Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010

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*Anti

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #60 am: 07.09.2011, 09:20 Uhr »
*seufz* Eines Tages werde ich auch mal im Bryce sein... Schade, dass das Wetter nicht so mitgespielt hat. Viele kleinere Wanderungen oder Spaziergänge lassen dafür in kurzer Zeit gut die Bandbreite eines Parks entdecken. Wir mussten das im Zion so machen und ich weiß jetzt, dass ich einige Stellen noch mal genauer unter die Lupe nehmen will  :grins:

*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #61 am: 07.09.2011, 09:52 Uhr »
*seufz* Eines Tages werde ich auch mal im Bryce sein... Schade, dass das Wetter nicht so mitgespielt hat. Viele kleinere Wanderungen oder Spaziergänge lassen dafür in kurzer Zeit gut die Bandbreite eines Parks entdecken. Wir mussten das im Zion so machen und ich weiß jetzt, dass ich einige Stellen noch mal genauer unter die Lupe nehmen will  :grins:

Hallo Anti,

ich bin ganz deiner Meinung, man soll nicht nur die bekannten Highlights in einem Park bewundern. Im Nachhinein bin ich froh, dass es so gekommen ist, natürlich hat man lieber schönes Wetter, aber ich wäre sonst gar nicht auf die Idee gekommen im Auto durch den Park zu cruisen (bin überzeugte Fußgängerin). Wir haben bei den folgenden Parks immer alle Straßen abgefahren und das hat sich wirklich gelohnt. Ich würde es genauso wieder machen, und die geplante Wanderung machen wir halt nächstes Mal...ich will da auch wieder hin *mitseufz*

*Thinkpink

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #62 am: 07.09.2011, 09:53 Uhr »
und ob das ein Grund ist! Danke für das Foto, jetzt weiß ich wonach ich suchen muss! Weißt du noch wo ersteht (Viewpoint oder Wanderweg)?

Wir liefen den Navajo Loop runter und über den Queens-Garden-Trail wieder rauf, beim Hinaufwandern konnte man ihn - soweit ich mich recht erinnere - beim Schlussaufstieg auf der linken Seite sehen. Er ist aber auf den Plänen des Parkes sicher auch verzeichnet...?!

Zum Foto der Natural Bridge: Das ist eben eine Bridge und kein Arch ;) (das musste ich mir in meinem Reisebericht damals auch sagen lassen, als ich eine Bridge als Arch bezeichnet hatte ;)) ist eben ein Unterschied und deutet auf die unterschiedliche Entstehungsart *Lehrermodus off*  :wink:
2009: 3 Wochen klassischer Südwesten
2011/12: 3 Wochen Südwesten Valley of Fire, Death Valley, Joshua Tree, San Diego

*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #63 am: 07.09.2011, 10:25 Uhr »
und ob das ein Grund ist! Danke für das Foto, jetzt weiß ich wonach ich suchen muss! Weißt du noch wo ersteht (Viewpoint oder Wanderweg)?

Wir liefen den Navajo Loop runter und über den Queens-Garden-Trail wieder rauf, beim Hinaufwandern konnte man ihn - soweit ich mich recht erinnere - beim Schlussaufstieg auf der linken Seite sehen. Er ist aber auf den Plänen des Parkes sicher auch verzeichnet...?!

Zum Foto der Natural Bridge: Das ist eben eine Bridge und kein Arch ;) (das musste ich mir in meinem Reisebericht damals auch sagen lassen, als ich eine Bridge als Arch bezeichnet hatte ;)) ist eben ein Unterschied und deutet auf die unterschiedliche Entstehungsart *Lehrermodus off*  :wink:

hab's in der Parkinfo nachgeschaut: da steht man sieht Thor's Hammer vom sunset Point aus, muss ich nächstes Mal genauer gucken :staunend2:
ah okay ich erinnere mich Bridge und Arch und so...ist schon wieder ein Jahr her, damals wußte ich's vielleicht noch :grins:

*Gabriela CH

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #64 am: 07.09.2011, 12:53 Uhr »
toller Reisebericht, bin auf die Fortsetzung gespannt


Gruss aus der Schweiz
Gabi

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #65 am: 07.09.2011, 13:27 Uhr »
toller Reisebericht, bin auf die Fortsetzung gespannt

Hallo Gabi,

freut mich sehr dass er dir gefällt! Die Fortsetzung folgt morgen früh, jeder Tag ein virtueller Urlaubstag  :D

*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #66 am: 08.09.2011, 08:33 Uhr »
Guten Morgen liebe Mitreisende, bitte alle einsteigen, wir wollen weiterfahren  :dafuer:

