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Autor Thema: Der große Schritt über den kleinen Teich - wie Mama das erste Mal Amerika erlebt  (Gelesen 715 mal)

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Coach

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13.10.2019
Der heutige Tag brachte ein weiteres Highlight dieser Reise für meinen Bruder hervor. Doch beginnen wir am Anfang.
Das Frühstück nahmen wir noch im Hotel in Kutztown ein, packten unsere Siebensachen wieder zusammen und verstauten alles irgendwie im äußerlich riesigen, aber innerlich überschaubaren Nissan Rogue. Mit allem an Bord ging die Fahrt dann los in Richtung Philadelphia, der Stadt der brüderlichen Liebe. 
Knappe 1,5h später konnten wir die Skyline bereits bestaunen und fuhren kurz darauf schon über den Benjamin Franklin Parkway. Mein Bruder ist großer Rocky-Fan, hatte aber keine Ahnung davon, dass ich direkt als erstes genau auf die berühmtesten Treppenstufen der Rocky-Geschichte zufuhr. Als er das Philadelphia Museum of Art dann sah, fiel er mir halb um den Hals und fragte, ob wir hier nicht anhalten könnten. Da genau das mein Plan war, parkten wir unser Auto ganz in der Nähe und verbrachten ausreichend Zeit an der Rocky-Statue und dem Kreisverkehr davor. 
Natürlich ließ er es sich auch nicht nehmen, sich selbst beim Hochrennen der Stufen filmen zu lassen.


Nicht kleckern, klotzen!


Blick auf den Benjamin Franklin Parkway


Wer kennt diese Treppen nicht...?


Welcome to Philly!



Von hier aus liefen wir noch ein wenig am Ufer des Schuykill River entlang, das Wetter war zwischendurch doch sehr angenehm und einladend.


Der Schuykill

Den Rest des Tages bummelten wir durch die Gegend westlich der City Hall und nahmen hier natürlich neben den bekannten Sehenswürdigkeiten auch die Gelegenheit wahr, ein authentisches Philly-Cheese-Steak zu essen. Leider komme ich nicht mehr darauf, wo genau wir hierfür waren - lecker war es aber allemal.


The City of brotherly: _____

Abends fühlten wir uns alle drei ein wenig schlapp, weshalb wir recht früh ins Hotel fuhren und dort auch früher als sonst schlafen gingen.

Coach

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14.10.2019
Der heutige Tag stand ganz im Schatten der amerikanischen Geschichte. Zumindest fühlte es sich so an - gleich nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Auto wieder in Richtung Downtown und parkten in einer Tiefgarage unweit der Independence Hall.
Nach einem kurzen Fußweg in herrlichem Wetter standen wir dann zunächst vor der Independence Hall, schlenderten langsam durch die toll angelegte, aber recht kleine Parkanlage hin zum Liberty Bell Center, in dem wir natürlich das Symbol der amerikanischen Unabhängigkeit anschauen mussten. Mit viel Pathos konnten wir hier, im Independence Visitor Center und dem National Constitution Center bekannte und bisher für uns unbekannte Fakten über die Entstehungsgeschichte des „Land of the free and home of the brave“ nachlesen oder in kurzen Videos ansehen.
In Summe hat uns dieses Erlebnis sehr gut gefallen, war es doch informativ und trotz der historischen Bedeutsamkeit keinesfalls nur eine langweilige Geschichtsstunde.


Die Independence Hall


Die Liberty Bell


Blumen. In einer amerikanischen Stadt!

Nach viel Zeit drinnen wollten wir nur aber noch etwas mehr vom Sonnenschein genießen, weshalb wir vorbei an der „Mint“, der ältesten Münzprägestätte der USA zunächst zum Christ Church Memorial Ground spazierten. Gut, der ist nur auf der anderen Seite der Straße, aber wir waren zu Fuß unterwegs! Unterwegs begegneten uns Unmengen an Squirrels, die - wie so oft üblich im Stadtbild - kaum noch Scheu vor uns Menschen hatten.




Diese putzigen Viecher findet man einfach überall.


Der Mann, in dessen Klinikum ich geboren wurde. Oder so ähnlich.

Irgendwann hatten wir genug von den toten Menschen, die zwar zugegebenermaßen viel für die Menschheitsgeschichte geleistet hatten, aber eben tot waren. Deshalb wollten wir uns im Verlaufe des Tages lieber noch etwas lebendigerem widmen und was ist dafür besser geeignet als Chinatown?
Nur wenige Blocks westlich von der „Old City“ liegt dieser District gut fußläufig erreichbar und so schlängelten wir uns bald durch die (im Verhältnis) kleinen Straßen, die voll mit chinesischen Shops, Nagelstudios und Restaurants waren. Allerdings fehlte mir ein wenig die Atmosphäre, die ich aus anderen Chinatowns anderer Städte kenne.


Chinatown

Den Abend verbrachten wir noch einmal am Wasser, genau genommen wieder Schuykill River. Im Fairmount Park sammelten sich einige Schritte an und wir waren froh, dass wir mit dem Wetter bisher absolutes Glück hatten.
Mit viel Vorfreude auf den kommen Tag fuhren wir zurück ins Hotel, wo ich mir grob die Route ansah und noch ein wenig mit meinem Bruder beratschlagte, wie wir den morgigen Tag genau verbringen wollten.

partybombe

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Sehr fein, gerade für mich, die sich so für Politik und Geschichte interessiert 👏🙋‍♀️
 

Coach

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Ja, da hast du wohl Recht. Philadelphia lohnt sich für Geschichtsfans sicherlich. Wobei ich dafür auch auf jeden Fall noch Washington D.C. mitnehmen würde.