Denver - Bryce und mehr "Langfassung"

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*mrh400

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #60 am: 22.06.2009, 21:32 Uhr »
10. Tag Sonntag 05.10.2008 Escalante - Bryce Canyon

Mit zwei absurden Unterbrechungen (um 23:00, wobei mich die Anzeige "11:00" der Uhr total irritiert, und um 5:00 Uhr) schlafen wir tief und fest. Anfangs prasselt es noch ziemlich auf das Dach, morgens kommt aber die Sonne durch die Wolken.

Frühstück haben wir wieder auf 8:30 bestellt – wie auch die Gäste, die wir gestern schon getroffen hatten. Cate zeigt uns den Schnee auf den Bergen und bereitet ein phänomenales Sonntagsfrühstück mit gefülltem und mit Beeren bedecktem French Toast, Ham und Obst. Von der hervorragenden home made Pfirsichmarmelade kaufen wir noch ein Glas, um es mit nach hause zu nehmen. Offenbar hat es dann später bei der Sicherheitskontrolle Aufmerksamkeit als potentielle Bombe erregt, denn im Koffer fanden wir den berühmten TSA-Zettel und die Papiereinwicklung des Glases war nicht mehr so ganz perfekt wiederhergestellt.

Gemächlich packe ich das Auto wieder zusammen und dann geht es Richtung Bryce Canyon. Unterwegs gibt es ein paar Fotostops, z.T. mit beschneiten Bergen im Hintergrund. Wenn wir uns dem Bryce Canyon nähern, hat es zwar keinerlei Schnee, aber dunkle Wolken.


Schnee an den Hängen des Aquarius Plateau


Dunkle Wolken über dem Bryce Canyon

Im Visitor Center erkundigen wir uns nach den Bedingungen. Der Fairyland Loop Trail wird mit 700 m Höhendifferenz, 8,4 Meilen Länge und strenuous bei einem Zeitbedarf von 4 - 5 Stunden angegeben. Marianne ist ob dieser Aussichten nicht so begeistert, so daß wir in die Gegend vom Sunrise Point fahren, um als Alternative zur ganzen Loop dort zunächst mal nur zur Tower Bridge zu wandern. Angesichts der kühlen Witterung bewaffnen wir uns am Parkplatz nahe der Bryce Canyon Lodge mit Fleecejacken, Handschuhen und Mützen - das gehört in dieser Gegend offensichtlich dazu (vgl. den parallelen Reisebericht von Thinkpink). Der Weg geht zunächst ziemlich steil abwärts. Die Tower Bridge ist recht hübsch anzusehen, steht spätvormittags aber völlig im Gegenlicht.


Beim Einstieg in den Fairyland Trail nahe Sunrise Point


Durchblick


Baum auf dem Weg zur Tower Bridge


Tower Bridge (der rechte Teil) mit Nebengebäuden

Da wir keine Lust verspüren, den steilen Weg gleich wieder zurückzugehen, entschließen wir uns, nun doch zumindest ein Stück in Richtung Fairyland Point zu gehen. Aus dem kleinen Stückchen wird dann der ganze Weg, der beständig bergauf – bergab geht und wunderschöne Landschaft genießen läßt. Dabei sind wir nahezu alleine. Zwischen Sunrise Point und Fairyland Point begegnen wir gerade mal (abgezählt) zwölf Personen; zwei Gruppen davon sehen wir später am Rim nochmals (ist ja eine Loop  :wink:). Unterwegs hat es immer wieder dunkle Wolken, aber auch sonnige Abschnitte. Dazu bläst meist ein sehr heftiger Wind, so daß wir die Fleecejacken durchgehend anbehalten und die Mützen auch meistens auf dem Kopf lassen. Als ich meine Mütze einmal in die Tasche gesteckt hatte, war sie prompt plötzlich weg. Zum Glück mußte ich nur 150 Meter zurückgehen, um sie wieder zu finden.


Welch schöner Hinterkopf


Und ein gaaanz langer Hals


Die Herrschaften gucken in die Ferne

An einer Stelle schreit ein Steller's Jay aus der Ferne, so daß ich versuche, ihn mit dem Tele zu erwischen. Bis ich das Objektiv gewechselt habe, fliegt er natürlich prompt davon und auf einen Baum direkt über uns, wo er nur noch im Schatten zu erkennen ist. Aber man kann das ja aufhellen  :D


Steller's Jay

Nach gut 3 1/2 Stunden sind wir ziemlich müde am Fairyland Point angelangt und machen dort unsere karge Brotzeit mit Äpfeln und Ovo Sport. Unsere Hoffnung, es jetzt „eigentlich“ geschafft zu haben, schmilzt schnell dahin. Der Rückweg zum Sunrise Point zieht sich nämlich noch ganz mächtig. Das sind zwar nur 2,7 Meilen, aber auch hier geht es stetig bergab und wieder bergauf.


noch ein Durchblick kurz vor dem Rim

Kurz nach vier sind wir dann an der Lodge, wo das Einchecken sehr zügig geht. Die Tischreservierung, die wir vorsichtshalber überprüfen, ist auch vorhanden.