7. Tag Mittwoch 8.9.2010

Heute soll es nach Escalante weitergehen, wir hatten geplant dort die Slot Canyons wie Peek a Boo zu durchwandern, das Wetter sieht aber ziemlich durchwachsen aus und gestern hat es ja geregnet. Drum fahren wir erst mal nach Cannonville ins Visitor Center um nachzufragen ob die Gefahr von flash floods besteht. Leider kann man uns dort keine genaue Auskunft geben, wir sollen im Visitor Center in Escalante noch mal fragen. Das ist und dann doch zu unsicher und wir lassen die Slot-Canyons erst mal sein.

Stattdessen machen wir einen kleinen Umweg über den Kodachrome Basin State Park. In einem Reiseführer hatte ich gelesen dass der so schön sei. Und das war nicht gelogen! Im kleinen Visitor Center besorgen wir uns einen Übersichtsplan und beschließen den Panorama Weg zu wandern. Der Boden ist übersäht von gelben Margariten dazu die rote Tonerde und grüne und graue Büsche, es sieht einfach toll aus:










Nach einer Weile wird der Weg hügeliger und ziemlich unübersichtlich, die Markierung fehlt zum Teil (wir waren im Visitor Center vorgewarnt worden dass der Weg gerade neu gestaltet wird).



Die Pflanzen werden weniger, stattdessen stehen bizarre Tonfelsen in der Landschaft, sie sehen aus wie getöpfert:









Hier soll es noch eine Höhle geben aber die ist nicht zu finden, wir sind froh bald wieder auf einen erkennbaren Weg zu gelangen. Ohne Garmin wäre mir echt mulmig gewesen, man verliert in dem unübersichtlichen Gelände total die Orientierung. Irgendwann tauchen die Wegmarkierungen wieder auf:



Durch die ständig wechselnden Wolken wird das Panorama noch eindringlicher. Wirklich klasse hier, nach etwa 3 Stunden sind wir am Wagen zurück.

In der Mitte des Parks gibt es einen kleinen Store, hier machen wir Kaffeepause.



Die Cabins neben dem Store lassen wir uns auch von innen zeigen, sie sind sehr gemütlich eingerichtet und haben eine Kochzeile, das wäre was für den nächsten Urlaub, es ist bestimmt super hier am Abend den Sonnenuntergang und Nachthimmel zu beobachten, hier stört einen kein Mensch. (allerdings müsste man frische Lebensmittel mitbringen, der Store hat kein Fleisch, Obst oder frisches Gemüse nur Konserven und abgepackte Lebensmittel).



Einen kleinen Naturlehrpfad gibt es noch, den könnte man sogar mit dem Rollstuhl befahren. Für USA Erstbesucher sehr interessant: hier lernen wir, dass das graue Gebüsch „big Sagebrush“ heißt und es so gut riecht weil es Kampher enthält. Außerdem ist Mormonentee angepflanzt der sieht aus wie überdimensionaler Schachtelhalm und enthält eine ephedrinartige Substanz. Den Mormonen war der Genuß von Kaffee und Tee verboten, stattdessen haben sie sich mit besagtem Tee gedopt.
Der Weg ist um einen Tonfelsen gebaut, der meiner Meinung nach aussieht wie King Kong wenn er die Arme hebt:



Links unten sieht man den ganz neu gepflasterten Weg. Straßenarbeiten werden wir noch oft sehen, das ist wohl der Effekt von Obamas Investitionsprogramm.
Der Park hätte noch ein paar Wege zu bieten, das heben wir uns für nächste Mal auf und fahren weiter nach Escalante. Schon unterwegs wird die Landschaft immer interessanter:





In Escalante haben wir das Rainbow Country Bed and Breakfast gebucht. Ein B&B wollte ich auch mal ausprobieren. Es war gar nicht leicht zu finden (am Ortsausgang) und unser Navi wäre dran vorbeigefahren, zum Glück hatte ich mir das vorher in Google Maps angeschaut. Die Inhaberin begrüßt uns freundlich, sie wohnt selbst auch im Haus, die Fremdenzimmer sind im Souterrain, wir haben das kleinste Zimmer (der Rest war wie üblich an Ostern schon ausgebucht) und das Bad ist am Flur aber für eine Nacht geht das schon. Das ganze Haus soweit wir das sehen können ist mit Krimskrams vollgestellt auch der Aufenthaltsraum.

