10.10.2019
Zum Frühstück hatten wir uns für diesen Morgen mit meinem Bruder verabredet, der gemeinsam mit 5 anderen Austauschstudenten ein eigenes Haus zur Verfügung hatte. Nach kurzer Fahrt trafen wir bei ihm ein, stärkten uns ein wenig und überließen ihm die weitere Tagesplanung.
Im Grunde sahen wir uns an diesem Tag „nur“ den Campus und die nähere Umgebung an, dennoch hatten wir am Abend weit mehr als 10.000 Schritte auf dem Handy zu stehen.
Ich hatte keinerlei Idee, wie Worcester topographisch liegt - allen, denen das ähnlich geht könnte das folgende Bild weiterhelfen:
Worcester oder doch San Francisco?Das College selbst thront auf einem Hügel über der Stadt und ähnelt eher einem Schloß mit einigen Nebengebäuden, wir haben uns auf Anhieb sehr wohl gefühlt.
Auf dem Campus
leider etwas trüb
Mein Bruder zeigte uns alle möglichen Räume, in denen er entweder selbst Seminare als Student besuchte, aber auch sein „Lehrerzimmer“, welches er sich mit anderen „Foreign Language Assistants“ teilte. Das Mittagessen nahmen wir natürlich stilecht in der großen Mensa ein, wobei wir hier für ca. $10 / Person ein absolut reichhaltiges Buffet plündern durften.
Am Nachmittag besuchten wir dann noch eine Unterrichtsstunde, die mein Bruder auf deutsch gab. Für ihn als angehenden Lehrer eine gute Übung und für die Studenten die Möglichkeit, gleich mit drei Muttersprachlern in den Austausch zu gehen.
Im Anschluss werden wir noch in die Radiostation des Colleges geführt, wo die Studenten ihren eigenen (frei empfangsbaren) Radiosender betreiben. Auch mein Bruder hat hier seinen eigenen Beitrag leisten dürfen in dem er eine Stunde lang über Deutschland und vor allem dessen Kultur berichten durfte. Im Interview erklärte er vor allem die Unterschiede im Bildungswesen, aber auch der zwischenmenschliche Umgang und die vollkommen andere politische Struktur kamen zur Sprache.
Ich selbst habe schon in Texas mehrere Colleges besucht (auf meinem allerersten Trip in die Staaten, vielleicht schreibe ich dazu auch noch mal etwas…) und bin daher die Größe und vor allem auch Ausstattung einigermaßen „gewöhnt“, doch von einem eigenen Radiosender hatte ich bislang auch nicht gehört.
Auch, wenn wir an diesem Tage nicht so viel erliefen, fiellen wir nach einem tollen Sonnenuntergang erschöpft ins Bett.
Endlich mal wieder Sonne!11.10.2019
Den 11.10. kann ich hier gleich noch mit anhängen, denn auch diesen Tag verbrachten wir beinahe ausschließlich auf dem Campus. Dieser beeindruckt mit einer schönen Sporthall ganz oben auf dem Hügel, welcher einen tollen Ausblick auf die Stadt und die umliegenden Wälder bietet. Leider war es an diesem Tag sehr diesig, weshalb man wenig davon mitbekam.
Herr Cousy
Ich mag die College-Basketball-Hallen!
Ach, das Wetter... Aber es ist eben Herbst, da kann man nicht immer eitel Sonnenschein erwarten.Nachmittags spielten wir dann bei meinem Bruder noch etwas Karten und guckten uns seine Urlaubsbilder an, denn er war kurz zu vor an den Niagarafällen. Ein Ort, der auch bei mir noch auf der bucketlist steht, auf diesem Trip aber zeitlich einfach nicht mehr reingepasst hätte.