Unser schnuckeliges Cabin ist etwa 300 Meter von der Lodge entfernt. Der Dachstuhl nach oben ist völlig offen und in einer Ecke befindet sich ein Fireplace (Gas). Den zünden wir gleich an, machen es uns gemütlich, trinken einen selbstgebrauten Kaffee und erholen uns von den Strapazen.

Gegen 6:30 machen wir uns auf den Weg zu erkunden, was die Sonne denn so treibt. Leider ist sie schon ziemlich weit unten, so daß nur noch die Spitzen der größeren Formationen beleuchtet sind. Dennoch ist es insgesamt ein traumhaftes Licht.


Sunset mit sinking Battleship

Zurück gehen wir in die Bryce Canyon Lodge, wo wir ein paar Minuten warten müssen, bis wir unseren Tisch bekommen. Wir essen beide eine feine Tomatensuppe und ein ausgezeichnetes Canyon Saloon Steak. Dazu gibt es zunächst ein Pale Ale und dann ein Glas Merlot. Alles in allem sehr gut. Unser Kellner Toni stammt aus Rumänien, war sehr aufmerksam und bekam einen anständigen Tip.

Auf dem Rückweg holen wir uns noch ein Bier aus dem Auto, das wir beim Kaminfeuer genießen.

53 miles
Gruß
mrh400

*carovette

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #61 am: 22.06.2009, 22:40 Uhr »
Oh, schön - Kaminfeuer in einer Lodge am Bryce Canyon - das hört sich traumhaft an.
Statt Bier hätten wir uns dann noch ein Gläschen Roten genehmigt....

Tolle Bilder, dein Bericht gefällt mir sehr gut  :daumen:

lg caro

*SusanW

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #62 am: 22.06.2009, 23:27 Uhr »
Hi,

wieder ein sehr schöner Bericht mit tollen Fotos  :D

und die Alternativen, was wir mit unserer knappen Zeit anfangen könnten, steigt  :? :wink: 

Wie lange habt ihr ungefähr reine Fahrzeit für Notom Bullfrog Rd. /Burr Trail ( Abzw. bis Boulder)
gebraucht?
Liebe Grüße 
Susan

*mrh400

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #63 am: 23.06.2009, 23:45 Uhr »
Hallo,
Statt Bier hätten wir uns dann noch ein Gläschen Roten genehmigt....
davon hatten wir ja schon im Restaurant, außerdem keinen im Auto (und zum Kaufen gibts dort auch keinen). Bier gegen Durst und als Schlummertrunk  ist ja auch nicht schlecht.

Wie lange habt ihr ungefähr reine Fahrzeit für Notom Bullfrog Rd. /Burr Trail ( Abzw. bis Boulder) gebraucht?
Schwer zu sagen. Anhand der Exif-Dateien der Fotos kann ich in etwa rekonstruieren:
Abzweigung von der 24 bis unterhalb der Switchbacks ca. 5/4 - 1  1/2 Stunden
Swtchbacks 10 - 15 Minuten
Picknickplatz - Upper Muley Twist Canyon Parkplatz ca. 10 Minuten
Upper Muley Twist Canyon - Boulder ca. 5/4 - 1 1/2 Stunden.
Gruß
mrh400

*mrh400

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #64 am: 23.06.2009, 23:49 Uhr »
Heute kommt das totale Alternativprogramm zu Thinkpink  :wink: :

11. Tag Montag 06.10.2008 Bryce Canyon - Mt Carmel Jct

Geschlafen haben wir sehr wechselhaft: Die Elektroheizung an dem einen Wandsockel glüht geradezu, um den unendlich hohen Raum halbwegs zu temperieren, die an der anderen Seite ist aber kalt; dafür zieht es dort auch noch eisig durch die Fensterritzen hinein. Das mag vielleicht im mathematischen Durchschnitt ein erträgliches Raumklima ergeben, in der Realität ist es aber kaum etrräglich. Wir hatten zunächst das Bett an der Heizung genommen. In der Nacht wird es allmählich zu heiß, ich rutsche ganz auf die Gangseite und Marianne wechselt in das andere Bett, wo es ihr aber irgendwann zu sehr zieht. Gegen 5:30 wechselt sie daher nochmals. Las wir dann endlich schlafen, pennen wir dafür insgesamt bis nach 8:00 Uhr und verpassen sämtliche Sonnenaufgänge.

Zum Frühstück gehen wir wieder in die Lodge. Auch jetzt heißt es etwa 10 Minuten warten. Heute früh haben wir leider eine besonders lahme Bedienung, diesmal keiner der vielen bei Xanterra beschäftigten (Süd-)Osteuropäer, sondern ein Afroamerican, der sich nicht nur extrem selten blicken läßt, sondern dann auch noch meine Pfannkuchenbestellung vermurkst und mit einer völlig anderen Variante daherkommt. Mariannes French Toast ist ok, wenngleich zu riesig (wofür der Kellner aber nichts kann).