Wir laden unser Zeug ab und fahren zunächst ins Visitor Center. Auch hier ist man sich nicht ganz sicher ob die Slot Canyons trocken sind, die Hole in the rock Road sei aber kein Problem, jedenfalls nicht bis Devil’s Garden und mehr schaffen wir ja heute eh nicht mehr, es ist mittlerweile Nachmittag. Bei Escalante Outfitters lassen wir uns einen Kuchen schmecken und machen uns dann auf den Weg. Das ist unsere erste Schotterpiste und das Fahren ist doch ziemlich beschwerlich, der Weg ist sehr rau, man kommt nur langsam vorwärts. Allerdings werden wir ein paar Mal in verblüffend hohem Tempo überholt. Wenn man den passenden Wagen hat ist das wohl kein Problem, aber bei unserem Jeep sehen die Reifen nicht sonderlich stabiler aus als bei einem normalen PKW, was uns da überholt hat eher LKW Reifen, diese großen Pickups machen hier echt Sinn.

Bei Devil’s Garden steht nur noch ein weiteres Auto, es ist ja auch schon ziemlich spät. Wir kraxeln auf den Felsen rum einen erkennbaren Weg gibt es nicht, der reinste Abenteuerspielplatz:









Es macht total Spaß hier auf den Felsen rumzuklettern und ich habe natürlich noch viel mehr Fotos geschossen, auch heute gibt’s wieder ein Foto des Tages:


Ich habe ihn Zwergnase getauft  :D

Außerdem wachsen hier wieder neue Blumen: schaut aus wie rosa Zuckerwatte:



Wieder ein rundum gelungener Tag! Nach einer Dusche lassen wir uns von unserer Gastgeberin ein Lokal empfehlen, wir landen im Cowboy Blues unweit des Visitor Centers, von außen nix besonderes auch drinnen eher schlicht und die unvermeidliche Klimaanlage bläst auf Höchstleistung, also quetschen wir uns in die Ecke mit maximalem Abstand zur Kaltluft. Was wir dann gar nicht erwartet hätten: das Essen ist phantastisch, ich habe eine Pizza bestellt, es kommt ein riesen Teil, das wäre locker für 4 Personen ausreichend und wirklich köstlich belegt, mehr als die Hälfte wandert in einen Doggy Pack (laut Kellnerin gibt es manchmal wirklich Gäste die aufessen aber eher selten).

In unserem B&B setzen wir uns noch eine Weile zu den anderen Gästen in den Aufenthaltsraum, eine Gruppe von sechs Texanern ist auf Rundreise im Südwesten, es ist kaum zu glauben, die fahren etwa die gleiche Runde wie wir, aber was wir in 3 Wochen besichtigen bewältigen sie in einer Woche. Da werden sie mehr im Auto sitzen als wandern, wobei sie sich auch nicht zu Fuß durch die Parks bewegen: einer der Männer erzählt mir ganz begeistert von einer geführten ATV Tour. Wir erzählen von der Wave (davon hat er noch nie was gehört, er schaut es sich im Internet an) aber als er hört dass man da mindestens eine Stunde zu Fuß unterwegs ist winkt er ab, die Amis sind manchmal schwer zu verstehen…






*wuender

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #67 am: 08.09.2011, 08:42 Uhr »
Wieder ein schöner Tag mit tollen Fotos.

Habt Ihr das kurze Stück Cottonwood Canyon Road bis zum Grosvenor Arch mit Absicht ausgelassen oder war die Straße nicht befahrbar?

Schöne Grüße,
Dirk

*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #68 am: 08.09.2011, 08:47 Uhr »
Hallo Dirk,

nee wir hatten schlicht keine Ahnung dass wir die Strasse einfach nur hätten weiterfahren müssen, das hab ich erst daheim gepeilt. Ich hatte den Arch näher an Cannonville erwartet, aber egal, er steht jetzt einfach auch noch auf der todo Liste  :wink:

*Anti

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #69 am: 08.09.2011, 10:30 Uhr »
Noch bevor wir den Bryce Canyon von unserer Route gestrichen haben, haben wir den Kodachrome Basin SP gestrichen. Und auch die Cottonwood Canyon Road samt Grosvenor Arch und am anderen Ende die Hoodoos. Wenn ich wieder drei Wochen im Südwesten unterwegs wäre, könnte ich locker die Zeit mit Dingen füllen, wo wir noch gar nicht waren. Und wenn ich hier jetzt die tollen Bilder sehe, möchte ich sofort loslegen... :wink:

Ach ja, ich glaube, mein Schatz ist Texaner. Der hat auch immer gefragt: "Müssen wir da weit laufen?" Er hat aber vieles tapfer mitgemacht und er würde sich sicher nicht die Wave entgehen lassen...  :grins:

