14.10.2019
Der heutige Tag stand ganz im Schatten der amerikanischen Geschichte. Zumindest fühlte es sich so an - gleich nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Auto wieder in Richtung Downtown und parkten in einer Tiefgarage unweit der Independence Hall.
Nach einem kurzen Fußweg in herrlichem Wetter standen wir dann zunächst vor der Independence Hall, schlenderten langsam durch die toll angelegte, aber recht kleine Parkanlage hin zum Liberty Bell Center, in dem wir natürlich das Symbol der amerikanischen Unabhängigkeit anschauen mussten. Mit viel Pathos konnten wir hier, im Independence Visitor Center und dem National Constitution Center bekannte und bisher für uns unbekannte Fakten über die Entstehungsgeschichte des „Land of the free and home of the brave“ nachlesen oder in kurzen Videos ansehen.
In Summe hat uns dieses Erlebnis sehr gut gefallen, war es doch informativ und trotz der historischen Bedeutsamkeit keinesfalls nur eine langweilige Geschichtsstunde.
Die Independence Hall
Die Liberty Bell
Blumen. In einer amerikanischen Stadt!Nach viel Zeit drinnen wollten wir nur aber noch etwas mehr vom Sonnenschein genießen, weshalb wir vorbei an der „Mint“, der ältesten Münzprägestätte der USA zunächst zum Christ Church Memorial Ground spazierten. Gut, der ist nur auf der anderen Seite der Straße, aber wir waren zu Fuß unterwegs! Unterwegs begegneten uns Unmengen an Squirrels, die - wie so oft üblich im Stadtbild - kaum noch Scheu vor uns Menschen hatten.

Diese putzigen Viecher findet man einfach überall.
Der Mann, in dessen Klinikum ich geboren wurde. Oder so ähnlich.Irgendwann hatten wir genug von den toten Menschen, die zwar zugegebenermaßen viel für die Menschheitsgeschichte geleistet hatten, aber eben tot waren. Deshalb wollten wir uns im Verlaufe des Tages lieber noch etwas lebendigerem widmen und was ist dafür besser geeignet als Chinatown?
Nur wenige Blocks westlich von der „Old City“ liegt dieser District gut fußläufig erreichbar und so schlängelten wir uns bald durch die (im Verhältnis) kleinen Straßen, die voll mit chinesischen Shops, Nagelstudios und Restaurants waren. Allerdings fehlte mir ein wenig die Atmosphäre, die ich aus anderen Chinatowns anderer Städte kenne.
ChinatownDen Abend verbrachten wir noch einmal am Wasser, genau genommen wieder Schuykill River. Im Fairmount Park sammelten sich einige Schritte an und wir waren froh, dass wir mit dem Wetter bisher absolutes Glück hatten.
Mit viel Vorfreude auf den kommen Tag fuhren wir zurück ins Hotel, wo ich mir grob die Route ansah und noch ein wenig mit meinem Bruder beratschlagte, wie wir den morgigen Tag genau verbringen wollten.