Wir fahren anschließend bis ganz zum Ende der Parkstraße, um sie „von hinten aufzurollen“. Zunächst parken wir also am Rainbow Point und gehen den Bristlecone Trail sowie zum Yovimpa Point, wo man eine tolle Fernsicht bis zum Navajo Mountain und zum Kaibab Plateau hat.


Blick vom Rainbow Point - immerhin fast 2.800 Meter hoch


Blick vom Rainbow Point


Fernblick vom Yovimpa Point
Der Berg knapp links von der Bildmitte heißt übrigens "Molly's Nipple"  :oops:


Alte Bristlecone Pine

Danach fahren wir die Overlooks einen nach dem anderen ab, bis wir beim Bryce Point landen. Die Landschaft steigert sich von Punkt zu Punkt mit immer mehr Zacken und Spitzen in immer intensiveren Farben. Dabei kontrastiert das Rot der Steine schön mit dem Grün der Wälder in der Ebene. Auf den entfernten Bergen im Westen ist reichlich Schnee zu erkennen. Um die Zahl der Fotos nicht allzusehr ausufren zu lassen, überspringe ich die Zwischenaufenthalte einschließlich Natural Bridge und Farview Point. Die Blicke sind zwar immer wieder großartig, aber einander doch nicht ganz unähnlich. Und wir wollen heute ja noch weiter.


Der Alligator am Bryce Point


Blick vom Bryce Point


Höhlen am Bryce Point

Obwohl wir heute mehr fahren als wandern (da haben wir ja gestern schon „Vorleistungen“ erbracht), verlassen wir den Park viel später als geplant. Beim Red Rock SP machen wir daher nur mehr einen Picknickstop am Visitor Center und den kurzen Hoodoo Trail. Denn wir haben ja immer noch einiges vor.


Troll am Red Canyon


Red Canyon Hoodoos

Über Panguitch, wo wir nur im Vorbeifahren einen Blick auf die westernstädtchenmäßige Hauptstraße werfen, geht es in Richtung Cedar Breaks NM. Nach dem Ortsende von Panguitch kommt nicht nur das schöne auch als Avatar im Forum bekannte Hinweisschild "This is not 89", das ich viel zu spät realisiere, um für ein Foto anzuhalten. Es kommen auch mehrfache Hinweise, daß die Straße durch das NM für große LKW gesperrt ist und daß sie überhaupt gesperrt ist ... "when flashing". Es flashte nicht, also sind wir wohlgemut zunächst durch ein schwarzwaldähnliches Hügelland bis über die Schneegrenze gefahren. Dazwischen immer wieder schön leuchtende Laubbäume, weiter oben allerdings schon vielfach ohne Laub und zunehmend Nadelwälder.


Winterwald vor Cedar Breaks

Am Parkplatz zum Alpine Pond Trailhead machen wir uns nach Anziehen der Wanderschuhe auf den Weg. Schon nach wenigen Metern revoltiert Marianne, weil sie im Schnee und Matsch nasse Schuhe (und Füße) zu bekommen droht. Wir gehen dennoch weiter, den lower trail hin und den upper trail zurück. In der Mitte dann der hübsche, bereits z.T. zugefrorene Pond. Auf dem Rückweg geht es einige Serpentinen hinauf – gut, daß wir diese Route gegangen sind, denn bergab wäre das auf dem Schnee nicht so lustig gewesen. Insgesamt ein recht hübscher Winterspaziergang, für den man allerdings Moonboots dabeihaben hätte sollen, da der Schnee durch die Sonne weitgehend sehr matschig und tratschig war. So war am Auto der Wechsel nicht nur von Schuhen, sondern auch von Strümpfen angesagt.


Alpine Pond

Anschließend fahren wir noch ein paar Overlooks ab, die jeweils einen sehr weiten Blick über die Felszacken des Cedar Breaks NM bis hin zu den nächsten Bergketten erlauben. Die Kombination von knallroten Felsen und weißem Schnee mit Fernblick auf grüne Täler ist atemberaubend schön. Den Weg zum Spectra Point nehmen wir allerdings angesichts der Schneeverhältnisse nicht mehr in Angriff.


Cedar Breaks, Felsen und Schnee


Cedar Breaks, Blick in die Ebene

Im weiteren Verlauf führt die Straße an einigen Lavafeldern mit entsprechenden Erklärungstafeln vorbei. Später kommen in der Abendsonne und wieder mit schönem Herbstlaub der Navajo Lake (ein Stausee), derm Duck Creek und der wohl ebenfalls aufgestaute kleine Duck Lake. Hier etwa sind wir von der anderen Seite her kommend im Oktober 2000 umgekehrt, weil uns im zunehmenden Schneefall der Schnee auf der Straße zuviel zu werden drohte.