*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #70 am: 08.09.2011, 10:47 Uhr »
Noch bevor wir den Bryce Canyon von unserer Route gestrichen haben, haben wir den Kodachrome Basin SP gestrichen. Und auch die Cottonwood Canyon Road samt Grosvenor Arch und am anderen Ende die Hoodoos. Wenn ich wieder drei Wochen im Südwesten unterwegs wäre, könnte ich locker die Zeit mit Dingen füllen, wo wir noch gar nicht waren. Und wenn ich hier jetzt die tollen Bilder sehe, möchte ich sofort loslegen... :wink:

mir geht es genauso: ich habe schon so viele Orte auf der Liste wo ich noch mal hin muss oder die noch fehlen, dass es jetzt schon zwei mal 3 Wochen sind, ich wäre dieses Jahr direkt wieder hingefahren, aber mein Freund will auch noch andere Länder sehen  :(

Ach ja, ich glaube, mein Schatz ist Texaner. Der hat auch immer gefragt: "Müssen wir da weit laufen?" Er hat aber vieles tapfer mitgemacht und er würde sich sicher nicht die Wave entgehen lassen...  :grins:

wer sich die Wave entgehen läßt hat einen Knall oder ist Ami: als wir an der Wave waren und zum Parkplatz zurückkamen, stieg eine Frau ins Auto, die wir in der Wave gesehen hatten. Im Auto saßen 2 weitere Passagiere, die die ganze Zeit auf sie gewartet hatten, wir dachten ja: die armen haben kein Ticket bekommen, aber nein sie hatten eins, es war ihnen schlicht zu weit zu gehen :platsch:
so eine Verschwendung wertvoller Tickets! Das gehört verboten  :dagegen:

*wuender

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #71 am: 08.09.2011, 11:01 Uhr »
[...], aber mein Freund will auch noch andere Länder sehen  :(

Das klingt aber interessant. Wo wird denn Eure nächste Reise hingehen?

Schöne Grüße,
Dirk


*paula2

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #72 am: 08.09.2011, 11:10 Uhr »
[...], aber mein Freund will auch noch andere Länder sehen  :(

Das klingt aber interessant. Wo wird denn Eure nächste Reise hingehen?

Schöne Grüße,
Dirk



Hallo Dirk,

mein Freund hat sich Sri Lanka ausgesucht, scheint ausreichend interessant, ich fahre mit  :D
USA wär mir aber lieber  :wink:
dieses Jahr waren wir in Andalusien: maurisch behauene Steine statt Naturfelsen, eigentlich toll, aber verglichen mit Utah... :think:

*paula2

  • Paula
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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #73 am: 09.09.2011, 08:20 Uhr »
Guten Morgen liebe Mitreisende, unsere zweite Urlaubswoche beginnt  :urlaub:

8. Tag Donnerstag 9.9.2010

Das Frühstück im B&B besteht aus einem Erdbeersandwich und Rührei, sehr lecker! Die 6 Amis sitzen auch am Frühstückstisch, sie sind deswegen nur eine Woche unterwegs weil sie nicht mehr Urlaub am Stück bekommen –schluck!- Amerika im Urlaub ist ja klasse aber leben möchte ich so nicht…

Unsere Gastgeberin empfiehlt uns noch den Petrified Forest State Park zu besuchen, er liegt am Ortsausgang von Escalante. Die versteinerten Bäume sind jedoch kleiner als erwartet, keine ganzen Baumstämme was ich erwartet hätte sondern nur kleinere Stücke, allerdings in den schönsten Farben:





Außerdem hat man in dem kleinen Park einen schönen Blick auf die Landschaft, da er am Hang liegt, man muss also erst mal etwas bergauf gehen, an einer Schlucht geht es dann wieder zurück.







Eine Tierwelt gibt’s auch



So viele Eidechsen wie hier in USA hab ich noch nie gesehen, wir haben wirklich jeden Tag mehrere beobachtet. Der Weg dauert so etwa eine Stunde und hat uns gut gefallen, wenn man Zeit hat sollte man den mitnehmen.

Danach ging es auf den Highway 10 Richtung Boulder. Ich war total gespannt auf diese Strasse, hatte viel im Internet darüber gelesen und viele Fotos gesehen aber die Wirklichkeit ist einfach immer wieder um Welten besser. Wir haben an sämtlichen Viewpoints gehalten und konnten uns gar nicht satt sehen. Allein diese Strasse würde einen Urlaub rechtfertigen, die Amis sind echt zu beneiden um diese Traumlandschaft.







