: Pacific Motor Inn 242 $

mrh400

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Es regnet übrigens nicht im Regenwald.. dabei hatte ich extra eine Regenjacke eingepackt.
Ein beneidenswerter Zustand. Wir sind auf einer geführten Regenwald-Tour (2 1/2 statt angekündigter 1 1/2 Stunden im Regenwald bei Regen) beim Lake Quinault trotz Regenjacken bis auf die Haut nass geworden.
Gruß
mrh400

partybombe

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Nach dem schönen Seattle, nun in der Natur - toll❗️
Fein auch dein Bericht -  :dankeschoen:

Doreen & Andreas

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Der Northern Rainforest ist irgendwie mystisch. Wir waren damals begeistert, hatten aber auch etwas Regen und vielleicht deshalb nicht so viel Begängnis.
Ich hätte gedacht, der Hype und Forks und La Push ist ein wenig abgeklungen. Aber die Preise sagen offenbar etwas anderes. Vielleicht ist es auch nur ganz allgemein teurer geworden.

Die Drive-Through-Coffe-Hut´s fanden wir auch lustig, haben damals mit dem Wohnmobil sogar mehrfach Gebrauch davon gemacht.
Viele Grüße,
Andreas
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usa-rookie

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@mrh400
Ach herrje... nee mit richtig Regen im Regenwald wäre ich glaub auch leicht genervt gewesen..

@Andreas
Diese Kaffeehäuschen habe ich sonst in noch keinem Bundesstaat so oft gesehen, wie in Washington und Oregon.. wir haben uns immer vorgenommen, mal an einem anzuhalten, aber irgendwie hat es doch nicht geklappt. Aber grundsätzlich fand ich die Dinger auch echt süß.

Und weiter geht die wilde Fahrt...

18.06.2026

 Jet und Lag waren wieder zu Besuch.. in Verbindung mit einem dünnwandigen (nicht zu verwechseln mit einem dünnhäutigen) Motel an der Hauptstrasse war das nix für meine Nachtruhe. Also sind wir quasi schon um kurz nach 7 Uhr wieder on the road. Es hat noch nix offen, also gibts auch kein Frühstück. Ach - wir finden schon was unterwegs.

Ich brauche erstmal dringend etwas gegen das doofe Herpes-Bläschen, das es sich an meiner Oberlippe gemütlich gemacht hat und sich wenig beeindruckt von CVS-Salbe aus Seattle zeigt.

Zuerst fahren wir aber noch zum Ruby Beach und schauen einfach eine Weile aufs Meer. Es ist diesig, aber das gibt den paar Sonnenstrahlen die durch die Wolken spickeln was mystisches.

















Der Bronco darf heute mal sein Mützchen ausziehen und wir fahren eine Weile offen.



Unterwegs diesen "Vogel" gesehen:



So langsam könnte man aber wirklich was essen und/oder einen Kaffee vertragen. Also Abbiegen Richtung Lake Quinault. Es ist sehr idyllisch und ich bedaure, daß ich Forks den Vorzug vor der hiesigen, historischen Lodge gab.



Im Shop am See gibts eingeschweisste sehr süße Teilchen und Kaffee aus der Pumpkanne. Damit bewaffnet breiten wir uns im Gras am See auf unserer Picknick-Decke aus ...








...und sinnieren ein bisschen über den Olympic NP. Gut, wir haben nicht wirklich viel gesehen. Der Regenwald war schon toll, aber ohne das Moos-Zeug hätte es auch der Pfälzer Wald sein können. Für uns ein Nationalpark, den man nicht unbedingt noch ein zweites Mal besuchen muss. Ich entschuldige mich schonmal bei allen Fans des Olympic.

Wer kennt Sie nicht.. die berühmten Schwarzwälder Gummibärchen  :P



Das historische Post Office..



Und halt der Lake Quinault:



Weiter gehts die 101 Richtung Süden entlang. Ich finde in Aberdeen einen sehr gut sortierten CVS mit Herpes-Patches und einer Créme mit Licocain. Das muss doch helfen gegen die Cold Sore. Schlappe 29$ kostet der Spaß.
Unterwegs tanken wir in Hoquiam für 109$.. die Gallone kostet 5,99$.

Die 80er Songs klappen heute wieder und so können wir bei Cindy Laupers "Girls just wanna have Fun" und anderen Songs munter mitsingen.

Man merkt die Meer-Nähe hier allerorten.. viele Fischverkaufsstellen und noch mehr Austern-Anbieter.

Unser heutiges Hotel ist das Shelburne Inn in Long Beach. Es wurde 1869 eröffnet und hat sich den alten Charme absolut bewahrt. Die Zimmer sind schnuckelig, topsauber und die Angestellten sind sowas von nett. Es gibt kuschelige Bademäntel und die Möglichkeit den Pool und die Sauna des nahegelegenen ADrift Hotels zu nutzen.. später vielleicht.







Auf dem Nachtisch liegen Ohrstöpsel.. das alarmiert mich ein wenig. Aber ich kann es vorweg nehmen.. sie wurden nicht benötigt.

Jetzt erstmal was essen. Im Jetty's nehme ich ein Reuben Pannini und der Hase ein Turkey und Ham Sandwich mit Chips. Und das meint hier wirklich richtige Chips und keine Pommes. Alternativ hätte es Kartoffelsalat gegeben.. der ist mir in der US-Version aber einfach zu mayolastig. Da tendiere ich doch eindeutig zur schwäbischem Erdäpfel-Variante.











Der Pool des ADrift ist nett, aber es hat sich schon eine Familie mit Kindern niedergelassen. Das ist uns ein bisschen zu laut und der Strand ist so nah, daß wir einfach hier ein bisschen bei Meeresrauschen chillen. Life ist good!











Zurück am Hotel:













Später am Abend entspannen an der Bar des Shelburne. Die ist auch toll und es gibt richtig gute Cocktails.



Im Zimmer muss ich noch in die Recherche gehen.. Ich wollte die 3 ungeplanten Nächte nach dem nächsten Stop in Bandon buchen. Aber wo? Weiter die Küste entlang? Oder doch zum Crater Lake? Es bleibt spannend. Heute finde ich nichts, was mich anspricht bzw. noch zu haben wäre..

gefahrene Meilen 182
Hotel: Shelburne Inn: 237$