Duck Lake

Nach einer guten Stunde kommen wir im BW Thunderbird Lodge an und bekommen nach einiger Warterei ein riesiges Zimmer verpaßt (kostenfrei auf BW-Gold-Crown-Punkte). Marianne nutzt die nicht weit vom Zimmer gelegene Laundry exzessiv. Während des Trockenvorgangs gehen wir ins angeschlossenen Restaurant zum Essen: ein "volles" (= 16 oz) und ein "petite" (= 8 oz) Prime Rib beschäftigen uns intensiv und benötigen je zwei Pale Ale, um die gigantischen Teile wenigstens teilweise runterzuspülen. Der Horseraddish war leider etwas zu mild.

153 miles

PS: morgen kein Bericht, bin auswärts unterwegs
Gruß
mrh400

*SusanW

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #65 am: 24.06.2009, 09:05 Uhr »
Hallo mrh,

herzlichen Dank für die Mühe mit den exifs. Vielleicht fahren wir ja diesmal die Variante  8)

Zeit für mich umzusteigen  :wink: den Rest des tollen Reiseberichts muss ich denn wohl nachholen.

Schon mal danke fürs Mitnehmen und tschüss fürs Erste
Liebe Grüße 
Susan

*americanhero

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #66 am: 24.06.2009, 16:40 Uhr »
wow, Cedar Breaks mit Schnee sieht ja toll aus. Und wenn dann noch die Sonne dazu scheint.... :daumen:
Wir sind dieses jahr im Juni dann doch gefluechtet, als es anfing zu schneien :mrgreen:

*Palo

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #67 am: 24.06.2009, 16:47 Uhr »
Schoen ist der Cedar Breaks, wir haben mal im Juli etwas weiter davon in einer Lodge uebernachtet und morgens mussten wir Eis von den Scheiben kratzen. Tagsueber war es herrlich sonnig.  
Gruß

Palo

*mrh400

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #68 am: 25.06.2009, 19:49 Uhr »
12. Tag Dienstag 07.10.2008 Mount Carmel Jct - Page

Nach gutem Schlaf und ausduseln produzieren wir wieder einmal Frühstück auf dem Zimmer – Kaffee aus der Kaffeemaschine und Kekse. Beim Versuch zu tanken vermisse ich meine Gürtelbrieftasche und hetze panikartig zu Fuß zum Zimmer zurück – nichts. Also fahren wir nochmals mit dem Auto hin, um alles in Ruhe zu durchsuchen. Da sieht Marianne, daß die Schlaufe an meinem Gürtel hängt – nur ein Stück weiter hinten als normal...

Auf dem Weg Richtung Kanab fahren wir zunächst unschlüssig an der Abzweigung zu den Coral Pink Sand Dunes vorbei, um dann doch die nächste Möglichkeit nach ca. 200 Metern zu nehmen. Nach gut 12 Meilen durch relativ fruchtbare Landschaft mit vielen abgeblühten Königskerzen am Straßenrand kommt links die Abzweigung in den Park, der 6 USD kostet. Wir bewundern die rosa Dünen von der Aussichtsplattform aus und gehen nach kurzem Zögern den Interpretive Trail mit ca. 0,5 Meilen Länge. Das Stapfen durch den Sand läßt die Länge doppelt so groß wirken. Pflanzen und Entstehung der Dünen werden erklärt – alles in allem ganz nett und unterhaltsam, zumal es noch recht angenehme Temperaturen hat. Fotografisch gesehen stehen die Dünen am Morgen im Gegenlicht. Dafür sind um diese Zeit aber auch noch keine ATVs unterwegs.


Coral Pink Sand Dunes


Coral Pink Sand Dunes

Als wir wieder auf der 89 sind, ist es schon gegen 11 Uhr. In Kanab kaufen wir Lebensmittel und vor allem Getränke ein.

Da wir heute nicht in sonderlicher Lauflaune sind, machen wir den Tag überwiegend zu einem Fahrtag und statten einem (eher für mich als für Marianne) "alten Bekannten" einen Besuch ab: Wir nehmen jetzt einen Umweg über den Grand Canyon (North Rim). Der Weg bis zum Park zieht sich mit über 30 Meilen ganz schön hin. Die erste Hälfte geht zuerst durch Nadelwald. Unsere Erwartung von goldenen Herbstwäldern wird zunächst enttäuscht. Über viele Meilen hinweg begleiten uns verkohlte Strünke links und rechts der Straße. Erst ein ganzes Stück später kommen immer wieder Bäume mit Herbstlaub und fast tundraähnliche Prairiewiesen.


Herbst am Kaibab Plateau


Kaibab Plateau

Im Park fahren wir zunächst zum Point Imperial, wo wir nahezu pünktlich um 13:00 zum Picknick eintreffen. Die Ausblicke dort sind so phänomenal, daß wir Lust auf mehr bekommen und auch noch zum Cape Royal fahren. Dort muß man bis zur Spitze ein paar hundert Meter laufen, wird aber mir einem großartigen Rundumblick belohnt.