Bestimmt könnte man hier wunderbar wandern, ich habe aber keinerlei Wegweiser gesehen, würde mich interessieren ob das schon mal jemand versucht hat so einfach querfeldein…

Nur den Weg zu den lower calf creek falls der in jedem Reiseführer erwähnt wird, den haben wir natürlich eingeplant. Fast wären wir dran vorbeigefahren, gut zu wissen dass man nach einem kleinen dunkelbraunen Schild „Recreation Area“ Ausschau halten muss (ein Foto hatte ich irgendwo im Internet gesehen). Der Weg ist ein Traum! Man geht durch eine Schlucht an einem Fluß entlang, die Blumen wachsen hüfthoch, es geht fast nur geradeaus, kaum aufwärts, die Felsen sind mal quer und mal längs gestreift einfach ein irres Panorama:









Die Tierwelt besteht heute aus einem Hörnchen, das wie ein Vogel gepfiffen hat - bestimmt 5 Minuten lang- ich bin eine ganze Weile um den Baum rumgelaufen um den zugehörigen Vogel zu finden und einem schönen blauen Vogel, der war aber stumm:





Der Wasserfall, den man nach etwa 1,5 Stunden erreicht, ist wirklich schön aber der Weg hätte sich auch ohne ihn gelohnt:



Zurück geht es dann auf dem gleichen Weg. Von der Straße aus etwas weiter weg ist nicht mehr zu erkennen, dass hier ein wunderschöner Weg ist, der grüne Fleck, das ist die Schlucht durch die wir gewandert sind:



Darum kann ich mir gut vorstellen, dass es hier noch vieles abseits der Strasse zu entdecken gibt.

Weiter geht es auf dieser Traumstrasse in den kleinen Ort Boulder, der schön auf einer grünen Hochebene liegt:



Sehr idyllisch ist das hier, erinnert ein bisschen an die Seiser Alm nur dass die umgebenden Felsen rot und gelb sind. Wir gönnen uns einen Kaffee und besichtigen den Anasazi State Park, der entpuppt sich als kleines Museum mit einer kleinen Außenanlage, die eine Kiva (zeremonieller Raum) zeigt. Ganz nett aber wenn man noch nach Cortez in den Mesa Verde Nationalpark fährt kann man sich das sparen. Weiter geht es nach Torrey 

an einem Viewpoint unetrwegs:


Die Strasse führt durch dichte Wälder viele Birken, laut Navigon sind wir 2880 Meter hoch, kaum zu glauben, dass hier solche Bäume wachsen, Kühe laufen uns fast vors Auto auch Rehe sehen wir einige.

Als wir in Torrey ankommen ist es schon spät. Wir haben ein Zimmer im Chuck Wagen Motel reserviert, als wir gerade in der Rezeption den Anmeldezettel ausfüllen, kommt ein Pärchen rein und fragt nach einem Zimmer. Es ist nur noch ein teures Familienappartment frei, bin ich froh dass wir vorgebucht haben!  Zum Abendessen geht es ins Cafe Diablo, hier ißt man sehr lecker aber auch ziemlich teuer. Die  Kellnerin hat 4 Jahre in Innsbruck studiert kann aber trotzdem nur noch 3 Wörter deutsch (ist darauf aber sehr stolz, mir wär das ja peinlich). Wieder ein fantastischer Tag, ein Highlight jagt das andere! Mein Freund sortiert abends noch seine Fotos aus, aber ich bringe es nicht übers Herz etwas zu löschen, solange die Karte Platz hat bleiben die Bilder drauf!


*DaniBernie

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Re: Erstbesteigung USA : im Südwesten September 2010
« Antwort #74 am: 09.09.2011, 09:24 Uhr »
Mein Freund sortiert abends noch seine Fotos aus, aber ich bringe es nicht übers Herz etwas zu löschen, solange die Karte Platz hat bleiben die Bilder drauf!

das kenn ich  :rollen: - allerdings habe ich auch zu Hause Probleme die schönsten für ein Fotobuch zu sortieren, somit werde ich wohl noch etwas brauchen, bis die letzten 3 Urlaube aufgearbeitet sind  :oops:

Schöne Bilder und tolle Wanderung - von den Calf Creek Falls habe ich erstmalig kurz vor unserer diesjährigen Reise gehört, so dass ich den nicht mehr einbauen konnte, aber beim nächsten Mal, dann ist er mit dabei bzw. wir dort ;-)

LG Daniela
LG Daniela :-)

 

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