08.10.2019
Bei der groben Planung dieses kleinen Ausfluges über den großen Teich schlug meine Mama mir vor, dass wir doch mit dem Auto von Dallas nach Boston fahren könnten. Alleine diese Aussage zeigt, wie sehr viele Menschen die Dimensionen dieses Landes unterschätzen. An sich hätte ich durchaus einmal Lust dazu, das Land von West nach Ost, Ost nach West und Nord nach Süd zu durchqueren, denn ich glaube, dass jeder Bundesstaat seine ganz eigenen Reize hat. Was genau das jeweils ist, liegt sicherlich auch im Auge des Betrachters.
Doch für diesen Urlaub habe ich ihr kurz erklärt, dass das ungefähr der Strecke Lissabon - Kopenhagen entspricht und wir demnach gute 4 Tage (Minimum!) nur fahren würden. Also gaben wir heute früh den Silverado wieder ab und bestiegen den American Airlines Flug nach Boston Logan. In rund 3:45h näherten wir uns so unserem eigentlichen Ziel, doch zunächst standen wir wieder vor einer Choiceline. Leider fand ich hier kein so wirklich tolles Auto, auf das ich wirklich Lust hatte, weshalb wir nach etwas Überlegung mit einem recht neuen Nissan Rogue vom Parkplatz rollten.
Der erste Weg damit führte zu unserem Hotel wo wir unser Gepäck abluden und uns dann direkt wieder auf den Weg machten. In der näheren Umgebung im westlichen Teil Bostons spazierten wir ein wenig durch die Straßen, und landeten schließlich in einer kleinen Pizzeria um dort unser Abendessen einzunehmen.
09.10.2019
Das Frühstück im Hotel stärkte uns an diesem Morgen sehr gut, bevor es auf den wieder etwas längeren Tag zu ging. Als erstes Stand Boston auf unserem Tourenplan, genauer gesagt die Ecken North End und Waterfront. Also ab ins Auto - die Koffer konnten wir im Hotel lassen und später abholen.
Einen einigermaßen bezahlbaren Parkplatz fanden wir am Lewis Wharf, von wo aus wir durch den Christopher Columbus Waterfront Park und die Atlantik Avenue zum Boston Tea Party Museum liefen. Unterwegs war das Wetter recht bewölkt, was nach der Dauersonne Texas’ eine willkommene Abwechslung darstellte.
...here we go!
Boston im grauen Wetter...
...lässt sich auch gut erlaufen
am Wasser ist immer schön
Braucht noch jemand Tee?Auf dem Rückweg fasste ich dann den Entschluss, nun in Boston endlich mal eine Clam Chowder zu essen und es dauerte nicht lange, bis wir ein entsprechendes Restaurant fanden.
Während ich die warme Suppe aß, gab es für meine Mama nur einen Kaffee und ein Stück Kuchen.
Das tat richtig gut!Anschließend spazierten wir noch etwas durch North End, bis die Zeit für den Aufbruch gekommen war. Gegen 15 Uhr kamen wir dann endlich wieder in Berlin an. Der Herbst zeigte sich hier schon in herrlichen Farben!
Berlin, Berlin, wir sind jetzt in Berlin!
Mit etwas mehr Sonne wären die Farben sicherlich noch beeindruckender, als sie eh schon waren.
Ein schöner kleiner Spaziergang am Wasser...
... tat sehr gut.Nun, glücklicherweise gibt es auf diesem Erdenrund nicht nur ein Berlin und wir konnten den Weg nach einem kurzen Fotostop fortsetzen. Knappe 30 Minuten später war es dann so weit: Der verlorene Sohn und Bruder konnte wieder in die Arme genommen werden. Gemeinsam aßen wir zu Abend bevor meine Mama und ich im Spark by Hilton Northborough eincheckten. Wir brachten jeder unser Gepäck aufs Zimmer und dann ging ich noch einmal kurz zu ihr rüber, um eine Runde Karten zu spielen.
Irgendwann fielen die Augen beinahe zu, weshalb mich mein Bett rief. Doch: Es rief vergeblich, denn ich kam partout nicht mehr in mein Zimmer. An der Rezeption tauschte man flugs meine Karte aus, doch auch mit dem neu codierten Schlüssel ging genau gar nichts. Also sofort wieder zurück zum Empfang und um Hilfe gefragt.
Doch auch der nette Herr vom Empfang konnte das Problem mit dem Schloss nicht lösen und bat mir ein neues Zimmer an. Das hätte ich an sich auch angenommen, jedoch stand ja mein Hab und Gut hinter eben genau dieser Tür, das wollte ich dann doch nicht sich selbst überlassen. Also wurde kurzerhand ein Techniker herbeigerufen, der dann über den Parkplatz in mein Zimmer einbrach.
Hilfe, Einbrecher!Von innen konnte die Tür davon überzeugt werden sich zu öffnen, ein neues Schloss wurde eingesetzt und dann durfte auch ich an meiner Matratze horchen. Irgendwie war ich am nächsten Morgen dann doch froh, nur zwei Nächte in diesem Hotel gebucht zu haben.