Grand Canyon, am Point Imperial


Grand Canyon, Angel's Window beim Cape Royal


Grand Canyon, Colorado River vom Cape Royal


Colorado River

Anschließend fahren wir noch zur Grand Canyon Lodge, einem ehrwürdigen alten Hotel, machen eine Minisiesta auf der Terrasse und gehen noch zum Bright Angel Point mit wiederum neuen und tollen Ansichten. Alles in allem hat sich der doch ziemlich zeitaufwendige Umweg absolut gelohnt.


Grand Canyon, Blick von der Grand Canyon Lodge

Um 16:30 sind wir dann endlich wieder auf dem Weg nach Page. Auf dem Rückweg vom Grand Canyon NP zur 89 gewinnen wir den Eindruck, daß die Vorbereitungen für den nächsten Brand schon getroffen sind: Überall im Wald sind große Häufen mit getrockneten Zweigen und Wurzeln angehäuft, die im Ernstfall wie Zunder wirken dürften.


Waldbrandgebiet im Kaibab National Forest

Die Fahrt auf die Vermillion Cliffs zu ist wieder einmal atemberaubend. Die tiefstehende Sonne gibt dem ganzen ein besonders mildes Licht. Der Marble Canyon ist schon im Schatten, dennoch machen wir einen kurzen Aufenthalt an der Navajo bridge. Die Echo Cliffs vor Bitter Springs glühen dann umso heftiger in der Abendsonne.


Bei den Vermillion Cliffs


Navajo Bridge - die neue von der alten aus gesehen


Echo Cliffs

Um 19:30 Utah-Zeit kommen wir müde und geschafft im Courtyard in Page an, beziehen unser großes Zimmer und nehmen im angeschlossenen Pepper's Restaurant ein Top Sirloin zu uns. Unser Essen war zwar nicht schlecht, aber was wir so um uns herum gesehen haben, war nicht alles wirklich verlockend.

295 miles
Gruß
mrh400

*mrh400

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #69 am: 26.06.2009, 13:57 Uhr »
Hallo,
heute kein Tagesbericht, muß auf Dienstreise  :(
Gruß
mrh400

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #70 am: 27.06.2009, 17:03 Uhr »
13. Tag Mittwoch 08.10.2008 Page

Wir schlafen ganz gut und stehen erst gegen 8:00 Uhr (Utah-Zeit) auf. Frühstück gibt es wieder einmal im Zimmer mit ganz anständigem selbst gebrauten Kaffee und den restlichen Keksen.

Als wir gegen 9:00 Uhr losziehen, fahren wir zunächst einmal zum Tanken. Die Kreditkarte wird akzeptiert, die ZIP auf der Karte nicht. Also Karte an der Kasse abgeben, tanken und anschließend drin per Beleg bezahlen. Da ich bislang bei dieser Methode noch nie besch... wurde, habe ich immer noch keine Hemmungen entwickelt, meine Kreditkarte beim Tankwart zu hinterlegen.

Dann ziehen wir los Richtung Kanab auf der 89 und steuern die Paria Ranger Station an. Der Ranger meint, die House Rock Valley Road sei "good" und bessere Karten oder Infos als wir uns aus dem Internet ausgedruckt haben könne er auch nicht bieten. Seine Kollegin bekommt leuchtende Augen, als sie hört, daß wir zu "Edmaiers Secret" wollen.

Also fahren wir zur Abzweigung zur House Rock Valley Road. „Good“ ist wohl relativ zu verstehen. Wir treffen z.T. übles Waschbrett und viele Stellen mit nicht allzu sanften Steinen an. Außer ein paar kurzen Stücken ganz zu Beginn wage ich es nicht, mit Tempo über das Waschbrett drüberzugehen. Sogar ein "echter" Geländewagen (ein etwas älteres, aber ziemlich robust erscheinendes Teil im Stil eines Ford F-150 aus den 80ern mit geschlossenem Aufbau) vor uns fährt relativ vorsichtig. Nur ein paar Miet-SUVs überholen uns (nicht nur wahrscheinlich, sondern wie wir später hören, tatsächlich Deutsche). Auch einen alten "Straßenkreuzer" haben wir unterwegs angetroffen – bei vorsichtiger Fahrweise sicher kein Problem, aber halt auch kein wirkliches Vergnügen.

Kurz nach einem Wash geht es links weg zu einer kleinen Wendeschleife mit der Tafel "Buckskin Trailhead" – weit und breit kein Klohäuschen oder Register erkennbar, auch kein weiteres Auto da. Haben wir da etwas in der Beschreibung übersehen? Gibt es einen „Buckskin Trailhead“ und einen „Buckskin Gulch Trailhead“? Wir fahren verwirrt zurück zur Straße und weiter, ca. 15 Minuten, bis zu einem größeren Parkplatz, der recht gut gefüllt ist und wo sich etliche Leute abmarschbereit machen. Ein Blick auf die Tafeln "You are here" – am Wirepass! Die "Amtssprache" hier ist übrigens wie schon angedeutet nahezu ausschließlich deutsch.

