15.10.2019
Runde 2 Stunden auf der I95-N lagen vor uns, denn den heutigen 59. Geburtstag von Mama wollten wir in NYC genießen und dort gemeinsam mit ihr feiern. Doch bevor wir die Stadt entern konnten, mussten wir einen kleinen Zwischenstopp bei „The Mills at Jersey Gardens“ machen. Hier war ich schon vor einiger Zeit bei meiner ersten New York Reise zum shoppen und ich hatte die Hoffnung, hier wieder einen kleinen Erfolg zu feiern.
Spontan teilten wir uns auf, damit jeder seine eigenen Favoriten in dieser riesigen Mall besuchen konnte. Alle drei waren einigermaßen erfolgreich und vor allem Mama war ob der Größe total begeistert. Am liebsten hätte sie wohl den ganzen Tag hier verbracht, aber nach einem Mittagessen im Foodcourt brachen wir dann doch zum Super 8 in North Bergen auf.
Das Motel hatte ich ausgewählt, weil wir dort unser Auto gut unterbekamen, ein Supermarkt (Aldi) direkt nebenan war und ein Bus auf direktem Wege zum Port Authority Bus Terminal fuhr.
Deshalb checkten wir nur kurz ein, brachten alle Koffer, Tüten und Taschen auf die Zimmer und trafen uns gegen 14:30 Uhr wieder vor dem Eingang. Dort hielt schon bald der Bus an und brachte uns in gemächlichem Stau-Tempo durch den Lincoln Tunnel hinein nach Manhattan.
Welcome to NYC!Auch bei meinem zweiten Besuch in dieser Stadt wanderte mein Blick immer wieder in Richtung Himmel, den ganzen Wolkenkratzern folgend.
Zu Fuß schlugen wir uns tapfer durch die unendlich wirkenden Straßenschluchten, immer auf der Suche nach einem schönen kleinen Café, damit wir Mama auf ein Stück Kuchen einladen konnten. So wirklich erfolgreich waren wir damit nicht, doch irgendwann tat sich in einem Deli eine Gelegenheit auf. Für schlappe $5 pro Stück orderten wir Käsekuchen, einen Donut und einen Keks, nahmen noch ein paar Bananen und Coffe to go mit und liefen damit weiter in Richtung Hudson.
In der Nähe der Intrepid fanden wir eine Sitzgelegenheit und stießen so noch einmal auf den Geburtstag von Mama an. Strahlend verkündete sie, dass sie sich nie habe vorstellen können, überhaupt einmal in New York zu sein - und erst recht nicht mit zwei ihrer drei Söhne an ihrem Geburtstag!
Die Intrepid - hier lohnt sich ein Besuch absolut! Man braucht aber Zeit...Als langsam die Dämmerung hereinbrach, eröffneten wir ihr auch unser Geburtstagsgeschenk: Die Harbor Night Cruise - eine Fahrt mit dem Schiff auf dem Hudson bis hin zur Freiheitsstatue, den East River bis unter die Brooklyn Bridge und Retour.
Auf in den Sonnenuntergang
Blick auf Lady Liberty und den Financial District
Manhattan bei NachtLange Zeit standen wir oben an Deck, ließen die letzten Sonnenstrahlen aufs Gesicht scheinen und staunten über die endlosen Wohn- und Bürotürme Manhattans. Während der Fahrt erzählte ein Mitarbeiter alle möglichen mehr oder weniger spannende Geschichten, erklärte viel zu den ersten Einwanderern und das bis zum Jahre X (das habe ich mir leider nicht gemerkt) jeder einzelne Immigrant durch Ellis Island durch musste.
Die Ausblicke auf das beleuchtete New York fanden wir alle drei absolut umwerfend, allerdings mussten wir uns dann auf Grund der langsam kühl werdenden Temperaturen irgendwann ins Innere des Schiffs zurückziehen.
Am Ausgangspier wieder angekommen liefen wir dann recht zügig in Richtung Port Authority, denn der lange Tag steckte uns ganz schön in den Knochen. Entsprechend müde fielen wir sehr schnell in unsere Betten.