Da wir zuvor keine Registrierbox entdeckt hatten, aber auch nicht "schwarz" wandern wollen, holen wir uns hier einen Registrierungsumschlag, stecken 12 USD rein und werfen ihn ein. Dann geht es halt wieder zurück zu dem kleinen Platz, wo wir vorher waren. Bis wir uns marschbereit gemacht haben, ist es schon gegen 11.00 Uhr. Keine 100 Meter sind wir gegangen, als wir den Parkplatz mit Klohäuschen, Register und ein paar Autos entdecken. Man sollte sich also nicht von der Wendeschleife irritieren lassen (Vom Wash aus hätte man das Klohäuschen wohl entdecken können – aber da war ich auf die Straße konzentriert und hätte es von der Topographie her auch weiter rechts erwartet.)

Wir gehen unserer ausgedruckten Beschreibung entsprechend den Wash entlang. Nach einem "Felsentor" ist nichts von den abgebildeten Formationen zu sehen. Da man nach dem "Felsentor" ohnehin im Wash bleiben soll, gehen wir halt einfach weiter. Siehe da, es kommt noch ein zweites "Felsentor". Aber auch danach geht es noch ein ganzes Stück im Hauptwash entlang, bis die Abzweigung nach links in den Sand kommt. Dort werden wir begleitet von Tierspuren (Coyotes?) und finden den Dry Fall zwar ohne große Sucherei, aber auch wieder etwas weiter entfernt als gedacht. Der Aufstieg ist wirklich leicht.


Schon im Buckskin Gulch Wash kann man filigrane Steinformationen erkennen, die hier wie lange Fähnchen ausschauen


Felsformation im Buckskin Gulch Wash


Felsformation im "Sandwash"

Da es in der Sonne doch schon ziemlich warm wird, sucht Marianne kurz nach dem Aufstieg als erstes einen Schattenplatz unter einem Felsen, wo wir unsere Bananen zu uns nehmen. Zunächst will sie mich alleine weiterschicken, geht dann aber doch mit, als ich ihr einen Stock zur Abwehr etwaigen Getiers andiene. Kurz danach beginnt ein Wunderland von Formen: Brainrocks, "Raupen" und filigrane Sandsteinformationen - sowie relativ frische Tierlosung. Marianne sucht sich einen neuerlichen Schattenplatz, von wo aus sie meine weiteren Aktivitäten beobachten kann. Es gibt unheimlich viel zu entdecken.


Edmaiers Secret


Honi soit qui mal y pense


Edmaiers Secret - zum Größenvergleich: ganz unten im Schatten sitzt jemand!

Um die Bilderflut beherrschbar zu gestalten, aber dennoch einen möglichst großem Eindruck dieser unermeßlich abwechslungsreichen und fantastischen Gegend zu geben anbei noch einige Thumbnails (Draufklicken führt zum ganzen Bild):

     

     

Besonders beeindruckt haben uns die ganz dünnen Steinplättchen und –bänder, die an vielen Stellen aus dem Sandstein hervorragen und äußerst zerbrechlich wirken. An manchen Stellen wachsen aber auch ganze Kunstwerke schräg aus dem Boden.


filigrane Steinplättchen


kleine Figuren aus Steinplättchen


große Figuren aus Steinplättchen

Auch hier noch eine Auswahl von Thumbnails von solchen filigranen Steinformationen (Draufklicken...):
   

   

Nach einer knappen Stunde umherstromern – wobei wir den empfohlenen Abstecher auf den Hügel wegen der Hitze auslassen – treten wir den Rückweg an. Nunmehr gehört unser Augenmerk mehr als beim Hinweg den vielfältigen blühenden Pflanzen und ihren Früchten im Wash. Hier gibt's jetzt nur noch Thumbnails (Draufklicken...).

 

 

Trotzdem schauen wir natürlich auch auf dem Rückweg ab und zu in die Landschaft und nach oben:


Dafür verpassen wir offensichtlich den rechtzeitigen Ausstieg aus dem Wash. Irgendwie sind plötzlich kaum mehr Fußspuren zu erkennen. Ein Blick auf das GPS bestätigt, daß wir etwa 150 m zu weit zurückgelaufen sind. Von unten war der Parkplatz schlicht nicht zu erkennen, wenn man nicht aufmerksam Ausschau hält. Selbst als wir aus dem Wash heraus auf den richtigen Trampelpfad gestiegen sind, wären wir fast nochmal am "Durchgang" durch das Gestrüpp vorbeigelaufen. Viel hätte allerdings in beiden Fällen nicht passieren können. Im ersten Fall hätte man spätestens an der Straße gemerkt, daß man wieder zurück muß; im zweiten Fall hätten wird den Weg halt durch den Sagebrush nehmen müssen.

Gegen 2:00 Uhr sind wir zurück am Parkplatz, wo ich mich mit einem deutschen Paar unterhalte, das hier offenbar "zuhause" ist. Im Auto machen wir ein kleines Picknick, bevor wir mühsam zur 89 zurückrumpeln. Dabei weckt der bunte Sand neben der House Rock Valley Road unsere Aufmerksamkeit.


Painted Desert neben der House Rock Valley Road

Kurz vor Page suche ich die Abzweigung zum Stud Horse Point, die ich nach zweimaligem Hin und Her nur mit den GPS-Daten finde (weil mir irgendwie der Milemarker 555 abgeht). Die Straße ist nach dem "Teer" (der eigentlich nur noch aus Schlaglöchern besteht) geradezu ein Genuß im Vergleich zur House Rock Valley Road. Allerdings verpasse ich zunächst die Abzweigung zum "sandigen Feldweg", finde sie auf dem Rückweg mittels GPS-Daten und verzichte auf die Anfahrt, weil sie sehr übel ausschaut und der Infiniti weder so wahnsinnig viel Bodenfreiheit hat noch sich auf Sand besonders wohlzufühlen scheint. Da Mariane nicht gewillt ist, in der Hitze nochmals zu laufen, fahren wir unverrichteter Dinge zurück zum Hotel. Zu toppen wäre das zuvor gesehene ohnehin nicht gewesen.

Statt dessen sind noch ein paar Schwimmzüge im Hotelpool angesagt, um die Muskeln wieder zu entspannen – das Wasser ist deutlich wärmer als die Luft – geradezu Badewannentemperatur. Vor der Fahrt in die "Stadt" halten wir noch kurze Siesta. In Page wird dann für das Frühstück und die nächsten 1 - 2 Picknicks eingekauft.

Anschließend suchen wir den im Forum gelobten Italiener und finden ihn per Navi unter der Adresse Zapata's. Jetzt heißt der ehemalige Mexikaner Pinciottis und ist ein Italiener, der mit Nudeln (mit Lachs) erstaunlich gut umgehen kann und auch einen ganz passablen offenen Wein anbietet. Dazu gibt es ziemlich schwere klassische Musik, irgendwo zwischen Postromantik und fast schon Zwölfton.

Im Motel lassen wir uns dann noch das tägliche Bier schmecken.

103 miles
Gruß
mrh400

*mannimanta

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #71 am: 27.06.2009, 18:10 Uhr »
Wow! Tolle Fotos!
Edmaier's Secret musste wir dieses Jahr aus Zeitgründen auslassen,
aber wir kommen wieder, bestimmt... :daumen:

Gruss,
Manni

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Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #72 am: 28.06.2009, 17:54 Uhr »
14. Tag Donnerstag 09.10.2008 Page - Cortez

Nach gutem Schlaf stehen wir wieder einmal erst gegen 8:00 Uhr auf. Frühstück gibt es auf dem Zimmer mit gestern gekauften ganz ordentlichen Joghurts und süßen Teilchen. Der Kaffee aus dem Coffee-Maker im Zimmer ist wieder sehr gut.

Marianne stellt fest, daß sie gestern abend ihre Sonnenbrille im Restaurant liegen gelassen hat, also fahren wir zuerst dorthin – geöffnet ab 11:00 Uhr... Bleibt uns also nur, frische Baguette zu kaufen und zu tanken. An der Tankstelle erhalte ich bei Eingabe der Miles & More CC die Anzeige "please go to cashier". Ich probiere spaßeshalber noch einfach die DKB-Karte aus – und siehe, die wird sofort akzeptiert.

Wir nehmen Kurs auf die 98 mit zeitweise ganz netten Landschaftsformationen und schließlich auf die 160. Meine heutige Fahrlaune läßt mir Tuba City oder gar den Blue Canyon zu weit erscheinen. Statt dessen nehmen wir uns einen zweiten „alten Bekannten“ vor – das Monument Valley. Daher fahren wir direkt Richtung Kayenta und Monument Valley. Unterwegs führt die Straße unter einem großen Förderband hindurch, das die auf der Black Mesa gewonnene Kohle zur Bahnlinie verfrachtet.


Navajo Mountain von der 98 bei Page


Felsformationen bei Kayenta


Agathia Peak vor Monument Valley

Im Monument Valley zahlen wir unsere 5 USD Eintritt pro Person und machen zunächst auf dem Parkplatz unser kleines Picknick mit Frischkäse und frischem Obstsalat aus dem Supermarkt in Page.


Monument Valley, der klassische Blick vom Parkplatz aus

Da wir uns nicht selbst über die Loop quälen und außerdem ins Hinterland wollen, nehmen wir – wie schon vor acht Jahren – die 2 1/2 Stunden Jeeptour durch das Valley. Zudem kostet die mit beachtlichen 65 USD pro Kopf nur 5 USD mehr als die kurze Loop mit dem Jeep.

Insgesamt sind wir 9 Personen, so daß wir auf den Bänken auf der offenen Pritsche nicht allzu gedrängt sitzen müssen. Unser Fahrer, Herman, ist außerordentlich maulfaul, gibt nur extrem wenig Erklärungen und fährt schon im ersten – „öffentlichen“ – Teil an etlichen Haltepositionen einfach vorbei.


Monument Valley, Three Sisters

Zur Abwechslung erst einmal zwei Thumbnails aus dem nichtöffentlichen Teil (Draufklicken...)
 
Male Hogen und Female Hogan
Der Hogan für die Männer ist eine reine Schlafgelegenheit, der für die Frauen ist Wohn- und Arbeitsraum zugleich. Im Female Hogan demonstriert eine uralte Indianerin - Suzie Yazzie - mit bemerkenswertem Gesicht und wunderschönem Indianerschmuck verschiedene Web- und Spinntechniken. Von der Veröffentlichung eines Fotos sehe ich aus Rücksicht auf ihr Persönlichkeitsrecht ab. Dafür gibt es ein anderes markantes Gesicht aus der Umgebung:


Indian Chief Head bei den beiden Hogans

Offenbar ist die Tour für den hinteren Teil des Valley nicht mit allen Aussichtspunkten des "normalen" Loop verbunden (kann man auch so mit einiger Mühe dem Flyer entnehmen). Aber auch später läßt Herman die nahe Anfahrt an den Totem Pole aus, die bei der Erklärung der Tour wortreich angepriesen wird. Mit Flötenspiel im Big Hogan war auch nichts (wäre bei dem Sand – es herrschte doch ziemlich starker Wind – auch wenig lustig gewesen, sich auf den Rücken zu legen). Er hat nicht einmal dafür gesorgt, daß im Hogan die Fotografen ihren Obulus an Suzie Yazzie entrichteten. Ich habe übrigens als einziger gefragt, ob sie überhaupt Aufnahmen duldet, und mich für die anderen Teilnehmer der Tour ziemlich geschämt. Wichtig war ihm letztlich nur, die 2 1/2 Stunden nicht zu überschreiten. Dafür bekommt er dann auch nur einen Mini-Tip von 5 USD – Strafe muß sein.

Trotz der enttäuschenden Betreuung durch Herman war es aber wieder ein Erlebnis, so tief in das Valley hineinzukommen:

Zur Reduzierung der Zahl der großen bilder noch einmal ein paar Thumbnails aus dem hinteren Teil der Tour, wo man selbst mit dem Auto nicht hinkommt:

     
Sun's Eye - Ear of the Wind - Big Hogan - Totem Pole

Dafür noch in voller Größe die Petroglyphen bei Sun's Eye:


Gegen 4:00 Uhr sitzen wir wieder im Auto, um – gegen die Anweisungen des Navi – über Bluff und die 162 mit  Montezuma Creek – ein elend ärmliches Kaff – und Aneth nach Cortez zu kommen. Wirkliche Abwechslung bietet nur auf einer Straßenkuppe der plötzliche Anblick des Shiprock in der Ferne der weiten Ebene.


Abschied von Monument Valley


Sandmalerei vor Mexican Hat


Mexican Hat


Shiprock

Gegen 6.30 sind wir am Ortsende von Cortez im Holiday Inn Express, das einen ausgezeichneten Eindruck hinterläßt. Abendessen und Getränke (es gibt pro Zimmer und Nacht einen freien Drink) nehmen wir im danebenliegenden Restaurant "Koko's" zu uns, um nicht mehr fahren zu müssen. Der Laden ist eine Mischung von Bar, Café und Restaurant mit self-seating und voller Bedienung. Es gibt eine sehr gute stuffed trout, diverse Biere sowie eine Mesa Verde Margherita.

260 miles
Gruß
mrh400

*americanhero

  • Gast
Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #73 am: 29.06.2009, 19:07 Uhr »
Wow! Tolle Fotos!
Edmaier's Secret musste wir dieses Jahr aus Zeitgründen auslassen,
aber wir kommen wieder, bestimmt... :daumen:

Gruss,
Manni


Kann ich exakt so fuer uns unterschrieben.
Ausserdem war das Wetter bei uns bloed, da mache ich so etwas eh nicht, wo es auf das richtige Licht ankommt.
Irgendwann in meinem spaeteren Leben klappt es vielleicht sogar mal.  :roll:

*carovette

  • Gold Member
  • Registriert: 13.12.2007
  • 1.599
Re: Denver - Bryce und mehr "Langfassung"
« Antwort #74 am: 29.06.2009, 19:19 Uhr »
Wow! Tolle Fotos!
Edmaier's Secret musste wir dieses Jahr aus Zeitgründen auslassen,
aber wir kommen wieder, bestimmt... :daumen:

Gruss,
Manni


Kann ich exakt so fuer uns unterschrieben.
Ausserdem war das Wetter bei uns bloed, da mache ich so etwas eh nicht, wo es auf das richtige Licht ankommt.
Irgendwann in meinem spaeteren Leben klappt es vielleicht sogar mal.  :roll:

Dito - Das Wetter war ja super bei uns, aber die Zeit.....jetzt waren wir 4 Tage in Page und trotzdem mussten wir einiges auslassen.....wir kommen aber auch wieder! Tolle Bilder von Edmaiers  :daumen:

lg caro :D

 

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